Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, November 27, 2009

DEHOGA Hessen e.V. weist Kritik an der geplanten Mehrwertsteuersenkung fier Beherbergungsleistungen von 19 auf sieben Prozent zurueck.

(Wiesbaden, 25. November 2009) Mit Blick auf die kontrovers geführte öffentliche Debatte zur Reduzierung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsleistungen und das Abrücken einzelner schwarz-gelber Koalitionäre und Ministerpräsidenten setzt die Hotellerie auf die Einhaltung der gegebenen Zusagen und damit auf die Verlässlichkeit von Politik.

Hinter dem DEHOGA Hessen e.V. steht mit der hessischen Gastronomie und Hotellerie eine nach wie vor wachsende Dienstleistungsbranche und ein starkes Stück Wirtschaft mit überwiegend mittelständischer Prägung. Mit über 18.900 Betrieben, 128.000 Beschäftigten und rund 6.600 Auszubildenden ist das Gastgewerbe Garant für Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Vor diesem Hintergrund weist der DEHOGA Hessen e.V. die Kritik an der zugesicherten Senkung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsleistungen ab dem 01. Januar 2010 zurück. Die Aussage des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), eine Senkung der Mehrwertsteuer führe nicht zu einem Wachstumseffekt, sowie die weit verbreitete Meinung eine Senkung der Mehrwertsteuer für die Hotellerie sei ein "Almosen für die Hoteliers", wird den Leistungen der Branche und den geplanten Investitionen eines ohnehin krisengeschüttelten Wirtschaftszweiges nicht gerecht.
"Die Mehrwertsteuersenkung sorgt für Zuversicht in einer von der Wirtschaftskrise stark gebeutelten Branche. Dies ist ein notwendiger Impuls zum Erhalt von Arbeitsplätzen und für Investitionen. Ein besseres Konjunkturprogramm für unsere Branche kann es nicht geben. Die 7 Prozent für Beherbergungsleistungen stellen keine Subvention dar, sondern damit wird endlich eine längst überfällige Steuergerechtigkeit in Europa hergestellt."
argumentiert DEHOGA Hessen Präsident Reinhard Schreek.

Auch die geplante Verwendung der zu erwartenden Einsparungen durch eine Mehrwertsteuersenkung deutet durchaus auf eine Belebung des Konsumklimas weit über das Gastgewerbe hinaus hin. So planen die Hoteliers einen Großteil der Einsparungen in die Betriebe zu investieren. Diese Investitionen kommen direkt den Handwerkern zugute und werden die befürchteten Steuerausfälle schnell kompensieren.

Auch die von vielen Hoteliers glaubhaft zugesicherte Senkung der Preise für Beherbergungsleistungen wird direkt bei den Gästen ankommen und für eine erhebliche Belebung der Nachfrage in schwierigen konjunkturellen Zeiten sorgen. In einer vom DEHOGA Hessen durchgeführten Blitzumfrage geben Hoteliers an, rund 40 Prozent der Einnahmen für Investitionen in den Betrieb auszugeben, sowie 30 Prozent für die Entlohnung der Mitarbeiter entsprechend des gültigen Tarifvertrages zu verwenden. Sieben statt 19 Prozent Mehrwertsteuer werden eine Investitionsoffensive auslösen, für Preissenkungen und Spielräume bei der Entlohnung von Mitarbeitern.

Der DEHOGA Hessen hat bereits im Juni 2009 mit dem ab dem 01. September 2009 gültigen Tarifvertrag Verantwortung für die Arbeitnehmer übernommen. Die Tariflöhne werden für alle Tariflohnempfänger um 2,9 Prozent angehoben. Im hessischen Gastgewerbe wird ein tariflicher Mindestlohn in Höhe von 7,50 Euro garantiert, eine Vereinbarung der Tarifpartner, die ohne politisches Zutun aus dem Verantwortungsbewusstsein der Tarifpartner heraus vereinbart wurde.
"Die Mehrwertsteuersenkung ist gerade in Anbetracht der quasi Einführung eines so genannten Mindestlohns eine steuerpolitisch richtungsweisendes Signal und flankiert die ernsthafte Bemühung insbesondere der Hotellerie Arbeits- und Ausbildungsplätze in einer wirtschaftlich prekären Zeit zu schaffen und zu erhalten"
so Präsident Schreek.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Hessen e.V.)

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