Gastgewerbe Gedankensplitter



Samstag, Januar 31, 2009

Welche Arten von Blogs sind fuer das Gastgewerbe geeignet?

Bevor sich ein Gastronom oder ein Hotelier entscheidet, einen Blog herauszugeben, sollte er sich grundsätzlich überlegen, welche Varianten es gibt:
  • Betriebs-Blog, ein Blog für einen Einzelbetrieb oder einzelne Filiale einer Kette. Im Fokus steht der Betrieb an seinem konkreten Standort. Zwei Beispiel für einen Einzelbetrieb: Hotel Krone in Neuburg, Café Abseits in Bamberg. Ein Beispiel für einen Einzelbetrieb einer Kette: Subwayne, ein Blog einer Subway-Filiale in Bamberg.
  • Marken-Blog für alle Filialen einer Kette oder einen Einzelbetrieb, der plant, weitere Filialen aufzumachen. Im Fokus steht die Markenidentität. Beispiel Values of Business Blog" von McDonald's.
  • persönlicher Blog eines Gastronomen, Küchenchefs eines Geschäftsführers oder (leitenden) Mitarbeiters. Beispiel: "Nachgesalzen", ein Blog von Vincent Klink auf der Website der Wochenzeitung "Die Zeit", wo auch weitere Küchenchefs Blogs schreiben.
  • Destinations-Blog. Im Mittelpunkt steht eine Destination, z.B. eine Urlaubsregion, eine Stadt oder ein Stadtteil. Besucher werden angelockt und steigen ein, weil sie Informationen über den Standort suchen. Den gastronomschen Betrieb erleben sie als freundlichen Service, der Information über den Standort liefert. (Potentielle) Gäste des Betriebs werden zugleich über den Standort informiert, etwa über Veranstaltungen und Freizeitmöglichkeiten vor Ort. Beispiel: Warnemünde Blog.
Siehe dazu auch: "Hotel Blogging Best Practices, Part 4: Publishing Topics (And Style)", in: Hotel Marketing Strategies Blog vom 5. September 2008.

Natürlich finden sich in der Praxis vielfältige Mischformen. So ist das Berlin Plaza Hotel Blog ein Blog für ein einzelnes Hotel. Zugleich machen sich zur Zeit fünf Mitarbeiter als Autoren dieses Blogs einen Namen. Und das Blog berichtet über Events in der Destination Berlin, wie z.B. "Die Lange Nacht der Mussen". Der Berlin Plaza Hotel Blog bietet damit nicht nur seinen Lesern nützliche Inhalte und Hinweise, sondern bietet auch den Suchmaschinen Stoff, damit dieser Blog und damit das Hotel häufiger gefunden wird.

Entwicklung des Hotel-Internetmarketings im Jahre 2009.

Sechs Experten gäben eine Einschätzung, wie sich das Marketing von Hotels im Internet in diesem Jahr verändern wird: "Hotel Internet Marketing in 2009" (PDF). Mehr darüber: "Hotel Internet Marketing in 2009 - 6 Experts and Bloggers share their thoughts and best practices", in: The Tourism and Hospitality Diaries vom 27. Januar 2008.

Am Ende dieses Beitrags finden Sie weitere Lesetipps, z.B. "Hotelier's 2009 Top Ten Internet Marketing Resolutions" (PDF) vn Max Starkov und Jason Price, in: Hospitality eBusiness Strategies (HeBS).

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Freitag, Januar 30, 2009

Linksammlung Travel Blogs.

"T-List Update", in: Tourismus-Know-How zum Angreifen vom 30. Januar 2009, beinhaltet eine Linksammlung von mehr als 300 internationalen Travel-Blogs, in der jeweils zusätzlich auch angeben wird:
  • die Art des Blogs (z.B. Hotels, Destination oder Travel),
  • das Land, in dem es herausgegeben wird, und
  • die Sprache, in der es geschrieben wird
Am Fuß des Beitrags gibt es einen Link zum Download einer Excel-Datei dieser Adressen, die man dann auch in einem Tabellenkalkulationsprogramm nach nach Ländern und Sprachen sortieren kann.

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Voreroeffnungswerbung per Twitter.

"Tony's Coffee" hat im Oktober 2008 seinen ersten Shop im Iller Center in 89250 Senden eröffnet. Bereits im August 2008 hat man darüber in einem Twitter-Account informiert: TonysCoffee. Leider ist es dabei auch geblieben.

Anderseits ist Twitter, zumal im letzten Sommer bzw. Herbst, noch weniger bekannt gewesen als heutzutage, zumal auf dem Land und bei wenig internetaffinen Zielgruppen. Wenn man heute einen gastronomischen Betrieb eröffnet, kann es durchaus sinnvoll sein, nicht nur in einem Blog bereits in der Planungs- und Voreröffnungsphase darüber zu berichten und potentielle Gäste kommunikativ einzubeziehen, sondern auch per Twitter.

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Verfassungskongress.

Die Bundestagsfraktion der Grünen hat mich zu ihrem Verfassungskongreß am 13. und 14. März 2009 in Berlin eingeladen. Anlaß ist der 60. Jahrestag des Grundgesetzes und der 20. Jahrestag der Zerschlagung der DDR-Diktatur (oder in der Sprache der Grünen: "friedliche Revolution in der DDR"). Beide Jubiläen wollen sie zum Anlass nehmen,
"über Grundlagen und Ziele der Verfassung neu nachzudenken."
Bevor die Grünen herangehen, die Verfassung zu ändern, sollte sie sich fragen, warum sie in Bundestag, in der Bundesversammlung und in den meisten Bundesländern eine Zusammenarbeit mit einer verfassungsfeindlichen Partei anstreben, die die Verabschiedung des Grundgesetzes bekämpft hat und bei der "friedlichen Revolution" auf der andere Seite der Barrikaden gestanden ist.

Wenigstens hat man als Veranstalter vermieden, Reinhard Bütikofer, ein ehemaliges Mitglied der verfassungsfeindlichen Organisation Kommunistische Hochschulgruppe referieren zu lassen. Anderseits schämt man sich nicht, Jürgen Trittin (ehemals: Kommunistischer Bund) an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Überholt Europa das Grundgesetz?" am Ende des zweiten Tages teilnehmen zu lassen.

Dem Wunsche der Veranstalter
"... freuen uns auch, wenn Sie die Einladung im Rahmen Ihrer Möglichkeiten weiterverbreiten würden."
habe ich gerne entsprochen.

Nachrichten und das Urheberrecht.

Ulrich Reitz, Chefredakteur der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung", hat sich den Zorn der Presseagentur dpa zugezogen, weil die WAZ seit Januar 2009 deren kostenpflichtigen Dienst - mit Ausnahme der Braunschweiger Zeitung - nicht mehr in Anspruch nimmt: "Post von dpa: Abkehr vom Solidaritätsprinzip", in: WAZ Protestblog vom 29. Januar 2009.

Stefan Niggemeier versucht zu belegen, daß sich die WAZ die Nachrichten kostenlos aus dem Netz holt: "Wie die WAZ ohne dpa auskommt", in: Stefan-Niggemeier.de vom 29. Januar 2009.

Ob ihm dieser Nachweis gelungen ist, kann ich nicht beurteilen. Stefan Niggemeier hat auf einen widersprechenden Kommentar von Katharina Borchert, der Chefin von DerWesten in den Kommentaren zu seinem Artikel ausdrücklich hingewiesen und verlinkt.

Aber selbst wenn sein Vorwurf zutreffen würde, es ist nicht verboten, denn "Nachrichten über tatsächliche Inhalte sind nicht urheberrechtlich geschützt" von RA Sören Siebert, in: eRecht 24 vom 28. August 2007. Urheberrechtlich geschützt sind demnach aber
  • besondere Formulierungen
  • ein besonderer Stil
  • eine besondere Diktion.
Man darf also, ohne das Urheberrecht zu verletzen, den Faktenkern einer veröffentlichten in eigenen Worten schildern.

Erlaubt ist es natürlich auch, etwa wenn eine Zeitung eine Pressemitteilung eines Dritten in veränderter Form abdruckt, die Quelle der Originalpressemeldung zu recherchieren und diese Pressemitteilung dann, nach Maßgabe desjenigen der sie zur Verfügung gestellt hat und unter den Bedingungen, die dieser Urheber nennt, selbst im Original abzudrucken oder sie selbst umzuformulieren.

Gastronomen und Hoteliers, die auf ihren Websites Fakten verwenden, die aus Zeitungen und anderen Medien stammen, müssen deshalb darauf achten, Nachrichten nicht in der Formulierung zu verwenden, die in diesen Medien benutzt werden. Entweder Sie bieten Ihren Besuchern lediglich einen Link zu diesem Zeitungsartikel oder sie reduzieren den Inhalt des Zeitungskern auf seinen Faktenkern und präsentieren ihn in eigenen Worten.

Eine ganz andere Frage ist es, ob die deutsche Presselandschaft ohne Presseagenturen leben kann. Dazu hat Daniel Bouhs einen lesenswerten Artikel geschrieben, der die Bedeutung von Presseagenturen auch historisch erläutert: "Das Netz reißt", in: Frankfurter Rundschau vom 30. Januar 2009.

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Twitter-Konzept.

PR Blogger Klaus Eck, Top 3 der deutschen "Twitter-Elite", nutzt das Microblogging-Tool Twitter seit März 2007. In seinem neuesten Blogartikel stellt er "Das PR-Blogger Twitter-Konzept" vor, insbesondere welche Anlässe er nutzt, neue Beiträge zu twittern.

Über seine bereits mehr als 2.200 Follower (ander ausgedrückt: Abonnenten) schreibt er:
"Bei alledem nehme ich meine Twitter-Follower sehr ernst und sehe darin echte Kontakte. Es ermöglicht mir, über eine Art digitaler Empathie meine Follower näher kennenzulernen. Diese digitale Nähe schätze ich sehr und freue mich deshalb auch immer wieder darüber, Follower real zu treffen."
Nun ja, ich glaube man muss sich entscheiden, ob man twittert, um enge Kontakte, Freundschaften zu pflegen, dann sind Tausende von Followern zu viel. Oder man sieht Follower als Kontakte im geschäftlichen Sinne an, etwa wie Hoteliers Adressen ihrer Gästedatei oder Zeitungsverleger ihre Abonnenten. Dann wird man sich einen gewissen, groben Eindruck verschaffen, woher sie kommen, welche Interessen sie haben usw., ohne mit jedem - allein schon aus Zeitgründen - Pferde stehlen zu wollen.

In der Praxis gelingt es aber auch bei sehr sehr vielen Abonnenten gelegentlich mit Einzelnen den Kontakt zu intensivieren. Man kann z.B., wenn man selbst Fragen hat, gezielt Abonnenten ansprechen, von denen man vermutet, daß sie eine Antwort wissen könnten. Man kann in der anderen Richtung Kontaktaufnahme erleichtern, indem man mitteilt, wenn man eine Messe oder eine Konferenz besucht, in welcher Gegend man sich gerade aufhält, und zugleich signalisiert, ob man Zeit für ein kürzeres oder längeres Gespräch hat, falls es gewünscht wird.

Wwr sein Twittern für Klaus Eck erfolgreich?
"Was bringt mir das Twittern? Nun, es stellt für mich ein reales Business dar: Ich konnte darüber beispielsweise Sponsoren für Münchner Bloggertreffen 2009 gewinnen, meine Veranstaltungen und Bücher promoten, fand einen Praktikanten, habe bereits mehrere Kunden via Twitter akquiriert, den Traffic vom PR Blogger erhöht, meine Online-Reputation (hoffentlich) verbessert und meine Kommunikation mit Kunden und Kollegen effizienter gemacht."
Das wäre doch sicherlich auch etwa für Sie?

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Wandern wo der Wein waechst.

Das Deutsche Weininstitut (DWI) bietet ab sofort auf seiner Homepage ein neues weintouristisches Highlight: "Wandern wo der Wein wächst" heißt der Menüpunkt, unter dem sich umfassende Informationen zu ausgesuchten Wanderrouten aus allen 13 deutschen Weinbaugebieten verbergen.
"Wir wollen mit unserem Angebot die Wanderfreunde in Deutschland auf die vielfältigen Möglichkeiten aufmerksam machen, wie gut man das Wandern in reizvollen Weinlandschaften mit abwechslungsreichen kulinarischen Genüssen verbinden kann"
erläutert DWI-Geschäfts­führerin Monika Reule.

Als Service für die Wanderfreunde werden auf der DWI-Website nicht nur die Routen kurzweilig beschrieben, auch die Höhenprofile der Wege, interaktive Wanderkarten sowie zahlreiche Einkehr- und Übernachtungs­möglichkeiten können mit einem Klick eingesehen werden. Kurzbeschreibungen der Wanderrouten mit allen wesentlichen Informationen im Überblick - von der Anreise über die ein­zuplanende Zeit bis zum Schwierigkeitsgrad - ergänzen die Landschafts­portraits und erleichtern die Routenplanung.

Die Wandervorschläge sind durch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade geprägt. Knapp die Hälfte der vorgeschlagenen Wege fallen unter die Kategorie "leicht", wie beispielsweise der "Sächsische Weinwanderweg", der 14 Kilometer lang ist und eine Höhendifferenz von 370 Metern aufweist. Auch die "Bänkelches Route", ein Rundweg bei Siefersheim in Rheinhessen, gehört zu den weniger anstrengenden Strecken. Vier Routen fallen in die Kategorie "mittel". Sie reichen vom 8,5 Kilometer langen "Stuttgarter Weinwanderweg" bis zum "Weinwanderweg Rhein-Nahe" mit 17 Kilometern Länge. Aber auch für den anspruchsvollen Wanderer sind Routen­vorschläge der Kategorie "schwierig" dabei, die eine gute Kondition und bisweilen Schwindelfreiheit voraussetzen. Dazu zählen beispielsweise die Rheinsteig-Etappe "Mittelrhein" zwischen St. Goarshausen und Kaub oder der Moselwanderweg auf dem "Römersteig".

Gewinnspiel für Weinwanderer - "Meine schönste Weinwanderroute"

Als kleinen Anreiz, möglichst viele der vorgestellten Routen zu erwandern, verlost das Deutsche Weininstitut unter allen Wanderfreunden, die bis zum 1. Dezember mindestens drei der beschriebenen Routen gelaufen sind, insgesamt 50 hochwertige Picknick-Rucksäcke.

Als Nachweis gelten jeweils fünf Fotos von markanten Punkten entlang den einzelnen Strecken, auf denen auch die Teilnehmer selbst zu sehen sind. Zudem sollten sie eine kurze Bewertung abgeben, welche Strecke ihnen am besten gefallen hat.

Nähere Informationen zu dem Gewinnspiel gibt es unter dem Menü-Punkt "Wein-Wander-Gewinnspiel" auf der DWI-Homepage www.deutscheweine.de.

(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Wein-Instituts).

Mein Tipp für Gastronomen und Hoteliers. Schauen Sie nach, welcher Weinweg in der Nähe Ihres Betriebes ist und informieren Sie Ihre Gäste und Interessenten darüber.

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FAZ 3.0.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung" hat ihr Finanzportal fazfinance.net in einer BETA-Version online gestellt. Eine Teilnahme ist registrierungspflichtig.

Die Hintergründe erläutert Tobias Trevisan, der "Reformer aus der Schweiz", der seit dem 1. Januar 2006 Sprecher der Geschäftsführung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist, die erst vor zwei Jahren begonnen hat, eine Internetstrategie zu erarbeiten, in einem Interview anläßlich der diesjährigen Verlegertagung: "'Es ist nicht sinnvoll, immer schneller Nachrichten zu produzieren'", in: Persoenlich.com, dem "Online-Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft" vom 29. Januar 2009.

Lustig, was er laut Interview für das Web 3.0 hält, mit dem man üblicherweise das "semantische Web" verbindet:
"Nehmen wir Amazon als Beispiel. Der Onlinebuchhändler passt die Site dem individuellen Bestellverhalten an und bietet dem Nutzer auf der Homepage nur die Artikel an, die seinem Nutzerprofil entsprechen. Von diesem Modell können wir lernen. Mit seinem Klickverhalten kommuniziert uns der Leser, für was er sich interessiert. Es ist nun unsere Aufgabe, ihm unter Millionen von Artikeln diejenigen anzubieten, die ihn aufgrund seines Nutzungsverhaltens interessieren dürften. Das bedeutet, dass wir die Site individualisieren, sie den persönlichen Bedürfnissen jeden Einzelnen anpassen müssen."
Die Erkenntnis, daß es gilt, daß Nutzerverhalten zu analysieren, um ihm das anzubieten, was er sucht ("Behavioral Targeting"), ist nicht gerade neu:
  • Stephanie Olsen berichtet im Januar 2002 darüber, daß von DoubleClick seit 2000 angewandetes Verfahren wegen Datenschutzproblemen nicht mehr angewandt wird: "DoubleClick turns away from ad profiles", in: cnet.news.
  • Jerry Tarasofsky hat bereits im Newsletter Hotelmarketing News Weekly vom 11. August 2003 über "Optimizing user feedback in the hospitality sector" den Fehler vieler gastgewerblicher Websites beklagt, nicht in erster Linie Daten darüber zu sammeln, was ihre Nutzer wollen. Und die Hotelbranche zählt nicht gerade zu den Branchen, die Internetvorreiter gewesen sind. Bezeichnenderweise findet man seinen Artikel nur noch im Internetarchiv.
Die FAZ ist halt doch eine etwas konservative Zeitung.

Ob das neue Finanzportal, dem Anspruch gerecht wird, wenigstens Ansätze des "semantischen Webs" umzusetzen, werde ich mir mal anschauen, nachdem ich mich registriert habe.

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Forschungsbericht "Micro-Dialogues in Cyberspace - McDonalds Blogging Efforts in Communicating Corporate Social Responsibility online".

Bob Langert, der Vizepräsident der Fastfood-Kette McDonald's und andere Mitarbeiter von McDonald's, die zuständig sind für Themen der sozialen Verantwortlichkeit dieses Unternehmens, bloggen seit dem 19. Januar 2006 über das Thema soziale Verantwortlichkeit. Sie wollen damit ihre persönliche Perspektive kommunizieren und mit Menschen ins Gespräch kommen: "Values in Practice Blog".

Auf der Konferenz The 59th Annual Conference of the International Communication Association (Chicago, IL) am 21. Mai 2009 werden eine Studie über dieses Blog vorstellen mit dem Titel "Micro-Dialogues in Cyberspace - McDonalds Blogging Efforts in Communicating Corporate Social Responsibility online".

Ihre Untersuchung basiert auf zwei sich ergänzenden Ansätzen:
  • einer Beschreibung der allgemeinen Popularität des Blogs selbst
  • einer Analyse des sozialen Netzwerks, um herauszufinden, wie der Blog mit der Blogosphäre verknüpft ist.
Ihre Ergebnisse weisen darauf hin, daß Unternehmen stark engagierte Zielgruppen wie Blogger erreichen können, sich jedoch nur wenige Akteure an jeder einzelnen Diskussion beteiligen. Die Autoren führen deshalb den Begriff "online micro-dialogues" ein, die für zahlreiche Gespräche von Angesicht zu Angesicht stehen zwischen dem Unternehmen und seinen Zielgruppen.

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Donnerstag, Januar 29, 2009

Verbaende der Konzertwirtschaft: Drastische Erhoehung der GEMA-Konzerttarife bedroht deutsche Veranstaltungswirtschaft.

Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft e.V. (idkv) und der Verband der Deutschen Konzertdirektionen e.V. (VDKD) sind alarmiert: Mit Wirkung zum 1. Februar 2009 will die GEMA, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungs¬rechte, die von Veranstaltern für die Nutzung des GEMA-Repertoires zu zahlende Vergütung im Bereich der U-Musik um nahezu 600 Prozent erhöhen und die Bemessungsgrundlage der Tarife um Werbe- und Sponsoringeinnahmen erweitern.
"Das grenzt an Wucher!"
sagt Jens Michow, Präsident des idkv:
"Bei dieser maßlosen Politik der GEMA drängt sich der Eindruck auf, dass die Veranstaltungsbranche für die weg gebrochenen Einnahmen aus dem Tonträgerverkauf herhalten soll."
VDKD-Präsident Michael Russ erklärt:
"Wir bedauern, dass es trotz dem Angebot der Verbände, der GEMA deutliche Erhöhungen zuzugestehen, zu keiner Einigung gekommen ist, weil die GEMA starr auf ihrer durch nichts begründeten Position - einer Anhebung aller Tarife auf einen einheitlichen Satz von 10 Prozent des Bruttoumsatzes - beharrt hat. Wir haben deshalb bereits unmittelbar nach Weihnachten ein Schiedsstellenverfahren gegen die GEMA eingeleitet, um sicherzustellen, dass auch künftig die bisherigen Tarife zur Anwendung gelangen."
"Die derzeitige Erhöhung ist für uns umso unerträglicher, als die letzte Tariferhöhung erst 2005 erfolgte. Sie hat, wie auch den Presseveröffentlichungen der GEMA entnommen werden kann, nachweislich zu einer Erhöhung der Einnahmen der GEMA geführt"
berichtet Michow. Russ ergänzt:
"Live-Konzerte sind ein wichtiger Teil der Kultur; viele Menschen genießen die Musik nationaler und internationaler Künstler gerne live und in Konzerthallen oder bei Open Airs. Die deutschen Konzertveranstalter haben es stets als ihre Aufgabe betrachtet, dem Publikum ein breit gefächertes Programm zu präsentieren. Dies wird jedoch nur möglich bleiben, sofern alle Beteiligten dafür Sorge tragen, dass die gesetzgeberischen Rahmenbedingungen stimmen. Das nunmehr einseitig geradezu aggressive Verhalten der GEMA führt zu einer massiven Gefährdung der Kalkulationsgrundlagen für Konzerte und gefährdet zahlreiche Arbeitsplätze in einer mittelständisch geprägten Branche. Die meisten Veranstalter kalkulieren schon jetzt mit knappsten Margen."
Weder unter vergütungspolitischen noch unter urheberrechtlichen Gesichtspunkten sei die aktuelle Tariferhöhung gerechtfertigt. Hierbei seien die deutschen Veranstalter weit entfernt davon, den bedeutenden Anteil der Leistungen insbesondere der Komponisten und Texter am Erfolg eines Konzertes nicht würdigen beziehungsweise angemessen vergüten zu wollen, bestärken die Verbandsvertreter.

Das Ausmaß des Erhöhungsverlangens lässt sich an folgenden Beispielen veranschaulichen: Während zur Zeit die Autorenvergütung bei einem Rock-Konzert mit 1.200 Besuchern und einem Eintrittspreis von 23 Euro bei rund 600 Euro liegt, ist es Ziel der GEMA, die Vergütung sukzessive bis zum Jahr 2014 auf 2.580 Euro zu erhöhen. Eine noch drastischere Erhöhung stellt sich die GEMA bei Konzerten mit über 3.000 Besuchern vor: Während bisher bei einem Konzert mit 5.000 Besuchern und einem Durchschnittspreis von 45 Euro 3.369,60 Euro an die GEMA gezahlt werden mussten, sollen es zukünftig 18.000 Euro sein. Dabei will es die GEMA nicht belassen und zusätzlich die Vergütungsgrundlage für die Tarifberechnung erheblich erweitern. So soll der zukünftige GEMA-Vergütungssatz von 10 Prozent des Bruttoumsatzes nicht nur auf den Kartenumsatz sondern auch auf sämtliche Werbe- und Sponsoringseinnahmen des Veranstalters entrichtet werden.
"Solche Forderungen offenbaren ein erhebliches Maß an Unkenntnis der Zusammenhänge des Veranstaltungsgeschäfts"
kommentiert Michow,
"Werbe- und Sponsoringeinnahmen sind heutzutage unverzichtbare Sondereinnahmen im Veranstaltungsgeschäft, um den Kostendruck zu mindern und den Eintrittspreis weitgehend moderat zu halten."
Es sei nicht vermittelbar, wieso die bisherigen Tarife plötzlich derart unangemessen sein sollten, dass – berücksichtigt man zusätzlich die Erweiterung der Vergütungsgrundlage - eine Erhöhung um nahezu 600 Prozent geboten sei.
"Es ist zwar zutreffend, dass der Live-Bereich als einziger Bereich der Musikwirtschaft noch Zuwachsraten erzielt"
berichtet Russ.
"Man darf dabei aber nicht übersehen, dass neben den stets erheblichen Veranstaltungskosten der Hauptanteil der Veranstaltungseinnahmen nicht bei den Veranstaltern verbleibt. Gleichzeitig ist für die Künstler seit einigen Jahren das Live-Geschäft die wichtigste Einnahmequelle."
Die Veranstalterverbände befürchten, dass die realitätsfremde Tariferhöhung der GEMA vor allem auch erhebliche Nachteile für den Künstlernachwuchs zur Folge haben werde. Ohnehin führe bereits seit 1998 das komplizierte GEMA-Abrechnungssystem 'PRO' zu großer Verärgerung insbesondere bei weniger bekannten Musikern, die vorwiegend ihr eigenes Material spielten. Da Erfolgstitel ohne zahlenmäßige Grundlage nach dem Abrechnungs-Modus PRO höher bewertet werden, weil "geschätzt" wird, dass sie als "Erfolgstitel" öfter im Rundfunk gespielt werden, erhalten sie von der GEMA durch dieses Verfahren nur noch knapp ein Drittel der Ausschüttungssumme, die sie vor der Regelung hatten.
"Es ist zu befürchten, dass der neue Tarif der GEMA letztlich auch dazu führen wird, dass Veranstalter sehr genau überlegen, welche Konzerte sich noch rechnen und welche nicht. Auch hier werden die Leidtragenden erneut insbesondere Nachwuchskünstler sein, für die es noch schwerer werden wird, Auftrittsgelegenheiten zu erhalten"
mutmaßt Michow.

Die Verbände haben gemeinsam bereits vor Ankündigung des neuen Tarifs bei der in erster Instanz für Auseinandersetzungen zwischen der GEMA und ihren Vertragspartnern zuständigen Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt einen Antrag auf Erlass eines Einigungsvorschlags zur Fortsetzung der seitens der GEMA gekündigten Gesamtverträge mit den beiden Verbänden gestellt.
"Nachdem die GEMA nunmehr den neuen Tarif festgesetzt hat, werden weitere gerichtliche Schritte unerlässlich sein"
kündigt Prof. Dr. Johannes Kreile, Justitiar des VDKD an. Geradezu zynisch mute es an, dass die GEMA die Durchsetzung derart extremer Forderungen in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise für geboten hält, in der eigentlich vor allem Augenmaß und Zurückhaltung bei Kostensteigerungen gefordert wären, so Michow abschließend.

Die GEMA verwaltet als staatlich anerkannte Treuhänderin die Rechte von über 60.000 Mitgliedern und über einer Million ausländischen Berechtigten. Es ist ihre Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass ihren Mitgliedern für jede Nutzung ihres Repertoires eine angemessene Vergütung gezahlt wird, diese einzufordern und an die Berechtigten weiterzuleiten. Entsprechend müssen auch Konzertveranstalter vor jeder Veranstaltung eine Vergütungsvereinbarung über die öffentliche Musiknutzung mit der GEMA schließen. Dazu stellt die GEMA Tarife auf, die sie bisher einvernehmlich mit den Veranstalterverbänden ausgehandelt hat.

In den beiden Berufsverbänden der deutschen Live-Entertainment-Branche sind insgesamt rund 500 Agenturen, Tournee- und Konzertveranstalter zusammengeschlossen, die im Jahre 2007 mit dem Verkauf von über 50 Millionen Eintrittskarten einen Umsatz von rund 3,8 Milliarden Euro erwirtschaftet haben.

(Quelle: Pressemitteilung des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen).

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Sobald ich 100 Followers habe, fange ich an zu twittern.

Mein Twitter-Selbstversuch "Sobald ich 100 Followers habe, fange ich an zu twittern" kommt voran. Das Dutzend, das zuletzt dazu gekommen ist:Alle Followers.

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Verliert die eigene Website an Bedeutung?

Wenn es richtig ist, daß Web 2.0 zur Folge hat, daß man Menschen, Besucher, Gäste nicht mehr nur und nicht mehr vor allem auf die eigene Website lockt, sondern sich dort präsentiert, wo die anderen Menschen sind, also in Online-Gemeinschaften, braucht man dann überhaupt noch eine eigene Website?

Man braucht sich nur mal die Liste der Teilnehmer beim TourismusCamp 2009 in Eichstätt anzuschauen. Fast alle Teilnehmer ergänzen ihren Namen (also ihre persönliche Marken) mit Links zu ihrem XING-Profil, ihrem Twitter-Account (falls vorhanden) und einem Link zu ihren Websites bzw. den Websites der Unternehmen, die sie vertreten.

In der Konsequenz verkümmert die eigene Website zu einer Link- oder Widgetsammlung der eigenen sonstigen Präsenzen in diversen Communities.

Thomas Lippert, der Winzerblogger hat ein extremes, konsequentes Beispiel ausgegraben: moryson.net ist die Website des Webdesigners Jan Moryson aus Koblenz, der sich auf seiner persönlichen Website mit verlinkten Graphiken der wichtigsten Communuties bzw. Tools begnügt, in denen er präsent und mit denen er aktiv ist, sowie der Unternehmen, in denen er arbeitet bzw. die er besitzt (via "Twitterei, in: Winzerblog vom 29. Januar 2009).

Ein weiteres Beispiel, diesmal mit schieren Textlinks, ist die Website von Olaf Nietz.

Für Gastronomen, die überhaupt noch nicht mit einer eigenen Website im Internet präsent sind, eröffnet diese Entwicklung die Chance, kostengünstig und schnell mit einer Präsenz in einer solchen Community zu starten, die für den eigenen Betrieb wichtig ist (für Musikkneipen etwa Myspace), ergänzt eventuell durch eine Art persönliche Visitenkarte, etwa als XING-Profil.

Gastronomen, die bereits eine eigene Website besitzen, sollten daran denken, sich in Communities zu tummeln und diese Aktivitäten dort ergänzend in ihrer Website abzubilden. Ein schönes Beispiel habe ich jüngst beschrieben: "cafga, Mannheim".

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Entbuerokratisierung.

Die politisch häufig als Ziel formulierte Entbürokratisierung bedeutet in Wahrheit, daß Arbeiten, die bislang von staatlichen und kommunalen Sesselfurzern sowie bei den Trägern der gesetzlichen Sozialversicherung erledigt worden sind, den Unternehmen aufgehalst werden oder Arbeiten, die Unternehmen kurz und knapp erledigen konnten, ausgeweitet, aufgebläht und kompliziert werden. Dagegen wäre ja nicht unbedingt etwas einzuwenden, wenn man die dann überflüssigen Sesselfurzer liquidieren würde. Leider nutzen sie die gewonnene Zeit aber dazu, sich wie die Karnickel zu vermehren.

Ein Beispiel ist die zum 1. Januar 2009 in Kraft getretene Reform des Meldewesens zur gesetzlichen Unfallversicherung (Unfallversicherungsmodernisierungsgesetzes (UVMG)).

Détails verrät unter anderem die Website Existenzgruender.de des Bundeswirtschaftsministeriums: "Minijobs: Meldedaten zur Unfallversicherung".

Genügte es bislang, kurzfristig Beschäftigte an- und abzumelden (mit null Euro sozialversicherungspflichtigem Entgelt), gilt seit Jahresanfang:
"Durch die Änderung des Meldeverfahrens aufgrund des Unfallversicherungsmodernisierungsgesetzes (UVMG) sind auch für kurzfristig Beschäftigte dem Grunde nach die gleichen Meldungen zu erstatten wie für versicherungspflichtig Beschäftigte.

Dies bedeutet, dass für kurzfristig Beschäftigte ebenfalls Entgeltmeldungen zu erstellen sind, jedoch mit dem Unterschied, dass hier nur die oben genannten Daten zur Unfallversicherung vorzugeben sind. Das in der Rentenversicherung oder nach dem Recht der Arbeitsförderung beitragspflichtige Arbeitsentgelt (Beitragspflichtiges Bruttoarbeitsentgelt) ist weiterhin mit 0 Euro zu melden.

Wenn Entgeltmeldungen aufgrund von Korrekturen storniert werden müssen, ist immer die gesamte Meldung zu stornieren. Dies gilt auch für Änderungen, die ausschließlich die Daten zur Unfallversicherung betreffen. "
So ist es kein Wunder, daß diese "Modernisierung" im Wirrwarr der Zuständigkeiten zwischen den Berufsgenossenschaften als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung , der beitragseinziehenden gesetzlichen Krankenkassen, der gesetzlichen Rentenversicherung, die für die spätere Prüfung zuständig sind, und der Unternehmen, die Software für die Lohn- und Gehaltsabrechnung bzw sv.net erstellen, versinkt. Das Zuständigkeitschaos wird offensichtlich in einem Schreiben von SV.net:
"die Berufsgenossenschaften (BG'en) haben uns gebeten, Ihnen zum Befüllen der zusätzlichen Felder zur Unfallversicherung im Meldebeleg folgende Informationen zu geben:

Mitgliedsnummer:

Die Mitgliedsnummer ist das eindeutige Ordnungsmerkmal beim zuständigen UV-Träger. Sie kann auch als Kundennummer, Aktenzeichen oder Ähnliches durch den UV-Träger bezeichnet werden.

Gefahrtarifstelle:

Eingetragen wird die Gefahrtarifstelle nach der das Unternehmen veranlagt wurde. Der zuständige UV-Träger hat dem Unternehmen in der Regel diese Schlüsselzahl mitgeteilt. Die Gefahrtarifstelle kann auch als Gewerbszweig oder Strukturschlüssel bezeichnet werden.

Betriebsnummer der Gefahrtarifstelle:

Die Betriebsnummer ist in der Regel identisch mit der Betriebsnummer des zuständigen UV-Trägers. Nur dann, wenn für besonders veranlagte Betriebsteile der Gefahrtarif eines anderen UV-Trägers angewendet wird (fremdartige Nebenunternehmen z.B. bei der BG der Bauwirtschaft, der BG Nahrungsmittel und Gaststätten und der Steinbruchs-BG), ist eine abweichende Betriebsnummer zu erfassen.

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben. Sollten Sie noch Fragen zu den Angaben im Bereich Unfallversicherung haben, wenden Sie sich bitte ausschließlich an die für Sie zuständige Berufsgenossenschaft."
Der von mir hervorgehobene letzte Satz deutet darauf hin, daß SV.net genervt ist von vielen Anfragen und keinen Bock mehr hat, die Arbeit der Berufsgenossenschaften mit zu erledigen. So schiebt einer dem anderen die Arbeit zu.

Ich reagiere auf solch bürokratischen Exzesse wie immer, verweigere mich der Nötigung, Détails zu klären, melde irgend etwas halbwegs Vernünftiges und harre der Rückmeldungen und Fehlermeldungen, die mir dann vielleicht sagen, was wirklich zu tun ist und denke mir "Leckt mich im Arsch". Fehler bügelt spätestens in drei Jahren der Prüfer der gesetzlichen Rentenversicherung aus.

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Fotogalerie Tourismuscamp 2009.

Die Zeitschrift für Fremdenverkehrswirtschaft, sprich Arndt Aschenbeck, hat anläßlich des TourismusCamps Eichstätt 2009 eine "Galerie Tourismus Camp 2009" mit Fotos und erläuternden Bildunterschriften online gestellt, die auch solchen Zeitgenossen, die noch nie an einem Barcamp teilgenommen haben, einen guten Eindruck vermittelt, was dort passiert (via "FVW - Zeitschrift für Fremdenverkehrswirtschaft zeigt Bilder zum Tourismuscamp 2009", in: Tourismuszukunft vom 29. Januar 2009).

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Relaunch von Wer liefert was? - Jetzt auch mit Katalogen und Videos der Lieferanten.

Wie man mit einer schlichten relationalen Datenbank (hart formuliert), wenn sie denn prallvoll ist mit Inhalten und von den Zielgruppen als nuetzlich empfunden wird, Geld verdienen kann, beweist seit Jahren die Online-Version der Schwarten, die ueber Jahrzehnte in allen Einkaufsabteilungen rumstand: Wer liefert was?.

Heute hat man mir mitgeteilt:
"Ab sofort unterstützt 'Wer liefert was?' Einkaufsentscheider bei ihrer Anbieterrecherche mit zahlreichen zusätzlichen Funktionen und neuer Optik. Durch die neuen digitalisierten Kataloge, Firmeninformationsseiten und Videos können sich geschäftlich Suchende einfach und effizient über das Angebot der Hersteller, Händler oder Dienstleister informieren, den passenden Lieferanten auswählen und, durch die Landkartenfunktion, den Standort anzeigen lassen."
Gastronomen sollten nicht nur daran denken, Wer liefert was? zur Recherche nach Lieferanten zu nutzen, sondern sich auch selbst um eine Eintragung als Lieferant bemühen, wenn sie z.B. als Catering-Service andere Unternehmen und Endverbraucher beliefern.

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Vincent Klink gastrosophiert.

Sehr amüsant zu lesen, was Vincent Klink in einem Interview der "Welt" unter anderem über seinen Berufslebensweg, den Biowahn, das Rauchverbot und deutsche Essgewohnheiten gesagt hat: "'Man kann ruhig auch mal Mist essen'", in: Die Welt vom Januar 2009.

Ich teile auch seine Meinung, nach welchen Kriterien man Mitarbeiter auswählen sollte:
"Neulich habe ich einen Neuen aus der Küche rausgeschmissen. Er ist durch die Hintertür wiedergekommen. Ich hab ihn noch einmal rausgeschmissen. Er kam noch einmal wieder. Da wusste ich: Das wird was. Fähigkeiten kann ich jedem insoweit beibringen, dass er sich wenigstens zu einem soliden Koch entwickelt. Charakter nicht. Ich frage also nie, was jemand kann, sondern nur, was und wie sehr es jemand will."
In den Worten des Warenhausunternehmens Nordstrom: "Nordstrom hires the smile and train the skill". Siehe dazu auch: "Personalauswahl in der Gastronomie".

Frühere Beiträge über Vincent Klink:

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Handelsblatt.com verlinkt externe Weblogs.

Als in Deutschland die ersten Blogs auftauchten (etwa der Schockwellenreiter am 24. April 2000) wurden sie von der Journaille nicht wahr genommen, später belächelt, dann ist man über sie hergezogen. 2004 begannen die ersten deutschen Printmedien ihre Websites mit Blogs zu ergänzen, etwa das "Handelsblatt" (siehe dazu meinen Beitrag "Weblogs vom Handelsblatt" vom 21. September 2004).

Sie zögerten aber immer noch, sich mit der Blogosphäre zu verlinken. Gestern hat Thomas Knüver, ein Handelsblatt-Blogger, verkündet ("Handelsblatt.com verbindet sich mit externen Weblogs", in: indiskretion ehrensache):
"Handelsblatt.com wird ab morgen neben jedem Artikel Weblogs verlinken, die diesen Artikel zitieren, beziehungsweise verlinken."
Er hält auch die offensichtliche Absicht nicht hinter dem Berg:
"Es wäre nun wirklich Unsinn, mit dem offensichtlichen Kalkül hinter dem Berg zu halten: Wer auf uns verlinkt, schenkt uns eben diesen Link und das macht uns ein wenig hübscher in Sachen Suchmaschinen.

Andererseits hoffen wir, dass viele unserer Leser sich stärker mit Blogs beschäftigen. Somit profitieren hoffentlich beide Seiten."
Was man in fünf Jahren doch lernen kann....

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Rach, der Restauranttester: "Zum Alten Kloster", Gelsenkirchen.

Am kommenden Montag, 02. Februar 2009, zeigt RTL ab 21.15 Uhr, in seiner Serie "Rach, der Restauranttester", eine neue Episode und zwar aus dem "Zum Alten Kloster" in Gelsenkirchen. RTL schreibt über die Ausgangslage, in der Rach helfend coachen soll:
"Seit 40 Jahren gibt es das Restaurant 'Zum Alten Kloster' in Gelsenkirchen. Geführt wird das alteingesessene Fischlokal von Rainer Plinge. Nach mehreren Jahren als Gastronom in Montreal und Paris, zog es den gelernten Bankkaufmann im letzten Jahr wieder nach Gelsenkirchen. Dort übernahm er nicht nur das Inventar, sondern auch das komplette Personal für mindestens ein Jahr. Die Rechnung des Chefs war einfach: zentrale Lage und ca. 90 Plätze - das sollte reichen, um einen erfolgreichen Betrieb zu führen. Doch so einfach ist es nicht.

Auf den ersten Blick entpuppt sich 'Zum Alten Kloster' für den Sternekoch Christian Rach eher als ein Schnellrestaurant. Der Gastraum verströmt keine Atmosphäre, neu angebrachte Fernseher an den Wänden nerven. Das Essen kommt aus dem Tiefkühlfach, der Laden sieht so aus wie das Fett, in dem der Backfisch frittiert wird - ölig, siffig und klebrig. Mit der Sauberkeit hat Herr Plinge es nicht so. Seine Mitarbeiterinnen bemängeln, dass ihr Chef ihnen zu wenig Zeit zum Aufräumen und putzen lässt. Der neue Dienstplan ist eine große Belastung für die Kolleginnen und sorgt für Unzufriedenheit.

Aber das ist nicht die einzige Sorge im Team - seine Mitarbeiterinnen sind motiviert und wollen Veränderungen. Herr Plinge dagegen kümmert sich um nichts und überlässt sein Team sich selbst.

Für Christian Rach wird von Tag zu Tag deutlicher, dass der wortkarge Möchtegern-Gastronom kein Konzept für sein Restaurant hat. Die Idee des Hamburger Sternekochs ist es, den 40 Jahre alten Laden mit kleinen Veränderungen in die heutige Zeit zu führen. Das Personal ist mit vereinten Kräften dabei, Herrn Plinges Begeisterung hält sich dagegen in Grenzen. Ohne einen guten Koch kann man bekanntlich keine Gourmetküche kochen, aber der Sternekoch will Rainer Plinge und seinem Team neue Lust auf Fisch machen - eben nicht nur auf Fisch aus der Friteuse. Doch Plinge tut sich schwer.... Und: als Gastronom muss man reden - mit seinem Personal, den Gästen und den Lieferanten. Für den Restaurantbetreiber Plinge unvorstellbar. Für den Hamburger Sternekoch Christian Rach keine leichte Aufgabe. Wird es ihm dennoch gelingen, Rainer Plinge aus seiner Lethargie zu holen und damit dem Restaurant zu neuem Aufschwung zu verhelfen?"
Bisherige Folgen der aktuellen vierten Staffel:

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Mittwoch, Januar 28, 2009

Bio auf dem Teller - Gastronomen an den Tisch.

Bordesholm. Der Bioland-Landesverband Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern lädt am Donnerstag, dem 12. Februar, zu einer Informationsveranstaltung in den Antikhof Bissee (bei Bordesholm) ein. Angesprochen sind Gastronomen und Küchenchefs aus Schleswig-Holstein. In mehreren Vorträgen können sie sich über die Marktchancen aber auch über die praktische Umsetzung wie die Zertifizierung informieren.

Obwohl viele Gastronomen an Bio interessiert sind, empfinden sie die Hemmschwelle für den Einstieg in Bio als hoch.
"Aus Unwissenheit"
sagt Carola Ketelhodt, Geschäftsführerin des Bioland Landesverbandes.
"Viele Gastronomen wissen nicht, dass sie nicht die ganze Küche umstellen müssen, sondern über einzelne Gerichte oder Zutaten in Bio einsteigen können."
Die Informationsveranstaltung ist Teil des Bio-Gastro-Projektes, das von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein getragen und dem Land Schleswig-Holstein und der CMA finanziell unterstützt wird. Bioland ist für die Konzeption und die Beratung zuständig und vermittelt zwischen Landwirten, Großhändlern und Küchenchefs. Ziel des Projektes ist es, Restaurants und Großküchen für Bio zu gewinnen.
"Dabei wollen wir ihnen mit unseren Erfahrungen, mit Fachberatung und unseren Kontakten helfen"
sagt Carola Ketelhodt, Geschäftsführerin des Landesverbandes.

Der Antikhof Bissee war das erste Bioland-zertifizierte Restaurant in Schleswig-Holstein. Mittlerweile sind es fünf, und es sollen noch deutlich mehr werden. In diesem Jahr erwartet Bioland zehn weitere Restaurants und Kantinen, die sich zertifizieren lassen.

Gastronomen, die an der Informationsveranstaltung teilnehmen möchten, können sich bei Andrea Kagerbauer, Tel. 04322-75940 in der Bioland-Geschäftsstelle Bordesholm, anmelden, andrea.kagerbauer@bioland.de.

Das Programm "Bio in der Gastronomie"
  • 11.00 Uhr: Begrüßung und Eröffnung
  • 11.30 Uhr Vorträge:
    Trends, Hindernisse, Erfolgsfaktoren (Julia Davids, CMA, Bonn)
    Erfahrungen mit der Gastronomie-Belieferung (Bernd Sautter, Grell Naturkost)
    Praxisbericht Landgasthof Alter Krug Helpup (August Rettig, Oerlinghausen)
  • 13:00 Uhr: Pressegespräch und Mittagsimbiss
  • 14.00 Uhr: Vortrag Bio-Zertifizierung (Axel Woitowitz, ABCERT-Öko-Kontrollstelle, Esslingen).
  • 14.30 Uhr: Gesprächsrunde mit Jan Horstmann, Küchenleiter im Antikhof Bissee, Fabian Kummer, Bio-Lieferservice und Carola Ketelhodt, Bioland Landesverband
  • 15.00 Uhr: Ende der Veranstaltung
(Quelle: Pressemitteilung von Bioland Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern).

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Hotelmarketing Blog.

Hotelmarketing Blog ist ein Gemeinschaftsblog von Bianca Spalteholz und Stefan Niemeyer. Beide sind für die Stammleser des Blogs Gastgewerbe Gedankensplitter keine Unbekannten. Sie schreiben über Trends im Marketing und Vertrieb aus der Welt des Tourismus und der Hotellerie.

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VIR Camp.

Der Verband Internet Reisevertrieb e.V. lädt am Vormittag des 18. Juni 2009 in Berlin im Rahmen des VIR Innovationswettbewerbs Sprungbrett 2009 zum VIR Camp ein, einem Netzwerktreffen für junge und etablierte Touristiker.

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Anfahrtsbeschreibung.

Eine vorbildliche Webbeschreibung bietet das Hotel Krone in Neuenburg von Stefan Waidele. Alexander v. Halem vom barocken Landschloßhotel Schloß Zeilitzheim schreibt dazu in seinem Twitter-Account:
"Super Idee eines Gastronomenkollegens: Anfahrtsbeschreibung in Bildern zum downloaden als PDF."
Weitere vorbildliche Détails sind:
  • Fotos, die den Straßenverlauf aus der Sicht eines Autofahrers an wichtigen Kreuzungen zeigen, damit sich Autofahrer nicht verfahren.
  • ein selbst erstellter Lageplan, womit man Abmahnungen der Inhaber von Urheberrechten an Landkarten vermeidet.
  • Links zu drei Anbietern von Luftaufnahmen und zwar genau zu dem Ausschnitt, in dem man den Stanodrt sieht von oben sieht.
  • Es wird nicht nur beschrieben, wie man per Flugzeug oder Auto anreist, sondern auch mit dem Fahrrad.
  • Die Geokoordinaten werden veröffentlicht, für all diejenigen, die sich per GPS orientieren.
  • Eine kurze Webbeschreibung in französischer und englischer Sprache.
  • Informationen über lokale Anbieter von Taxen und Mietwagen. Das erfreut nicht nur das Herz der Gäste, sondern auch die Anbieter von Taxen und Mietwagen. Taxifahrer gehören mit zu den wichtigsten Multiplikatoren, weil Gäste sie nicht selten befragen, welche Hotels sie empfehlen können.
Für Betriebe in mittleren und größeren Städten könnte man noch die Anfahrt per Öffentlichem Personennahverkehr ergänzen. So habe ich dem Lageplan meines Bamberger Lageplan einen Link zum Fahrplan der Städtischen Verkehrsbetriebe hinzugefügt.

Nachtrag vom 29. Januar 2009: Der Winzerblogger Thomas Lippert hat eine "Anfahrtsbeschreibung" in Form eines Video erstellt, bei Sevenload hochgeladen und in seine Website eingebaut. Damit genießt er zwei Vorteile:
  • attraktiver, nüztlicher Content für seine Besucher
  • auf der Video-Plattform werden Menschen auf seine Website aufmerksam, die vielleicht gar nicht nach ihm gesucht haben.

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Dienstag, Januar 27, 2009

Es kommt nicht auf die Groesse an: Biermarken in Deutschland.

"Bild" hat die Absatzzahlen der großen deutschen Brauereimarken, ermittelt vom Fachdienst "Inside Getränke Markt", veröffentlicht: "Die größten Biermarken Deutschlands", in: Bild vom 27. Januar 2009. Zugelegt haben demnach unter den Top 10 nur Beck's, Hasseröder, Paulaner und Radeberger. Weniger abgesetzt haben Oettinger, Krombacher, Bitburger, Veltins, Sternburg. Am meisten hat Warsteiner verloren.

Ich vermute,die Zunahme bei Beck's und die erheblichen Umsatzrückgänge bei Warsteiner sind darauf zurückzuführen, daß die Deutsche Bahn zum 1. Februar 2008 den Lieferanten gewechselt hat. Statt Warsteiner Premium Verum und Prinzregent Luitpold Hefeweizen gibt es seitdem Beck's Pils, Beck's Gold, Beck's Green Lemon und Franziskaner Weissbier. Siehe dazu: "Vom Regen in die Traufe".

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Rezeptservice ersetzt Kundenzeitung,

Kundenzeitungen mit allerlei Werbemüll, von Verlagen erstellt, mit denen Branchen wie die Apotheker und Metzger ihre Kunden schikanieren, sind Gott sei dank im Gastgewerbe unüblich: Der Metzgermeister Ludger Freese bietet neurerdings stattdessen einen Rezept-Service an: "Kunden wird neuer Service geboten", in: Essen kommen! vom 27. Januar 2009.

Siehe dazu auch einen früheren Beitrag über den "Illustrator", eine betriebseigene Hauszeitschrift des "NYC Essen": "NYC Essen: Illustratrator".

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Hahn der Freien Brauer im Weissen Braeuhaus Muenchen: Bekenntnis zu freiem Unternehmertum und für gelebte Biervielfalt.

München, 26.01.2009: Für gewöhnlich sind Fremdbiere in Brauereigaststätten eher ungewöhnlich. Nicht so im Weissen Bräuhaus in München im Tal. Dort macht sie Hausherr und Weissbierbräu Georg VI. Schneider sogar zum Thema; mit dem "Hahn der Freien Brauer". Das heißt, aus einem fest reservierten Ausschank-Hahn laufen fortan Biere aus Brauereien der Initiative "Die Freien Brauer".
"Wer Vielfalt predigt muss sie auch zulassen: Für mich ist der Hahn der Freien Brauer ein Bekenntnis zu freiem Unternehmertum und ein Manifest für gelebte Bierkultur"
erläutert Georg VI. Schneider.

Georg Schneider (li) und Karl Schwarz stoßen an auf den Hahn der Freien Brauer
Georg Schneider (li) und Karl Schwarz stoßen an auf den Hahn der Freien Brauer

Die Freien Brauer sind ein Zusammenschluss von 36 führenden Privatbrauereien in Deutschland, Österreich und den Niederlanden, die konzern-unabhängig und seit Generationen in Familienbesitz sind. Georg Schneider lädt künftig – im Rhythmus von rund acht Wochen – Biere aus diesen Brauereien ins Weisse Bräuhaus ein.

Erstes Bier im Ausschank ist das Zwettler Original, ein böhmischer Pilsbiertyp aus der Privatbrauerei Zwettl im niederösterreichischen Waldviertel.

(Quelle & Foto: Pressemitteilung der Privaten Weissbierbrauerei G. Schneider & Sohn GmbH).

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Zappato & Friends, Mannheim.

Die Bar & Lounge "Zappato & Friends" von Ilja Hadzipetrou im Mannheimer Hauptbahnhof bietet eine "Multi-Kulti-Speisekarte". Zum Beispiel werden folgende Suppen angeboten:
  • Tafelspitz - Bouillon mit Kräuter - Crêpe
  • Sizilianische Tomatensuppe mit Sahnehaube
  • Westfälische Kartoffelcremesuppe mit Speckkrustis
  • Thailändische Fischsuppe mit Einlage von Edelfischen, Kokosmilch und Zitronengras
Und auch das Angebot an Fleischgerichten ist ethnisch gesehen kunterbunt:
  • Schnitzel "Wiener Art"
  • Badische Ochsenbrust in Meerrettichsauce mit Preiselbeeren und Gewürzgurke
  • Souflaki vom Schwein oder Pute mit Salat, Peperoni, Oliven und hausgemachtem Zaziki
  • Putensteak "California" mit Ananas und Käse überbacken, auf Cranberry Sauce
  • Lammkoteletts auf Balsamicojus mit mediterranem Gemüse
  • Argentinisches Rumpsteak mit Grilltomate und Kräuterbutter
Man kann solche kulinarischen Konzepte natürlich als wenig thematisch fokussiert kritisieren, weil sie nicht erkennen lassen, wo sich der Betrieb befindet bzw. für welche Region und/oder kulinarisches Thema er steht. Aber Gastronomie ist in erster Linie für die Gäste da und nicht für Prinzipienreiter. Inbesondere in zwei Situationen sind solche kunterbunten Speisenangebote angemessen:
  • für Gaststätten mit sehr vielen Stammgästen, etwa aus der Nachbarschaft. Sie kommen häufig mehrmals in der Woche, wünschen sich im vertrauten Ambiente eine abwechslungsreiche Speisekarte. Sie wollen Freunde und Bekannte treffen, ohne sich mit ihnen explizit verabreden zu müssen. Sie wollen ab und zu auch andere ethnische Speisen essen, ohne gleich ein thematisch fokussiertes Restaurant aufsuchen zu müssen. Ähnliches gilt in Betriebskantine und beim Social Catering, also überall, wo die selben Menschen häufig essen.
  • in der Verkehrsgastronomie und überall dort, wo es primär um die Versorgung geht, wo Menschen aus anderen Gründen anwesend sind, und beiläufig ihren Hunger stillen wollen. In solchen Betrieben finden sich Gäste mit vielen verschiedenen Vorlieben für Speisen ein. Ein vielfältiges Angebot deckt viele Wünsche ab.

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Blog trifft Gastro 2009: Das Programm.

Das Programm für das Blog-trifft-Gastro 2009 am 7. Februar 2009 in Mannheim ist veröffentlicht worden: "BtG im ältesten Gasthaus Mannheims 'das Programm'", in: Ochsenblog vom 27. Januar 2009.

Ich habe an allen bisherigen Blog-trifft-Gastro-Veranstaltungen teilgenommen und kann aufgrund meiner Erfahrungen eine Teilnahme allen bloggenden und auch nicht bloggenden Gastronomen nur empfehlen. Insbesondere Kollegen aus Baden und der Kurpfalz sollten sich eine solche Chance nicht entgehen lassen.

Diese auch zwischenmenschlich angenehmen Treffen mit Teilnehmern von nah und fern (etwa Hamburg, Wolfsburg, Berlin, Bamberg usw.) finden einmal jährlich an wechselnden Orten statt. Wer weiß, wann sich wieder einmal die Chance ergibt, vor der Haustüre teilzunehmen."Weitere Anmeldungen sind noch möglich".

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Korn, Kakao und Kirche.

Würden Sie zuerst an Dortmund denken, wenn sie "Korn, Kakao und Kirche" hören?

Mich hat es überrascht, daß DortmundTourismus am 6. Februar 2009 eine thematische Stadtführung "Korn, Kakao und Kirche" anbietet, eine
"genussreiche Reise durch die Geschichte von Schokolade, Schnaps und Sünde".
Ein einstündiger Stadtrundgang führt durch die City zur Kornbrennerei, Likörfabrik & Schokolaterie Krämer. Ein Imbiss in der Kornbrennerei sowie ein Kostprobe verschiedener Brände, eine Tasse Kaffe und ein Stück Trüffeltorte schließt sich an. Das insgesamt zweistündige Event kostet nur 15 Euro pro Teilnehmer.

Fast könnte man auf den Gedanken kommen, sich einmal ein paar Tage Dortmund anzuschauen. Ich bin noch nie in dieser Stadt gewesen.

Fuer welche Gastronomen lohnt sich eine Teilnahme am TourismusCamp?

Der Heidelberger Winzerblogger Thomas Lippert zieht seine persönliche Bilanz seines Besuchs des TourismusCamp in Eichstätt am letzten Wochenende: "Das war das Tourismuscamp 2009".

Darin macht er sich auch Gedanken, für wen sich eine Teilnahme lohnt:
"Solch ein Camp braucht keine wirklichen Randerscheinungen wie Winzerblogger :-) Das Thema ist klar umrissen, Tourismus, Tourismus und nochmals Tourismus. Es geht darum wie man Destinationen im Internet darstellt, da sind Winzer und meiner Meinung nach selbst Gastronomen schon ziemlich exotisch und eigentlich Fehl am Platze."
Seiner Meinung, Gastonomen seien Fehl am Platze stimme ich nur für einen (großen) Teil der Gastronomie zu. Es kommt auf die Art der Gastronomie an. In meinem alten Beitrag "Lohnt sich eine Webpräsenz für ein gastronomisches Unternehmen?" habe ich ausgeführt, daß sich eine Internetpräsenz nur für einen Teil des Gastgewerbes lohnt, zumindest wenn man den dafür erforderlichen Zeit- und/oder Geldaufwand berücksichtigt. Genau solche Gastronomen, für die sich eine Interpräsenz rechnet, könnten auch von einem Tourismuscamp profitieren, als Fortbildungsveranstaltung und als Kontaktbörse:
  • Gastronomen, die auch Übernachtungen anbieten, z.B. Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen und -häuser, aber auch Jugendherbergen. Zwar griffen immer noch viele Übernachtungsgäste zum Telefon, um zu buchen, doch viele davon informieren sich vorab auf der Website des Übernachtungsanbieters und Portalen.
  • touristisch interessante Objekte wie das Bamberger Schlenkerla oder das Kloster Andechs mit mehreren gastronomischen Einheiten oder das Rüdesheimer Schloß.
  • Freizeitparks, bei denen die Gastronomie integriert ist.
  • wenn Reisegruppen und Reiseveranstalter angesprochen werden sollen.
  • wenn Seminarveranstalter angesprochen werden sollen
  • für Luxusrestaurants, deren Gäste sich ansonsten in Restaurantführern und Fachzeitschriften informieren und häufig auch anreisen.

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Soll ich twittern?

Ich habe bereits schon länger einen Twitter-Account (twitter.com/abseits), ihn aber nur testweise für eigene Beiträge genutzt. Auf dem TourismusCamp in Eichstätt wurde ich häufig gefragt, ob ich twittere. Deshalb habe ich mich umgeschaut, was dafür spricht. Viele Argumente, vor allem aber auch Hinweise, wie man als Redakteur, als der ich mich verstehe, twittern sollte, habe ich hier gefunden: "Do’s and Don’ts für twitternde Redaktionen – Interview mit Nicole Simon", in: Medial & Digital vom 15. Januar 2009.

Siehe dazu auch: "Gastgewerbe-Marketing per Twitter".

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Montag, Januar 26, 2009

TourismusCamp Eichstaett: Erste Berichte, Videos und Fotos.

Gestern ging das Tourismuscamp 2009 in Eichstätt zu Ende. Ich bin noch nicht dazu gekommen, meine Fotos hochzuladen oder das Erlebte und Gehörte in Worte zu fassen. Andere waren schon fleißiger. Aufgefallen ist mir:

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Sonntag, Januar 25, 2009

Webdesign: Fotos aus dem Betriebsalltag.

"Interna aus dem Geschäftsalltag eignen sich als Material für ein interessantes Blog"
schreibt Jo Bager in seinem Beitrag "Ins Mitmach-Web einweben, Bessere Homepages mit Web 2.0" in einer Sonderausgabe "Webdesign" der Zeitschrift "c't" und bildet einen Beitrag "Flaschensammlung auf zwei Rädern" aus dem Shopblog ab. Gefunden in: "Shopblogger-Screenshot im 'c't extra Webdesign'", in: Shopblogger vom 24. Januar 2009.

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Gastgewerbeumsatz im November 2008 real um 3,6% gesunken.

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im November 2008 nominal 1,1% und real 3,6% weniger um als im November 2007. Im Vergleich zum Oktober 2008 war der Umsatz im Gastgewerbe im November 2008 nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal 0,1% und real 0,6% höher.

Alle drei Bereiche des Gastgewerbes blieben im November 2008 nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats: das Gaststättengewerbe mit nominal - 0,3% und real - 2,8%, die Kantinen und Caterer mit nominal - 1,3% und real - 3,9% und das Beherbergungsgewerbe mit nominal - 2,1% und real - 4,5%.

Betrachtet man den gesamten Zeitraum von Januar bis November 2008, setzte das Gastgewerbe nominal 0,6% mehr und real 2,0% weniger um als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

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Freitag, Januar 23, 2009

VEBWK fordert Optimierung des vorlaeufigen Gesetzentwurfes.

Über den untauglichen Entwurf der bayerischen Staatsregierung zur Reform des Rauchverbots in der bayerischen Gastronomie bin ich bereits hergezogen: "Reform des Rauchverbots in Bayern".

Jetzt hat ihn auch der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur e.V. (VEBWK) per Pressemittteilung kritisiert, konziliant in der Form, scharf in der Sache:
"VEBWK fordert Optimierung des vorläufigen Gesetzentwurfes

München, 22. Januar 2009 - Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur e.V. (VEBWK) begrüßt die Neufassung der Staatsregierung zur Änderung des Nichtraucherschutzgesetzes als wirkliche Verbesserung, eine für alle beteiligten akzeptable Lösung sei aber noch nicht gefunden. Der Vorstand kommentierte die Neufassung am heutigen Tag bei einer offiziellen Gesprächsrunde. Als weiteren Punkt stellt der VEBWK seine Neuausrichtung und die in nächster Zeit anstehenden Themen vor, bei denen der Verein sich als Sprachrohr für die Interessen der getränkeorientierten Gastronomie einsetzen wird.
"Wir begrüßen die Neufassung des Gesetzes auf alle Fälle, erkennen die insgesamten Verbesserungen und die Reduktion an bürokratischem Aufwand an, sehen aber Schwächen und einen entsprechenden Handlungsbedarf, denn der Teufel steckt auch hier im Detail"
leitet Franz Bergmüller, 1. Vorsitzender des VEBWK, die Gesprächsrunde ein.

Im Einzelnen lauten die Forderungen des VEBWK, die bei der Neufassung des Gesetzes noch justiert werden müssen, wie folgt:
  • Praktikablere Lösung des abgetrennten Nebenraumes in Zweiraumwirtschaften ohne Hauptraumbestimmung über Thekendefinition, denn gerade der Stammtisch befindet sich meistens neben der Theke - einfache Eigendeklarierungspflicht des abgetrennten Raucherraumes wäre viel praktikabler!
  • Im Bereich der Einraumgastronomie, den Eckkneipen, wird die Wettbewerbsgleichheit durch die Neufassung verzerrt. Gefordert wird nach wie vor die Deklarationspflicht nach der 'Spanischen Lösung'. Wirte sollen selbst entscheiden können, ob sie ein Raucher- oder Nichtraucherlokal führen und dies dann entsprechend kennzeichnen. Wir begrüßen, dass wenigstens einfache warme Speisen zugelassen werden sollen, halten aber diese Einschränkung generell für eine Wettbewerbsverzerrung!
  • Nicht nachvollziehbar beim VEBWK ist der Zusatz, dass in den Nebenräumen von Diskotheken, in denen dann zukünftig geraucht werden darf, kein Tanzen mehr erlaubt ist. Nicht nachvollziehbar hält der VEBWK, dass im abgetrennten Raucherraum Jugendlichen der Zutritt verweigert werden soll, wenn eine Familie in eigener Verantwortung sich darin aufhalten will.
  • Die Innovationsklausel, von Beginn an eine der zentralen Forderungen des VEBWK, ist jetzt im Gesetzentwurf enthalten und wird ausdrücklich begrüßt. Hier wird allerdings erwartet, dass die Meßlatte in der Rechtsverordnung des Ministeriums nicht unerfüllbar wird und man an einer wirklichen Umsetzung interessiert ist!
  • Wirte sollen durch das Gesetz nicht zum Erfüllungsgehilfen des Staates abgestempelt und mit hohen Strafen belegt werden.
    "Als Wirt kann ich doch nicht für die Gäste vor der Tür verantwortlich sein"
    wirft Jürgen Füssl, Cafè/Bistro Namenlos, ein. Wir fordern daher wie in Baden-Württemberg, dass der Gastronom nicht mit einer Strafe wegen eines Verstoßes gegen das Rauchverbot belegt wird sondern ausschließlich der gegen das Rauchverbot verstoßende Gast. Diese Durchsetzungsübertragung mit Strafbewehrung war ausschlaggebend für das Aufheben des Rauchverbotes auf dem Oktoberfest. Gleiches soll nun in den normalen Betrieben gelten!
  • Der Verein will "geordnete geschlossene Gesellschaften" im Gesetz verankert haben, um damit die wilden Raucherclub-Auswüchse mit Tagesmitgliedschaften zu vermeiden und zukünftig umsetzbare Vollzugshinweise erarbeiten zu können. Denn bleibt der Gesetzesentwurf so bestehen, würde dies das Aus für viele Gaststätten über 75m2 bedeuten. Wir sehen diese Möglichkeit gleichgesetzt mit den jetzt im Gesetz verankerten "klassischen geschlossenen Gesellschaften wie z. B. Familienfeiern oder Vereinsjahreshauptversammlungen"!
Das in kraft treten des Gesetzes ist für den 1.8.09 vorgesehen. Das bedeutet, dass bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes das derzeitige noch Gültigkeit hat und damit die vom VEBWK forcierten und organisierten Raucherclubs weiterhin notwendig sind und ihre Existenzberechtigung haben. Eine Übergangsregelung ist für die Volksfeste bis 1.8.09 noch zu beschließen!

Die nächsten Schritte des VEBWK Im Ablaufprozess steht als nächstes das Anhörungsverfahren an, bei dem geladene Verbände, u.a. auch Vertreter des VEBWK, ihre Bedenken und Forderungen darlegen können. Hier wird der Vorstand die aufgeführten Punkte nochmals verdeutlichen. Des Weiteren wird der Verein von starken Partnern wie beispielsweise der FDP einfordern, was diese im Landtagswahlkampf im Wahlprogramm verankert hatten. Als weiteres Etappenziel nennt Bergmüller die Europawahl, die wegweisend für die Bundestagswahl sein und bei der das Thema Rauchverbot eine wichtige Rollen spielen wird. Der VEBWK bündelt bundesweit Kräfte und führte bereits Gespräche mit weiteren Vereinen und Interessenverbänden. Hier sind laut Bergmüller und Jürgen Koch, Schatzmeister VEBWK, entsprechende Aktionen in Vorbereitung.

VEBWK - zukünftiges Sprachrohr der getränkeorientierten Gastronomie

Nicht nur das Rauchverbot wird in der nächsten Zeit auf der Vereinsagenda stehen. Der Vorstand wird sich verstärkt mit dem nationalen Aktionspapier zur Alkoholprävention, der "Stille-Tage-Regelung", der Sperrzeitenregelung und der Mehrwertsteuer-Thematik auseinandersetzen und in diesen Punkten seine Kampagnenfähigkeit erneut unter Beweis stellen. Der Zuspruch und die Unterstützung von Vereinsmitgliedern beim Rauchverbot haben sehr deutlich gezeigt, in welch kurzer Zeit der VEBWK eine große Mitgliederzahl für Aktionen mobilisieren kann. Koch ist überzeugt davon, dass "kein Politiker in Zukunft mehr die Rechnung ohne die Wirte machen" kann. Aus diesem Grunde liegt die Forderung des Vorstandes an die Politik klar auf der Hand:
"Wir erwarten, dass in Bayern zukünftig mehr auf die Verantwortung der Unternehmer, also der Wirte gesetzt wird und wir bereits bei der Entwicklung von Gesetzen, die unseren Bereich betreffen, zur Beratung herangezogen werden. Denn wir müssen nach der Verabschiedung die Gesetze erfüllen und als Wirt im Sinne unserer Gäste handeln. Um dies erfolgreich machen zu können, brauchen wir Handlungsfreiheit. Wir sind stets gesprächsbereit und stellen unsere Erfahrung sowie unser Wissen gerne zur Verfügung"
führt Koch seinen Appell an die Staatsregierung aus.

Große Informationsveranstaltung unter dem Motto "Freiheit statt Bevormundung" am 03.03.2009

Anfang März lädt der VEBWK um 19 Uhr zur Veranstaltung in den Münchner Löwenbräukeller ein, zu der sich bereits namhafte Vertreter von Politik und Interessenverbänden angekündigt haben, um gemeinsam mit dem Publikum das Thema kontrovers zu diskutieren und den offenen Dialog zu suchen. Den Festvortrag hält Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des Stern.

Der VEBWK

Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur e.V. (VEBWK) hat sich das Ziel gesetzt, die Interessen der getränkeorientierten Gastronomie in Bayern, deren Partnern und Gästen gegenüber Politik und Gesellschaft zu vertreten. Dies gilt für das seit 1. Januar 2008 geltende Rauchverbot, aber ebenso für alle anderen, die bayerische Wirtshauskultur betreffenden Angelegenheiten. Der politische und gesellschaftliche Einfluss des VEBWK wird durch die Mitgliederstruktur von über 83000 Mitgliedern untermauert."
Mein Kommentar:
  • Es ist erfreulich, daß sich der VEBK in Zukunft auch anderen Themen, die Gastronomen interessieren, zuwendet. Damit wärmt er dem lahmarschigen Branchenverband Bayerischem Hotel- und Gaststättenverband den Hintern.
  • Als Schweinerei empfinde ich hingegen den Versuch, gegen andere Raucherclubs zu stänkern und damit die Bewegung der Raucherclubs zu spalten. Geht es dem VEBK damit wirklich um die Sache oder darum, Wettbewerber, die teilweise auch ohne Mitgliedsbeiträge auskommen, zu schwächen, damit möglichst viele Beitragsgelder in der eigenen Tasche landen?

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Bundesgerichtshof zur Zulaessigkeit der AdWords-Werbung bei Google.

Noch immer nutzen wenige Gastronomen beim Online-Marketing Textanzeigen wie z.B. im Google Adwords, obwohl sie sehr gut auf regionale Zielgruppen ausgerichtet werden können. Siehe dazu meine Beiträge Dabei sind einige Fallstricke zu beachten, um Streitigkeiten insbesondere mit Wettbewerbern zu vermeiden.

Der Bundesgerichtshof hat mit einer Eintscheidung vom 22. Januar 2009 einige Streitfälle entschieden. Das Urteil selbst wurde noch nicht veröffentlicht, aber eine Pressemitteilung dazu (die Hervorhebungen stammen von mir):
"In drei heute verkündeten Entscheidungen hat sich der u. a. für das Markenrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs mit der kennzeichenrechtlichen Beurteilung der Verwendung fremder Kennzeichen als Schlüsselwörter (Keywords) im Rahmen der von der Suchmaschine Google eröffneten Möglichkeit der Werbung mit sog. AdWord-Anzeigen befasst. In zwei Sachen hat der Bundesgerichtshof Ansprüche der Kennzeicheninhaber verneint, in der dritten Sache hat er dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) eine Frage zur Auslegung der Markenrechtsrichtlinie vorgelegt.

In den Verfahren ging es um die in der Instanzrechtsprechung unterschiedlich beurteilte Frage, ob es eine Kennzeichenverletzung darstellt, wenn ein Dritter ein fremdes Kennzeichen (also eine Marke oder eine Unternehmensbezeichnung) oder eine dem geschützten Zeichen ähnliche Bezeichnung einem Suchmaschinenbetreiber gegenüber als Schlüsselwort angibt mit dem Ziel, dass bei der Eingabe dieser Bezeichnung als Suchwort in die Suchmaschine in einem von der Trefferliste räumlich getrennten Werbeblock eine als solche gekennzeichnete Anzeige des Dritten (mit Link auf dessen Website) als Werbung für seine Waren oder Dienstleistungen erscheint. In den entschiedenen Fällen enthielt die Anzeige weder das als Suchwort verwendete fremde Zeichen noch sonst einen Hinweis auf den Kennzeicheninhaber oder auf die von diesem angebotenen Produkte.

Im ersten Verfahren - I ZR 125/07 - hatte die beklagte Anbieterin von Erotikartikeln gegenüber Google das Schlüsselwort "bananabay" angegeben. "Bananabay" ist für die Klägerin, die unter dieser Bezeichnung ebenfalls Erotikartikel im Internet vertreibt, als Marke geschützt. Ist eine als Schlüsselwort benutzte Bezeichnung - wie in diesem Fall - mit einer fremden Marke identisch und wird sie zudem für Waren oder Dienstleistungen benutzt, die mit denjenigen identisch sind, für die die fremde Marke Schutz genießt, hängt die Annahme einer Markenverletzung in einem solchen Fall nur noch davon ab, ob in der Verwendung der geschützten Bezeichnung als Schlüsselwort eine Benutzung als Marke im Sinne des Markengesetzes liegt. Da die Bestimmungen des deutschen Rechts auf harmonisiertem europäischen Recht beruhen, hat der Bundesgerichtshof das Verfahren ausgesetzt, um dem Europäischen Gerichtshof diese Frage zur Vorabentscheidung nach Art. 234 EG-Vertrag vorzulegen.

Im zweiten Verfahren - I ZR 139/07 - standen sich zwei Unternehmen gegenüber, die über das Internet Leiterplatten anbieten. Für die Klägerin ist die Marke "PCB-POOL" geschützt. Der Beklagte hatte bei Google als Schlüsselwort die Buchstaben "pcb" angemeldet, die von den angesprochenen Fachkreisen als Abkürzung für "printed circuit board" (englisch für Leiterplatte) verstanden werden. Die Adword-Anmeldung von "pcb" hatte zur Folge, dass auch bei Eingabe von "PCB-POOL" in die Suchmaschine von Google in dem gesonderten Anzeigenblock neben der Trefferliste eine Anzeige für Produkte des Beklagten erschien. Der Bundesgerichtshof hat in diesem Fall die Klage unter Aufhebung des Berufungsurteils abgewiesen. Der Markeninhaber kann in der Regel die Verwendung einer beschreibenden Angabe (hier "pcb") auch dann nicht untersagen, wenn sie markenmäßig benutzt und dadurch die Gefahr einer Verwechslung mit der geschützten Marke begründet wird. Der Bundesgerichtshof hat in diesem Fall eine markenrechtlich erlaubte beschreibende Benutzung angenommen. Da eine Kennzeichenverletzung schon aus diesem Grund zu verneinen war, kam es auf die in dem Verfahren I ZR 125/07 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegte Rechtsfrage nicht mehr an.

Am dritten Verfahren - I ZR 30/07 - war ebenfalls die Klägerin des zweiten Verfahrens – sie führt die Unternehmensbezeichnung "Beta Layout GmbH" – beteiligt. Hier ging es darum, dass ein anderer Wettbewerber bei Google als Schlüsselwort die Bezeichnung "Beta Layout" anmeldet hatte. Auch in diesem Fall erschien immer dann, wenn ein Internetnutzer bei Google als Suchwort "Beta Layout" eingab, neben der Trefferliste ein Anzeigenblock mit einer Anzeige für die Produkte des Wettbewerbers. In diesem Fall hat der Bundesgerichtshof die Entscheidung des Berufungsgerichts bestätigt, das eine Verletzung der Unternehmensbezeichnung und einen entsprechenden Unterlassungsanspruch mit der Begründung verneint hatte, es fehle an der für die Verletzung der Unternehmensbezeichnung erforderlichen Verwechslungsgefahr. Der Internetnutzer nehme nicht an, dass die in dem gesonderten Anzeigenblock neben der Trefferliste erscheinende Anzeige von der Beta Layout GmbH stamme. Diese tatrichterliche Feststellung des Verkehrsverständnisses war nach Auffassung des Bundesgerichtshofs nicht zu beanstanden. Da der Schutz der Unternehmensbezeichnungen anders als der Markenschutz nicht auf harmonisiertem europäischem Recht beruht, kam in diesem Verfahren eine Vorlage an den Europäischen Gerichtshof nicht in Betracht.

Beschluss vom 22. Januar 2009 - I ZR 125/07 – Bananabay

LG Braunschweig - Urteil vom 7. März 2007 - 9 O 2382/06

OLG Braunschweig - Urteil vom 12. Juli 2007 - 2 U 24/07 - MMR 2007, 789

Urteil vom 22. Januar 2009 - I ZR 139/07 - pcb

LG Stuttgart - Urteil vom 13. März 2007 - 41 O 189/06

OLG Stuttgart - Urteil vom 9. August 2007 - 2 U 23/07 - WRP 2007, 649

Urteil vom 22. Januar 2009 - I ZR 30/07 - Beta Layout

LG Düsseldorf - Urteil vom 7. April 2006 - 34 O 179/05

OLG Düsseldorf - Urteil vom 23. Januar 2007 - 20 U 79/06 - WRP 2007, 440

Karlsruhe, den 22. Januar 2009"
Quelle: Pressestelle des Bundesgerichsthofs)

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Donnerstag, Januar 22, 2009

Mein Restaurant: Interview mit dem Chefredakteur.

Ein Interview mit Kai Sturm, dem Chefredakteur von VOX, über Hintergründe der VOX-Dokusoap "Mein Restaurant", z.B. welche Verträge mit den Mitarbeitern der beteiligten Restaurants abgeschlossen worden snd: "'Mein Restaurant' - Leipziger Pärchen kann Restaurant eventuell übernehmen", in: Digital Fernsehen vom 6. Dezember 2008.

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Essen & Trinken Blog.

Seit Oktober 2008 bloggt auch die Redaktion der Zeitschrift "Essen & Trinken": Essen & Trinken Blog und zwar in Form eines Multi-Autoren-Blogs. Mehr darüber: "Die essen & trinken Redaktion bloggt", in: NutriCulinary vom 22. Januar 2009.

Besonders spannend finde ich die Beiträge der Rubrik Hinter den Kulissen, in denen man erfährt, mit welchem Aufwand die Zeitschrift gemacht wird. Rezepte schreiben ist ja nicht schwer, Rezepte testen um so mehr. Siehe dazu den Beitrag "Drei mal probieren".

Die Versuchsküche von "Essen & Trinken" besitzt elf Kochstellen: "Viele Köche verderben den Brei?".

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Wurstakademie-Blog.

Warenkundliches Wissen kann auch einem Gastronomen nichts schaden. Burkhard Schneider hat den "Wurstprofessor" em. o. Univ.-Prof. DDr. Hans Wurst alias Mario Pizziniini interviewt ("Newcomer (153): Wurstakademie-Blog", in: Best Pracice Business Blog vom 22. Januar 2009), den Inhaber der Wurstademie in Innsbruck. Welche Themen Sie in diesem Jahr erwarten können, verrät er in seinem Beitrag "Wurstakademie-Vorschau auf das Jahr 2009".

cafga, Mannheim.

In früheren Beiträgen wie "Musikkneipen in MySpace" und "Google Friend Connect" habe ich empfohlen, als Betreiber gastgewerblicher Betriebe auch in Online-Communities präsent zu sein. Vorab sollte man sich eine oder mehrere passende Communities heraussuchen, die thematisch passen und in der regionalen Zielgruppe einen hohen Marktanteil haben.

Das Studenten-Szene-Café cafga am Schillerplatz in Mannheim präsentiert an prominenter Stelle rechts oben auf seiner Website einen Link zu seiner Facebook-Präsenz. Diese Facebook-Präsenz von cafga ist wirklich gut gemacht. Genutzt wird z.B. die Möglichkeit, Bildergalerien und Videos einzubinden. In der Pinnwand wird über den Fortgang der geplanten Eröffnung einer weiteren Filiale in Mannheim-Jungbusch am 23. Oktober 2009 berichtet. Zentraler Punkt aller Communities ist jedoch, Stammgäste ("Fans") zu versammeln.

Ich hoffe, Gerhard Fontagnier, den Geschäftsführer des cafga, beim Blog trifft Gastro 2009 am 7. Februar 2009 in Mannheim persönlich kennen zu lernen. Mich würde vor allem auch interessieren, ob Facebook hilft, aus Besuchern dieser Internetpräsenz auch wirklich Gäste zu gewinnen.

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Große Nachfrage am zweiten deutschen Barcamp zum Thema eTourismus Eichstaett.

19. Januar 2009 (tpd). Nach dem großen Erfolg des Tourismuscamps 2008 ist das Interesse auch in diesem Jahr ungebrochen. Allein auf der Nachrücker/Ich komme vielleicht-Liste stehen heute schon mehr Interessenten, als es letztes Jahr Teilnehmer gab. Vom 24. bis 25. Januar 2009 treffen sich rund 100 Tourismusexperten aus dem deutschsprachigen Raum an der Universität Eichstätt-Ingolstadt, um über aktuelle Themen und Entwicklungen im eTourismus zu diskutieren. Ein besonderes Augenmerk liegt auch in diesem Jahr wieder auf dem Social Web, zukünftigen technologischen und gesellschaftlichen Trends, sowie deren Auswirkungen auf die Tourismuswirklichkeit. Die Form des Barcamps wurde vor drei Jahren in Amerika entwickelt und erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit.
"In einem Barcamp gibt es nur Vorträge, die von den Teilnehmern gewünscht und selbst bestimmt sind - das macht Barcamps wesentlich effizienter in Hinsicht auf Output für die Teilnehmer"
sagt Martin Schobert, Bereichsleiter Research und Development der Österreich Werbung.
"Das Konzept des Tourismuscamp überzeugt gegenüber herkömmlichen Konferenzen mehrfach: Interessante und interessierte Teilnehmer mit sehr breitem Wissensspektrum, keine plumpen Verkäufer, gute Mischung aus unkommerziellen Querdenkern und Businessteilnehmern, zudem sehr gut organisiert"
sagt Uwe Frers, Geschäftsführer der Reisecommunity TripsbyTips.

Das Tourismuscamp wird vom Lehrstuhl Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und Tourismuszukunft - Institut für eTourismus organisiert. Dieses Institut wird während des Tourismuscamps offiziell erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie im vergangenen Jahr konnte der Studentische Verein TOPAS für den Empfang und die Gästebetreuung gewonnen werden. Zahlreiche hochkarätige Sponsoren ermöglichen eine kostenfreie Teilnahme. Aktuelle Informationen und erste Themenschwerpunkte zu einer der größten Konferenzen an der Eichstätter Universität sind unter www.tourismuscamp.de zu finden.

(Quelle: Pressemitteilung des TourismusCamp).

Siehe dazu auch meine früheren Beiträge

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Keine Pflicht zur proaktiven Vorabpruefung von Nutzerbeitraegen in Foren.

Man könnte meinen, das Landgericht Hamburg neige in Fragen des Urheberrechts zu - sagen wir mal - merkwürdigen Entscheidungen. Deshalb erfreut es sich auch bei fragwürdigen Abmahnern bundesweit einer gewissen Beliebtheit. Vor dem Hintergrund dieser Vorgeschichte ist eine aktuelle Gerichtsverhandlung vor dem übergeordneten Oberlandesgericht Hamburg erfreulich: "OLG Hamburg watscht Kochbuch-Abmahner ab", in: Heise Online vom 21. Januar 2009.

Es geht - wieder einmal - um die sogenannte "Störerhaftung". Salopp formuliert und auf die Gastronomie übertragen, bedeutet die Störerhaftung, daß, wenn in Ihrer Kneipe ein Gast einen anderen Gast erschießt, sie dafür mit verantwortlich gemacht haben, weil sie dem Verbrechen Raum geboten haben und Ihre Gäste nicht auf Waffen kontrolliert haben.

Bei Internetforen werden Betreiber nicht selten belangt, weil andere in diesen Foren etwas tun, was verboten ist. Doch das OLG Hamburg hat im Laufe der noch nicht abgeschlossenen Verhandlung seine Haltung angedeutet:
"Bei Webforen könne es keine generelle Pflicht zur proaktiven Vorabprüfung von Nutzerbeiträgen auf eventuelle Rechtsverstöße geben. Erst wenn der Forenbetreiber, etwa durch eine Abmahnung, Kenntnis von einem Rechtsverstoß habe, müsse er das Posting sperren."
Bleibt zu hoffen, daß das Urteil dementsprechend ausfällt und Bestand hat.

Mehr Détails über den Verlauf der mündlichen Verhandlungen verrät Rechtsanwalt Sascha Kremer: "OLG Hamburg - Störerhaftung reloaded oder: So nicht, liebes LG!", in: Vertretbar Weblawg.

Mittwoch, Januar 21, 2009

Glaenzende HOGA-Ergebnisse machen Mut.

21. Januar 2009. Nürnberg - Nachdem die 25. HOGA Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und GV in Nürnberg als eine der ersten Branchenfachmessen des Jahres mit über 500 Ausstellern bereits einen neuen Ausstellerrekord (+10%) verbuchen konnte, erreichten zum Messeschluss auch die Besucherzahlen mit fast 35.500 Fachbesuchern das Spitzenergebnis der Vorveranstaltung.

In Zeiten negativer Wirtschaftsmeldungen gingen von der größten Gastronomiefachmesse des Jahres in Süddeutschland ausnahmslos positive Signale aus. Dies dokumentieren auch die Ergebnisse der repräsentativen Ausstellerbefragung zum Messeschluss sowie die Statements einiger Marktführer zum Messeverlauf. Einhelliger Tenor: die Branche geht die Saison 2009 durchaus mit Mut und Offensivgeist an.

Die Aussteller sprechen von einem guten bis sehr guten Geschäftsverlauf. Es standen nicht nur, wie erwartet, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen im Vordergrund, sondern es wurde durchaus auch zukunftsorientiert investiert. Der hohe Anteil an Entscheidern und die Qualität der Kontakte hat viele Aussteller überrascht.

Siegfried Gallus, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, der an den vier Messetagen unermüdlich den Kontakt zu seinen Fachkollegen, zum Berufsnachwuchs aber auch zur Industrie, zu den Ausstellern und zur Politik suchte, sieht die Gastgewerbebranche in einer Schlüsselfunktion, insbesondere bei der Weiterentwicklung des Bayerischen Tourismus.
"Wir haben in Bayern eine exzellente Leistungsbilanz und die Pole Position in Deutschland, dennoch bleibe im Wettbewerb mit anderen europäischen Anbietern noch viel zu tun. Es reiche nicht nur gute Ergebnisse zu konsolidieren, sondern wir müssen die internationalen Standards erreichen. Wir haben gemeinsam mit den Messemachern von der AFAG alles getan, um mit der HOGA zum Jahres- und Saisonbeginn Zeichen zu setzen und Perspektiven aufzuzeigen"
so Gallus in seiner Messebilanz.
"Diese HOGA macht uns Mut - für Wehklagen aufgrund der extrem schwierigen Rahmenbedingungen war kein Platz. Meine Kollegen aus ganz Süddeutschland und darüber hinaus zeigten sich sehr aufgeschlossen für Innovationen und Lösungen. Das sehr gute Ordergeschehen bei den Ausstellern überraschte selbst mich. Die HOGA bot wieder ein überzeugendes Branchenbild mit viel Glanz und kaum ein Messebesucher dürfte die HOGA ohne Inspiration, Anregungen und Ideen für die tägliche berufliche Praxis verlassen haben"
so das Fazit von Präsident Gallus.

FOOD SPECIAL verbuchte bestes Ergebnis aller Zeiten

Die im Rahmen der HOGA an zwei Tagen vom Service Bund Bayern veranstaltete 6. FOOD SPECIAL - Fachbörse für Food & Beverage sowie Convenience-Produkte, war nach Aussage von Johannes Fuchs, Geschäftsführer des regionalen Service-Bund Partners TRI-AS die bislang erfolgreichste Veranstaltung. Schon am Montag konnte man bei den registrierten Fachbesuchern einen neuen Rekord verbuchen, dafür war Dienstag der stärkste Ordertag, da sehr viele Entscheider von Großverbrauchern wie Betriebskantinen, Altenheimen und Krankenhäusern die FOOD SPECIAL besuchten. Auch die praktischen Vorführungen in der Schauküche fanden großes Interesse und die Plätze waren jedes Mal komplett belegt.
"Wir und unsere 108 ausstellenden Industriepartner können eine rundum positive Bilanz ziehen"
so Fuchs am letzten Messetag.

Spannende Wettbewerbe und Fachevents waren das Salz in der Suppe. Einen wichtigen Anteil am Gesamterfolg der Messe hatten die hochkarätigen Wettbewerbe der HOGA, die zum einzigartigen Branchenbild beitrugen und bei denen auch der Berufsnachwuchs, wie bei keiner vergleichbaren Gastromesse, eingebunden war. Vom Wettbewerb der bayerischen Berufsschulen in den Ausbildungsberufen des Gastgewerbes über die Internationale Kochkunstschau und dem erstmals ausgetragenen Bio-Kochwettbewerb um den "Bio-Stern" bis hin zum Wettbewerb "Show-Dining" des BHG rund um die kreativ gedeckte Tafel und den Cocktail-Wettbewerben der Deutschen Barkeeper-Union bot die HOGA ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das die Besucher begeisterte und eine hervorragende Werbung für die Branche war. Ein Höhepunkt war der neue Guiness-Weltrekord im Speed-Mixen, den Matthias Knorr, Barkeeper aus München, auf der HOGA aufstellte, indem er in einer Stunde 389 verschiedene Cocktails mixte!

Die Ergebnisse aller Wettbewerbe sind auf der Website www.hoga-messe.de veröffentlicht.

Nachstehend einige Statements von Ausstellern und namhaften Marktführern zum Messeverlauf:

Roland Baumann (Verkaufsleiter Miele Professionell)
"Was positiv bei dieser Messe aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die Stimmung in der Branche besser ist, als man in den Medien zu hören oder zu lesen bekommt. Niemand ist mit hängendem Kopf durch die Messehallen gegangen und es war eine sehr entspannte und positive Stimmung spürbar. Entsprechend hochwertige Kundengespräche wurden auch auf unserem Stand geführt, die sicher in konkreten Aufträgen nach der Messe münden. Energie-Optimierungsmaßnahmen sind derzeit ein großes Thema in den Betrieben und das betrifft natürlich in hohem Maße auch die hoteleigenen Wäschereien. Als Marktführer in diesem Bereich profitieren wir von dieser Entwicklung."
Marco Hirsch (Geschäftsleiter Großmarkt Nürnberg-Eibach, Metro Cash & Carry Deutschland GmbH)
"Wir sind mit dem Verlauf der Messe sehr zufrieden. Uns war es wichtig, als Partner der Gastronomie und als Kompetenzpartner des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes auf der HOGA vertreten zu sein. Wir konnten hier unsere Kundenklientel aus der gesamten Region informieren und haben an den vier Messetagen erfolgversprechende Gespräche geführt."
Herbert Schöll (Verkaufsleiter Burkhof Kaffee GmbH)
"Die Messebilanz ist für uns ausgesprochen erfreulich. An allen Tagen war unser Messestand sehr gut frequentiert. Wir hatten viele Neukunden, zu denen wir auf der HOGA Kontakte knüpfen konnten. Von Wirtschaftskrise war nichts zu spüren und das Fachpublikum auf unserem Messestand war ausgesprochen interessiert und sehr positiv eingestellt. Viele nutzten die Messe, um zu ordern.
Nicolas Makowski (Marketingmanager Fa. FRIMA International AG)
"Aufgrund der vielen Kontakte und Gespräche sowie des überaus großen Interesses an unseren Produkten und den Frontcooking-Aktionen erwarten wir nach der HOGA noch ein sehr gutes Nachgeschäft. Unser primäres Ziel war es, auf dieser Messe neue Kunden zu generieren und dies ist uns auch mit einem Anteil von ca. 80% neuen Interessenten sehr gut gelungen. Die Beteiligung an der HOGA hat sich auf jeden Fall für uns gelohnt."
Peter Schiller (Kundenberater Fa. Winterhalter)
"Für unsere gewerblichen Spülsysteme war die Nachfrage sehr gut. Die Qualität der Besucher und der hohe Anteil an Entscheidern spricht für die HOGA Nürnberg. Wir hatten auf der Messe auch viele Direktabschlüsse. Von Rezession war nichts zu spüren."
(Quelle: Pressemitteilung der AFAG).

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Einfache Zubereitung von Speisen.

Carsten Hoefer von der Presseagentur dpa kommentiert den von der bayerischen Staatsregierung gestern beschlossenen Vorschlag zur Reform des gesetzlichen Rauchverbots in der bayerischen Gastronomie in seinem Artikel "Rauchverbots-Novelle wirft neue Fragen auf", in: Nürnberger Nachrichten vom 21. Januar 2009, abschließend wie folgt:
"Offene Fragen bleiben. Zwar sieht das neue Gesetz vor, dass in Einraum-Wirtshäusern wieder geraucht werden darf – aber nur unter der Bedingung, dass der Wirt ausschließlich 'kalte oder einfach zubereitete Speisen' serviert. Die exakte Trennlinie zwischen einfachen und anspruchsvollen Speisen jedoch bleibt schleierhaft. Und ob der Schweinsbraten unter die einfachen Speisen fällt, bleibt vorerst ebenfalls im Dunkeln."
Eine Kritik, die sich im Wesentlichen mit meiner deckt: "Reform des Rauchverbots in Bayern".

Ich bin vor diesem Hintergrund einmal der Frage nachgegangen, was denn von mehr oder weniger kompetenten Stellen unter einer "einfachen Zubereitung" von Speisen verstanden wird.

Auf der Website Was-wir-essen.de der aid finden sich als ein Beispiel für Zubereitungsarten und Rezepte, die als einfach bezeichnet werden, wohlgemerkt als einfach für private Haushalte, die Zubereitung in der Mikrowelle Mikrowelle bezeichnet: "Mikrowelle: so einfach - aber auch ungefährlich?".

Das Deutsche Tiefkühlinstitut behauptet nicht uneigennützig, daß die Zubereitung von Speisen aus Tiefkühlkost einfach sei ("Im Süden wird häufiger gekocht als im Norden ", in: Was-wir-essen.de vom 14. Februar 2008):
"Aber auch die Qualität der Produkte und die schnelle einfache Zubereitung haben für Hobbyköche einen hohen Stellenwert. Mehr als die Hälfte der Befragten greift daher auch zu Tiefkühlprodukten wie Gemüse, Kräutern, naturbelassenem Fisch oder Fleisch. Fertigmenus aus der Tiefkühltruhe wie Fischgerichte sind bei den Konsumenten ebenfalls beliebt, während Dosensuppen eher selten auf dem Speiseplan stehen."
In einer Informationsschrift "Speisen in Straußwirtschaften" (PDF) geht die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz der Frage, was "einfach zubereitete Speisen" sind im Zusammenhang mit Straußwirtschaften ein, weil das Gaststättengesetz Straußwirtschaften auf solche Speisen beschränkt. Darin heißt es:
"Was kann unter "einfach zubereiteten Speisen" verstanden werden?

Grundsätzlich könnte es unzählige Erklärungen für diesen Begriff geben, zumal die Interessen und Standpunkte sehr unterschiedlich sein können (Straußwirte – Gäste – Kontrollbehörden – Mitbewerber ......). Anstelle akademischer und juristischer Erläuterungen sollte es im Interesse der Praxis jedoch relativ einfache, nachvollziehbare Abgrenzungskriterien geben.

Straußwirtschaften dienen dem Absatz von eigenerzeugtem Wein in Verbindung mit der Ausgabe einfach zubereiteter Speisen. Sie bieten den Gästen Einkehrmöglichkeiten beim Winzer, die sich von herkömmlichen Gastronomieangeboten unterscheiden sollen.

Erläuterungen zur Speisenabgabe in Straußwirtschaften:
  • Ein räumlich-funktionaler Zusammenhang zwischen der Abgabe der Weine und der Speisenbereitung muss bestehen; diese müssen sich auf dem Betrieb des Winzers befinden. Eine Belieferung von Speisen durch Dritte (z.B. Partyservice, Metzgerei, Gastronom) im Rahmen einer Straußwirtschaft ist auszuschließen.
  • "Einfach zubereitet" könnte sich auf die Einfachheit der Zubereitung beziehen (z.B. industriell hergestelltes Fertiggericht wird nur noch erwärmt). Es dürfte klar sein, dass dieses Verständnis für 'einfach zubereitete Speisen' im Zusammenhang mit Straußwirtschaften vom Gesetzgeber nicht gemeint und damit nicht gewollt ist.
  • Typischerweise verbindet man mit dem Genuss von Wein kleinere, zum Wein passende Gerichte, die schnell zubereitet bzw. gut vorbereitet werden können udd die einen regionalen oder saisonalen Bezug haben. Das Kriterium "warm" oder "kalt" sollte nicht vorrangig gelten (geeignete warme Gerichte sind z.B. Zwiebelkuchen, Flammkuchen, Backeskartoffeln, Gemüse- und Kartoffelaufläufe, Winzersteak).
  • Bestimmte Beilagen gelten zweifelsohne als traditionelle Beilagen der Winzerküche, z.B. Kartoffeln, Bratkartoffeln, Krautsalat oder Brot. Nicht dazu gehören Beilagen, wie Reis, Nudeln oder Pommes). Ebenfalls für die Winzerküche untypisch sind Salate und Aufläufe mit nicht regionaltypischen Bestandteilen, wie Shrimps, Thunfisch oder Lachs)"
Erkennbar wird, daß die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz als Teil der Lobby wein- und landwirtschaftlicher Betriebe eine klare Definition des Begriffs "einfach zubereitete Speisen" vermeidet. Die danach erlaubte Liste der Speisen ist so umfangreich, daß man eine Weile nachdenken müßte, um Speisen zu finden, die als nicht einfach zuzubereiten anzusehen sind. Zumal bei Gaststätten eine Beschränkung auf selbst zubereitete Speisen, auf Zutaten, die selbst angebaut werden und auf regionaltypische Rezepturen nicht zulässig ist.

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