Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, April 06, 2009

Abwrackpraemie.

Ich habe lange mit mit gerungen, ob ich zur "Abwrackprämie" etwas sage. Einerseits hat sie mit unserer Branche direkt wenig zu tun und man muß sich nicht zu Gott und der Welt äußern. Andererseits sinkt, wenn private Haushalte Geld ausgeben für neue Autos, nicht nur die Sparquote, sondern sie schränken auch ihren Konsum anderer Produkte und Dienstleistungen ein. Davon ist nicht in erster Linie der tägliche Bedarf (wie Lebensmittel und das Bier in der Kneipe) betroffen, wohl aber Fernreisen und große Familienfeiern. Für den Deutschland-Tourismus mag die Abwrackprämie sogar von Vorteil sein, weil die stolzen Neuwagenbesitzer ihr Auto vielleicht nutzen möchten, um in den Urlaub zu fahren, falls sie sich den noch leisten können.

Auch wenn unsere Branche also eher weniger von der Abwrackprämie betroffen ist, ist sie volkswirtschaftlich und ökologisch aberwitzig, zumal die fette Koalition aus Angst vor dem Wähler nicht nur 1,5 Milliarden dafür in die Hintern bläst, sondern den Unsinn noch bis in die Zeit nach zur Bundestagswahl verlängern will. Anfang 2010 kommt dann die Abrechnung mit einer massiven Erhöhung der Abgaben.

Justus Haucap, der Vorsitzende der Monopolkommission, hat heute im "Handelsblatt" die Abwrackprämie angemessen gewürdigt: "'Abwrackprämie ist unsinnig und fragwürdig'" vom 6. April 2009. Besser hätte ich es gar nicht sagen können:
"Insgesamt gesehen ist mit der Abwrackprämie ein Milliardenprogramm zur Finanzierung von ökologischem und ökonomischem Unfug aufgelegt worden."

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