Gastgewerbe Gedankensplitter



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Samstag, April 04, 2009

Businesshotels in der Krise.

Peter Peer, Geschäftsführer der Mercure Hotels Österreich und Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), hat noch im Februar 2009 empfohlen, die Finger von der Preisschraube zu lassen: "Ruhe bewahren und die Preise anheben".

Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Brit Glocke, Volontärin der "Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung" hat zwölf Hotels bzw. Hotelketten befragt, was sie sich einfallen lassen, um die Belegung stabil zu halten: "Die Preisfront bröckelt", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 4. April 2009.

Erwähnt wird das "friends Konjunkturpaket": "Tagungspauschale 'Zahlen Sie, was Sie wollen!'" des hotel friends Mittelrhein in Bendorf. Dieses Preismodell ist clever gestrickt:
  • Die Tagungspauschale setzt voraus, daß alle Teilnehmer im Hotel auch übernachten.
  • Derjenige, der die Tagungspauschale bucht, kann den Preis dafür selbst festsetzen, das heißt dem Hotel vorschlagen, ein Angebot des Kunden zu akzeptieren oder auch nicht.
Das Hotel wird wohl sehr niedrige Tagungspauschalen nur akzeptieren, wenn das Hotel ohne diese übernachtenden Tagungsteilnehmer nicht ausgelastet wäre.

Generell halte ich Preismodelle, bei denen nicht der Anbieter einen Preis nennt, sondern der Nachfrager, inbesondere für geschickt, wenn der Preisspielraum sehr hoch ist (wie etwa bei Übernachtungen oder bei Antiquitäten, Trödel usw.). Eventuell bietet der Kunde mehr als der Verkäufer von sich aus verlangen würde. Außerdem gewinnt der Verkäufer Informationen über die Nachfragefunktion bei Produkten, deren Marktpreis er schlecht einschätzen kann.

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