Gastgewerbe Gedankensplitter



Samstag, Februar 28, 2009

Forsthaus Heilig-Kreuz im Binger Wald.

Für den Anschrieb von Speisen findet sich immer ein Plätzchen und sei es auf einem hölzernen Fensterladen. Entdeckt am "Forsthaus Heilig-Kreuz" im Binger Wald.

An der Speisekarte habe ich einiges zu loben, aber auch zu bemängeln. Gelungen ist die Auswahl an regionalen Weinen, auch wenn mir bei einigen die Angabe des Winzers fehlt. Auch eine Auswahl an Obstweinen paßt wohl zum Konzept und den vielen weiblichen und älteren Spaziergängern.

Thematisch passen nicht alle angebotenen Speisen zur Region und zum thematischen Konzept. Aber zugegeben: Gastronomen wissen meist besser, was ihre Gäste verlangen als ein vorbeilaufender Besserwisser. Ich bin bei meinem Waldspaziergang leider zu einer Zeit eingekehrt, als es Kaffee und Kuchen gab (der Käsekuchen war lecker). Bei nächster Gelegenheit muß ich auch mal ein Wildgericht probieren. Vielleicht gibt es dann schon mehr regionale Spezialitäten und Wildgerichte.

Die Waldgaststätte Heilig-Kreuz im Binger Wald liegt am Schinderhannes-IVV-Hunsrück-Rundweitwanderweg.

Mehr über Bingen am Rhein und sein Umgebung.

Anno 1909: Das Gasthaus Zellertal feiert den hundertsten Geburtstag.

Wie feiert man als Gaststätte sein hunderjähriges Jubiläum? Das Gasthaus Zellertal im fränkischen Zell hat sich etwas einfallen lassen. Die Wirtsfamilie Beck, die dieses Gasthaus vor den Toren Schweinfurts bereits in der vierten Generation bewirtschaftet, bietet ihren Gästen:
  • eine Postkarte mit Bezug zum Jubiläum: "Postkarte 2009", in: Gasthaus Zellertal Blog vom 28. Februar 2009.
  • spezielle Gerichte von anno dazumal ("Jahrzehntessen") wie z.B. Linsengemüse mit Mehlklößen und heißer Wurst, Heiße Knoblauchwurst mit Erbsenbrei und Sauerkraut (1909), Zwei Stück Brathering mit Zwiebelringen und Pellkartoffeln (1919) sowie Sudfrisches Knöchle mit Erdkohlrabi und Salzkartoffeln (1929).
Aber auch die alltägliche Speisekarte ist stimmig. Auswärtige irritieren vielleicht die angegebenen Matjesfilets. Aber in fränkischen Wirtshäusern gab es früher und gibt es noch heue, vor allem in den Monaten, in denen keine heimischen Karpfen und Forellen verfügbar sind, Meeresfische angeboten. Matjesheringe waren früher der Fisch für arme Leute, heute ist es mehr eine Delikatesse.

Ganz schön clever: Die Familie Beck hat sich auch die Domains schweinfurter-schlachtschuessel.de und schlachtschüssel.de reservieren lassen und promoted darüber ihr Angebot einer traditionellen fränkischen Schlachtschüssel für Gruppen ab 40 Personen.

Bilder finden Sie unter picasaweb.google.com/gasthaus.zellertal.

Labels: ,


BeerWars.

In den USA sind die ideologischen Unterschiede zwischen den Fernsehbrauereien und den kleinen und mittleren Gasthausbrauereien ("micro breweries") weniger verwischt wie in Deutschland, wo sich etwa auf der Website Bierland Oberfranken und in anderen Branchenverbänden große und kleine Brauereien tummeln und den Wettbewerb um die bessere Qualität darüber vergessen.

So wundert es mich nicht, daß in den USA ein Dokumentarfilm mit dem Titel "BeerWars" gedreht worden ist, der am 16. April in 450 Kinos startet. Er schildert den Krieg von David gegen Goliath, der kleinen Brauer gegen die im Vergleich zu Deutschland noch größeren Brauereikonzern. Die Davids sindLesen Sie mehr darüber und schauen Sie sich den Trailer an: "Bierkrieg kommt ins Kino" von Bierpapst Conrad Seidl.

Auf dem Online-Foto-Portal finden Sie Fotos zum Film, z.B. von den Drehaufnahmen.

Der Twitter-Account von Beerwars: @beerwars.

Labels: ,


Veroeffentlichung von Fotos von Veranstaltungsbesuchern kann rechtswidrig sein.

Nicht wenige Gastronomen, inbesondere von Diskotheken, der Event- und der Szenegastronomie, veröffentlichen Fotos ihrer Gäste. Auch einige Portale bzw. Dienstleister gibt es, die Fotografen los schicken, um Besucher von Veranstaltungen zu fotografieren. Dahinter steckt die Überlegung, daß Menschen gerne Fotos von sich selbst, ihren Freunden, aber auch Dritten anschauen. Solche Fotos machen Veranstaltungsorte und Events "menschlich", sie zeigen mehr oder weniger attraktive Menschen in mehr oder weniger guter Laune und motiveren, selbst solche Events und gastronomischen Betriebe zu besuchen. Auf gastronomischen Websites wird dies meist in Form von Gästefotos realisiert. Ganze Serien von Fotos von Gästen bei Veranstaltungen werden online gestellt, auf denen man sich selbst und Freunde und Bekannte wieder erkennen kann. Ein Beispiel für eine Gaststätte, die diese Möglichkeit von "Party-Pics" (Party-Bildern) extensiv nutzt, ist das "Calimeros" in Bamberg, wobei der Exhibitionismus der Gäste und die Partykonzepte wie "Coyote Ugly" sicherlich die Attraktivität der Fotos fördert, zumindest wenn man auf junge Körper in nassen T-Shirts steht. Häufig werden solche Foto-Verzeichnisse aber auch von Dritten regional und gaststättenübergreifend realisiert, etwa in München von den Nachtagenten, in Hamburg von Hamburg-Tonight.de oder bundesweit von "Kwick".

In seinem Beitrag "Nachtschwärmer sind keine Foto-Objekte" verweist Rechtsanwalt Udo Vetter auf ein neues Urteil des Amtsgerichts Ingolstadt (online gestellt von der Kanzlei Finkenzeller). Ein Besucher einer Münchner Diskothek, der sich an prominenter Stelle auf einer Nachtschwärmer-Seite im Internet fand, hat per einstweiliger Verfügung durchgesetzt, daß diese Bilder veröffentlicht werden.

Rechtlicher Hintergrund ist ds sogenannte "Recht am eigenen Bild". Dieses Recht ist in den Paragraphen 22 bis 24 des KunstUrhG geregelt. Paragraph 22 verlangt grundsätzlich die Einwilligung des Abgebildeten. Die Ausnahmen stehen in den Paragraphen 24 (Ausnahmen für Behörden) und im Paragraph 23:
"Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden: 1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte; 2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen; 3. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben; 4. Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient. Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird."
Im Fall einer Aufnahme des Innenraums einer Gaststätte wäre die Frage zu entscheiden, ob die abgebildeten Personen nur "Beiwerk" sind oder mehr. Mehr darüber: "Fotorecht Teil 12: Beiwerk, Versammlungen und höhere Zwecke der Kunst", in: Law-Blog vom 6. Februar 2006.

Falls nicht Innenräume fotografiert werden, sondern Personengruppen, ist zu prüfen, ob es sich um eine Versammlung, einen Aufzug oder einen "ähnlicher Vorgang" handelt, an denen die dargestellte Person teilgenommen hat.

Auf der sicheren Seite als Veranstalter ist man, wenn man:
  • den Zutritt zur Veranstaltung an die Bedingung koppelt, daß die teilnehmenden Personen einer Veröffentlichung zustimmen. So wurde dies z.B. gehandhabt beim Tourismuscamp Eichstätt 2009. Fraglich ist, ob ein entsprechender Passus in einer Hausordnung des Veranstalters ausreicht (ich meine eher nicht, da sich ein Besucher darauf berufen könnte, daß er mit einem solchen Passus in einer mehr oder weniger umfangreichen Hausordnung nicht rechnen muß).
  • jeden einzelnen Besucher, der einzeln oder in einer kleinen Gruppe fotografiert wird, vor oder nach dem Fotografieren, um seine Zustimmung bittet. Die Schriftform ist dafür zwar nicht vorgeschrieben, aber zu Beweiszwecken sinnvoll.

Labels:


Qype Gutscheine.

Seit dem 16. Januar 2009 können Inhaber von Geschäften, Restaurants, Hotels, Werkstätten oder anderen Dienstleistungen Gutscheine anbieten, sobald sie ihren Platz bei Qype registriert haben: "Neues ausprobieren mit Qype Gutscheinen!", in: Qype Blog vom 19. Januar 2009. Diese Möglichkeit haben bereits einige Kollegen genutzt. Typische Gutscheinangebote bieten etwa 5 Euro Nachlass auf ein Hauptgericht oder zwei Hauptspeisen zum Preis von einer.

Zwei Anmerkungen dazu:
  • Ich habe bereits früher einmal über "Coupons bei Qype" berichtet. Damals ging es aber um ein inzwischen wegen Erfolglosigkeit eingestelltes Programm, bei dem Nutzer von Qype, wenn sie ausreichend Punkte erworben hatten, diese gegen Restaurant-Gutscheine (sogenannte "Kennenlerngutscheine" eintauschen konnten.
  • Wie in meinem Beitrag "Coupons" ausgeführt, bin ich gegenüber Gutscheinbücher und andere Formen von Rabattgutscheinen kritisch eingestellt. Ob sich eine Teilnahme für die Gastronomie etwa an Scheckheften, mit denen der zweite Gast mehr oder weniger umsonst speist, lohnt, hängt vom Preisniveau und dem Alter des Restaurants im Objekt-Lebenszyklus ab.
Bei den neuen Coupons von Qype sieht die Chose insoweit anders aus, da Qype zur Zeit noch (vor allem außerhalb Hamburgs) nicht von den Massen, sondern von einer mehr oder weniger kleinen Gruppe teilweise sehr engagierter User genutzt wird. Es ist also, wenn man den Wert des Gutscheins vernünftig bemißt, nicht damit zu rechnen, daß abends nur noch Gäste den Gastraum füllen, die Qype-Gutscheine einlösen wollen. Ich habe das frühere Angebot der "Kennenlerngutscheine" genutzt und ein ganzes Tagesgericht ausgelobt. Dieses Angebot wurde nur zweimal in mehreren Monaten genutzt.

Die noch recht kleine Zielgruppe der Nutzer von Qype ist weniger unter dem Aspekt interessant, daß man damit Gaststätten füllen kann. Es handelt sich um kritische Gäste, die gerne auch ihre Bewertungen bei Qype online stellen. Gastgewerbliche Betriebe, die keine Angst vor Bewertungen haben und haben müssen, können darauf spekulieren, daß sie die Anzahl ihrer Bewertungen bei Qype erhöhen. Und was ist nützlicher als ein Feedback von Gästen, das es erlaubt, den Service weiter zu verbessern?

Sie sollten den Inhalt ihres Gutscheins so konstruieren, daß sie das Augenmerk dieser kritischen Geister auf die Angebote lenken, die sie gerne beurteilt sehen. Außerdem sollten sie die Gültigkeit des Gutscheins zeitlich begrenzen. Dann können sie, wenn sie ihr Gutscheinangebot bei Qype stoppen, absehen, bis wann die ausgegebenen Gutscheine ihre Gültigkeit verlieren.

Überlegen sollten Sie sich auch eine zeitliche Begrenzung der Einlösemöglichkeit in bezug auf Wochentage und Tageszeiten. Unter dem Aspekt besserer Betriebsauslastung spricht alles dafür, die Gültigkeit auf solche Zeiten zu begrenzen, in denen weniger los ist. Andererseits kommt ihr Betrieb, wenn er voll ist, bei einem Bewerter vielleicht besser an, weil ein voller Laden den Eindruck vermittelt, daß er auch anderen Gästen gut gefällt.

Jetzt muß ich mir nur noch überlegen, welchen Gutscheininhalt ich für mein Café Abseits zum dazu gehörigen Qype-Profil einstelle.

Labels: , ,


Firmennachfolger haften nicht für Ansprueche wegen Sozialversicherungsbeitraegen des frueheren Firmeninhabers.

In meinem Beitrag "Probleme aus der Übernahme einer Gaststätte" führe ich aus, daß ein neue Betreiber für steuerliche Betriebsschulden wie insbesondere die Umsatzsteuer des Vorgängers haftet, wenn er an diesem einen Abstand für den Betrieb bezahlt hat. Diese steuerliche Haftung nach § 75 der Abgabenordnung setzt allerdings voraus, dass der Betrieb erworben wird, beispielsweise der "good will". Eine Haftung für steuerliche Verbindlichkeiten tritt jedoch nicht ein, wenn er lediglich einzelne Inventargegenstände übernimmt. Die Haftung ist allerdings nicht höher als der Kaufpreis, den er für den Betrieb bezahlt. Das kann jedoch dazu führen, dass er den Kaufpreis doppelt bezahlen muss, einmal an den Vorgänger und einmal an das Finanzamt. Um sich davor zu schützen, sollte man sich von dem örtlich zuständigen Finanzamt bescheinigen lassen, daß keine Steuern mehr geschuldet werden.

Rechtlich nicht geklärt ist hingegen die Frage, ob ein Firmennachfolger für Verbindlichkeiten gegenüber den Trägern der gesetzlichen Sozialversicherung übergehen. Diese Frage taucht z.B. auf, wenn bei den regelmäßig etwa alle drei Jahre stattfindenden Kontrollen des Außendienstes der gesetzlichen Rentenversicherung auch Jahre geprüft werden, in denen der Vorgänger noch verantwortlich gewesen ist und Nachforderungen geltend gemacht werden. Eine gesetzliche Regelung dieses Falles gibt es nicht, was aber die gesetzlichen Sozialversicherungen in der Vergangenheit nicht daran gehindert hat, solche Nachforderungen gegenüber dem Firmennachfolger geltend zu machen.

Das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz hat in seinem noch nichts rechtskräftigen Urteil Urteil L 4 R 366/07 vom 13.08.2008 (die Revision wurde zugelassen) entschieden, daß der Rechtsnachfolger nicht für solche Versäumnisse seines Vorgängers gerade zu stehen hat. Ich dokumentiere die Pressemitteilung des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz zu seinem Urteil Urteil vom 13.08.2008 - L 4 R 366/07:
"Firmennachfolger haften nicht für Ansprüche wegen Sozialversicherungsbeiträgen des früheren Firmeninhabers

Ein Firmenübernehmer haftet nicht für Ansprüche wegen der Nachforderung von Beiträgen zur gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung gegenüber dem Rechtsvorgänger der übernommenen Firma.

Das Landessozialgericht hatte in einem Fall zu entscheiden, in dem ein Einzelhandelsgeschäft im Jahre 2002 übernommen worden war. Mit der Gewerbeneuanmeldung wurden eine neue Betriebsnummer und durch die zuständige AOK eine neue Arbeitgeberkontonummer vergeben. Bei einer Betriebsprüfung Ende 2003 ergab sich, dass noch Sozialversicherungsbeiträge für die Jahre 1999 und 2000 offen waren. Diese Nachforderung wurde gegenüber dem Firmenübernehmer geltend gemacht. Die hiergegen vor dem Sozialgericht Koblenz erhobene Klage hatte keinen Erfolg.

Das Landessozialgericht hat die Entscheidung des Sozialgerichts und die angefochtenen Bescheide aufgehoben. Es gibt keine gesetzliche Grundlage gegenüber dem Firmennachfolger, wonach dieser für zu niedrig oder nicht entrichtete Sozialversicherungsbeiträge des früheren Firmeninhabers haftet. Rechtsgrundlage ist insbesondere nicht § 25 des Handelsgesetzbuches (HGB), der nur für Geschäftsverbindlichkeiten gilt, also für Verbindlichkeiten, die mit dem Betrieb des Geschäfts in innerem Zusammenhang stehen. Anders als für Steuern und Abgaben, die nach einer ausdrücklichen Regelung in der Abgabenordnung zu den Geschäftsverbindlichkeiten nach § 25 HGB zählen, gibt es keine entsprechende Regelung zum Forderungsübergang für öffentlich-rechtliche Beiträge zur Sozialversicherung. Der Versicherungsträger kann seine Ansprüche nur gegenüber dem früheren Firmeninhaber geltend machen. Die Revision gegen die Entscheidung ist vom Landessozialgericht zugelassen (Urteil vom 13.08.2008 - L 4 R 366/07)."

Labels: ,


Freitag, Februar 27, 2009

Forsthaus Jaegerhaus im Binger Wald.

Die bodenständige, leidenschaftliche Köchin Sonja Gemmel hat sich mit der der Übernahme der Waldgaststätte "Forsthaus Jägerhaus" im Binger Wald im letzten Sommer einen Traum erfüllt. Für die neue Gestaltung der traditionsreichen Gaststätte ist ihr Mann Heiko verantwortlich. Der gelernte Schreiner hat einen Platz geschaffen, an dem man sich gerne niederlässt.

Mehr über Bingen am Rhein und sein Umgebung.

Relaunch von beLocal.

beLocal relauncht zum Beginn der Internationalen Tourismusmesse Berlin (ITB) am 11. März 2009 sein Portal. Man schreibt mir dazu:
"Ein wesentliches Merkmal ist die verbesserte Präsentation aller Destinationen. Unsere Leser sollen Freude am Entdecken schöner Reiseziele haben und mit Hilfe komfortabler Funktionen eine Reise planen und organisieren können.

Damit dies möglich wird, werden wir Ihnen im Administrationsbereich von beLocal.de neue Funktionen zur Verfügung stellen. Neben der Mehrsprachigkeit ist auch die Möglichkeit eigene Videobeiträge zu integrieren eine der Neuerungen."
Als kleines "ITB-Schmankerl" verlost beLocal eine professionell produziertes Videoportrait über eine Destination. Dieses Video wird von ihrem Partner Sightseeker Medien produziert und hat einen Wert von über 1.200 Euro. Weitere Informationen finden Sie bald auf www.beLocal.de und natürlich vor Ort am Stand von beLocal in Halle 25/122.

Ich habe Ihnen dieses Bamberger Unternehmen beLocal bereits 2003 vorgestellt: "Gastronomen können sich kostenlos bei beLocal eintragen".

Labels:


Biofach 2009: Fachpresse-Lunch.

Die NürnbergMesse erfreut auf der Biofach Fachjournalisten und -blogger mit einem Fachpresselunch. Integrierter Teil ist die Verleihung des Preise "Renner des Jahres" für neue Produkte, die im Naturkostfachhandel in vielen Geschäften gelistet sind.
Zu Ehren von Biofach India wurden die Tische beim Fachpresse-Lunch der Biofach 2009 am 20. Februar 2009 vom Catering-Service vom Catering-Service Lehrieder indisch dekoriert.
Zudem gab es ein indisches Buffet. Das folgende Bild zeigt einen kleinen Teil der Vorspeisenkomponenten dieses Buffets:
Mehr Fotos vom Fachpresselunch und der integrierten Verleihung der Preise "Renner des Jahres" von der NürnbergMesse.

Labels: ,


Das schmutzigste Hotel der USA.

Das Hotel Carter in New York, sehr entral gelegen zwischen Port Authority, einem Rotlichviertel, und dem Theater-Distrikt Times Square, wurde von den Nutzern des Bewertungsportals TripAdvisor als schmutzigsten Hotel der USA "ausgezeichnet": "Dirtiest Hotels - United States". in: TrivAdvisor vom 27. Februar 2009 (via "Eine Liste in die keiner rein will: Die schmutzigsten Hotels der Welt" von Bernd Röthlingshofer vom 27. Februar 2009). Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ein solcher Titel zu mehr oder zu weniger Besuchern führt. Getreu dem Motto: Besser eine schlechte Nachricht als keine Nachricht.

Eine der schlechten Bewertungen dieses Hotels führt aus:
"I stayed at Hotel Carter for a week, and it is without doubt the worst stay in my life. I have travelled all over the world on business and pleasure, and have just not seen anything like this.

The room was so dirty that the Health Board should have closed it down years ago, the bed sheets was fairly clean, and thats about all. The windows towards the street was broken, the bath curtain was rotten.... seemed like a bad movie where only the police marks on the floor was missing.

Service was not existing at all - but the location was fantastic."
Was will man mehr für 100 bis 150 US-Dollar die Nacht? Auf Flickr finden sich auch einige Fotos, die die besondere Qualität dieses Hotels zum Gegenstand haben. Darunter ist auch ein witziges Foto (das Hotel dürfte dies anders sehen), zu dem der Fotograf Mike Barish anmerkt:
"On February 9, 2009, I visited the Hotel Carter and conducted my own investigation to see just how dirty it actually is."
Mehr darüber aus dem Munde des Fotografen: "UPDATE: Inside the Dirtiest Hotel in the United States".

In Deutschland listet TripAdvisor in der Kategorie "Schmutzigste Hotels" - anders als für andere Länder - nur drei Hotels.

Labels: ,


Tweetcontest: Preisausschreiben per Twitter.

Tweetcontest.me ist ein Service, der es erlaubt, per Twitter Wettbewerbe oder Preisausschreiben zu veranstalten. Die Teilnehmer an den Preisauschreiben müssen dem Twitter-Account von Tweetcontest (@TweetContest) folgen. Meines Wissens gibt es noch keinen entsprechenden, deutschsprachigen Service.

Gestern hat die Luxus-Hotelkette Fairmont Resort Hotels einen dreitägigen Aufenthalt in einem Fairmont's Resort ausgeschrieben: "February 26th - Fairmont Hotels (3-night stay)".

Um die Frage beantworten zu können, muß man auf der Website der Hotelkette und in den Beiträgen ihres Twitter-Account recherchieren. Außerdem gelten folgende Regeln:
"Prize is valid for one-year from date of issue, is non-transferable and cannot be reimbursed for currency. Reservations are subject to availability and blackout dates or restrictions may apply. Fairmont Hotels & Resorts and the hotel reserve the right to substitute alternative prize inclusions based on seasonality and availability. All food & beverage, levies and taxes, any inclusions or activities not specifically described on the certificate and/or any other incidental charges or gratuities are not included in this prize will be at the expense of the recipient, to be paid upon departure."

Labels: , ,


Webciety auf der CEBIT.

Während in den Reihen der Veranstalter und Teilnehmer von Barcamps darüber diskutiert wird, inwieweit sie Elemente konventioneller Konferenzen aufgreifen sollen, wie etwa
  • Key-Note-Speaker (also Referenten, die sich verbindlich vorbereiten und vorab angekündigt werden, evtl. auch aufgrund ihrer Bekanntheit das Interesse anderer schüren teilzunehmen)
  • Anmeldegebühren, um die Verbindlichkeit einer Teilnahme zu erhöhen und die Wahrscheinlichkeit zu verringern, daß Teilnehmer kurzfristig absagen), und
  • Rahmenprogramme, um Begleitpersonen, die sich nicht für das Barcamp-Programm interessieren, Anreize zu bieten, mitzukommen, oder als Angebote für Teilnehmer, die Anwesenheit in der Destination vor oder nach dem Barcamp zu verlängern
greifen konventionelle Messen Elemente von Barcamps auf, insbesondere die Möglichkeit für Teilnehmer, mit eigenen Veranstaltungen das Messeprogramm mit zu gestalten. Den Anfang macht die CEBIT vom 3. bis 8. März in Hannover. Es bleibt abzuwarten, ob auch Branchen-Messen für das Gastgewerbe solche Ansätze aufgreifen werden. Der Fachkongreß der Biofach geht in die selbe Richtung.

Auf der Website der Messe CEBIT in Hannover heißt es:
"In der Webciety Area gibt es ein hochklassiges Bühnenprogramm - und einige ganz neue Formate. Denn das Internet hat auch die Art der Veranstaltungen verändert: die offenen Strukturen der Bar Camps, die belebende Schnelligkeit von Pecha Kucha-Vorträgen und die inspirierende Vielfältigkeit von Konferenzen wie South by Southwest haben deutliche Spuren hinterlassen."
Das Programm der Webciety Area.

Wegen des Charakters der CEBIT sind für das Gastgewerbe aus dem umfangreichen Programm von Einzelveranstaltungen der Webciety nur wenige thematisch interessant, meines Erachtens:

Labels: ,


Donnerstag, Februar 26, 2009

Kuendigungsschutz, wenn man jahrelang im selben Hotel wohnt?

Dr. Klaus Lützenkirchen widmet sich der hypothetischen, dennoch für Juristen wohl interessanten Frage, ob denn Udo Lindenberg, der seit vielen Jahren im Hamburger Hotel Atlantic "wohnt", dort Kündigungsschutz genießt: "Kündigungsschutz für Udo Lindenberg", in: beck-blog DIE EXPERTEN vom 26. Februar 2009.

Labels:


Qype-Design relauncht.

Das Bewertungsportal Qype hat sein Design relauncht.

Man kann zudem weitere Angaben zum eigenen Geschäft machen:
  • Kreditkarte
  • Welche Alkoholika angeboten werden.
  • Sitzplätze im Freien
  • Parkmöglichkeiten
  • Rollstuhlgerecht
  • Garderobe
  • Happy Hour
  • Musik
  • Rauchen
  • Kleidung
  • TV
  • Geschlossene Gesellschaften
  • Klimaanlage
  • Englischsprachig.
Das Ergebnis sieht man z.B. für mein "Café Abseits", wenn man dem Link "Mehr über diesen Platz" folgt: Café Abseits auf Qype.

Labels:


twitchhiker - eine journalistische Reise mit Hilfe von Twitter: Teil II.

Dummerweise nutzt - so sieht es aus - kein Hotel in Deutschland, der Schweiz oder Österreich die Chance einer vergleichsweise günstigen PR-Aktion und spendiert Paul Smith, einem Reporter der angesehenen britischen Tageszeitung "Guardian", die Reise zum Standort des Hotels und eine oder mehrere Übernachtungen.

Voraussichtlich nutzt er am 1. März ein Angebot, von London nach Amsterdam zu fliegen. Wenn ich Marketingverantwortlicher eines Hotels wäre, würde ich Paul Smith einen Flug oder eine ICE-Fahrt spendieren (vielleicht findet man sogar jemand bei der Bahn, der mitspielt) oder gar Paul Smith mit dem eigenen Auto in Amsterdam abholen. So gewinnt man Zeit, sich selbst, sein Hotel und die Destination schmackhaft zu machen. Diese Chance könnte auch eine Destination ergreifen und sich am Standort ein Hotel suchen, das mitspielt. Paul Smith hat auf seinem Twitter-Account @twitchhiker bereits vor Beginn der Reise über 4.500 Abonnenten, die seine Tweets lesen. Kostengünstiger kann man sein Hotel oder seine Destination nicht bewerben.

Mehr darüber: "twitchhiker - eine journalistische Reise mit Hilfe von Twitterspan.

Labels: , , , ,


Das Restaurant "Elements" in Erlangen zwitschert.

Das Erlanger Restaurant "Elements" hat heute mit dem Twittern angefangen: @ELEMENTS_ER.

Labels:


Reform des Rauchverbots in Berlin soll am 1. Mai 2009 in Kraft treten.

Der Berliner "Tagesspiegel" veröffentlicht heute Einzelheiten der geplanten, neuen Berliner Regelung des Rauchverbots in der Gastronomie: "In der Eckkneipe darf weiter geraucht werden", in: Tagesspiegel vom 26. Februar 2009. Der Entwuf für das überarbeitete Nichtraucherschutzgesetz, mit dem das bisherige, verfassungswidrige Gesetz reformiert werden soll, soll demnach zum 1. Mai 2009 in Kraft treten (der 1. April wäre ein passenderes Datum).

Ausgenommen vom gestzlichen Rauchverbot davon sind demnach in der Gastronomie Betriebe, die vier folgenden Kriterienn erfüllen:
  • Sie verfügt nicht über einen abgetrennten Nebenraum.
  • Sie verfügen über eine Grundfläche des Gastraumes von maximal 75 Quadratmetern.
  • In der Gaststätte oder Vereinsgaststätte werden keine vor Ort zubereiteten Speisen verabreicht.
  • Der Zutritt zu der Gaststätte oder Vereinsgaststätte wird Personen mit nicht vollendetem 18. Lebensjahr verwehrt.
Ich kann mir die Anmerkung nicht verkneifen, daß diese Ausnahmeregelung gleich mehrere Begriffe enthält, denen es an einer klaren Definition mangelt:Dauerhaft ausgenommen vom Rauchverbot werden auch "Shisha-Lokale", das sind Gaststätten, in denen Wasserpfeifen angeboten werden, wenn weder alkoholische Getränke angeboten werden, nur Erwachsenen der Zutritt erlaubt ist und dies nach außen hin dokumentiert wird. Die Befreiung der Sisha-Bars ist eine alte Forderung nicht nur von mir: "Rauchverbot in Sisha-Bars".

Auch diese Befreiung von Sisha-Bars fordert zur Umgehung aus. So könnten gastronomische Betriebe mit einem Nebenraum auf die naheliegende Idee kommen, den Nebenraum abzutrennen und darin eine "Sisha-Bar" zu etablieren (eine Wasserpfeife kann man für wenig Geld beschaffen und sie dort anbieten, auch wenn keine Nachfrage dafür existiert). Die Gäste könnten sich dann alkoholische Getränke im Hauptraum selbst holen, der, wenn er weniger als 75 Quadratmeter groß ist, auch vom Rauchverbot befreit ist. In Sisha-Bars ist es nicht nur erlaubt, Wasserpfeifen zu rauchen, sondern man kann dort auch Zigaretten, Zigarren oder Pfeife rauchen.

Labels: ,


Mittwoch, Februar 25, 2009

Weltpremiere in Hamburg: weltweit erster Studiengang fuer Coffeemanagement.

Die Hamburger Northern Business School (NBS) hat zum Wintersemester 2008 den weltweit einzigartigen Hochschulstudiengang Coffeemanagement gestartet.

Das berufsbegleitende Studium führt in sieben Semestern zu einem staatlich anerkannten Bachelorabschluss. Grund für das Ausbildungsangebot ist die starke Nachfrage aus der Wirtschaft. Denn Personal mit speziellem Wissen in der Kaffeewirtschaft ist auf dem Arbeitsmarkt schwer zu finden. Die Geschäftsaussichten der Branche sind gut. In den vergangenen zehn Jahren legte die Weltnachfrage um 22 Prozent auf 125 Millionen Säcke zu. Damit ist Kaffee hinter Erdöl das zweitwichtigste Handelsgut. In der deutschen Kaffeewirtschaft werden jährlich rund 4,3 Milliarden Euro umgesetzt. Dabei ist der Hamburger Hafen weltweit Umschlagplatz Nummer eins für Rohkaffee.
"Die Kaffeewirtschaft sucht gut ausgebildete Mitarbeiter"
erklärt NBS-Geschäftsführer Mirko Knappe.
"Unser Studiengang schließt damit eine Qualifizierungslücke."
Aufbauend auf eine betriebswirtschaftliche Grundlage stehen im Studium die kaffeespezifischen Besonderheiten, etwa in Bezug auf Logistik, internationalen Handel und Marketing, im Fokus.

Inhaltlich und personell wird die Northern Business School vom Deutschen Kaffeeverband als Kooperationspartner unterstützt. Die Interessenvertretung der deutschen Kaffeewirtschaft repräsentiert das gesamte Spektrum der Branche - angefangen von Rohkaffee-Importeuren über Lagerhalter bis hin zu Kaffee-Röstern und Coffee-Shops. Die führenden Unternehmen der Branche sind in dem Verband organisiert.
"Viele Kaffeeunternehmen sitzen in der Hamburger Region. Die Jobaussichten für unsere Studenten sind also hervorragend"
sagt Knappe.
"Wie alle unsere Wirtschaftsstudiengänge richtet sich das Coffeemanagement-Studium konsequent an den Anforderungen der Wirtschaft aus und sichert so eine fundierte, praxisbezogene Qualifikation."
Über die Northern Business School: Die NBS Northern Business School ist eine gemeinnützige Bildungsinstitution mit Sitz in Hamburg und bietet wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge in berufsbegleitender Form an. Die NBS versteht ihre Funktion dahingehend, möglichst vielen Mitarbeitern von in Norddeutschland ansässigen Unternehmen ein Studium parallel zum Beruf zu ermöglichen.

Die Präsenzvorlesungen und -seminare finden freitagabends und samstags statt. So stehen die Studierenden wie gewohnt tagsüber ihrem Unternehmen zur Verfügung. Eine ausgeprägte Serviceorientierung hilft einerseits den Berufstätigen den administrativen Zeitbedarf gering zu halten und die Vereinbarkeit von Studium und Beruf zu verbessern. Andererseits machen schlanke, effiziente Strukturen eine fair-price-policy möglich und damit ein berufsbegleitendes Studium für viele Mitarbeiter und Unternehmen erst interessant. Die NBS hat vor allem einen Aspekt im Blick: Das berufliche Weiterkommen ihrer Kunden. Herkömmliche Studienmodelle greifen in der Regel zu kurz, da es Ihnen in erster Linie um das Produkt "Studium" geht. Die NBS hingegen betrachtet das Studium als ein Modul im Kontext der individuellen Lebens- und damit auch Karriereplanung.

(Quelle: Pressemittteilung der NBS).

Labels: ,


FBMA Region Sued Meeting im Hotel Bayern in Tegernsee.

25. Februar 2009. Gastgeber des ersten Meetings der Region Süd war der FBMA Vize-Präsident selbst: Michael Bläser hatte in das Hotel Bayern eingeladen, das sich mit einem neuen Tagungszentrum und einem vergrößerten Spa-Bereich präsentierte. 45 Mitglieder, Fördermitglieder und Gäste begrüßten Regionaldirektor Konrad Pötzel und sein Vize Robert Rogmans am 15. und 16. Februar 2009, darunter auch Siegfried Gallus, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes und langjähriges FBMA Mitglied. Hochrangige Gäste aus der Region waren Landrat Dr. Jakob Kreidl und der für Wirtschaftsförderung im Landkreis Miesbach zuständige Oliver Reitz.

Das Fachprogramm am Montag eröffneten Stephanie Zarges und Burkhard von Freyberg von der "Zarges von Freyberg Consulting" aus München mit ihrem Vortrag "Die Privathotellerie in Zeiten der Finanzkrise". Aus Sicht der Banken schilderte Martin Mihalovits, Leiter des Firmenkreditgeschäftes der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, die Anforderungen an die Hoteliers bei der Kreditvergabe. Die Anwesenheit so vieler Inhaber und Führungskräfte nahm Landrat Dr. Jakob Kreidl zum Anlass, den Stellenwert der Hotellerie für die regionale Wirtschaft herauszustellen. Gleichzeitig betonte der Landrat, dass besonders in schwierigen Zeiten mutige Hoteliers und Unternehmer gebraucht würden. Das Maßnahmenprogramm zur Wirtschaftsförderung in der Tourismusdestination Tegernsee stellte Oliver Reitz vor.

Über den Tellerrand hinaus in Regionen ging der Blick der Teilnehmer am Sonntagabend im Rahmen des Dinners im Barocksaal. Die Regionaldirektion hatte Thomas und Stephanie Curry, Importeure von Weinen aus Südafrika und Portugal und die Initiatoren von den Lebenslinien e.V. eingeladen. Sie präsentierten "Heart & Soul", einen eleganten Shiraz aus Südafrika. 50 Cent aus dem Erlös jeder verkauften Flasche kommen dem Verein Lebenslinien e.V. zugute. Ausgelöst durch viele Aufenthalte in Südafrika und das Erleben der sozialen Probleme gründeten Stefanie und Thomas Curry den gemeinnützigen Verein, der mittlerweile die gesunde Ernährung von 600 südafrikanischen Schulkindern täglich sicherstellt.

Die FBMA ist der Fachverband für Führungskräfte aus der Hotellerie und Gastronomie. Die FBMA bietet ihren Mitgliedern Erfahrungsaustausch, Weiterbildung sowie Aufbau und Pflege von Kontakten in Kreisen von Kollegen und zur Industrie.

(Quelle: Pressemitteilung der FBMA).

Labels:


Verdachtskuendigung bei dringendem Verdacht auf Mitarbeiterdiebstahl.

Das Landesarbeitsgericht Berlin hat in einem Urteil, das eigentlich keine besondere Aufmerksamkeit verdient, weil es die bisherige Rechtsprechung bestätigt, die fristlose Kündigung einer Mitarbeiterin, die mit Kassieraufgaben betraut gewesen ist und zwei geldwerte Leergutbons aus dem Kassenbüro entnommen und für sich eingelöst hat, bestätigt.

Weil dieser Fall aufgrund einer PR-Kampagne von Ver.di in der Presse eine große Welle verursacht hat, dokumentiere ich die Pressemitteilung 07/09 des Landesarbeitsgerichts Berlin vom 24. Februar 2009 zu diesem Urteil:
"Landesarbeitsgericht: Kündigung der Kassiererin wegen Verwendung von Leergutbons zum eigenen Vorteil war rechtens

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat heute das Urteil im Kündigungsrechtsstreit einer vom Arbeitgeber fristlos gekündigten Kassiererin verkündet und die Kündigung, wie schon das Arbeitsgericht in erster Instanz, auch in zweiter Instanz als rechtmäßig bezeichnet.

Die seit 1977 als Kassiererin beschäftigte Klägerin habe 2 ihr nicht gehörende Leergutbons im Werte von 0,48 und 0,82 Cents unrechtmäßig aus dem Kassenbüro entnommen und für sich selbst eingelöst. Dies stehe zur Überzeugung des Berufungsgerichts anhand der von der Klägerin selbst eingeräumten Umstände, anhand der weiteren unstreitigen Umstände wie des Kassenjournals und anhand der Zeugenaussagen fest. Die die Klägerin belastenden Zeugenaussagen hat das Gericht als glaubhaft eingestuft.

Dieses Verhalten der Klägerin stellte auch nach Auffassung des Berufungsgerichts einen wichtigen Grund im Sinne des § 626 Abs. 1 BGB dar, der es für den Arbeitgeber als unzumutbar erscheinen ließ, die Klägerin auch nur bis zum Ablauf der Kündigungsfrist weiterzubeschäftigen.

Das Gericht hat dabei zunächst die Voraussetzungen einer 'Verdachtskündigung' als erfüllt angesehen. Soweit die Klägerin gegen das in der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts völlig unangefochtene Institut der Verdachtskündigung Bedenken erhoben hatte, hat es solche als nicht gerechtfertigt angesehen. Anders als von der Klägerin - und in Teilen der Öffentlichkeit - dargestellt, genüge für eine Verdachtskündigung nicht ein 'bloßer' Verdacht auf eine Straftat. Voraussetzung sei vielmehr das Vorliegen eines 'dringenden' Verdachts einer Straftat, der sich auf objektive Tatsachen, nicht aber auf bloße Unterstellungen des Arbeitgebers gründen und die Begehung einer Straftat massiv nahe legen müsse. Das Vorliegen solcher dringender Verdachtsmomente (Tatsachen) müsse im Übrigen vom Arbeitge-ber bewiesen werden. Es sei völlig falsch, wenn gelegentlich so getan werde, als müsse der Arbeitnehmer seine 'Unschuld beweisen'. Das oft gebrauchte Argument der 'Unschuldsvermutung' greife hier im Übrigen nicht; es gehe nicht um eine Verurteilung aufgrund des Strafrechts, vielmehr werde das (arbeitsrechtliche) Kündigungsrecht vom 'Prognoseprinzip' beherrscht, das danach frage, ob dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses angesichts dringender Verdachtsmomente für das Vorliegen einer Straftat des Arbeitnehmers noch zumutbar sei oder nicht. Das sei etwas völlig anderes als eine strafgerichtliche Verurteilung wegen eines begangenen Vermögensdeliktes.

Im zu entscheidenden Rechtsstreit sei das Berufungsgericht unter Würdigung aller Umstände dabei unabhängig von der Rechtfertigung der Kündigung bereits als Verdachtskündigung sogar davon ausgegangen, dass hier nicht nur ein 'Verdacht' gegeben sei, sondern dass die Tatbegehung durch die Klägerin zur Überzeugung des Gerichts feststehe.

Bei Begehung von Straftaten durch den Arbeitnehmer sei eine vorherige Abmahnung entbehrlich; der Arbeitnehmer könne nicht davon ausgehen, dass der Arbeitgeber gegen sein Vermögen gerichtete Straftaten auch nur einmalig dulden werde.

Bei der Interessenabwägung sei zwar das Alter der Klägerin und ihre langjährige Beschäftigungszeit zu ihren Gunsten zu berücksichtigen gewesen. Zu ihren Lasten allerdings sei ins Gewicht gefallen, dass sie als Kassiererin unbedingte Zuverlässigkeit und absolute Korrektheit zeigen müsse. Der ihr obliegende Umgang mit Geld, Bons etc. setze absolute Ehrlichkeit voraus, der Arbeitgeber müsse sich bei einer Kassiererin auf diese unabdingbaren Voraussetzungen verlassen können. Insofern könne es auch nicht auf den Wert der entwendeten Ware ankommen, das Eigentum des Arbeitgebers stehe auch nicht für geringe Beträge zur Disposition, und das auch nicht bei längerer Betriebszugehörigkeit. Durch eine entsprechende Tatbegehung einer Kassiererin entstehe ein irreparabler Vertrauensverlust. Das Gericht wies ausdrücklich darauf hin, dass gerade dieser Vertrauensverlust gegenüber der als Kassiererin beschäftigten Klägerin, nicht aber der Wert der Sache (1,30 Euro) maßgeblicher Kündigungsgrund sei.

Der Vertrauensverlust sei im zu entscheidenden Fall noch nachhaltiger gewesen, weil die Klägerin im Rahmen der Befragungen durch den Arbeitgeber immer wieder falsche Angaben gemacht habe, die sie dann, als sie vom Arbeitgeber widerlegt waren, einfach fallengelassen hat. So habe sie beispielsweise ohne Grund und Rechtfertigung eine Kollegin belastet, die nichts mit der Sache zu tun gehabt hatte.

Nach alledem sei die Interessenabwägung zuungunsten der Klägerin ausgefallen; die Kündigung sei gerechtfertigt gewesen.

Der Arbeitgeber habe sich im Einzelfall nicht anders verhalten, als es Einzelhandelsunternehmen bei Vermögensdelikten einer Kassiererin tun, ein Zusammenhang mit der Teilnahme der Klägerin an Streikaktionen sei nicht erkennbar.

Das Landesarbeitsgericht hat die Revision nicht zugelassen, weil die gesetzlichen Voraussetzungen nicht vorgelegen haben.

Az.: 7 Sa 2017/08"
Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag "Mitarbeiterdiebstahl".

Labels:


Mirjam Maier von Wikando auf dem Bloggertreffen der Biofach.

Im Gründertagebuch der Tageszeitung "Financial Times Deutschland" schreibt Katharina Kanski über die Teilname von Mirjam Maier und Peter Kral vom Start-Up Wikando am Bloggertreffen der Biofach: "Neue Kollegen, neue Kontakte". Über das Treffen hat Mirjam Maier auch selbst geschrieben: "Die Blogger der Nachhaltigkeit", in: wikando Blog.

Im wikando Blog stellen die vier Hochschulabsolventen die Geschichte ihrer Gründung seit 2007 dar. Ihr Standort ist das IT-Gründerzentrum Augsburg.

Im Oktober 2008 haben sie den enable2start Gründerwettbewerb der "Financial Times Deutschland" gewonnen gegen rund 700 andere Bewerber. Neben 50.000 Euro Preisgeld werden sie ein Jahr lang Schützling der Financial Times Deutschland. Seit dem 2. November 2008 berichtet die Financial Times Deutschland in Form eines Gründertagesbuchs über Wikando.

Bleibt die Frage, was macht Wikando eigentlich? Wikando will Hilfsprojekte, Privatpersonen und Unternehmen zusammen bringen, um gemeinnützigen Projekte zu helfen, sie mit Zeit-, Sach- und Geldspenden zu verwirklichen (Stichwort: Corporate Social Responsibility).

In Deutschland ist im Vergleich etwa zu den USA (siehe dazu: "Gemeinnuetzige Aktivitaeten der Gastronomie") das Social Sponsoring des Gastgewerbes noch unterentwickelt, wenn man von Lebensmittelspenden an die Tafeln einmal absieht. Siehe dazu etwa: "Kindertafeln". Es gibt dennoch ein paar Beispiele, eins aus Nürnberg: "Spenden statt zahlen".

Labels: , , ,


Seehofer contra Rauchverbot in Eckkneipen.

Viel Beifall erhielt der bayerische Ministerpräsident als CSU-Vorsitzender Horst Seehofer heute beim politischen Aschermittwoch der CSU in der Dreiländerhalle im Messepark Passau, für seine Forderung, wer um 17 Uhr in eine Eckkneipe geht, um sich von seinem beruflichen Stress zu erholen, solle dort auch eine Zigarette rauchen können: "Gysi fordert Verstaatlichung aller großen Banken", in: Die Welt vom 2009 unter Berufung auf dpa.

Ich würde seine Forderung erweitern. Dieses Recht solle auch für Nichtberufstätige gelten, nicht nur um 17 Uhr und nicht nur in Eckkneipen. Und der Gastwirt entscheidet, ob geraucht wird oder nicht, nicht die Arschlöcher in der Politik.

Labels: ,


Lonely Planet Best Travel Blog Awards.

Die Vorauswahl zu den Lonely Planet Best Travel Blog Awards ist abgeschlossen. In den Kategorien
  • Best Destination Blog
  • Best Expat Blog
  • Best Consumer Travel Blog
  • Best Travelogue
  • Best non-english Travel Blog
  • Best Spanish Language Blog
wurden jeweils fünf Blogs zur Endabstimmung berufen. Bis zum 20. März 2009 können sie abstimmen, welche Blogs nach ihrer Meinung die besten sind: "Lonely Planet Best Travel Blog Awards Open for Voting", in: Happy Hotelier vom 25. Februar 2009.

Nur ein deutschsprachiges Blog ist in die Endausscheidung gekommen: TripLip.de in der Kategorie "Best non-english Travel Blog".

Im Blog Spotted by Locals: Berlin in der Kategorie "Best Destination Blog" stellen Berliner in englischer Sprache ihr Berlin auswärtigen Besuchern vor.

Labels: ,


Chancen des Marketings per Twitter pruefen.

Wenn man eher konservativen Unternehmern und Selbständigen Argumente liefern will, eignen sich Zitate und Quellen aus der angesehenen Zeitschrift "Absatzwirtschaft" gut, sie davon zu überzeugen, daß es sich nicht nur um "neumodisches Zeug" handelt. Heute fragt Irmtrud Munkel in der "Absatzwirtschaft": "Müssen Marken 'twittern'?" vom 25. Februar 2009.

Ein Zitat, das ich mir rausgegriffen habe:
"Ob Marketer mit ihren Marken nur am Ufer stehen, kurz vorbeischauen, oder bereits Erfahrungen sammeln, es gilt, die eigenen Chancen zu prüfen."

Labels: ,


Blog Leben ohne Diaet.

Horst Klier ist Autor des Buches "Leben ohne Diät: Schlank mit Genuss durch Bio-Lebensmittel oder Wie manipulierte Nahrung zu Übergewicht führt". In seinem gleichnamigen Blog Leben ohne Diät über Themen wie Ernährung, Gesundheit, Abnehmen, Diät, Bio, Naturkost und Nachhaltigkeit (=LOHAS).

Er hat am Bloggertreffen der Biofach teilgenommen und natürlich auch die Messe Biofach besucht und Bio-Schoklade verkostet: "Bio-Schokolade auf der Biofach".

Labels: , , ,


Falsche Trueffel aus den Anden - aid-Heft "Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse" neu aufgelegt.

(aid) - Die spanischen Eroberer hielten sie für eine Trüffelart, als sie im 16. Jahrhundert die erste Anden-Kartoffel in den Händen hielten. Und sie nannten sie auch so: "Tartuffuli". Obwohl sie rein monetär nicht mit dem berühmten Edelpilz konkurrieren kann, hat sie es insgesamt zu weit größerer Bedeutung gebracht. Denn die Kartoffel ist weltweit ein klassisches Grundnahrungsmittel. Dafür besitzt sie die besten Voraussetzungen: eine riesige Sortenvielfalt, hohe Erträge, eine günstige Nährstoffzusammensetzung und unzählige Möglichkeiten der Zubereitung.

Alle Facetten dieses hochinteressanten Lebensmittels beleuchtet das neu überarbeitete aid-Heft "Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse". Es gibt eine kurze Einführung zur bewegten Geschichte der Feldfrucht, erläutert verschiedene Züchtungsaspekte, Anbaumethoden und zeigt den Aufbau der Kartoffelpflanze in Form eines kopierfähigen Schaubildes. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Sortenunterschiede und ihre warenkundlichen Merkmale, wie zum Beispiel Geschmack, Kocheigenschaften und Reifezeiten. Außerdem beschreibt das Heft, wie Pommes, Chips und Co. entstehen und durch welche Produkteigenschaften sich Kartoffelerzeugnisse auszeichnen. Auch die ernährungsphysiologischen Inhalte der Knolle kommen nicht zu kurz. Welche wichtige Rolle die Kartoffel in der Ernährung spielt, zeigt ein weiteres Schaubild im A5-Format, das sich auch ideal als Kopiervorlage für Seminare und im Unterricht eignet. Die Vielfalt der Themen macht das Heft zu einem kompakten Nachschlagewerk für Verbraucher, Lehrkräfte, Schüler und Mitarbeiter im Lebensmittelhandel.

aid-Heft "Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse", 52 Seiten, Bestell-Nr. 61-1003, ISBN 978-3-8308-0796-4,Preis: 2,50 EUR zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung

(Quelle: Pressemitteiung des aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.).

Labels:


Schafft die Bio-Zertifizierung fuer kleine Gastronomen ab!

Die Bio-Zertifizierung, also das Kontrollsystem, ob mit dem Bio-Siegel und als Bio oder Öko angepriesene Produkte wirklich so angebaut und erzeugt worden sind, wie das Bio-Siegel verspricht, ist in der letzten Zeit in die Kritik geraten. Mehr darüber: "Alles Bio, oder was?", in: taz vom 17. Februar 2009.

Meine Kritik an der Bio-Zertifizierung zielt nicht auf unzureichende Kontrollen, auch wenn ich es besser fände, wenn Kontrollbesuche bei allen Bio-Zertifizierern unangekündigt stattfinden würden. Ich fordere auch keine Verstaatlichung oder Kommunalisierung der Bio-Zertifzierung. Wer Erfahrung mit kommunalen Kontrolleuren der Lebensmittelaufsicht hat, weiß Kontrolleure zu schätzen, die auf Augenhöhe argumentieren.

Aber ich verlange die Abschaffung der Bio-Zertifizierung für die kleine Individualgastronomie. Warum?
  • Die bisherige Zertifizierungspflicht auch für kleine Anbieter der Gastronomie hat faktisch dazu geführt, daß sich kaum ein solcher Betrieb zertifizieren läßt. In Bamberg findet man unter den gut 300 Gaststätten (die Ketten nicht mitgezählt, die wie McDonald's Bio-Produkte anbieten), nur einen einzigen Betrieb, der Bio-zertifiziert ist, sowie einen Caterer, der sich hat zertifizieren lassen, um, wenn Kunden dies wünschen, auch Bio-Catering anbieten zu können.
  • Der Absatz an Bio-Produkten wird behindert. Viele kleinen Gastronomen würden mehr Bio-Produkte einsetzen, wenn sie dies wahrheitsgetreu in ihren Speisekarten vermerken dürfte, ohne den zeitlichen und finanziellen Aufwand, der mit einer Bio-Zertifizierung einher geht. So darf man nach der bisherigen Regelung ohne Bio-Zertifizierung Bio-Bier vom Faß nicht als solches bezeichnen und auch keinen Bio-Wein offen (glasweise) ausschenken und ihn dann wahrheitsgemäß als Bio-Wein bezeichnen. Auch die Chancen, die sich aus einem saisonalen Anbieten oder bei Aktionen, etwa in Kooperation mit einem lokalen Naturkostfachhändler, ergeben, scheitern meist am Aufwand einer Bio-Zertifizierung. Dabei eignen sich Bio-Produkte ausgezeichnet auch für Aktionen in einer ansonsten konventionellen Gastronomie, weil dies ihre besondere Qualität unterstreicht und zudem sich höhere Wareneinsatzquoten bei zeitlich befristeten Aktionen innerbetrieblich leichter rechtfertigen lassen.
  • Verteidiger einer Bio-Zertifizierung auch für kleine Individualgastronem, die ich auf der Biofach darauf angesprochen habe, begründen die Bio-Zertifizierung mit Wettbewerbsgleichheit und Transparenz. Tatsächlich aber findet ein Wettbewerb mit Bio-Angeboten zwischen kleinen Individualgastronomen gar nicht stand, einfach weil niemand sich zertifizieren läßt. Die Wettbewerbsgleichheit zwischen kleinen Individualgastronomen und großen Individualgastronomen und Ketten ist zwar formal gewahrt, weil theoretisch sich jeder zertifizieren lassen kann. Praktisch sind die relativen Kosten für kleine Gastronomen viel höher. Zudem fällt ihnen ein paralleles Anbieten von Bio-und konventionellen Produkten wegen der notwendigen getrennten Lagerung und Produktion viel schwerer. Ihnen muß man Ihnen deshalb eher raten, entweder auf 100% Bio umzustellen oder Zutatengruppen einheitlich als Bio oder konventionell zu führen. Ein hundertprozentiges Bio-Restaurant bietet aber aus der Sicht der Mehrheit der Verbraucher schlechtes Preis-Leistungsverhältnis und kann sich nur in engen Nischen am Markt halten, etwa im Rahmen eines Wellness-Übernachtungsbetriebs oder an bestimmten Standorten mit speziellem Milieu, etwa in der Nähe einer Uni.
Meine Lösung sieht etwa so aus:
  • Unternehmen mit nur einer gastronomischem Betrieb, der eine gewissen Größe nicht überschreitet (wie z.B. 200 300 Sitzplätze), dürfen auf der Speisekarte Bio-Zutaten wahrheitsgemäß ausweisen, auch wenn sie nicht zertifiziert sind.
  • Wer das Bio-Siegel führen will, also etwa in Anzeigen damit werben möchte, muß sich wie bisher zertifizieren lassen.
  • Die Kontrolle, ob tatsächlich Bio-Zutaten verwendet werden und keine konventionelle Ware, obliegt der kommunalen Kontrollbehörde, die auch die Lebensmittelhygiene überprüft (regional verschieden bezeichnet, z.B. Lebensmittelaufsicht, Wirtschaftskontrolldienst) im Rahmen einer routinemäßigen Überprüfungen.
Zugegeben: Meine Lösung kann nicht verhindern, daß einzelen Kollegen bescheißen. Aber auch das bisherige System der Bio-Zertifizierung gaukelt einen wirksamen Schutz vor Betrügern nur vor. In kleinen Betrieben verhindert die Eigenkontrolle der Mitarbeiter und der enge, persönliche Kontakt zu regionalen Lieferanten und Stammgästen, daß Betrüger sich sicher fühlen können. Ein Betrug würde sich bitter rächen, denn das Vertrauen der Gäste in die Seriösität eines Gastronomen ist sein höchstes Gut.

Labels: , , ,


GAST KLAGENFURT '09 spezialisiert sich auf Bier und Kaffee.

Mit neuen Bereichen wie der "Bierarena" oder der "Coffee-Lounge" will die kommende GAST KLAGENFURT vom 15. bis 18. März 2009 einmal mehr ihrer Rolle als größte Gastronomie- und Hotelleriefachmesse im Alpen-Adria-Raum gerecht werden. Um Anbieter und Kunden noch näher zusammenzubringen, sind darüber hinaus täglich speziell zugeschnittene Side-Events geplant. Mit jährlich über 500 Ausstellern zählt die GAST KLAGENFURT zu den bedeutendsten Gastronomie- und Hotelleriefachmessen nicht nur in Südösterreich, sondern auch im gesamten Alpen-Adria-Raum.

Der perfekte Ausstellermix reicht von "Einrichtung & Ausstattung" über "Lebensmittel & Getränke" bis hin zu "Gastro-Systemen & Werbung". Neue Trends zu erkennen und aufzugreifen lautet das Credo der Messeverantwortlichen in Klagenfurt. So wird bereits seit Monaten an spannenden neuen Sonderthemen gearbeitet, zu denen unter anderem auch die "Bierarena" oder die "Coffee-Lounge" zählen.

Bierarena zeigt die Vielfalt der österreichischen Bierkultur

Dem Kultgetränk Bier widmet die GAST KLAGENFURT als einzige Messe in Österreich und im Alpen-Adria-Raum mit der "Bierarena" einen eigenen Schwerpunkt. Ziel ist es, die österreichische Bierkultur in ihrer Vielfalt darzustellen. Bier ist einer der wichtigsten Umsatzbringer der Gastronomie. Allerdings werden die Potenziale, die im edlen Gerstensaft stecken, vielfach nur unzureichend genützt. Die Bierarena zeigt, wie Bier in der Gastronomie professionell eingesetzt werden kann und damit den Erfolg steigert. Das beginnt zunächst einmal bei der Auswahl der richtigen Biergläser und der Kunst des Zapfens. Weiters stehen Themen wie Biersortiment, Bierkalkulation, Gästeberatung usw. am Programm. Als Partner für die "Bierarena" konnte der Österreichische Brauereiverband und die Wirtschaftskammer Österreich gewonnen werden.

Zu den Highlights des umfangreichen Rahmenprogrammes zählt neben einer Trachten-Trendmodenschau vor allem die "Österreichische Bierzapfmeisterschaft", wo an den ersten drei Messetagen die Vorausscheidung und am Mittwoch das Finale stattfinden wird. Weiters ist der bekannte "Bierpapst" Conrad Seidl mit seinem neuen "Bierguide" zu Gast. Vorträge zu aktuellen Themen und Bierverkostungen runden das Angebot ab.

Unterhaltung garantiert: Täglich mitreißende "Biershows" und "Trachten-Mania"

"Trachten-Mania" - Eine gänzlich neuartige Präsentation des Mode-Klassikers erwartet die Zuseher. Die Show der Superlative, in der sich Vergangenheit und Zukunft treffen, lässt das österreichische Evergreen in neuem Licht erstrahlen. Große Gefühle, atemberaubende Darbietungen, mitreißende Action, Spaß – das ist der "Rhythmus, bei dem Jeder mit muss!" Die mehrmaligen Weltmeister der "Nora Mackh Dance Company" zeigen in einem genialen Konzept von Starchoreographin Katarina Mackh, dass Trachtenmode bewegt und belebt. Sie bringen frischen Wind und Enthusiasmus, gepaart mit internationaler Top-Klasse und Show Know How auf die Mode-Bühne - und die Zukunft der Tracht kann beginnen! Modeschau war gestern – Trachten-Mania ist heute!

"Natürlich blond" - Witzig, frech, schwungvoll und außergewöhnlich - die Show rund um das "kühle Blonde" lässt niemanden kalt! Die, von den mehrmaligen Weltmeistern der Nora Mackh Company perfekt in Szene gesetzte Story, in einer Inszenierung von Starchoreographin Katarina Mackh, garantiert Erfolg auf allen Linien! Ein Feuerwerk an Pointen, Top-Tänzer/innen in umwerfenden Kostümen, mitreißende Musik und jede Menge Show erwartet die Zuseher. Blond begeistert!

Coffee Lounge im Zeichen des guten (Kaffee)Geschmacks

Klagenfurt liegt am Schnittpunkt zweier großer Kaffeekulturen – der Wiener Kaffeehaustradition und der italienischen Espressokultur. Erstmals organisieren die "Kärntner Messen" gemeinsam mit dem europäischen Spezialitäten-Kaffeeverband (SCAE) im Rahmen der GAST KLAGENFURT die "Coffee Lounge". Diese Lounge soll eine Übersicht der Kaffeewelt präsentieren und zum Verweilen einladen - Interessierte informieren, Wissbegierige schulen und Alleskönner begeistern sowie Professionisten bei einem Barista-Landesbewerb fordern. So können Besucher vor Ort konkret den "Weg der Bohnen" begleiten, "das technische Gerät Espressomaschine und deren Ahnen und Vorläufer" kennenlernen und anschließend das Ergebnis mit allen Sinnen wahrnehmen und genießen. Weiters findet täglich ein vierteiliger Kaffee-Workshop mit bekannten Barista-Meistern statt:
  • Teil 1 behandelt das Thema "Geschichte des Kaffees, Kaffeeanbau, Kaffeehandel und Kaffeeröstung",
  • im Teil 2 geht es um "Kaffeemaschinen, Kaffeemühlen, Wartung und Pflege",
  • der Teil 3 handelt von der richtigen Kaffeezubereitung (Espresso und Filtermethode) und last but not least
  • Teil 4 stellt die "Latte Art – Die Kunst der Kaffeezubereitung der Baristi"“ in den Mittelpunkt.
Spannend hergehen wird es vor allem auch bei der erstmaligen Austragung der "Barista Landesmeisterschaft", die in einem Barista-Junior-Cup und Barista-Senior-Cup unterteilt ist.

Kärnten Tourismus-Award unter dem Motto "Tourismus und Kulinarik"

Der "Kärnten Tourismus Award" wird alljährlich vom Land Kärnten in Kooperation mit der "Kleinen Zeitung" vergeben und ist die höchste touristische Auszeichnung Kärntens. Im Jahr 2009 steht der Award unter dem Motto "Tourismus und Kulinarik". 69 % der Kärnten Gäste geben laut einer Studie des Instituts "T-Mona" an, dass sie im Urlaub gerne typische Speisen und Getränke genießen. Kärnten hat nicht zuletzt aufgrund seiner geografischen Lage - im Schnittpunkt dreier Kulturkreise - ein vielfältiges kulinarisches Angebot aufzuweisen, das auch von den Gästen immer mehr geschätzt wird.

Eine hochkarätige Jury mit Persönlichkeiten aus der Kärntner Tourismusbranche mit Tourismusreferent LH Gerhard Dörfler und CR Stv. der Kleinen Zeitung, Adolf Winkler, als Vorsitzende wird die Preisträger ermitteln. Gewertet wird in drei Kategorien: Kulinarische Veranstaltungen, Kooperationsgruppen, Einzelbetriebe. Der Hauptpreis wird vom Land Kärnten mit € 3.000,- dotiert, die ersten drei Plätze der drei Kategorien mit jeweils € 1.000,-. Die feierliche Preisverleihung findet am 16. März ab 18.00 Uhr im Rahmen der GAST Klagenfurt, Messe-Centrum 5, 1. Stock, statt. Bewerbungen sind bis 22. Februar 2009 unter events@kaernten.at möglich.

"World-Spirits 2009": Who is who der weltbesten Spirituosen

Das Spirituosen-Ereignis des Jahres 2009 wirft seine Schatten voraus: 50 Produzenten edler Spirituosen aus 15 Ländern haben ihre Produkte zum "World-Spirits Award" eingereicht. Die Bewertung der Spirits kommt dem Sortieren von Diamanten gleich. Ein Paradies für Spirituosenfreunde und ein Muss für die Spirituosenbranche sowie die Gastronomie ist die "World-Spirits" auf der GAST KLAGENFURT: Über 500 "geistreiche & trendige" Destillate, Rum, Whisky, Liköre und Spirits - von Australien über Europa bis in die Karibik - werden großteils von den Produzenten persönlich präsentiert.

INTERVINO: Die führende Weinfachmesse im Alpen-Adria-Raum

Parallel zur GAST KLAGENFURT findet die INTERVINO, die Weinmesse für Südösterreich und den Alpen-Adria-Raum, statt. Die INTERVINO bietet Gastronomen einen Einblick in die Welt des Weines, die von einer internationalen Fachjury aus Österreich, Slowenien und Italien bewertet wird. In diesem Jahr werden alle Stände erstmals nach Ländern und Regionen aufgeteilt präsentiert. Teilnehmen können alle Winzer, die Qualitätsweine, Schaumweine bzw. Perlweine, Prädikatweine und Bioweine produzieren. Land- und Tafelweine sind nicht zugelassen! Der Jahrgang der eingereichten Weißweine zur Prämierung ist auf 2007/2008 beschränkt. Die Verkostung der Weiß- und Rotweine erfolgt erstmals länderbezogen, wobei die Weißweine nach dem Alkoholgehalt in zwei Gruppen unterteilt werden (unter/über 12,5 % VOL). Es müssen sechs Flaschen pro Probe eingereicht werden.

Der Kärntner Sommelierverein präsentiert alle Weinproben auf einem eigenen Stand. Dort kann das Publikum unter fachkundiger Anleitung die Proben verkosten. Alle Proben werden im Weinkatalog kostenlos aufgelistet! Der jeweils beste Weißwein, Rotwein, Schaumwein bzw. Perlwein, Prädikatwein und Biowein wird prämiert und mit dem "Intervino-Award" ausgezeichnet. Einen Sonderpreis gibt es zudem für die beiden traditionellen österreichischen Rebsorten "Grüner Veltliner" und "Zweigelt". Alle weiteren Infos zum Wettbewerb gibt es im Internet unter www.intervino.at.

Programm

"Klub der Köche" setzt sich erneut in Szene

Auch auf der kommenden GAST KLAGENFURT setzt sich der KKK (Klub der Köche Kärnten) mit zahlreichen Aktivitäten in Szene. Dazu zählen neben einer Plattenschau der Konditoren und Köche und einem "Gedeckten Tisch" zum Thema "Erlebnisgastronomie" vor allem der "Service-Master-Cup", wo unter anderem Cocktails zubereitet oder Früchte flambiert werden müssen.

Tag der Kärntner Tourismuswirtschaft gibt der "Krise keine Chance"

Am Dienstag, den 17. März 2009, veranstaltet die Wirtschaftskammer Kärnten den traditionellen "Tag der Tourismuswirtschaft", der unter dem Thema "Jede Krise ist auch eine Chance – wie Sie Ihren Betrieb erfolgreich durch raue Gewässer steuern". Als Vortragende fungieren Experten aus der Wirtschaftskammer, der Österreich Werbung, Kärnten Werbung und vom Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds.

17. Landeslehrlingswettbewerb für Tourismusberufe

Rund 40 Köche und Restaurantfachmänner/-frauen stellen beim "17. Landeslehrlingswettbewerb für Tourismusberufe" der Wirtschaftskammer Kärnten ihre Leistungen unter Beweis. Erstmals findet in diesem Rahmen eine "Frontcooking-Competition" statt.

Eigene "Business-Lounge" der Wirtschaftskammer Kärnten

Mit einer Kommunikations- und Informationsecke wartet dieses Jahr die Wirtschaftskammer Kärnten auf. Hier kann man sich in ungezwungener Atmosphäre unter anderem über folgende Themen im Detail informieren: "WLan im Betrieb", "Alice – die neue Softwarelösung für Kleinbetriebe", "AKM/GISBeratung" sowie "Hygiene-Beratung".

Symposium "BIO – Solidarität mit der Natur"

Die Nachfrage nach biologischen Produkten wächst kontinuierlich, sowohl in Österreich als auch in Italien. Daher organisiert die Italienische Handelskammer für Österreich am Dienstag, den 17. März 2009, von 14.00 bis 17.00 Uhr ein marktorientiertes Symposium unter dem Titel "BIO – Solidarität mit der Natur", das die Frage, wie mit diesem Thema in der Gastronomie, in den betrieblichen Großküchen und in der Hotellerie am besten umgegangen werden kann, zum Thema hat. Ziel ist es, sowohl einen Überblick des betreffenden Marktes in den beiden Ländern zu geben, als auch künftige Entwicklungstrends in den Nachbarländern aufzuzeigen.

Im gleichzeitig ausgerichteten italienisch-österreichischen Workshop "Bioprodukte in der Gastronomie, in betrieblichen Großküchen und in der Hotellerie" wird den Teilnehmern die Möglichkeit geboten, bilaterale Fachgespräche zu führen, die auf Wunsch fachspezifisch ausgesucht und bei Bedarf durch einen Dolmetscher unterstützt werden.

Side-Events bringt Anbieter und Kunden näher zusammen

Von jeher war die GAST KLAGENFURT nicht nur eine Einkaufsplattform, sondern auch ein gesellschaftlicher Branchentreff. Um Anbieter und Kunden näher zu bringen, hat man sich dieses Jahr entschlossen, an insgesamt drei Abenden zu Side-Events ins Messefoyer zu laden.

Besucherservice: Von Eintrittspreisen bis Shuttlebusse

Eintrittspreise: Die Tageskarte für Erwachsene beträgt € 18,-, für Schüler von Tourismus- und Gastgewerbeschulen € 6,- und für Reisegruppen ab 10 Personen € 12,-.

Öffnungszeiten: Die GAST KLAGENFURT findet von Sonntag, den 15. März 2009, bis Mittwoch, den 18. März 2009, am Messegelände Klagenfurt statt und hält täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr, am Mittwoch bis 17.00 Uhr, geöffnet.

Anreise & Parkmöglichkeiten: Kostenfreie Parkplätze stehen am "Park&Ride"-Parkplatz an der Autobahnabfahrt August-Jaksch-Straße zur Verfügung. Von hier verkehren kostenlose Shuttlebusse mit der Aufschrift "Messe" im 10 bis 15-Minuten-Intervall zum Messegelände und retour. Weitere Parkmöglichkeiten (kostenpflichtige) gibt es aber auch direkt am Messegelände, entweder neben dem Messehaupteingang St. Ruprechterstraße oder im Messe-Parkhaus (Einfahrt: Messegelände Nord).

(Quelle: Pressemitteilung der Kärtner Messen).

Labels:


Schwarzes Schaf.

Stefan Krug, der Inhaber und Braumeister der Brauerei Krug in Geisfeld, 9 Kilometer nordöstlich von Bamberg, braut neben seinem vorzüglichen "Krug Lager" (siehe die gute Bewertung bei Ratebeer.com), das ständig im Angebot ist, wechselnde saisonale Biere. Dabei verläßt er lobenswerter Weise mitunter auch das Spektrum tradtioneller fränkischer Biersorten.

Im letzten Sommer hatte er, wie am Eingang stolz verkündet worden ist, ein "selbst gebrautes belgisches Klosterbier" im Ausschank, also ein Bier im Stile belgischer Klosterbiere.

Gesten habe ich dort seine neue Kreation getrunken, genannt "Schwarzes Schaf". Es handelt sich um ein tiefschwarzes Bier im Stile eines irischen Stouts mit einer dezenten Süße, dem Geschmack von Schokolade und gegrilltem Brot und einem hopfenbitteren Nachtrunk. Die tiefschwarze, total undurchdringliche Farbe verdankt es dem Einsatz von stark gedarrtem Malz. Die Schaumkrone ist nicht ganz so cremig wie bei einem kontinentaleuropäischem Guinness Extra Stout und das Bier selbst nicht so breiig, verleitet dafür aber eher dazu, ein weiteres Glas davon zu trinken.

Die Preise im Brauereigasthof sind wie in fast allen Brauereigasthöfen im Landkreis Bamberg insbesondere aus der Sicht der Touristen sehr günstig. 0,5 Liter kosten nur 1,80 Euro. Ich habe dazu ein ofenfrisches, halbes Brathähnchen mit Brötchen gegessen - für 4,20 Euro.

Bislang habe ich, warum auch immer, Biere aus der Brauerei Krug noch nicht in meinem Bamberger Café Abseits ausgeschenkt. Aber darum solte ich mich einmal bemühen.

Labels: ,


Dienstag, Februar 24, 2009

Wie steigende Lebensmittelpreise in den Griff bekommen?

Viele Tipps und Beispiele, wie amerikanische Restaurants versuchen, steigende Lebensmittelpreise in den Griff zu bekommen: "Restaurant Food Costs: What Gives?", in: Hotels Magazine vom 1. Februar 2009:
  • die Anzahl der gelisteten Speisen verringern
  • die Anzahl der Komponenten von Menüs verringern, z.B. rein dekorative Komponenten,
  • kostenlose Zugaben wie Amuse-Gueule verringern oder weniger wertig anbieten. Zugaben wie Brot in der Menge limitieren, mehr Brot kostenpflichtig anbieten. Kostenloses Leitungswasser abschaffen bzw. durch ein Angebot von stillem Mineralwasser ersetzen.
  • mehr saisonale Produkte verwenden.
  • die Anzahl der Lieferanten verringern.
  • mehr Produkte aus der Region verwenden, Kontakte zu lokalen Anbietern aufbauen bzw. verbessern. Das verkaufen, was die Region saisonal bietet.
  • preiswertere Schnitte bzw. Stücke von Fleisch verwenden.
  • Speisen, die selten gehen, aber von Stammgästen ab und zu gewünscht werden, auf Vorbestellung anbieten.
  • auf die Einhaltung der Portionsgröße achten.
  • die Einhaltung der vorgegebenen Wareneinsatzquote zum Kriterium bei der Entlohnung machen.
  • Preise erhöhen oder wenigstens die Preise für neue Speisen mit einem höheren Aufschlagsfaktor kalkulieren.
  • die Aufschlagskalkulation ersetzen durch moderne Kalkulationsverfahren wie Prozesskostenkalkulation oder die Zielkostenrechnung.
Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag "Steigende Lebensmittelpreise in den Griff bekommen".

Labels: , , ,


Stabile Entwicklung im Thueringen-Tourismus.

Der Thüringen-Tourismus hat auch im vergangenen Jahr seine stabile Aufwärtsentwick­lung fortgesetzt. Das erklärte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz heute angesichts der aktuellen Zahlen des Thüringer Landesamts für Statistik.
"Der weitere Anstieg der Gäste- und Übernachtungszahlen nach dem touristischen Top-Jahr 2007 ist eine positive Über­raschung"
sagte Reinholz.
"Damit hat Thüringen im vergangenen Jahr die höchste Zahl an Übernachtungen seit der Wende verzeichnet."
Offenbar habe sich die Tourismuswirtschaft mit ihren Angeboten erfolgreich gegen die Finanzmarkt- und Konjunkturkrise stemmen können. Mit der Tourismus-Konzeption des Landes seien zudem die Grundlagen für neue, schlagkräftigere Strukturen im Tourismusmarketing gelegt worden.
"Das zahlt sich jetzt aus."
Nach Angaben des Thüringer Landesamts für Statistik sind die Gästezahlen im Jahr 2008 um 0,5, die Übernachtungen um 1,2 Prozent gestiegen. Angesichts der sehr guten Ergeb­nisse des Jahres 2007, das in Thüringen von touristischen Großereignissen wie der Bun­desgartenschau und dem Elisabethjahr geprägt war, werten auch Experten diese Zahlen als Erfolg. Vor allem der Thüringer Wald habe sich wieder stabilisiert und mit knapp drei Pro­zent mehr Gästen und Übernachtungen entscheidend zum guten Abschneiden Thüringens insgesamt beigetragen. Insbesondere der Campingtourismus hat sich überdurchschnittlich entwickelt. Bei den Übernachtungen erzielte Thüringen in diesem Bereich unter den Flä­chenländern deutschlandweit den höchsten Zuwachs.
"Hier sehe ich für die Zukunft noch großes Potential"
sagte Reinholz.

Nach der guten Entwicklung in den Vorjahren bezeichnete der Minister auch die Entwick­lung des Städtetourismus als stabil. Hier erwartet er vom diesjährigen Bauhausjahr und dem Jubiläum des Schiller-Geburtstages "neue kräftige Impulse". Das Ergebnis des Thürin­ger Vogtlands nannte Reinholz "nachvollziehbar", handelt es sich doch um jenes Reisege­biet, das am meisten von der Bundesgartenschau 2007 profitiert hatte.

Der Wirtschaftsminister verwies zugleich auf die Präsentation Thüringens auf der Interna­tionalen Tourismusbörse in Berlin. Der Freistaat wirbt hier vom 11. bis 15. März 2009 mit aktuellen Kultur-, Aktiv- und Wellnessangeboten. Im Mittelpunkt stehen Reisethemen wie
  • 90 Jahre Bauhaus-Gründung in Weimar,
  • 250. Geburtstag Friedrich Schiller,
  • Luther-Dekade oder
  • Jüdischer Schatz.
Traditionell wird auch schon ein Blick auf die kommenden Jahre ge­worfen: Am vollkommen neu gestalteten Thüringen-Stand können sich Besucher und Inte­ressierte über das
  • Themenjahr "Fahr Rad 2010 - Am besten in Thüringen",
  • über "250 Jahre Porzellanland Thüringen 2010",
  • aber auch über den Liszt-Geburtstag 2011 informieren.
(Quelle: Pressemittteilung des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft).

Labels:


Messe-Portal Messen.de.

Messen.de stellt das komplette Messeangebot kostenlos und ohne Login zur Verfügung und ist die einzige Plattform im Internet, auf der Messen bewertet werden können. Anbieter ist die Tom und Marko Haubenreisser GbR in Nürnberg.

Die Messedaten sind übersichtlich dargestellt und enthalten alle relevanten Daten wie Turnus, Zutritt, Termine, Messeort, Angebot, Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Standmiete, Veranstalter und Branche. Damit ist das Angebot sowohl auf den Messebesucher, als auch auf den Aussteller ausgerichtet. Zudem ist jede Messe mit einem aussagekräftigen Bild versehen.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für die Messen.de-Kunden besteht darin, dass die Suche nach Messen nicht nur nach dem Name, dem Monat, der Stadt oder der Branche, sondern auch nach dem Messeangebot bzw. den Messethemen möglich ist. So kann man gezielt nach Messen suchen, bei denen es sich beispielsweise um Fliesen oder Fossilien dreht. Praktisch auch, die Hilfe zur Suche, hier wird genau erklärt, welche verschiedenen Suchmöglichkeiten es gibt.

Anbieter von Fach- oder regionalen Portalen können z.B. Links zu fachlich ausgewählten oder Messen einer Region aufnehmen, z.B. alle Messen in Bamberg. Nach Absprache sind auch spezielle Suchmasken verfügbar, die nur die Branchen enthalten, die für spezielle Nutzergruppen von Interesse sind, z.B. alle Messen zum Thema Auto. Mehr darüber im sogenannten Partnerprogramm.

Das Ergebnis einer Einbindung per iFrame mit einer Einschränkung auf Messen am Standort Bamberg sieht z.B. so aus

Labels:


Apfelwein im Roemer.

Am 15. März 2009 findet in den historischen Hallen des Frankfurter Rathauses die erste Jahrgangspräsentation "Apfelwein im Römer" statt. Die Idee für diese Verkostung stammt von Andreas Schneider (Obsthof am Steinberg in Nieder-Erlenbach) und Michael Stöckl (Restaurant Landsteiner Mühle in Weilrod).

Ziel ist es, im Herzen der Apfelwein-Metropole Frankfurt am Main, die große Vielfalt der Apfelweine einem breiten Publikum zu zeigen. 25 Aussteller aus sieben Bundesländern präsentieren gut 100 verschiedene Apfelwein-Spezialitäten. Zur Verkostung stehen an: Apfelweine traditionell gemischt von der Wiese, sortenrein sowie ausgebaut nach Lage und Jahrgang. Die Degustation wird mit Perlweinen, Schaumweinen, Sherrys, Balsam-Essig und Destillate abgerundet.

Frau Oberbürgermeisterin Petra Roth ist von "Apfelwein im Römer" begeistert und übernimmt die Schirmherrschaft. Sie eröffnet die Apfelweinverkostung mit einer feierlichen Begrüßung im Kaisersaal.

Um 11.00 Uhr beginnt die Eröffnungsfeier für geladene Gäste und die Medien

Um 12.00 Uhr beginnt die Fachverkostungen für Gastronomie und Handel

Ab 14.00 Uhr sind die Römerhallen für jeden geöffnet. Eintrittskarten hierfür sind im Vorverkauf zu 20,00 Euro erhältlich. Karten an der Tageskasse kosten 25,00 Euro. Die Vorverkaufsstellen finden Sie unter: www.apfelwein-im-roemer.de

Als Special Guest darf man sich auf Stuart Pigott, Ursula Heinzelmann und den bio-dynamischen Star-Kelterer Earl Eric Bordelet / Normandie freuen.

Begleitend zur Verkostung geben der Deutsche Pomologen Verein und die Baumschule Rinn Informationen zum Thema Apfel, Speierling und Streuobst.

Gastronomisch wird die Veranstaltung mit Köstlichkeiten vom Dottenfelder Hof / Käserei und von Star-Pâtissier Leif Besselmann abgerundet.

"Apfelwein im Römer" wird von Denningers Mühlenbäckerei, Hassia Sprudel, Glashütte Stölzle, Frankfurter Neue Presse und Journal Frankfurt unterstützt.

(Quelle: Pressemitteilung von "Apfelwein im Römer").

Labels:


ARD/ZDF-Onlinestudie 2008.

Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008: "Internetverbreitung: Größter Zuwachs bei Silver-Surfern" (PDF) von Birgit van Eimeren und Beate Frees, In: ARD ZDF Onlinestudio.

Was ergibt sich daraus für das Gastgewerbe?
"Die Vorteile des Internets sind inzwischen aber auch den internetferneren Gruppen, nämlich den älteren Anwendern, evident geworden. So sind im Jahr 2008 die größten Steigerungen bei den Internetanschlüssen unter den 60- bis 79-Jährigen feststellbar, von denen inzwischen nahezu 30 Prozent im Netz sind."
Wenn man unterstellt, daß Ältere mit Internetanschlu8 mobiler sind als die ohne Internetzugang, kommt man als Anbieter von touristischen Produkten und Dienstleistungen, also auch als Hotelier und Gastronom mit Angeboten, die für Reisende interessant sind, um eine Internetpräsenz kaum mehr herum.
"Videoabrufe und Communitys im Netz sind die Applikationen, die derzeit vor allem jüngere Menschen ansprechen."
Jüngere Reisende kann das Gastgewerbe durch Videos auf Videoportalen, aber auch durch Internetpräsenzen in virtuellen Communities ansprechen. Die eigene Website verliert relativ an Bedeutung, reduziert sich in der Bedeutung, aber nicht unbedingt vom Umfang her, auf eine Art Visitenkarte, zu der in Videoportalen und in virtuellen Communities verwiesen werden kann.

Labels: , , ,


Hessisches Gastgewerbe steckt tief im Minus.

Nach den Ergebnissen für das Jahr 2008 blieben die nominalen Umsätze im hessischen Gastgewerbe um gut zwei Prozent unter dem des Jahres 2007. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, war dies nach Ausschaltung der Preisveränderungen real sogar ein Minus von knapp fünf Prozent:
  • Im Beherbergungsgewerbe gingen die Umsätze im Jahresvergleich nominal um annähernd zwei Prozent zurück; real war dies ein Minus von annähernd fünf Prozent.
  • Im Gaststättengewerbe blieb der Umsatz 2008 nominal um gut vier Prozent unter dem Ergebnis des Jahres 2007, was real einem Minus von annähernd sieben Prozent entsprach.
  • Die Kantinen und Catering-Unternehmen waren dagegen mit nominal einem Prozent im Plus. Real bedeutete dies aber auch ein Minus von 1,5 Prozent.
Durch die Abnahme der Zahl der Vollbeschäftigten um fast fünf Prozent und der Zahl der Teilzeitbeschäftigten um knapp zwei Prozent sank die Beschäftigtenzahl insgesamt im Vergleichszeitraum um gut drei Prozent.

Labels: ,


Presseforum BioBranche: 4. Journalistenpreis Bio verliehen.

Nürnberg, 21. Februar 2009. Auf der Biofach 2009 in Nürnberg hat das PresseForum BioBranche am 21. Februar 2009 heute den "Journalistenpreis Bio" verliehen. In diesem Jahr gab es Siegerbeiträge in zwei Kategorien: Der Preis in der Kategorie "Print" ging an Julia Groß und ihren Artikel "Neue Hühner braucht das Land", der in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu lesen war. Den Preis in der Kategorie "TV" nahm Michael Wiedemann für seinen Beitrag "Kochen für Kids – Gymnasium Remseck" entgegen, der im Rahmen des ZDF Umweltmagazins ausgestrahlt wurde. Den "Journalistenpreis Bio" hat das PresseForum BioBranche bereits zum vierten Mal vergeben; die Sieger wurden aus insgesamt 29 eingereichten Beiträgen ausgewählt. Die Preisverleihung fand wie immer auf der Biofach statt.

Das PresseForum BioBranche ist ein Netzwerk aus Pressesprechern der Naturkost- und Naturwarenbranche. Es wurde als Anlaufstelle für Medienvertreter in allen Fragen rund um das Thema Bio gegründet. Mit dem "Journalistenpreis Bio" zeichnet das Forum Pressebeiträge aus, die den Endverbraucher fundiert über die Themenvielfalt von Bio-Produkten und Naturwaren informieren. Dabei darf es um alle Aspekte von der Erzeugung und Herstellung über die Vermarktung bis hin zum Konsum und Genuss von biologischen Produkten und Naturwaren gehen. Besonders wichtig ist der Jury, dass ein Beitrag durch seine Art der Darstellung und das Medium dazu beiträgt, das Thema Bio in die Breite der Bevölkerung zu tragen.
"Wir wollen mit unseren Aktivitäten und dem Preis des Forums die ökologische und gesellschaftliche Relevanz von Bio verdeutlichen"
so Renée Herrnkind, Mitglied des PresseForum BioBranche und Moderatorin der Preisverleihung. Als Preise erhielten die Gewinner zwei Wochenendereisen, die gestiftet wurden vom biologisch-dynamischen Bauckhof und dem BIO-Hotel Restaurant Rose.

Kategorie Print

Der Beitrag "Neue Hühner braucht das Land" thematisiert das Fehlen von eigenen Hühnerrassen für die Bio-Landwirtschaft und deren Bemühungen bei der Suche nach branchengerechten Alternativen zu den Gepflogenheiten der konventionellen Geflügelindustrie. Die Autorin Julia Groß geht mit einem für die Bio-Branche durchaus kritischen Thema sachgerecht und sensibel um. Ohne anklagenden Unterton legt sie den Finger zielgenau auf einen wunden Punkt und erläutert anschaulich und lebendig die Problematik, die von ihren Gesprächspartnern offen und ehrlich thematisiert wird. Dabei werden nebenbei auch die Bedingungen der hoch industrialisierten konventionellen Geflügelzucht und Tierhaltung deutlich gemacht. Der Beitrag hebt sich wohltuend von den zwei Polen "Bio ist klasse" und "Bio bringt nichts" ab, die die Berichterstattung über Bio dominieren.

Die Preisträgerin ist seit 2000 als Journalistin tätig, aktuell als freie Autorin. Neben der Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung schreibt sie unter anderem auch für die Süddeutsche Zeitung, Zeit wissen und das Handelsblatt. Die studierte Biochemikerin setzt bei wissenschaftlichen Themen und Themen, bei denen es um die Schnittmengen von Wirtschaft und Landwirtschaft/Umwelt geht, ihren journalistischen Tätigkeitsschwerpunkt.

Kategorie TV

Im Beitrag "Kochen für Kids" wird gezeigt, wie Bio-Spitzenkoch Christian Kolb mit der Kantine des Gymnasiums Remseck die Wette eingeht, dass er unter realistischen Bedingungen, das heißt, ohne Mehrkosten und mit dem vorhandenen Küchenpersonal, ein frisches und leckeres Mittagessen aus Bio-Zutaten für die Schüler zubereiten kann. Insgesamt drei Euro hat er pro Portion zur Verfügung und die Rechnung geht auf, denn er musste in anderen Ausgaben der Reihe "Kochen für Kids" sogar schon mit weitaus weniger Budget klarkommen. Der Redakteur Michael Wiedemann greift auf unterhaltsame und einprägsame Weise eines der gängigsten Vorurteile in Sachen Bio - Bio ist teuer! - auf und zeigt, dass Bio sogar mit beschränkten finanziellen Mitteln möglich ist. Dabei kommt der Beitrag nicht missionarisch daher, sondern vermittelt auf kreative, augenzwinkernde Weise und die Skepsis der Zuschauer stets berücksichtigend, dass vieles möglich ist, wenn man es nur angeht.

Der Preisträger ist seit 20 Jahren als Journalist beim Fernsehen tätig. Seit 1993 arbeitet er beim ZDF, aktuell als Redakteur und Reporter in der Redaktion ZDF-Umwelt, die auch für das wöchentliche Umweltmagazin des ZDF zuständig ist. Die erste Ausgabe der Reihe "Kochen für Kids" wurde im Sommer 2006 ausgestrahlt, seitdem hat der Redakteur 12 Ausgaben auf Sendung gebracht, darunter auch das Special "Kochen für Kerle", bei dem die Kantine einer Kaserne für ein Mittagessen auf Bio umgestellt wurde.

PresseForum BioBranche

Das PresseForum BioBranche wurde im Jahr 2000 von Pressesprecherinnen und Pressesprechern der Naturkost- und Naturwarenbranche als Anlaufstelle für die Medien gegründet. Es bietet kompetente Ansprechpartner, Themen- und Expertenlisten, Interviews und O-Töne, vermittelt Drehorte und Betriebsbesichtungen.

Labels: ,


Montag, Februar 23, 2009

Flennst Du schon oder schlaefst Du noch?

Schweißgebadet bin ich heute nacht aufgewacht, weil mich das Problem nicht ruhen ließ, warum man, wenn man Bierkästen von der Seite betrachtet, die Flaschenetiketten nicht lesen kann, zweifelsfrei ein Problem, von dessen Lösung das Überleben der Menschheit abhängt.

Gottseidank haben sich Linpac Allibert ("Professionelle Lösungen aus Kunststoff") und die Flensburger Brauerei dieses Problems angenommen und es gelöst: "Das Flenst - Neuer Kasten für den plop'", in: Bierspot. Endlich wieder ruhig schlafen!

Labels:


Apollinaris im neuen Design.

In einer heutigen Pressemitteilung von Coca-Cola lese ich gerade:
"Mit einem neuen, modernen Markenauftritt unterstreicht Apollinaris ab März 2009 seine Position als hochwertige Mineralwassermarke: Alle Etiketten der Einweg- und Mehrweggebinde für den Handel wurden überarbeitet. Der neue Auftritt lehnt sich an den der preisgekrönten Gastronomie-Glasflasche 'Selection' an und erhöht so den Wiedererkennungswert der Marke."
Das dürfte Gastronomen, die Appolinaris Selection gelistet haben, wenig erfreuen. Mit Flaschen in dem bislang der Gastronomie vorbehaltenen Design konnten sie sich von den im Handel angebotenen Sorten abheben und sich dem Preisvergleich in den Augen des Gastes entziehen, der die Preise von Mineralwasser im Handel kennt und nicht verstehen will, warum Mineralwasser in der Gastronomie, zudem in der Gastronomie, die Appolinaris Selection ausschenkt, um ein Vielfaches teurer ist.

Doch ich will Ihnen den Rest der Pressemitteilung nicht vorenthalten:
"Herzstück des neuen Apollinaris Designs ist das bekannte rote Dreieck, dessen Strahlkraft optimiert wurde. Das neue weiße Etikettendesign mit einer dezenten Welle im Hintergrund hebt das Logo hervor und vermittelt Reinheit und Frische – zwei wesentliche Merkmale der traditionsreichen Marke. Mit dem Hinweis 'feinperlig' auf allen kohlensäurehaltigen Varianten wird ein weiteres Qualitätskriterium des Mineralwassers aus dem Ahrtal benannt. Drei Farben kennzeichnen die verschiedenen Sorten und garantieren eine leichte Unterscheidung der Produkte im Regal: Rot für Classic (mit Kohlensäure), Türkis für Medium (wenig Kohlensäure), Blau für Silence (ohne Kohlensäure). Auch die Umverpackung der 6 x 1,25 Liter PET-Einwegflasche wurde neu gestaltet: 'Das modernisierte und zeitgemäße Design soll nicht nur bestehende Verwender stärker an die Marke binden, sondern auch neue Verwender zum Kauf anregen', erklärt Volker Büttel, Marketing Director Water bei der Coca-Cola GmbH."

Labels:


Wirtschaftskrise: Gastronomiefinanzierung geraet ins Stocken.

Neustadt/Weinstraße, 23. Februar 2009. Die globale Finanzkrise wird den Biermarkt in Deutschland erheblich beeinflussen, lautet das Ergebnis eines mit sechs Top-Brau-Managern besetzten Round-Table-Gesprächs der Fachzeitschrift Getränke Zeitung des Meininger Verlages, Neustadt an der Weinstraße. Im Handel und in der Gastronomie sind bereits erste Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise spürbar. Im letzten Quartal 2008 brachen die Bierabsätze erheblich ein und im Januar 2009 gab es ein dickes Absatzminus. Einige Top-Marken verzeichneten nach Informationen der Getränke Zeitung Absatzverluste von über 20 Prozent. Hierbei machten sich zur schlechten Konjunktur auch schlechte Witterungsverhältnisse und Preiserhöhungseffekte bemerkbar.

Die Brauer sind jedoch von der Finanzkrise nicht nur durch das veränderte Verbraucherverhalten betroffen, sondern auch durch Themen wie Gastronomiefinanzierungen und Werteberichtigungen. Josef Westermeier, Geschäftsführer von Erdinger Weissbräu, weiß, dass die Brauer bei ihrer Kreditvergabe an die Gastronomie ähnlich agiert haben wie die Banken:
"Es wurden große Kredite vergeben ohne Sicherheiten. Wenn diese Blase platzt, wird das erhebliche Auswirkungen auf die Branche haben"
sagt Westermeier.

Gastronomiefinanzierung gerät ins Stocken
"Ob Brauereien, Getränkefachgroßhandel oder Gastronomie - für viele war das Thema Liquidität schon vor der Finanzkrise ein großes Problem. Und Kreditgeber vieler Gastronomen sind nun einmal Brauereien und Fachgroßhändler"
so Wolfgang Burgard, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes. Deshalb dürften die Brauer in ihrer Rolle als Kreditgeber die Finanzkrise hautnah zu spüren bekommen.
"Es wenden sich zunehmend auch vermeintlich gesunde Unternehmen an uns, weil sie von der Bank kein Geld mehr bekommen. Unser Haus hat sich darauf eingestellt"
sagt Lothar Menge, Vertriebsdirektor der Warsteiner Brauerei. Fest steht: Die Rahmenbedingungen der zu finanzierenden Objekte werden künftig noch sensibler hinterfragt werden, und dies wird dazu führen, dass weniger finanziert wird.

Marktbereinigung in Handel und Gastronomie

Stephan Maubach, Vertriebsdirektor der Krombacher Brauerei, ist davon überzeugt, dass diejenigen, die in der Vergangenheit um jeden Preis den Absatz erhöht haben, die Finanzkrise nun am deutlichsten zu spüren bekommen. In der Gastronomie müsse nun sehr genau geprüft werden, welche Objekte unter Vertrag genommen würden. Brauer-Präsident Wolfgang Burgard prognostiziert für den Handel und die Gastronomie eine deutliche Marktbereinigung.
"Unwirtschaftliche Gastronomieobjekte werden vom Markt verschwinden"
so Burgard.

Im Handel werde es eine Sensibilisierung der Konsumenten auf die Preise geben.
"Preiseinstiegsprodukte werden eine Chance haben zu wachsen"
sagt Stephan Maubach. Für Preiserhöhungen sei in der aktuellen Phase bei allem Druck auf die Margen kein Platz.
"Jetzt geht es darum, den Markenartikel preislich oben zu halten."
Negative Absatzentwicklung der Premium-Biere hält an

Die Brauerei Veltins geht davon aus, dass die Negativentwicklung der Premiumabsätze längere Zeit anhalten wird.
"Unser Haus richtet sich auf mindestens 18 Monate ein. Jetzt liegt es an uns, in den Betrieben die Ressourcen freizumachen oder die Rücklagen einzusetzen, um nachhaltig am Markt mitspielen zu können. Ob das alle schaffen, bezweifle ich. Dazu ist diese Finanzkrise zu heftig. Wer nicht über Rücklagen verfügt, wer sich nicht auf Krisenzeiten vorbereitet hat, der wird es jetzt schwer haben"
ist Michael Huber, Generalbevollmächtigter der Brauerei Veltins, überzeugt.
"Wer in den letzten Jahren nicht ausreichend Wertberichtigungen durchgeführt hat, der wird nun ganz andere Abschreibungsforderungen beim Abschluss seiner Bilanzmasse vorfinden. Das wird einige von uns ganz erheblich treffen"
so Huber.

Die Teilnehmer des GZ-Bier-Round-Table:
  • Wolfgang Burgard, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes
  • Jörg Croseck, Sprecher der Geschäftsführung von Carlsberg Deutschland (Holsten, Lübzer, Carlsberg, Duckstein, Astra etc.)
  • Michael Huber, Generalbevollmächtigter der Brauerei C. & A. Veltins
  • Stephan Maubach, Vertriebsdirektor der Krombacher Brauerei und Geschäftsführer Schweppes Deutschland
  • Lothar Menge, Vertriebsdirektor der Warsteiner Gruppe (Warsteiner, Herforder, Frankenheim, Paderborner)
  • Josef Westermeier, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb, Erdinger Weißbräu
Über Getränke Zeitung:

Getränke Zeitung ist eine 14-täglich erscheinende Fachzeitschrift für Entscheider im Ein- und Verkauf von Getränken. Neben topaktuellen Informationen, Nachrichten und Hintergründen aus dem laufenden Branchengeschehen liegt der Fokus auf ausführlichen Hintergrundberichten zur Entwicklung in den einzelnen Getränke-Segmenten, Shop-Reports, praxisnahen Recherchen und individuellen Firmenporträts. Sonderausgaben rund um große Branchenthemen sowie Diskussionsrunden mit führenden Köpfen aus Industrie und Handel gehören ebenfalls zum festen Bestandteil der Fachpublikation.

(Quelle: Pressemitteilung der Getränke Zeitung).

Labels: ,