Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Hotelkritik: Ritz, London. » | Gegen die Krise: Rabatte fuer Freunde, Partner und... » | Fork the Recession. » | Gastronomen setzen deutsche Weine in Szene. » | 4% weniger Gaesteuebernachtungen im Februar 2009. » | Schwarzarbeitskontrolle in der Osnabruecker Gastro... » | Zoll überprueft Gastronomiebetriebe: Drei Tage sta... » | Großkontrolle des Zolls gegen Lieferdienste in der... » | Schwarzarbeit im Gaststaettengewerbe. » | Veraendertes Konsumverhalten erfordert neue Wege ... »


Freitag, April 10, 2009

Schafkopfen am Karfreitag.

Sachen gibt es. Da fragt mich eine Schafkopfrunde, ob sie denn am Karfreitag in unserer Gaststätte spielen darf. Zuerst dachte ich, man will mich verarschen.

Aber in der Tat gibt es eine umfangreiche Rechtsprechung, die sich mit der Frage beschäftigt, ob bestimmte Arten von öffentlichen Veranstaltungen an "stillen Feiertagen", also am
  • Aschermittwoch
  • Gründonnerstag
  • Karfreitag
  • Karsamstag
  • Allerheiligen
  • 2. Sonntag vor dem 1. Advent als Volkstrauertag
  • Totensonntag
  • Buß- und Bettag
  • Heiliger Abend (ab 14.00 Uhr)
als unzulässig eingestuft werden. Demnach sind verboten bzw. dürfen öffentlich nicht betrieben werden (Quelle: "Sonn- und Feiertagsschutz" (PDF) vom Amt für öffentliche Ordnung und Sicherheit des Landratsamtes Weilheim-Schongau):
  • Berufssportveranstaltungen
  • Pop-Konzerte
  • Zirkusveranstaltungen
  • Volksfeste
  • Theater- und Filmvorführungen
  • Betrieb von Kart-Bahnen
  • Spielhallen
  • Kegelbahnen
  • Striptease
  • Porno-Filme
  • Preis-Schafkopfen
  • Kabarett
  • Weihnachtsmarkt
  • Musikautomaten
Erlaubt sind z.B. Gottesdienste und CSU-Parteiveranstaltugen, beides ist aber auch kein Vergnügen.

Zur Ausgangsfrage: Verboten sind Preisschafkopfveranstaltungen. Es ist aber nicht verboten, in der Öffentlichkeit im privaten Kreis zu karten.

Siehe dazu auch: "Tanz in den Karfreitag".