Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | TUI, Google, iProspect und SEMPORA Consulting prae... » | Der Hotelinspektor: "Holzschuhs Schwarzwaldhotel" ... » | Abwrackpraemie. » | Kochportal Lecker.de. » | Fragen und Antworten zur Sofortmeldung in der Sozi... » | Zoigl-Bier. » | Falkenberg. » | Businesshotels in der Krise. » | Oettinger-Bier in der Gastronomie. » | Zu wenig Lebensmittelkontrolleure in Berlin-Pankow... »


Dienstag, April 07, 2009

Tanz in den Karfreitag.

Tobias Scheller, Kreisvorsitzender der Jungen Union in Ebersberg, hat sich gegen die FDP-Forderung ausgesprochen, das Tanzverbot von Gründonnerstag auf Karfreitag zu lockern ("FDP will Party am Karfreitag erlauben", in: Augsburger Allgemeine vom 5. April 2009), das in Bayern seit 2007 rigoros kontrolliert wird auf Geheiß der katholischen Taliban. Allerheiligen 2007 hatte die Stadt München für den MTV Award eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Deswegen hatte sich das Erzbischöfliche Ordinariat beim Bayerischen Innenminister beschwert. Um nicht in der Hölle zu schmoren, läßt der fürderhin die Einhaltung des Musikverbots rigoros kontrollieren.

Gerade "in diesen Zeiten der Krise", so Tobias Scheller, seien es "Momente der Ruhe und Besinnung, die es uns ermöglichen, vergangene Wege zu überdenken und Werte zu finden, die zukünftiges Handeln bestimmen und tragen sollen – im Privaten, in der Politik und in der Wirtschaft.": "Tanz in den Karfreitag: JU sagt Nein!", in: Münchener Merkur vom 7. April 2009. Und ich dachte, Bubis müssten ohnehin schon um 20 Uhr zu Bett.

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Thomas Domani in Nürnberg) hingegen gibt sich gewohnt aufrührerisch und hofft, daß in "zwei bis drei Jahren" der Weg frei sei, das Bayerische Feiertagsgesetz zu lockern: "Bald auch Disco am Karfreitag?", in: Altmühltal-Bote vom 7. April 2009.

Ich überlege mir, die Gotteskrieger zu bestrafen und am Karfreitag Schweinefleisch zu essen statt Fisch. Oder ist das auch schon verboten?

Kommentare:
Wir kämpfen hier einen ähnlichen Kampf mit unserem vorweihnachtlichem Kunsthanderwerkermarkt, den man uns mit Hinweis auf das Feiertagsgesetz am Totensonntag (nach über 20 Jahren mit Marktfestsetzung) verbieten wollte. Dabei ist hier noch nicht mal Tanz und Rummel dabei!

Der Termin wurde geändert und jetzt hat man doch wieder zurück gerudert, aber nicht nachdem schon einiger Schaden angerichtet wurde. Die ganze Farce ist in meinem Blog nachzulesen:

http://zeilitzheim.blogspot.com/2009/03/einsicht-der-regierung-kommt-zu-spat.html
 
Kommentar veröffentlichen