Gastgewerbe Gedankensplitter



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Samstag, Oktober 24, 2009

Koalitionsvertrag - DEHOGA und Hotelverband freuen sich über Kompromiss zur Mehrwertsteuerreduzierung.

(Berlin, 24. Oktober 2009) Der Deutsche Hotel- und Gaststätten-verband (DEHOGA Bundesverband) und der Hotelverband Deutschland (IHA) begrüßen den Koalitionsvertrag, auf den sich CDU, CSU und FDP in der Nacht vom Freitag zum Samstag verständigt haben.
"Insbesondere die Senkung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsdienstleistungen zum 1. Januar 2010 sorgt für Zuversicht in einer von der Krise stark betroffenen Branche"
erklärt DEHOGA-Präsident Ernst Fischer. Damit erhielten Hotels und Gasthöfe wichtige Spielräume vor allem für dringend notwendige Investitionen.
"Der reduzierte Mehrwertsteuersatz ist ein wichtiger Impuls für den Tourismusstandort Deutschland und beseitigt die bestehende Benachteiligung unserer Betriebe innerhalb Europas"
sagt Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes.

Bereits seit vielen Jahren gelten in 21 von 27 EU-Mitgliedstaaten reduzierte Mehrwertsteuersätze für die Hotelübernachtungen. Mit Ausnahme Dänemarks wenden alle Anrainerstaaten Deutschlands ermäßigte Sätze zwischen drei und zehn Prozent an.
"Die Senkung der Mehrwertsteuer für die Hotellerie betrachten wir als wichtigen Teilerfolg unserer jahrelangen Bemühungen, die umsatzsteuerliche Benachteiligung für Hotellerie und Gastronomie zu beseitigen"
macht Fischer deutlich.
"Keine Frage, wir haben uns eine Reduzierung für die Gesamtbranche erhofft, da FDP und CSU sich vor der Bundestagswahl klar für die Reduzierung der Mehrwertsteuer für Hotellerie und Gastronomie ausgesprochen haben."
Die jetzt gefundene Lösung sei "ein Kompromiss", wobei offensichtlich das Volumen der Steuermindereinnahmen mit Blick auf die Haushaltslage eine andere Entscheidung derzeit nicht zugelassen habe.
"ir setzen nun auf die im Koalitionsvertrag zugesagte Überprüfung bestehender Benachteiligungen"
so Fischer.
"Hier wird sich der DEHOGA konstruktiv einbringen, damit auch die Gastronomie und ihre Gäste bald vom reduzierten Mehrwertsteuersatz profitieren können."
(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes).

Kommentar: In den USA und in Großbritannien gibt es getrennte Branchenverbände für Gastronomie und Hotellerie. In Deutschland wird der DEHOGA von den Hoteliers dominiert. Interessen der Gastronomie stehen bestenfalls an zweiter Stelle. So ist es kein Wunder, wenn der DEHOGA die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungsleistungen zum 1. Januar 2010 begrüßt, statt den von FDP, CSU und dem Landesverband Baden-Württemberg der CDU begangenen Wahlbetrug zu geißeln.

Der Koalitionsvertrag (PDF) von Spiegel Online.

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Kommentare:
Warum es generell (auch in and. Ländern) untersch. Mehrwertsteuersätze gibt, wird mir immer ein Rätsel mit lobbyistischer Antwort bleiben.
 
Ob die Gäste vom verringerten Umsatzsteuersatz profitieren ????
In Frankreich hat die Senkung nicht zu einer Verbesserung für die Gäste geführt
 
@Klaus Wolfrum

Versuchen Sie einmal in den USA Geschäfte zu machen.....

bei den vielen unterschiedlichen VATs

:-) :-) :-)
 
Schade das es bei den Betrachtungen nur um die eigen Sicht der Dinge geht und wie undifferenziert über eine gesamte Branche geurteilt wird. Wenn man den Ausführungen im Kommentar der DEHOGA folgt, wird doch auch deutlich, das die Steuererleichterung nicht nur zur Befriedung einer perversen Raffgier dient, sondern offensichtlich notwendig scheint um einer stark unter Kostendruck stehen Branche, etwas mehr Gestaltungsspielraum für Löhne, Einkaufsqualitäten, Neuinvestitionen oder gar Steigerung der Eigenkapitaldecke für ein Standing bei Kreditinstituten, zu gewähren. Sollte irgendjemand das Geld dann doch unternehmerisch kurzsichtiger Weise nur zur Steigerung seines Gewinns verwenden, dürfte spätestens bei der dann zu erwartenden Einkommensteuererhöhung das Finanzamt somit der Steuerzahler und Bürger wieder frohlocken. Ich kann dem ganzen nur Vorteile abgewinnen. Sicherung und bessere Bezahlung von Arbeitsplätzen,Anregung von Handel mit Wirtschaftsgütern, Preisgestaltungsspielräume, Steigerung der Qualitäten sind doch Säulen unseres auf Wachstum ausgerichtetes Wirtschaftsysthems.
 
"Steuererleichterung nicht nur zur Befriedung einer perversen Raffgier dient, sondern offensichtlich notwendig scheint um einer stark unter Kostendruck stehen Branche, etwas mehr Gestaltungsspielraum für Löhne, Einkaufsqualitäten, Neuinvestitionen oder gar Steigerung der Eigenkapitaldecke für ein Standing bei Kreditinstituten, zu gewähren."

Genau hierum soll es letztendlich gehen. Im heutigen Wirtschaftzeitalter hat es aufgrund von Globalisierung und fast vollständiger Transparenz eine jeder mehr Chancen aber auch größere Nachteile sich im Markt zu behaupten. Selbst die großen Säulen auf die man sich heute gestützt hat, scheinen doch auch jetzt wegzubrechen, wie man aus der Presse entnehmen kann....

T.Schröder - GK-TECH.de
 
Da haben die Nullen der DEHOGA und ihre verblödeten Mitglieder noch vor Kurzem das Backpfeifengesicht aus Stuttgart bejubelt, das jetzt "nach Europa" weggelobt wird und keiner hat kapiert, dass dieser unfähige Berufsverband in der Masse nur Provinz-Hoteliers vertritt. Für alle Restaurants kann das nur bedeuten - nichts wie raus aus der DEHOGA - billiges Klopapier und ein GEMA-Rabatt reichen eben nicht aus für eine Mitgliedschaft
 
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