Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, April 03, 2009

Freitags Fisch.

"Filet O Fish" ist ein eher banales Produkt von McDonald's, ein mit einem Backfisch belegtes Brötchen, wie es auch von anderen Fast-Food-Ketten angeboten wird. So gibt es bei Nordsee jeweils mit kaltem, panierten Fisch die Varianten "Bremer" ("Fischfrikadellen aus verschiedenen Weißfischfilets wie Alaska Seelachs, Seelachs oder Seehecht in veränderlichen Gewichtsanteilen"), "Wikinger" und "Backfisch-Baguette" (mit billigem Pengasiusfilet). Ich mag selbst zwar auch gerne Fischbrötchen, finde es aber eher pervers, statt den Fisch unpaniert in ein Brötchen zu packen, ihn mit mehr oder weniger fettiger Panade zu umhüllen. Vermutlich werden solche Produkte gerne angeboten, weil man damit billige Zutaten wie Brötchen und Panade zugleich verkaufen oder Fischreste verticken kann.

McDonald's bietet seit Februar 2008 auf seiner Website Filetofish.com das von Morach Partners entwickelte Online-Spiel "SharkBait II":
"In an effort to remind customers about a long-time favorite, the McDonald’s Filet-O-Fish Sandwich, Moroch Partners created a Web site unlike any other. WWW.FILETOFISH.COM features Sharkbait II with local geographical elements. The game tests players’ ability to keep the Filet-O-Fish away from a band of hungry sharks in one of twelve bodies of water with uniquely local names that include Crawfish Cove, Gulf of Michigan, The Show Me Strait and the list goes on.
  • Each body of water will have its own listing of top scores in the area, so friends and neighbors can compete against each other.
  • Trouble navigating the sharky waters? Unroll the animated treasure map that highlights all twelve bodies of water."
Drew Condon fragt sich, warum McDonald's vor dem Hintergrund der Tatsache, daß 23,9 Prozent der Amerikaner wenigstens einmal in der Woche Fisch essen möchte, diese Website nicht besser dazu nutzt, den Umsatz mit Fischprodukten zu forcieren. Außerdem erzählt er die Geschichte dieses Produktes: "Filleting the 'Filet-o-Fish'", in: Compete vom 3. April 2009.

Auch in Deutschland gibt es, inbesondere in Regionen mit einem hohen Anteil von Katholiken, noch die meist religiös motivierte Neigung, am Freitag Fisch zu essen. Freitag ist der Wochentag, an dem angeblich Jesus Christ gestorben ist. Protestanten halten sich hingegen eher an die Regel, am Karfreitag kein Fleisch zu essen. Fisch ist zudem ein Wortspiel. Nimmt man die Buchstaben des Wortes "Fisch" auf Alt-Griechisch, ergeben sich die Anfangsbuchstaben fuer Jesus, naemlich "Jesus Christus Sohn Gottes Erloeser". Fisch wird aber auch von Gästen, die sich den Essensvorschriften Halal verpflichtet fühlen, gerne gegessen.

Auch Betriebe, die nicht gerade für Fisch stehen, sollten diese Chance nutzen und wenigstens freitags ein Fischgericht anbieten. Das Restaurant Thanner in Mannheim bietet z.B. heute als Stammessen Seelachsfilet mit Salzkartoffeln und Salat. Bei uns gibt es heute als Tagesgericht gebackenes Kabeljaufilet in Pfeffersauce mit Salzkartoffeln.

Siehe dazu auch meinen Beitrag "Saisonale und regionale Nachfrage nach Speisen".

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