Gastgewerbe Gedankensplitter



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Samstag, Juni 13, 2009

Eine Woche ohne Alkohol.

Die Fachabteilung Junger DEHOGA in der DEHOGA Schleswig-Holstein unterstützt die Aktion "Eine Woche ohne Alkohol", die von der noch bis September amtierenden Drogenbeauftragen der Bundesregierung Sabine Bätzing beschirmt wird. An einem oder mehreren Tagen im Aktionszeitraum 13. bis 21. Juni 2009 sollen Gastronomen am Abend auf den Ausschank von Alkohol verzichten. Hinter der Aktionswoche stehen die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Bundesministerium für Gesundheit: "Eine Woche ohne Alkohol", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 13. Juni 2009.

Solche Aktionen erinnern an die ersten Gehversuche der DEHOGA im Umgang mit einem drohenden Rauchverbot. Statt offensiv darauf hinzuweisen, daß Komasaufen und Alkoholismus von Jugendlichen mit der Gastronomie nichts zu tun haben, allein schon deshalb, weil sich Jugendlichen Spirituosen (billiger) im Handel und an der Tanke besorgen, entblößt man seine weichen Eier.

Wenn man sich den Veranstaltungskalender anschaut, beteiligen sich bundesweit nur wenige Betriebe. Stark vertreten sind Vereine, Selbsthilfeorganisationen und karitative Organisationen, etwa das "Chiceria" in Neuburg an der Donau, ein Zuverdienstprojekt von Integra Soziale Dienste gGmbh. Dort werden Menschen mit Suchterkrankung und/oder psychischer Erkrankung beschäftigt. Ich hoffe mal, dort wird ohnehin ganzjährig kein Alkohol ausgeschenkt. Andere Veranstaltungen haben als Zielgruppe z.B. Mädchen ab 12 Jahren, an die ohnhin ganzjährig kein Alkohol ausgeschenkt werden darf.

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Kommentare:
Ich trinke Alkohol bei besonderen Gelegenheiten oder zu einem guten Essen, aber sicher nicht jede Woche. Weshalb soll ich also dann auf Alkohol verzichten, wenn Andere glauben, es sei der richtige Zeitpunkt? Weiss ich das nicht selbst? Und wie können jugendliche Komasäufer dadurch beeinflusst werden, dass ich in einer bestimmten Woche keinen Alkohol trinke?
Unsere Politiker und die DEHOGA scheinen dem Kindergartenalter noch nicht entwachsen zu sein. Ihr Intelligenzquotient scheint niedriger zu sein als der einer Salzgurke.
 
Ich muß ein Prophet sein. Denn bei der Festlegung unserer Zoigltermine für das Jahr 2009 fiel die Wahl auf den 6. und 13. Juni 2009. An allen anderen Tagen haben wir geschlossen. Wir schließen uns daher spontan und zumindest ideell der Aktion eine Woche ohne Alkohl an und glauben mit unseren Zoiglterminen einen Spitzenplatz in der Suchtbekämpfung errungen zu haben.

Grüße vom Zoiglmeister
 
Was glauben die denn, dass sie die Welt durch so einen Schwachsinn besser machen?
Das Bild des mündigen, selbständigen Bürgers scheint da nicht vorhanden zu sein. In der Sache mit dem Alkohol könnten sie eine gemeinsame Sache mit den Taliban machen...
 
Diese Aktion ist nur eine symbolische Geste. Aber wie soll die Jugend Prävention ernst nehmen, wenn die Erwachsenen nicht einmal zu einem solch kleinen Verzicht bereit sind, um ein bisschen als Vorbild zu wirken? Dass Wirte dazu nicht bereit sind, überrascht nicht besonders.
 
@htmeyer

Mein Kommentar war eigentlich nicht so ganz ernst gemeint, aber einen wahren Kern hat er eben doch:

Wir haben eine Reihe von Gästen, die unseren spärlichen Öffnungszeiten folgen und sich eben nicht täglich vollaufen lassen. Und echte Probleme haben in der Regel die, die sich mit von zu Hause mitgebrachtem Billigalkohohl zudröhnen. Interessanterweise fehlt der Einzehlhandel als Adressat in dieser Kampagne. Stattdessen wird die Gastronomie verteufelt, denn es könnte ja jemand Geld verdienen und jemand Spaß haben. Die Kampagne atmet den gleichen puritanischen Geist wie seinerzeit eine Bestimmung wonach Gaststättenfenster mit Milchglas zu versehen waren um keinen Passanten zum unnötigen Gaststättenbesuch zu animieren.
Und die eine Wirtshausrechnung als eine der großen Todsünden neben Bordellbesuchen und Taxifahrten ansehen.

Übrigens ich kenne die Bestimmungen zum Jugendschutz und pflege diese auch einzuhalten.

Gruß vom Zoiglmeister
 
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