Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, September 03, 2009

Alter schuetzt vor Torheit nicht.

In einem Interview ("Geißler hadert mit Schwarz-Gelb", in: Offenbach-Post vom 3. September 2009) outet sich der 79jährige frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler als jemand, der vom aktuellen Stand des Sozialversicherungsrechts keine Ahnung hat (Hervorhebung von mir):
"Dafür haben wir aber 7 Millionen geringfügige Jobs, von denen immer mehr Menschen gar nicht leben können. Das ist ein absolut ungesunder Zustand. Unternehmen weichen in diese Minijobs aus, indem sie Vollzeitarbeitsplätze stückeln. Das ist für sie viel billiger, weil die Abgabenbelastung geringer wird und keine Sozialversicherungsabgaben bezahlt werden müssen."
Tatsächlich ist die relative Abgabenlast, die der Arbeitgeber bei Mini-Jobs zu tragen hat, höher als die relative Abgabenlast bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen:
  • Bei Mini-Jobs hat der Arbeitgeber 28% des Bruttolohns zu zahlen (15 % pauschaler Rentenversicherungsbeitrag, 13 % pauschaler Krankenversicherungsbeitrag).
  • Bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen hingegen hat der Arbeitgeber knapp die Hälfte des Gesamsozialversicherungsbeitrags zu zahlen, also zur Zeit 19,325 % (7 % Krankenversicherungsbeitrag, 9,95 % Rentenversicherungsbeitrag, 1,4 % Arbeitslosenversicherungsbeitrag, 0,975 % Pflegeversicherungsbeitrag).
Gibt es niemand im Umfeld von Heiner Geißler, der den alten Mann davor schützt, sich derart zu entblößen?

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