Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, Oktober 02, 2009

Von der Piratenpartei lernen.

Einen sensationellen Erfolg hat die Piratenpartei bei der Bundestagswahl verzeichnet: "Piratenpartei: Stark bei Erstwählern, bereit für den Wahlkampf 2010 in NRW". Die Zahl der Parteimitglieder ist auf rund 10.000 gestiegen und rund 850.000 Wähler haben diese neue Partei, die Anfang des Jahres noch weitgehend unbekannt gewesen ist, gewählt. Meines Erachtens ist ihr Chance, bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen die 5-Prozent-Hürde zu nehmen, zwar gering. Aber bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus traue ich es ihr zu.

Da die Internetwahlkampfstrategien der anderen Parteiein in die Hose gegangen sind, weckt dieser Erfolg der Piratenpartei Begehrlichkeiten. Ole von Beust fordert gar, die CDU soll von der Piratenpartei Internet lernen: "CDU soll von Piratenpartei Internet lernen", in: Spiegel vom 2. Oktober 2009:
"Die CDU müsse von ihr lernen, wie man über das Web an potenzielle Wähler herankommt, fordert Hamburgs Erster Bürgermeister."
Er hat nichts verstanden. Im Internet geht es nicht darum, wie die CDU (oder eine andere Partei mit fehlender innnerparteilicher Demokratie) an potentielle Wähler herankommt. Es geht vielmehr darum, wie Wähler an die Partei herankommen. Wer wie etwa die SPD im kleinsten Kreis neues Führungspersonal ausmauschelt (von Müntefering zu Beck zu Müntefering zu Gabriel) oder gar im Vier-Augen-Gespräch beim Frühstück wie einst Stoiber und Merkel, wer sich der programmatischen Debatte verweigert, ist für Wähler, die sich einmischen und mitmachen wollen, unattraktiv - online und offline.