Gastgewerbe Gedankensplitter



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Sonntag, November 15, 2009

Mehrwertsteuerermaessigung fuer Uebernachtungen.

Ab dem 1. Januar 2010 soll für Übernachtungsleistungen der ermäßigte Mehrwertsteuersatz - statt 19 dann sieben Prozent gelten. Siehe dazu auch: "Koalitionsvertrag - DEHOGA und Hotelverband freuen sich über Kompromiss zur Mehrwertsteuerreduzierung".

Tipps, wie man für möglichst viele Produkte diesen ermäßigten Mehrwertsteuersatz in Ansatz bringen kann, kann ich noch nicht geben, denn die Détails dieser Regelung sind noch nicht formuliert oder gar beschlossen. Insoweit ist es auch nicht verwunderlich, daß die Schätzungen der Steuerausfalls zwischen 1 und 4 Milliarden schwanken. Kritische Punkte sind z.B. die Abgrenzung zu Produkten und Dienstleistungen, die weiterhin mit dem vollen Mehrwertsteuersatz zu besteuern sind bzw. die Aufteilung von Paketen wie Voll- und Halbpensionsangeboten bzw. Übernachtungen incl. Frühstück.

Entgegen manchen verkürzenden, irritierenden Veröffentlichungen in den Tageszeitungen gilt die Steuerermäßigung - vorbehaltlich des genauen Textes der Neuregelung - nicht nur für Hotels, sondern auch für Gasthöfe, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze, Jugendherbergen und Privatzimmer. Die Irritation bei Campingplätzen rührt vermutlich davon her, daß die Umsätze aus "Dauer- und Saisoncamping" nach § 4 Nr. 12 des Umsatzsteuergesetzes 1993 (UStG) ohnehin steuerfrei sind. Dabei gilt eine Grenze von sechs Monaten Mietzeit.

Das "Handelsblatt schreibt dazu:
"Die Länder glauben, die Ermäßigung bleibe nicht nur wie bisher vorgesehen auf Übernachtungen beschränkt, sondern werde schnell und leise von den Hotels auf alle möglichen Pauschalpakete ausgedehnt."
(Quelle: "Streit um Steuerermäßigung für Hotels" vom 15. November 2009).

Unkoscher wäre es sicherlich, fiktive Übernachtungen zu berechnen bzw. zu verbuchen, wenn tatsächlich nur Speisen und Getränke ausgegeben worden sind.

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