Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, Juni 05, 2009

Wirtschaftskrise auch im Thueringer Gastgewerbe.

Erfurt, 05. Juni 2009 / Nach ersten Auswertungen der Konjunkturumfrage im Thüringer Hotel- und Gaststättengewerbe ist die zurückliegende Wintersaison zwar besser ausgefallen als die Erwartungen noch im Oktober 2008 waren, aber die Wirtschaftskrise hat nunmehr im Jahr 2009 die Branche erreicht.

War der schneereiche Winter für die Hotels und Pensionen im Thüringer Wald noch Grund für Optimismus, so sind nunmehr vor allem aufgrund der zu verzeichnenden Einschränkungen im privaten Konsumbereich kurzfristigere Buchungen und eine kürzere Aufenthaltsdauer bei den Gästen zu verzeichnen.

Hart getroffen hat die Wirtschaftskrise insbesondere den Geschäftsreisetourismus, an dem sich Thüringen insgesamt mit seinen Tagungs- und Kongresshotels einen nicht unerheblichen Anteil in den letzten Jahren erarbeiten konnte.

Im Segment der Geschäftsreisenden ist von rückläufigen Vorbuchungen, insbesondere bei Großveranstaltungen und Tagungen sowie Kongressen, auszugehen und daher ist die Stimmung als eher von Pessimismus geprägt zu bezeichnen. In diesem Segment können eben auch nicht kurzfristig neue Kundengruppen und Aufträge gewonnen werden. Auch können kaum die Kapazitäten durch andere Angebote mit anderen Zielgruppen eine Kompensation erfahren. Die Unternehmen, so ist zu konstatieren, geben in der Krise immer weniger Geld für Geschäftsreisen und Tagungen aus. Mithin sind gerade die Unternehmen, die sich auf dieses Segment spezialisiert haben, durch die Wirtschaftskrise in Mitleidenschaft gezogen worden.

In den anderen, insbesondere auf Endkunden abzielenden Segmenten, ist auch zu beobachten, dass die Verbraucher insgesamt sparsamer im Reise- und Urlaubsverhalten sowie im Besuch von Gaststätten sind.

Den Unternehmen im Hotel- und Gaststättengewerbe machen die Steuern insgesamt, aber vor allem die im Vergleich zum Ausland und zu anderen Branchen zu hohe Mehrwertsteuer zu schaffen.
"Anderen Branchen wird mit Millionen- und Milliardenbeträgen direkt oder indirekt durch Bürgschaften seitens des Staates geholfen, aber für das Gastgewerbe sollen nicht einmal die der Marktwirtschaft innewohnenden Grundsätze nach freiem und fairem Wettbewerb gegenüber dem Ausland und dem Lebensmitteleinzelhandel sowie dem Lebensmittelhandwerk ermöglicht werden. So werden dem Gastgewerbe durch diese Wettbewerbsverzerrung zusätzliche Belastungen auferlegt"
so Dirk Ellinger, Geschäftsführer des DEHOGA Thüringen.
"Die Branche steht insgesamt vor Herausforderungen, die zwischen Dramatik und Dynamik alle Facetten umfassen, so jedenfalls die aktuell vorliegende Einschätzung der befragten Unternehmer im Hotel- und Gaststättengewerbe"
so Dirk Ellinger weiter.

Vor diesem Hintergrund charakterisieren die Unternehmer auch die Umsatzrückgänge des 1. Quartals 2009 trotz einer leichten Zunahme der Übernachtungszahlen, die schlussendlich leider nicht zu Umsatzsteigerungen hat führen können.

Die endgültige Auswertung der Konjunkturumfrage im Thüringer Hotel- und Gaststättengewerbe wird im Rahmen der Pressekonferenz des DEHOGA Thüringen e.V. am Donnerstag, den 11. Juni um 10.00 Uhr in der METRO Erfurt, zu der die Vertreter der Presse herzlich eingeladen sind, präsentiert werden.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Thüringen).

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