Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Juli 01, 2009

Armer Milliardaer.

Jeder Gastronom und Hotelier freut sich, wenn ihm Suchmaschinen Besucher auf seine Website bringt. Wenn er etwas dagegen hat, kann er dem Bot der Suchmaschine per Eintrag in der Datei robots.txt mitteilen, daß er die Indizierung seiner Website unterlassen soll. Die wichtigen Suchmaschinenbetreiber halten sich daran. Siehe dazu z.B. die Tipps von Goolge: "Manuelles Erstellen einer "robots.txt"-Datei".

Warum wissen dies nicht auch die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, die sich lautstark beschweren, daß ihnen Suchmaschinen Leser bescheren: Hubert Burda verlangt in seinem Beitrag unter anderem
"das Recht, im Netz von den Suchmaschinen nach objektiven, nachvollziehbaren Kriterien gefunden zu werden."
Dies ist, nett formuliert, ein Schmarrn:
  • Die Regeln, nach denen Trefferlisten von Suchmaschinen gebildet werden, sind ihr zentrales Betriebsgeheimnis. Genauso gut könnte man von Köchen verlangen, daß sie ihre Rezepturen, die Zubereitungsschritte und die Anrichteweisen veröffentlichen müssen.
  • Suchmaschinen variieren Parameter der Formeln, nach denen Trefferlisten generiert werden, um es Website-Betreibern und Suchmaschinenoptimierern zu erschweren, die Regeln herauszufinden und ihre (Spam-)Seiten mit deren Kenntnis auf die vorderen Plätze zu hieven. Wenn eine Suchmaschine die Regeln im Einzelnen offen legen würden, nach welchen Kriterien eine Page auf die vorderen Plätze gelangt, würde eine Vielzahl von optimierten Seiten genau diesen Kriterien entsprechen und die Trefferlisten zu kommerziell interessanten Suchbegriffen wären noch mehr vermüllt als sie es jetzt schon sind. Redaktionelle Artikel hätten noch weniger Chancen als heutzutage, da journalistische Inhalte andere Anforderungen erfüllen müssen als beliebige, für Suchmaschinen optimierte oder gar generierte Webseiten.