Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, April 10, 2009

Gegen die Krise: Rabatte fuer Freunde, Partner und Familien der Mitarbeiter.

In ihrem Beitrag "Why Discounting Won't Work to Survive this Recession", in: Tourism Internet Marketing vom 9. April 2009, geht Anna auf die Frage ein, wie die Krise das Marketing verändert und empfiehlt als Altrnative zu Preissenkungen, die Gästebindung zu verbessern, sich also weniger um die Gewinnung neuer Gäste zu bemühen als Stammgästen attraktive Angebote zu machen.

Sie verweist auch auf eine Möglichkeit, die selten genutzt wird, nämlich die eigenen Mitarbeiter als Vertriebskanal zu nutzen:
"Those that engage their employees in collectively finding ways to combat the downturn together; who offer discounts to employees’ networks of friends, peers and families simply because they are connected to a person who helps co-create the brand; and who do whatever they can to retain and incentivize good and loyal staff to go the extra mile."
Dies ist aber meines Erachtens nicht in allen Betrieben sinnvoll, sondern nur in solchen Betrieben, in denen die Mitarbeiter der Gästezielgruppe ähnlich sind, also eher in der Szenegastronomie als in der Sternegastronomie, eher in der stammkundenorientierten als in der Eventgastronomie. Ich glaube kaum, daß man mit Rabatten, die halbwegs betriebswirtschaftlich vertretbar sind, die Familien und Bekannten von Beschäftigten eines 4- oder 5-Sterne-Hotels als Gäste gewinnen kann.

In den stammgästeorientierten Betrieben ist es ohnehin wichtig, durch Mitarbeiter Gäste anzuziehen und zu binden, z.B. über attraktives Äußeres, extrovertiertes Verhalten, einen großen Bekanntenkreis und Aktivitäten, bei denen sie mit einer Vielzahl von Menschen in Kontakt kommen, z.B. Sport, politische, kulturelle und karitative Vereinsaktivitäten. Deshalb werden in diesen Betrieben Mitarbeiter häufig aus dem Kreis der Gäste gewonnen, z.B. durch Direktansprache, Aushang von Stellengesuchen am Point of Sale oder Fürsprache von Stammgästen. Diesen Bewerbern muß dann die Corporate Identity des Objektes nicht erst nahegebracht werden. Es verstärkt zudem das Gemeinschaftsgefühl der Gäste, wenn sie bei der Auswahl von Mitarbeitern bevorzugt werden. Eine enge Bindung von Gästen zu liebenswerten Mitarbeitern stellt auch eine psychologische Wechselbarrriere für den Gast dar. Mehr dazu in meinem Beitrag "Personalauswahl".

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