Gastgewerbe Gedankensplitter



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Dienstag, August 25, 2009

Drei Biertische voller Piraten.

Das haben die etablierten Parteien wohl nicht erwartet. Angespornt vom Erfolg des Internetwahlkampfs Obamas wollten sie ihr tröges, hierarchisch-steifes Parteileben per Internetwahlkampf auffrischen. Doch das geht nur, wenn man als Organisation offen ist für neue Menschen und neue Ideen. Parteisoldaten sind out; Guerillas in. Stattdessen zeigt die Piratenpartei, wie sich das Parteileben per Internet organisieren läßt, wie man neue Mitglieder gewinnt, Ideen und Spenden sammelt und Wahlkämpfe online organisiert.

Daß sich diese Strategie auszahlt, sehe ich alle vierzehn Tage in meinem Bamberger Café Abseits. Bei uns trifft sich seit Juni der regionale Stammtisch der Piraten. Anfangs mußte ich nur einen Biertisch für bis zu zehn Piraten reservieren, jetzt sind es schon drei. Bilder von einem Stammtisch auf dem Online-Foto-Portal Flickr. Lesen Sie ergänzend einen Bericht über einen Stammtisch der Münchener Piraten: "Technikbegeisterte Demokraten", in: Süddeutsche Zeitung vom 25. August 2009.

Mich würde es nicht wundern, wenn die Piraten die Bundestagswahl entscheiden, indem sie den anderen Parteien, insbesondere auch den Grünen und der SPD, Stimmen abnehmen. Nico Lumma, der mit seinen Vorstellungen, die denen der Piratenpartei nahe kommen, in der SPD grandios gescheitert ist, scheint dies zu ahnen und pöbelt als schlechter Verlierer auf die Piraten ein: "Piratensturm im Wasserglaus", in: Lumma vom August 2009.
"Ein Ansatz wie 'Piraten in der SPD' hätte gewählt werden sollen, um die etablierten Parteien mit neuen Ideen zu versorgen und Leute zu finden, die diese Themen übersetzen können für die breite Masse der Bevölkerung, weil, lacht nicht, sie das Vertrauen der Menschen haben."
Sorry, Parteisoldat Nico Lumma, ich muß lachen.

Die Piratenpartei geht nicht davon aus, bereits 2009 in den Bundestag zu kommen. Aber die staatliche Parteienfinanzierung ab 0,5 Prozent der abgegebenen Stimmen bei der letzten Europa- und Bundestagswahl, denen bei den Piraten bislang fast keine Aufwendungen entsprechen, wird es erlauben, in den nächsten Jahren die Organisation zu professionalisieren.

Kommentare:
Ich war am Montag bei dem Stammtisch der Ulmer Piraten. Und auch bei denen werden es von mal zu mal mehr Interessierte.
Ich bin schon auf die Wahl gespannt!
 
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