Gastgewerbe Gedankensplitter



Dienstag, März 31, 2009

Social Web in Hotels.

Welche Möglichkeiten hat ein Hotelier, das Web 2.0 für sein Hotel zu nutzen? Gibt es Instrumente, die dem Hotelier einen echten Mehrwert für seine Gäste und sich bieten? Das Praktikerseminar "E-Business mit Erfolg" der Österreichischen Hoteliervereinigung versucht heute Antworten zu finden. Bianca Spalteholz und Stefan Niemeyer haben dort einen hörens- bzw. lesenswerten Vortrag gehalten: "Social Web in der Hotellerie" (Powerpoint).

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Montag, März 30, 2009

Kloster Stift Neuburg plant Klosterbrauerei.

Das Benediktinerkloster Stift Neuburg bei Heidelberg plant eine Klosterbrauerei samt Gaststätte und Klosterkäserei zu errichten: "Kloster will nun auch Bier brauen", in: Morgenweb vom 30. März 2009.

Klosterbrauereien und Klosterbiere haben unter Bierliebhabern einen guten Ruf. Nicht selten wird er mehr oder weniger ausgebeutet. Wobei es wirklich schwierig ist, die Grenze zu ziehen zwischen heilig und scheinheilig.
  • Biere, die wirklich von Mönchen oder Nonnen gebraut werden, sind sehr selten. Beispiele: St. Sixtus, ein Trappisten-Kloster in Belgien mit ihrem Bier Westvleteren Trappist. Mehr darüber: "Westvleteren Trappist", Chimay in Belgien. Im Benediktinnenkloster Melchtal in der Schweiz, im Klosterbräuhaus Ursberg und in der Klosterbrauerei des Klosters Mallersdorf in Mallersdorf-Pfaffenberg wird das Bier heute noch von Nonnen gebraut. Siehe dazu: "Schwester Braumeisterin".
  • Biere, die in Klöstern gebraut werden, wenn auch nicht von Mönchen oder Nonnen. Beispiele: Ettaler Klosterbiere, Biere der Kloster-Brauerei Scheyern (seit 2006 reaktiviert), die Klosterbrauerei Kreuzberg des Franziskanerklosters Kreuzberg in der Rhön und die Weltenburger Klosterbiere. Abgefüllt werden die Weltenburger Klosterbiere in der Regensburger Brauerei Bischofshof, wo auch die "Welterburger Biere" (ohne den Zusatz "Kloster") gebraut werden. Die Brauerei Bischofshof gehört dem Erzbistum Regensburg. Siehe dazu meinen früheren Beitrag "Statt jammern exportieren".
  • Biere, die in Brauereien, die Klöster gehören, gebraut werden. Beispiel: Klosterbrauerei Andechs im Eigentum und am Fuße des Kloster Andechs gelegen.
  • Biere, die in einer "Klosterbrauerei" gebraut werden, deren Namen aber gar nichts mit einem Kloster zu tun hat, außer daß früher einmal ein Kloster in der Nähe gewesen ist. Beispiel: Klosterbräu Bamberg und Klosterbrauerei Neuzelle. Beide Betriebe kokettieren nicht mit ihrem historischen Namen, sondern führen ihn schlichtweg korrekt weiter.
  • Markennamen, die von Klöstern lizensiert worden sind. Beispiele: "Kloster Plankstetten" wird von der Riedenburger Brauerei gebraut mit ökologisch angebautem Getreide aus dem Klostergut. "Kloster Seligenporten" wird von der Neumarkter Lammsbräu gebraut.
  • Markennamen, die den Namen einer früher einmal vorhandenen Klosterbrauerei tragen. Beispiele: St. Michaelsberg, eine Marke der Bamberger Maisel Bräu (die seit letztem Jahr insolvent ist). Die Alpirsbacher Klosterbräu wurde 1877 von Johann Gottfried Glauner gegründet, der eine einstige Klosterbrauerei reaktiviert hat.
  • Markennamen, die geeignet sind, naiven Zeitgenossen inen religiösen Bezug vorzugaukeln oder in der Werbung gar mit Pseudo-Mönchen spielen. Wobei dem Management der Spaten-Franziskaner-Bräu KGaA (dahinter steckt der belgische Konzern InBev) zu Gute gehalten werden muß, daß von denen niemand behauptet, es handele sich um ein Klosterbier, genauso wenig wie von den Verkäufern der Weißbiermarke "Kapuziner" und der Biermarke "Mönchshof" (Kulmbacher Brauerei AG, dahinter steckt Schörghubers Brau Holding International AG und letztlich der holländische Brauereikonzern Heineken mit 49% Anteil an der BHI).
Es wäre im Sinne der Wahrheit und des Verbraucherschutzes sinnvoll, wenn auf den Flaschenbieretiketten angegeben werden müßte, wo die Biere gebraut und wo sie abgefüllt worden sind. Doch leider hat die deutsche Brauwirtschaft dies bislang verhindert.

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Brauereisterben.

In einem Interview der "Welt" sagt Ullrich Kallmeyer, der Chef der Radeberger Gruppe, voraus, 25 bis 50 Prozent der mittelgroßen Brauereien könnten vom Markt verschwinden: "Brauerei-Chef erwartet Markensterben bei Bieren", in: Die Welt vom 29. März 2009.

Wenn ich mir das Marken-Portfolio von Radeberger anschaue, daß man sich über viele Jahre zusammengekauft hat, fällt es nicht schwer, lieb und gerne auf mehr als die Hälfte der Biermarken zu verzichten, auch wenn Ullrich Kallmeyer dies wohl so nicht gemeint hat, sondern eher Wettbewerber sterben sieht:
  • Radeberger
  • Jever
  • Schöfferhofer
  • Clausthaler
  • Altenmünster
  • Krusovice
  • Kindl Weisse
  • Hövels
  • Corona
  • Estrella
  • Stuttgarter Hofbräu
  • Berliner Pilsner
  • Berliner Kindl
  • Ur-Krostitzer
  • Freiberger Brauhaus
  • Binding
  • Tucher
  • Brinkhoff's
  • Dortmunder Kronen
  • Sion
  • Gilde
  • Rostocker
  • Schlösser
  • Allgäuer Brauhaus
  • Henninger
  • Schultheiss
  • Rexpils
  • Märkischer Landmann
  • Wiküler
  • DAB
  • Union
  • Ritter
  • Stifts
  • Thier
  • Küppers Kölsch
  • Kurfürsten Kölsch
  • Reudnitzer
  • Andreas Pils
  • Sternburg
  • Hansa
  • Sester
Mehr zum Thema "Brauereisterben".

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Weisswurst-Speisekarte.

Der Metzger und Hotelier Norbert Wittmann (Hotel Wittmann in Neumarkt) setzt auf ein komplettes Weißwurst-Speisekarte, z.B. mit:
  • Vorspeise: Weißwurst-Carpaccio an Limetten-Vinaigrette garniert mit Ruccola.
  • Weißwurst-Pilz-Ragout kombiniert mit frischen ökologisch gezüchteten Schwammerln vom Lammsbräu dazu Bratkartoffel vom Pinzl aus Schwarzach
  • Weißwurst-Gröstl im Pfanndl serviert mit Gemüse, Kartoffeln, Brezen und Wittmanns Weißwurst
  • Weißwurstschnitzel paniert in Butter gebacken dazu Kartoffel-Gurken-Salat
  • Gebratene Weißwurst mit Spielelei in Butter gebraten mit Bratensoß dazu Kartoffel-Gurken-Salat
  • Weißwurst im Schlafrock, marinierte Weißwurst paniert und in Butter gebacken mit hausgemachtem Kartoffelsalat und frische Marktsala
  • Weißwurst-Desert, eine süße Weißwurst, püriert mit Marzipan, Sahne und Pistazien, dazu Zwetschgenröster & Eis vom Zitronen-Sorbet.
Was ist das Besondere an Norbert Wittmanns Weißwürsten. Er verwendet ausschließlich Vollmilch-Kalbfleisch und Speck vom Hällischen Landschwein. Mit einerschonenden Kuttermethode werden edle Naturgewürzen und frische Petersilie zugesetzt. Die Weißwürste werden täglich frisch zubereitet, manchmal sogar zweimal am Tag. Werfen Sie einmal einen Blick auf seine Weißwurst-Speisekarte (PDF).

Doch Norbert Wittmann hat noch mehr Ideen entwickelt, Weißwürste zu thematisieren:
  • eine Weißwurst-Akademie mit einem Weißwurst-Diplom für erfolgreiche Teilnehmer
  • ein Seminarzentrum mit einer kleinen Schaumetzgerei.
  • Partnerschaften mit der Neumarkter Lammsbräu und dem Senf-Produzenten Händlmaier
  • eine Light-Version der Weißwurst ("Rapsowit-Weißwurst").
  • Er hat sogar an einem Weißwurst-Lied mitgewirkt.

Slow Food Messe spuert keine Krise.

Ludwigsburg – Die Slow Food Messe "Markt des guten Geschmacks", die vom 2. bis 5. April 2009 in der Neuen Messe Stuttgart stattfindet, ist mit 350 Ausstellern nahezu ausgebucht. Auch dieses Mal sind zahlreiche Bewerber abgewiesen worden, weil sie die strengen Zulassungskriterien von Slow Food für gute, saubere und fair gehandelte Produkte nicht erfüllten.

Der Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Otto Geisel, kündigte an, dass das Messe-Programm um zwei neue Elemente erweitert werde. So wird sich sich die neu entstandene Slow-Food-Jugendbewegung "Youth Food Movement" mit einem Kongress- und Musikprogramm präsentieren. Und im Rahmen der Vinothek der Messe wird Slow Food die Aktion "Guter Wein für alle Tage" starten. Nach dem Vorbild des italienischen Weinführers "Guida del Vino Quotidiano" werden die regionalen Slow-Food-Convivien Weine empfehlen, die von guter Qualität sind aber nicht mehr als acht Euro kosten. Geisel berichtete, dass schon jetzt das Echo bei Winzern und Winzergenossenschaften groß sei, Weine nach diesen Kriterien anzubieten.

Fotos von der Slow Food Messe 2008 und eine Sammlung von Messeberichten über die letztjährige Slow Food Messe von Jan Theofel aus Stuttgart.

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Urlaubsboerse.

Neu im Angebot der Destination Oberpfälzer Wald ist der Service Urlaubsbörse. Urlaubsinteressenten geben die Daten Ihres Wunschurlaubs unverbindlich ein. Von Gastgebern, die einen Urlaub anbieten können, der zur Anfrage paßt, gehen dann passende Angebote ein.

Bierzeitung 2009.

Ostbayern Tourismus setzt auf Bier-Tourismus. Neu erschienen ist der Prospekt "Bierzeitung 2009" mit Ankündigungen der schönsten Feste und Berichten über die besten Biere in Niederbayern und der Oberpfalz:
"Wie schmeckt ein Menü aus Oberpfälzer Landbier-Bruschetta, Schweinefilet mit Bier-Senf-Kräuterkruste, Topfenknödel mit Bockbiereis?"
Antwort auf diese und viele weitere Fragen, dazu Bier & Barock-Urlaubsangebote, Bier-Menüs, unterhaltsame Geschichten rund ums Thema Bier finden Sie in der neuen, kostenlosen Bierzeitung. Etwas ungeschickt ist es, daß man sich die Bierzeitung nur als Print zusenden lassen und nicht auch herunter laden kann. Bei den älteren Ausgaben ist dies möglich. Diese Veröffentlichung wird unterstützt durch eine Vielzahl von Brauereien der Region. Siehe dazu auch Bier & Barock.

Mehr über "Bier-Tourismus".

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@Oberkellner.

@oberkellner ist der Nickname eines ehemaligen Betriebsleiter eines Multiplexkinos. Er hat seinen Arbeitsplatz gekündigt, bereitet sich auf eine neue Tätigkeit in der Gastronomie in Berlin vor und läßt die Abonnenten ("Follower") seines Twitter-Accounts daran teilhaben.

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Fernsehfreie Kneipen.

In New York haben bereits so viele Gaststätten Fernsehen laufen, daß es zu einem Alleinstellungsmerkmal wird, wenn man TV-frei ist: "The Few, the Proud: Pubs That Still Resist the Pull of the Television Screen ", in: New York Times vom 8. März 2009.

BeerMenue, eine Website, die sich ganz dem Thema Bierkarten in New York verschrieben hat (mehr dazu: "Bierkarten von New York", in: Bier in der Gastronomie), verfügt sogar über eine eigene Liste mit Kneipen ohne Fernsehen.

Irgendwie ist mir das sympathisch. Wir haben in den über 25 Jahren, in denen meine Bamberger Café Abseits existiert, nur ein einziges Mal ein paar Wochen lang einen Fernseher aufgestellt und zwar bei der letzten Fußball-Weltmeisterschaft. Und das auch nur weil im Hochsommer ohnehin die Gäste, die sich lieber unterhalten, im Biergarten fernsehfrei sitzen konnten.

Aber damit will ich nichts gesagt haben gegen Konzepte wie "Sportbars".

Regionaltypische Speisekarten.

Regionaltypische Speisekarten, genauer gesagt: Speisekarten mit regionaltypischen Produkten, erwarten insbesondere Touristen (Einheimischen hängen solche Produkte mitunter zum Hals heraus). Auf der Website eines Hotel-Restaurants, das damit um Touristen und Busreisegruppen buhlt, habe ich diese Liste von Produkten gefunden (wohlgemerkt: mehr Speisen wurden auf dieser Website nicht verzeichnet):

Schnitzel "Wiener Art", mit hausgemachtem Kartoffelsalat und buntem Salatteller6,90 Euro
Schnitzel "Wiener Art", mit Pommes Frites und buntem Salatteller6,90 Euro
Jägerschnitzel mit Champignons und Herzoginkartoffeln und buntem Salatteller7,50 Euro
Grillteller nach Art des Hauses mit Gemüse, Röstinchen und buntem Salatteller9,90 Euro
Rumpsteak, pikant gewürzt mit Kräuterbutter und Pommes Frites und buntem Salatteller10,90 Euro
Filetsteak, pikant gewürzte Rinderlende mit Knoblauchbutter, Röstinchen und buntem Salatteller12,90 Euro

Können Sie an diesem Speisekartenauszug erkennen, in welcher Region dieses Hotel seinen Standort hat?

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Sonntag, März 29, 2009

Und ewig kotzt das Murmeltier: Rauchverbot in der Gastronomie per Arbeitsschutz.

Per Pressemitteilung vom 26. März 2009 setzt sich die Bundesärztekammer für einen Gesetzentwurf der Grünen im Bundestag ein, der ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie erzwingen will in Form einer Aufhebung der Befreiungsregelung in der Arbeitsstättenverordnung.

Ich dokumentiere und kommentiere diese Presseeklärung der Bundesärztekammer:

"Hoppe: Bund muss einheitliches Rauchverbot in der Gastronomie durchsetzen

Berlin, 26.03.2009. Die Bundesärztekammer sieht den Bund in der Pflicht, den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz auch in gastronomischen Betrieben durchzusetzen.
"Die eine Million Beschäftigten in der Gastronomie haben das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Der Bundesgesetzgeber hat es in der Hand, hier für klare Verhältnisse zu sorgen"
sagte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe anlässlich der heutigen Beratung im Bundestag über den Gesetzentwurf der Grünen zur Verankerung eines umfassenden Schutzes vor Passivrauchen im Arbeitsschutzgesetz. Die Bundesärztekammer begrüße ausdrücklich den Vorstoß der Grünen, ein konsequentes Rauchverbot in allen Betrieben einschließlich der Gastronomie gesetzlich zu verankern.
"Die Ausnahmeregelung in der Arbeitsstättenverordnung für Betriebe mit Publikumsverkehr widerspricht den Anforderungen eines umfassenden Gesundheitsschutzes der Beschäftigten. Vor allem die Mitarbeiter in der Gastronomie sind viel stärker als andere Arbeitnehmer den Schadstoffen des Tabakrauchs ausgesetzt. Deshalb darf es hier keine Ausnahmeregelungen geben"
so Hoppe. Notwendig sei ein bundesweit einheitliches und ausnahmsloses Rauchverbot in allen Betrieben.
"Einen Flickenteppich unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen in den Ländern darf es nicht länger geben"
sagte der Ärztepräsident. Nur ein umfassendes Rauchverbot an allen Arbeitsplätzen diene dem Gesundheitsschutz und Rechtsfrieden.
"Die Bundesregierung braucht nur einen Blick über den Rhein zu werfen. In Frankreich ist das vollständige Rauchverbot in der Gastronomie ein durchschlagender Erfolg. Die durch Tabakrauch bedingten Gesundheitsbeschwerden der Gastronomiemitarbeiter sind deutlich zurückgegangen. Über 80 Prozent der Bevölkerung bewerten das Rauchverbot positiv. Das müsste doch auch der Bundesregierung die Angst vor einer konsequenten Entscheidung nehmen"
sagte Hoppe."

Meine Meinung dazu:
  • Eine entsprechende, parteiübergreifende Initiative ist zu Beginn der Bundestagswahlperiode kläglich an mangelnder Unterstützung gescheitert. Siehe dazu: "Kein Rauchverbot im Bundestag" vom 21. Januar 2007.
  • Außer den Grünen ist wohl keine Partei so lebensmüde, ausgerechnet im Jahr der Europa-, der Bundestags- und weitere Wahlen in den Ländern und Kommunen es mit der Gastronomie zu verscherzen.
  • In der Sache: Ein Rauchverbot per Arbeitsschutzgesetz bzw. Arbeitsstättenverordnung würde nur nicht rauchende Arbeitnehmer schützen, aber nicht die rauchenden Arbeitnehmer, mithelfende Familienangehörige, Gesellschafter, Genossen und Vereinsmitglieder. Wie könnte ein Tag in einer Gaststätte aussehen, wenn darin vorgeschrieben wäre, nicht rauchende Arbeitnehmer seien auch in der Gastronomie vor Tabakrauch zu schützen? Siehe dazu: "Rauchverbot per Arbeitsstättenverordnung".

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Pankower Negativliste in Rheinland-Pfalz?

Kerstin Stiefel, Pressesprecherin des rheinland-pfälzischen Landesuntersuchungsamtes in Koblenz, lehnt die Pankower Negativliste ab. Wenn man die Sache unprofessionell angehe, würden die Betriebe ruiniert: "Schmuddel-Wirte an den Pranger", in: Rhein-Zeitung vom 28. März 2009.

In einem weiteren Artikel "Neuwied belohnt vorbildliche Lokale mit Platz auf Positivliste", in: Rhein-Zeitung vom 28. März 2009, kommen Lebensmittelkontrolleure mehrerer Landkreise und kreisfreier Städte in Rheinland-Pfalz zu Wort. Sie lehnen die Brandmarkung von Lebensmittel verarbeitenden Betrieben ab. Bemängelt wird die Schwarz-Weiß-Malerei des Pankower Systems. Kein Betrieb würde jahrelang mängelfrei arbeiten. Das Bewertungsverfahren bewerte zu viele Sachen zugleich. Man wisse nicht, wofür der Smiley oder auch eine negative Bewertung stehe.

Der Kreis Neuwied zeichnet Betriebe positiv aus. Einmal jährlich veröffentlicht die Verwaltung eine Liste mit sehr sauberen Lokalen und Geschäften.

Wichtiger als Betriebe zu brandmarken, sei es, Gastronomen über Hygienevorschriften zu informieren, bevor sie ihr Gewerbe anmelden. Den Gesundheitsämtern würde so viel Arbeit erspart. Die Vergabe eines Siegels bzw. eine Negativliste würden nicht nur zu Rechtsstreitigkeiten führen, sondern auch Arbeitskraft binden, die sinnvoller eingesetzt werden könnte.

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Samstag, März 28, 2009

Vom Zauber der Bude: LWL-Industriemuseum zeigt Trinkhallen im Revier.

Bochum (lwl). Die Bude ist ein lebendiges Stück Ruhrgebiet. Rund 18.000 der für das Revier so typischen kleinen Verkaufsstellen gibt es heute noch. Die Herner Fotografin Brigitte Kraemer hat im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) drei Jahre lang mit ihrer Kamera Kioske und Trinkhallen in den Focus genommen. Die Ergebnisse sind ab Sonntag, 29. März, in der Fotoausstellung "Die Bude" im LWL-Industriemuseums Zeche Hannover in Bochum zu sehen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Menschen in und an der Bude. Die Fotos von Brigitte Kraemer zeigen Kinder, die ihr Taschengeld an der Bude in Süßigkeiten umsetzen, Jugendliche, die den Kiosk als Treffpunkt nutzen, oder Frauen und Männern aus der Nachbarschaft, die an der Trinkhalle ihr Schwätzchen halten. Denn die Trinkhallen sind nicht nur Läden mit besonderen Öffnungszeiten für Gelegenheitseinkäufe, sondern haben im Alltag der Menschen auch eine wichtige Funktion als Kommunikationsort. Hier bietet sich oft die Gelegenheit, mit dem Verkäufer und anderen Kunden einen Plausch über das Wetter, Sport, Politik oder Ereignisse aus der Nachbarschaft zu halten. Dieser persönliche Kontakt macht den Reiz der Buden aus.

Die Fotos zeigen zahlreiche Facetten dieser sozialen Funktion: Die Besucher sehen stolze und nachdenkliche, glückliche und erwartungsfrohe, aber auch erschöpfte und vom Leben gezeichnete Menschen. Und sie blicken in die Hinterzimmer der Kioske, die oft Küche, Wohn- und Schlafzimmer zugleich sind. In manchen Trinkhallen scheint die Zeit still zu stehen und sich gegen alle modischen Neuerungen zu behaupten. Auch das macht den besonderen Charme der Buden aus.

Die Herner Fotografin Brigitte Kraemer hat sich über Jahre mit dem Phänomen "Bude" befasst - mit der oftmals eigenwilligen Architektur der kleinen Bauten, dem Warenangebot, und vor allem mit den Menschen in und an der Bude. Die Bilder der Fotoserie, die im Auftrag des LWL-Industriemuseums in den Jahren 2006 bis 2008 entstanden, sind gesellschaftskritische, sozial engagierte und humorvolle Studien des ganz gewöhnlichen Lebens.
"Ob Brigitte Kraemer Männer beim Feierabendbier zeigt oder einen Blick in die Räumlichkeiten hinter dem Budenfenster wirft: mit einprägsamer und genauer Beobachtung zeigen ihre Bilder das Besondere im Alltäglichen. Dabei verklärt die Fotografin das Leben an der Bude nicht zum Idyll, sondern zeigt auch Menschen, die vom Leben gezeichnet sind"
so Museumsleiter Dietmar Osses. Die Menschen in den Aufnahmen scheinen die Präsenz der Kamera zu vergessen. Die Bilder sind nah dran ohne aufdringlich zu sein.

Geschichte der Trinkhallen im Revier
"Seit den 1870er Jahren haben die Buden - ursprünglich als Trinkhallen und Seltersbuden für den Verkauf von industriell abgefülltem Mineralwasser gedacht- rasche Verbreitung im Revier gefunden"
erklärt Osses. Während sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts oft als Existenssicherung für Kriegsversehrte und Bergmannswitwen dienten, erweiterten die Trinkhallen in den 1960er Jahren ihre Warenpalette und entwickelten sich zu kleinen Kaufläden mit persönlichem Service und besonderen Öffnungszeiten.

Mit dem Rückzug der Großindustrie aus dem Ruhrgebiet haben die ehemals an den Werkstoren gelegenen Kioske ihre Laufkundschaft verloren. Dietmar Osses:
"Die Trinkhallen in den Werkssiedlungen konnten sich jedoch oft behaupten: Nachdem viele traditionelle Lebensmittelgeschäfte zentralen Supermarktketten weichen mussten, füllten sie mit ihrem Angebot an Alltagsprodukten diese Versorgungslücke vor Ort aus."
Nach der Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten und Ausstattung von Tankstellen mit supermarktähnlichen Shops geraten die Buden jedoch zunehmend unter Konkurrenzdruck. Während die alt eingesessenen Kioske oft auf das besondere Einkaufserlebnis setzen, versuchen andere, mit innovativen Konzepten wie dem Angebot von internationalen Telefongelegenheiten und Internetterminals neue Kundenkreise zu erreichen. Heute wird ein wachsender Teil der Trinkhallen als Kleinstbetrieb von Zuwanderern betrieben, die mit dem Kiosk den Schritt in die unternehmerische Selbständigkeit wagen.

Brigitte Kraemer

Brigitte Kraemer wurde in Hamm geboren. Von 1976 bis 1982 studierte sie Fotografie und Grafik Design an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen bei Angela Neuke und Willy Fleckhaus und arbeitet seitdem als freischaffende Fotografin im Ruhrgebiet. Neben Auftragsarbeiten für die großen Magazine wie Stern, Spiegel und Zeit-Magazin wurde ihre Arbeit in zahlreichen Einzelausstellugen in Museen und Galerien gezeigt und vielfach ausgezeichnet.

Begleitband

Zur Ausstellung erscheint ein Bildband mit 150 Fotografien von Brigitte Kraemer sowie Texten zu Geschichte, Mythos und Realität der Trinkhallen von Frank Goosen, Dietmar Osses und Anne Overbeck.

Die Bude. Trinkhallen im Ruhrgebiet. Fotografien von Brigitte Kraemer. Hg. Dietmar Osses, LWL-Industriemuseum, Essen: Klartext-Verlag 2009.

Begleitprogramm

Das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover bietet während der Laufzeit der Ausstellung ein reichhaltiges Begleitprogramm an.

Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 13.000 Beschäftigten für die 8,5 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 19 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, den ein Parlament mit 100 Mitgliedern aus den Kommunen kontrolliert.

(Quelle: Pressemitteilung des LWL-Heimatmuseums).

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Wein in der Hotel-Gastronomie.

(openPR) - Bergisch Gladbach, 24.März 2009 - Die Hotel-Gastronomie ist ein wichtiger Distributionskanal des deutschen Weinmarktes, der noch niemals zuvor erforscht worden ist. Macrom, führendes Marktforschungsinstitut im Bereich Wein, hat sich die Erschließung des Weinmarktes als Ziel gesetzt und erstmalig die Hotel-Gastronomie als weiteren Absatzkanal analysiert. Um die Größe der Hotellerie, ihre Zusammensetzung und Bedeutung für den Gesamt-Weinmarkt herauszufinden, befragte Macrom knapp 100 Entscheider der Branche aus der ganzen Bundesrepublik. Auch Menge und Wert der getrunkenen Weine, Beschaffungskanäle, Beliebtheit der Weinanbauländer und Anregungen zu Aktionen sind Punkte der umfassenden Marktanalyse.

Der deutsche Weinmarkt gliedert sich in zwei Bereiche:
  • den Massenmarkt, dessen Weinvertrieb meist über Discounter und Verbraucher-/ Supermärkte abgewickelt wird, und
  • den Spezialmarkt, der sich aus Originalabfüllungen der Weingüter speist. Der Bereich der Hotel-Gastronomie zählt zu den Kanälen, in denen meist hochwertige Originalabfüllungen verkauft werden.
Der Gesamt-Weinmarkt in Deutschland hat ein Marktvolumen von 21,5 Mio. hl und wird zu 80 % von Stillwein dominiert. 13,2 % der Gesamtmenge gehen an die Gastronomie, gut ein Drittel davon speziell an die Hotel-Gastronomie, die sich aus den Segmenten Restaurant, Bankett, Bar und Minibar zusammensetzt. Insgesamt 54,8 Mio. Liter Wein wurden im Jahr 2008 abgesetzt. Nach Wert ist die Hotellerie sogar der bedeutendste Absatzkanal in Deutschland mit einem Marktanteil von 427,2 Mio. Euro (exkl. Mehrwertsteuer).

Große Bekanntheit haben im Hotelgewerbe französische und italienische Rotweine - Bordeaux ist einer der Klassiker. Bei Weißweinen liegt Deutschland vorne: Mehr als die Hälfte der befragten Hotelfachleute nannten klassische deutsche Anbaugebiete. Auch bei einem guten Preis-Leistungsverhältnis wurde zu 51 % Deutschland genannt - mit großem Abstand zu Italien und Spanien. Im Trend sind nach wie vor die klassischen Weinanbauländer der alten Welt: Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Die neue Welt liegt bei 16 % - ihr beliebtestes Land ist Südafrika.

Bei der Frage nach dem Grund des Trends spielen gerade in Deutschland regionale Gründe eine große Rolle. Auch gute Qualität und Bekanntheit sind den Hotelfachleuten wichtig.

Restaurants machen den größten Anteil an der Hotel-Gastronomie aus. In der Durchschnittsbetrachtung nimmt das Bankett nur den zweiten Rang ein, ist aber in Häusern mit Bankettangebot in der Regel der mengenmäßig bedeutendste Bereich. Allerdings laufen hier meist Weine der unteren preislichen Kategorie.

Der durchschnittliche monatliche Absatz nach Flaschen ist recht hoch, schwankt allerdings auch je nach Größe des Betriebs. Deutsche Weine machen den Großteil des Angebots auf der Weinkarte aus. Französische, italienische und spanische Weine folgen.

Dem Angebot entsprechend sieht auch die Notenverteilung aus: Deutschland erhält durchgehend sehr gute Werte, wird als "sehr geeignet" für alle Bereiche der Hotellerie beschrieben. Auf dem zweiten Platz folgt Italien mit der Note "gut", knapp dahinter Frankreich und Spanien. Südafrika und Chile als Vertreter der neuen Welt liegen bei durchschnittlichen "befriedigend". Im Restaurant wird den Ländern sogar noch weniger Eignung bescheinigt.

Die Marktstudie bringt ans Licht, wie wenig generische Unterstützung durch Weinanbauländer der Gastronomie zukommt: 65 % der befragten Fachleute befanden, dass sie keine Unterstützung bekommen. Deutschland mit einem Zuspruch von 28 % hat noch den besten Wert. Andererseits bekommen knapp ein Viertel der Hotelgastronomen Unterstützung nicht durch die Länder, sondern durch die Winzer. So ist auch zu erklären, dass sich sehr viele Fachleute an Winzer wenden, um mit ihnen in Kooperation Verkostungen anzubieten. Auch Wine & Dine mit Winzern gehören zu beliebten Aktionen, um den Weinabsatz zu steigern. Anregungen für weitere Aktionen beziehen sich auf Unterstützung bei Verkostungsabenden und Länder-Aktionen.

Bezugsquelle der Hotels ist größtenteils der Getränke-Fachgroßhandel, es folgen Weinimporteure und Winzer.

Fazit der Marktanalyse von Macrom ist, dass die Hotel-Gastronomie ein wichtiger Absatzkanal für hochwertige Weine ist. Die Hotellerie hat gerade für den Spezialmarkt mit seinen Originalabfüllungen eine große Bedeutung. Dominiert wird sie von den klassischen Weinanbauländern der alten Welt, doch auch hochwertige Weine aus anderen Gebieten haben mit einem guten Weinmarketing die Chance, sich zu etablieren. Somit dürfte die Hotel-Gastronomie in keinem strategischen Portfolio eines Weinanbieters fehlen.

macrom Marketingresearch & Consult hat sich darauf spezialisiert, sowohl etablierte als auch neue Märkte auf nationaler oder internationaler Ebene transparent zu machen. Neben den grundlegenden Strukturen und Entwicklungen wird in unseren Analysen vor allem ein „Gefühl für den Markt“ vermittelt, das es ermöglicht, aufgrund eines tiefgreifenden Verständnisses die richtigen unternehmerischen Entscheidungen zu treffen. Unsere Philosophie ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Forschung nicht nur eine fundierte Wissensbasis zu schaffen, sondern darüber hinaus auch die für sie passenden Empfehlungen abzuleiten. Die reine Forschung verbindet sich somit in unseren Projekten mit analytischen und beraterischen Elementen und schafft für Sie den maximalen Nutzen.

Mit unserer über 15-jährigen Tätigkeit im Bereich komplexer Marktanalysen verfügen wir über die Erfahrung, die sachlogisch und ökonomisch sinnvollen Instrumente und Methoden auszuwählen. Unsere Erfahrung in unterschiedlichsten nationalen und internationalen Märkten kommt Ihnen darüber hinaus auch im Bereich unserer Analysen und Empfehlungen zugute, denn Strukturen und Dynamik verlaufen in Märkten nach analogen Gesetzen.

(Quelle: Pressemitteilung von macrom Marketingresearch & Consult).

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Kostet Billigbier Arbeitsplaetze?

In einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa mit Ulrich Kallmeyer, dem Chef der Radeberger Gruppe, hat dieser behauptet, der Trend zu "Billigbier" (plus 6% im lezten Jahr bei einem Rückgang des gesamten Bierabsatzes von 4%) gehe zu Lasten von Arbeitsplätzen:
"Für einen neue Stelle bei Billigbierproduzenten fielen vier Stellen bei Premiumbierherstellern weg. Beispielsweise Werbung und Produktentwicklung gebe es in großem Umfang nur bei den Premiumherstellern."
Radeberger habe die Innovationen bezahlt, die andere kopieren würden: "Billigbier läuft in der Krise bestens", in: Münstersche Zeitung vom 28. März 2009.

Ich widerspreche:
  • Bei der Bierherstellung selbst ist der Verkaufspreis kein Faktor, der die Personalkosten beeinflußt. Entscheidend ist die Degression des personellen Aufwands, wenn die produzierte Menge steigt. Radeberger ist mit seiner enormen Größe, der Strategie, kleinere Brauereitöchter stillzulegen und Kostenvorteile großer Brauereien einzuheimsen, keine glaubwürdige Alternative zu Anbietern wie Oettinger. Eine Alternative nicht nur bei der Bierqualität, sondern auch in bezug auf den Erhalt von Arbeitsplätzen, sind hingegen die kleinen und mittleren handwerklichen Brauereien. Diese haben auch, im Unterschied zu den Fernsehbieren, überwiegend keine Probleme bei Preisakzeptanz und Absatz.
  • Bei der Produktentwicklung sind die Fernsehbrauereien wenig innovativ, wenn es gilt, neue Bierrezepturen zu entwickeln, Bier quer zu denken. Produktentwicklung heißt bei denen vor allem neue Biermixgetränke. Bei den Bieren geht es vor allem um das Design von Flaschen, Kästen, Bierwerbemitteln, um "neue Schläuche" für den "alten Wein".
  • Und auf Arbeitsplätze im Marketing, also auf den Versuch, mit Sponsoring, Fernsehwerbung und sonstigem Mist Plörre loszuschlagen, ist von mir aus geschissen.
  • Wenn es Oettinger leicht fällt, Produkte wie "Schöfferhofer Grapefruit" mit ihrem Produkt "Oettinger Weizen & Grapefruit" zu imitieren, spricht dies dafür, daß die Produktentwicklung von Schöfferhofer, einer Marke der Radeberger Gruppe, wenig nachhaltig ist.

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Negativlisten auch in Hamburg?

Auch in der Bezirksverwaltung des Hamburger Bezirks Altona überlegt man sich Negativlisten nach dem Vorbild Berlin-Pankows: "Altona: "Ekel-Listen" für Lokale?", in: Hamburger Abendblatt vom 28. März 2009.

Den populistischen Befürwortern wie Andreas Grutzeck (CDU) und Stefan Krappa (SPD) könnte es nicht schaden, sie würden, bevor sie schwätzen, die zuständigen Kontrolleure fragen. Der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure hat sich dagegen ausgeprochen: "BVLK zur Pankower Negativliste: So nicht!".

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Geschaeftsideen fuer die Gastronomie.

Die Redaktion der Zeitschrift Impulse stellt Geschäftsideen vor, darunter auch 15 in der Gastronomie, z.B.
  • rentacook, ein Mietkochkonzept von Manuel Wagner in Salzburg. Er hat 1999 auf der Salzburger Messe "Alles für den Gast" am Stand eines Küchengeräteherstellers gekocht. Zwei ältere Damen haben sich zugewispert, so einen Koch sollte man auch für zu Hause haben, und ihn auf die Idee gebracht. Mittlerweile hat er eine ganze Reihe neuer Dienstleistungen rund um rentacook aufgebaut. Mehr darüber erfahren Sie in seiner Firmengeschichte.
  • "Bollesje", ein Restaurant in einem ehemaligen Gefängnis in Rüdesheim, das passenderweise ein Gefängnis thematisiert. Mehr über "Themen-Restaurants".

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Freitag, März 27, 2009

Kostenlose Werbung in unserem Twitter-Account.

Am kommenden Mittwoch können Sie kostenlos in unserem Twitter-Account @abseits werben. Sie erreichen damit zur Zeit 227 Abonnenten.

Die Teilnahmebedingungen:
  • Senden Sie uns per E-Mail an webmaster@abseits.de Ihre Werbebotschaft im Umfang von maximal 110 Anschläge plus einen Link.
  • Ihre Werbung sollte für Gastronomen und Hoteliers interessant sein.
  • Sie selbst nutzen Twitter. Senden Sie uns mit Ihrer Werbebotschaft die URL Ihres Twitter-Accounts. Wenn Sie noch keinen Twitter-Account haben, können Sie auf der Website Twitter.com kostenlos anmelden. Mehr verrät Ihnen: "Twitter für Anfänger".
Siehe auch: "NEU: Werbung in Echtzeit auf twitter.com/turi2", in: werbung2.de vom 23. März 2009.

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So ermutigen Hotels Blogger zu Berichten.

Wie Hoteliers Blogger motivieren können, über ihr Hotel zu schreiben: "Internet Marketing Ideas for Your Hotel: Encouraging Travel Bloggers To Write About Your Hotel (The Insider’s Guide To Pitching A Story)", in: Hotel Marketing Strategies Blog vom 23. März 2009.

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Der Hotelinspektor: "Hotel Sachsenross", Altenau.

Am 5. April 2009 startet RTL um 19.05 Uhr die neue Serie "Der Hotelinspektor" mit der Episode: "Hotel Sachsenross" in Altenau im Oberharz. Hotelcaoch ist Heinz Horrmann, Fernsehzuschauern bekannt als Jurymitglied der VOX-Serie "Die Kocharena".

In unserer Branche kennt und schätzt man Heinz Herrmann als Journalist und Buchautoren. Der 65jährige war 25 Jahre lang bei der den Zeitungen "Welt", "Welt am Sonntag" und "Berliner Morgenpost" tätig. Im April 2001 wurde Horrmann als erster (und bisher einziger) Journalist mit dem begehrten Five Star Diamond Award der American Academy of Hospitality Sciences als "Bester Hotel-Autor weltweit" geehrt. Für seine "Verdienste um die deutsche Hotellerie und Gastronomie" und "seinen Einsatz, die Service-Wüste zu beseitigen" (so die Begründung) bekam er im selben Jahr das Bundesverdienstkreuz am Bande. Im November 2005 verlieh ihm die Brillat Savarin-Stiftung und die Gastronomische Akademie Deutschlands den Carl-Friedrich-von-Rumohr-Ring für sein Lebenswerk.

Neben der journalistischen Tätigkeit checkte Horrmann Hotels für die Organisation Leading Hotels of the world und die American Academy of Hospitality Sciences Hotels mit anonymen Tests. Der Nachrichtensender CNN nannte ihn den "meist respektierten Hotel- Kritiker weltweit".

Über seinen schwierigen Job in der ersten Folge schreibt RTL:
"Besitzer des 2-Sterne-Hotels 'Sachenross' ist seit zweieinhalb Jahren Rolf Nick (54). Nachdem seine Frau ihn verlassen hat, führt er das Hotel ganz alleine. Das Haus wurde 1855 erbaut und verfügt über 26 Zimmer, Sauna und Restaurant. Das gesamte Hotel befindet sich in einem schlechten Zustand, die Einrichtung ist veraltet, die Sanitäreinrichtungen und Küche sind unhygienisch. Die Auslastung der Herberge liegt bei gerade mal acht Prozent. Entsprechend negativ fällt Horrmanns erster Eindruck aus, er hält das Hotel für Gäste nicht zumutbar, denn wie kann ein Hotel von nur einem Menschen geführt werden? Mit zahlreichen Verbesserungsvorschläge macht sich der Fachmann ans Werk und will dem 'Sachenross' zu neuem Glanz verhelfen..."
Lesen Sie auch ein Interview mit Horrmann, in dem er erzählt, was er von einem guten Hotel erwartet. Das heraldische Motiv Sachsenross ist ein in Niedersachsen beliebteter Name auch in der Gastronomie.
Siehe auch: "Alles über Heinz Horrmann".

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Wirtshauskultur auf dem Lande: Schafkopf und Musikbox.

Das Bauernmuseum Frensdorf in Frensdorf im Landkreis Bamberg eröffnet am ersten Wochenende im April (3. bis 5. April) mit einem Kulturprogramm die benachbarte ehemalige Gastwirtschaft "Schmaus" als Museumsgasthof. Eine begleitende Sonderausstellung "Schafkopf und Musikbox" gibt einen Einblick in die Wirtshauskultur auf dem Lande. Sie läuft noch bis zum 31. Oktober 2009.

Wie es zu dem Relaunch der Gastsstätte gekommen ist:
"2004 erwarb der Landkreis das Nachbaranwesen, ein jahrelang leer stehendes Gaststättengebäude mit Tanzsaal, und bezieht dieses nun ins museale Gesamtkonzept ein. Durch die Sanierung der ehemaligen Gastwirtschaft Schmaus, die baulich dem Charakter der 50er Jahre angepasst wurde, ist jetzt die Bewirtung im Bauernmuseum gesichert. Die Wirtsstube bietet Platz für rund 60 Personen. Ein Pluspunkt ist der traditionelle Tanzsaal, der künftig für kulturelle Veranstaltungen und Festlichkeiten genutzt werden kann. Hier wird Dorfkultur wieder greifbar gemacht. Geplant ist eine bodenständige Küche - sprich: Die guten alten fränkischen Gerichte kommen zu neuen Ehren. Auf dem Speisezettel stehen rein Produkte aus der Region und auch der Kräuter- und Gemüsegarten des Museums ist ein wichtiger Zulieferer. An sonnigen Tagen können Besucher im Biergarten bei süffigem Bier und deftiger Brotzeit verweilen.
Mehr darüber: "Jetzt auch zum Schmaus ins Bauernmuseum".

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Berlin mit Schmuddel-Image.

Wie sehr das Bild Berlins von der Pankower Negativliste geprägt wird, sieht man, wenn man in Google Maps nach Berlin sucht. Auf Platz 2 der meist besuchten, von Nutzern erstellten Maps steht die Landkarte "Pankower Smiley-System für kontrollierte Betriebshygiene Negativliste", die bereits 3.149 mal angeschaut worden ist. Populärer ist lediglich eine Landkarte mit Berliner Kinos.

Wie blöd muß man sein, um das mit viel Aufwand geprägte Image Berlins als für Touristen attraktiv ohne Zwang zu ramponieren?

Im Vergleich dazu: Paris mit zwei für Touristen nützlichen Landkarten mit den Arrondissements von Paris und den U-Bahn-Stationen oder Bamberg mit Landkarten, die die Standorte von Veranstaltungen der städtischen Volkshochschule und einen Triathlon-Wettbewerb thematisieren.

Google Maps zeigt, wenn man nach Städtenamen sucht, die zwei jeweils populärsten nutzergenererten Landkarten an. Für Destinationen ist es recht einfach, dafür zu sorgen, daß zwei Landkarten angezeigt werden, die ein positives Bild der Stadt zeichnen. Sie müssen nur dafür sorgen, daß nützliche Landkarten in Google Maps angelegt und aktualisiert werden, die Besucher interessieren. Das dürfte Destinationsmanagern leicht fallen, weil sie ohnehin häufig für Touristen interessante, thematische Listen für andere Publikationszwecke erstellen (lassen). Ergänzen sollten sie diese Liste auf ihren meist traffic-starken Websites der Destinationen verlinken und so dafür sorgen, daß sie häufig besucht werden.

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Malen mit Kaffee.

Noch bis zum 31. März 2009 dauert eine Ausstellung des kolumbianischen Malers und Graphikers Claudia Osario im Bamberger Kunst & Café Floriana. Als Farbe verwendet er Kaffee. Filterkaffee verdunstet mehrere Tage lang, bis ein Sirup entstanden ist, der als Farbe verwendet wird. Dargestellt werden Motive aus Bamberg. Mehr darüber: "Bamberg auf Kaffee" (PDF).

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Donnerstag, März 26, 2009

Wissenschaftlicher Dienst des Bundestags thematisiert Twitter.

Nachdem in den letzten Tagen schon einige angesehene Zeitschriften, so die "Wirtschaftswoche", über Twitter berichtet haben ("Bratwurst, ich komme!", hat sich auch der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages damit beschäftigt: "Twitter" (PDF).

Es ist erfreulich, daß in diesen Tagen, in denen zahlreiche Bundestagsabgeordnete im Zusammenhang mit der geforderten Sperrung von Websites mit kinderpornographischen Inhalte, im Bundestag zu Protokoll geben, daß sie vom Internet keine Ahnung haben, wenigstens der eigene Wissenschaftliche Dienst versucht, sie mit einem Teilaspekt vertraut zu machen.

Nicht erwähnt wird der sozialdemokratische Bundestagsabgeordente Jörg Tauss, der nicht nur im Bundestag gebrüllt, sondern auch bis zum 11. März 2009 rege getwittert hat. Seine Genossen, die ansonsten gerne das Wort "Solidarität" im Munde führen, haben ihn nicht nur fallen gelassen wie eine heiße Kartoffeln, sondern ihn auch aus seinen Ämtern gejagt.

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Mittwoch, März 25, 2009

Bier-Querdenker.

Der Verband Private Brauereien Bayern, München, das Institut Romeis, Oberthulba, und die Fachzeitschrift Brauwelt aus dem Fachverlag Hans Carl, Nürnberg, haben am 18. März 2009, 14.00 Uhr in der Bamberger Brauereigaststätte Keesmann einen kostenlosen Workshop unter dem Motto: "Wege zu innovativen, erfolgreichen Bieren" veranstaltet.

Das Programm (PDF) hat Wege zur Produktdiversifikation in mittelständischen und kleineren Brauereien aufgezeigt, also wie man sich mit seinen Bieren von den Massenbieren abheben kann:
  • Farbe
  • Geruch
  • Geschmack
  • Stammwürze/Alkohol,
  • Rohstoffe (Wasser, Malz, Hopfen, Hefe)
nicht ausschließlich im Rahmen des Reinheitsgebotes. Es ging nicht um Biermischgetränke.

Der Workshop war schnell ausgebucht. Teilgenommen haben Führungskräfte aus dem Bereich mittlere und kleinere Brauereien, die Interesse daran haben, sich von den Massenproduktionen der Konzerne abzuheben und sich von diesem Workshop entsprechenden Anregungen erwartet haben.

Moderator dieses Workshops ist Dr.-Ing. Karl-Ullrich Heyse, der Herausgeber der Brauwelt, gewesen.

Unter anderen stellte der gebürtige Amerikaner und Braumeister Eric Toft von der Brauerei Schönram in Petting sein Bier "Green Sapphire Edelbock" vor. Eric Toft hat im letzen Jahr, zusammen mit Vertretern des Hopfenpflanzverbandes Hallertau e.V. auf dem Jahreskongresses der "Craft Brewers" und ihres Verbandes, der "American Brewers Association" vom 18. bis 21. April 2008 in Austin/Texas dieses Bier zur Demonstration der Qualität des Hallertauer Aromahopfens vorgestellt. Der "Green Sapphire Edelbock" wird mit einer Gesamthopfengabe von 900 g/hl der neuen Aromasorte Saphir aus der Hallertau gebraut. Er provozierte einen regelrechten Ansturm von interessierten Brauern am Messestand des Hopfenpflanzerverbandes. Mehr darüber in der damaligen Pressemitteilung "Hopfenpflanzerverband wirbt in USA mit eigenem Spezialbier für Aromahopfen" (PDF).

Weitere Querdenker laut Programm:

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Sesselfurzer-Zeitvertreib: Wie definieren wir einen Fumoir?

Das gesetzliche Rauchverbot ist in Österreich und der Schweiz später als in Deutschland in Kraft getreten. So profitieren die dortigen Kollegen von den Erfahrungen ihrer deutschen Kollegen und den je nach Gesetzesformulierung unterschiedlichen Tricks, das Rauchverbot zu umgehen. Hingegen scheinen die Sesselfurzer zu selten ins Internet zu schauen, sonst hätten sie die Schwierigkeiten des Vollzugs schwammiger Gesetzesformulierungen bereits während der Gesetzgebung durchschaut.

Wie in Deutschland (siehe dazu etwa: "Murks des Gesetzgebers: Das Rauchverbot in Baden-Wuerttemberg ist weitgehend gescheitert") ist auch in der Schweiz strittig, was denn ein Nebenzimmer ist. Im Kanton Solothurn will man per Verordnung das schlamperte Gesetz nachbessern:
"In der Verordnung ist schwarz auf weiss festgeschrieben, was als Fumoir gilt: Es muss ein abgetrennter Nebenraum sein, der Hauptausschankraum des Betriebs darf nicht als Raucherraum genutzt werden und mehr als die Hälfte der Fläche der Innenräume muss rauchfrei sein. Fumoirs müssen vom Nichtraucherbereich baulich abgetrennt sein. Gut abgedichtete Glaswände und Glastüren sind erlaubt, nicht aber Faltwände. Zudem darf der Zugang zu den rauchfreien Räumen und den sanitären Anlagen nicht über das Fumoir erfolgen."
Quelle: "Rauchverbot: Verordnung soll Klarheit schaffen", in: Solothurner Tagblatt vom 25. März 2009.

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Nur wenig Kneipen mit Rauchverbot in der Duesseldorfer Altstadt.

Timo Bakenfelder hat sich in der Düsseldorfer Altsttadt umgesehen, ob das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie wirkt. "'Eigentlich hat sich nie etwas geändert'", in: Rheinische Post vom 23. März 2009. Gaststätten, die ihre rauchende Kundschaft vor die Tür schicken, seien die Ausnahme.

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Dienstag, März 24, 2009

Twitter-Treffen in Dresden.

So kommt man in die Zeitung. Das erste ostdeutsche Twitter-Treffen im Dresdner Traditionslokal Schillergarten hat nicht nur etwa 30 Twitter-Nutzer angelockt, sondern auch die Presse verleitet, darüber zu berichten: "Schillergarten Dresden: Erstes Twitter-Treffen in Ostdeutschland", in: Super-Illu vom 19. März 2009.

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Anfaengerfehler.

Gerade eben gelesen auf einem Bewertungsportal in einer Besprechung eines vor wenigen Wochen eröffneten Restaurants:
"Eine Rechnung gibt es nur in Form einer Quittung mit falsch ausgewiesener MwSt. (7 % statt 19 %, wir hatten im Lokal gegessen und nichts mitgenommen)..."
Mehr zum Thema:

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Montag, März 23, 2009

Mindestlohn benachteiligt Geringverdiener in den Staedten.

17. März 2009. Auf dem Land ist das Leben kostengünstiger und so liegen auch die Löhne meist unter dem Niveau in der Stadt. Solche räumlichen Unterschiede wie auch andere Dimensionen der Lohnstruktur wurden in der Diskussion um die Einführung eines einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns bisher weitgehend vernachlässigt.

Zu Unrecht, wie eine neue Studie des ifo Instituts zeigt.
"Ein Mindestlohn erreicht viele Arbeitnehmer in der Stadt nicht, greift aber auf dem Land umso stärker"
erklärt Thiess Büttner, Bereichsleiter am ifo Institut und einer der Autoren. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Lohn eines ungelernten Arbeiters unter dem Mindestlohn von 6,50 Euro liegt, ist nach den Ergebnissen der Studie auf dem Land um rund 10 Prozentpunkte höher als in der Stadt. Für Frauen beträgt der Unterschied sogar 17 Prozentpunkte. In erster Linie profitieren von einem Mindestlohn also die Arbeitskräfte, die weiterhin auf dem Land beschäftigt sind. Die anderen Arbeitskräfte werden auf den städtischen Arbeitsmarkt drängen.
"Der Mindestlohn lässt deswegen das Lohnniveau in der Stadt im Verhältnis zum Umland sinken"
erläutert Büttner. Gleichzeitig erhöhen sich aber die Lebenshaltungskosten, da die Mieten durch die Zuwanderung in die Stadt ansteigen. Dieser indirekte Einfluss des Mindestlohns kann dazu führen, dass sich die Arbeits- und Lebensbedingungen gerade für die sozial Schwachen in den Städten verschlechtern. Selbst wenn der Mindestlohn gesamtwirtschaftlich keine negativen Beschäftigungseffekte entfaltet, können sich daher nachteilige Wirkungen auf den Lebensstandard von Geringverdienern ergeben.

Publikation: Thiess Büttner, Alexander Ebertz, Jens Ruhose: "Der Mindestlohn und die räumliche Lohnstruktur in Deutschland", ifo Schnelldienst 5/2009, S. 20-26. (PDF)

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Fuer die Freiheit der Ausbeutung der Autoren.

Eine Reihe von Verlegern, Wissenschaftlern usw. hat heute den Aufruf "Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte", in: textkritik.de veröffentlicht.

Der Literaturwissenschaftler Priv.-Doz. Dr. Gunther Nickel, Darmstadt, Mainz, einer der Unterzeichner des Aufrufs, schreibt zur Rechtfertigung des Urheberrechts in seinem Beitrag "Google unterhöhlt das Urheberrecht. Worum geht es genau, mit welchen Konsequenzen, und wo erfährt man mehr?":
"Der Sinn und der Zweck des Urheberrechts bestand und besteht darin, daß Autorinnen und Autoren über das Resultat ihrer eigenen Arbeit souverän verfügen und eine angemessene Beteiligung an den wirtschaftlichen Erlösen aus ihrer Produktion erzielen können."
Dann wundert es mich, daß Verleger Google attackieren. Google zahlt seinen Partnern im Anzeigennetzwerk Google Adsense mehr als 76 Prozent seiner Erlöse. Gemeine Autoren werden von Verlegern nur ca. 10 bis 15 Prozent der Erlöse gezahlt. Geht es den Verlegern und ihren Apologeten nicht vielmehr um die Verteidigung ihrer enormen Spannen bei der Vermarktung von Inhalten der Autoren?

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Steuererhoehungen für Bier waeren ein Armutszeugnis fuer die Politik.

20.03.2009, Die deutschen Brauer haben die Sorge, dass die Umsetzungen von Forderungen im Entwurf des Nationalen Aktionsprogramms zur Alkoholprävention zu einer Steuererhöhung für Bier führen können. Alkoholmissbrauch und schädlicher Konsum sind keine Frage von höheren Steuern und Preisen, wie insbesondere die skandinavischen Länder mit hohen Abgaben bewiesen.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Rechtsanwalt Peter Hahn, betont:
"Steuererhöhungen sollten in Zeiten der Finanzkrise ohnehin kein Thema sein. Die Menschen leiden bereits seit langem unter vielen Abgaben. Nicht ohne Grund wird immer wieder gefordert: Mehr Netto vom Brutto."
Hahn ergänzt:
"Steuererhöhungen treffen gerade die Mehrheit der Deutschen, die Bier verantwortungsbewusst genieße. Diejenigen, die Missbrauch betreiben, werden von einer derartigen Strafmaßnahme nicht abgehalten."
In Deutschland konsumieren gut 95% der Menschen Bier und andere alkoholhaltige Getränke in einem unbedenklichen Maß. Knapp 5% gilt es über die Gefahren eines zu hohen, riskanten Konsums aufzuklären und von ihrem Fehlverhalten abzuhalten.

Aus Sicht des Deutschen Brauer-Bundes sind Informations- und Präventionskampagnen geeignet, den Missbrauch erst gar nicht entstehen zu lassen. Gesundheitspolitisch begründete Steueranhebungen, um Bier und andere alkoholhaltige Getränke unattraktiv zu machen, führen aus Branchensicht nur dazu, dass die Menschen zu billigeren, mitunter gefährlichen Produkten greifen und in die Illegalität getrieben werden.

Die deutschen Brauer setzen auf die Einsicht und Verantwortung der Menschen. Gerade Eltern und andere Erziehungsberechtigte und -beauftragte müssen stärker eingebunden werden, den Alkoholmissbrauch etwa von Kindern und Jugendlichen zu bekämpfen. Hier sei der Staat gefordert, zumal im Entwurf des Nationale Aktionsprogramms zur Alkoholprävention selbst Mängel in der Alkoholprävention einräumt werden.

(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Brauer-Bundes).

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Transparenz.

Die Befürworter des "Modellprojekts Pankower Smiley-System für kontrollierte Betriebshygiene" argumentieren, die veröffentlichten Listen der Betriebe (Negativ- bzw. Positivliste) erhöhe die Transparenz der Verbraucher.

Dies ist mitnichten so. Im Berliner Bezirk Pankow gibt es nach Angaben des Bezirks rund 7.000 Betriebe, die Lebensmittel verarbeiten. Nach Angaben der Ordnungsbehörde hat es bei 2.300 immer wieder Beanstandungen gegeben. Von diesen 2.300 Betrieben sind jedoch nur die Namen und Anschriften von ursprünglich 39 Betrieben veröffentlicht worden (mittlerweile ist die Negativliste deutlich geschrumpft). Von den demnach 4.700 Betrieen, die nie oder selten Grund zu Beanstandung geben, wurde nur eine minimale Auswahl (von ein paar Betrieben) in einer Positivliste veröffentlicht.

Wahre Transparenz sieht anders. Meines Erachtens sollte Berlin-Pankow eine durchsuchbare Datenbank veröffentlichen mit
  • sämtlichen Betrieben, die Lebensmittel verarbeiten, mit Namen und Anschrift
  • Dazu die Namen, das Datum, das Beginn und das Ende der Lebensmittelkontrolle mit dem kompletten Untersuchungsergebnis.
  • Die kontrollierten Betriebe sollten die Möglichkeit haben, das Ergebnis der amtlichen Kontrolle zu kommentieren. Umgekehrt sollten aber auch die kritisierten Lebensmittelkontrolleure sich rechtfertigen.
Mithilfe einer solchen Datenbank hätten Kunden und Gäste tatsächlich die Chance, ein klares Bild zu gewinnen von den hygienischen Zuständen in den Betrieben, aber auch von der Effizienz und Sorgfalt der Kontrolleure. Eine solche transparente Arbeitsweise scheuen nur solche Lebensmittelkontrolleure, die für Schmiergelder empfänglich sind. Doch ist dies kein Grund, eine Zufallsauswahl von Betrieben öffentlich fertig zu machen.

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Sonntag, März 22, 2009

BVLK zur Pankower Negativliste: So nicht!

Martin Müller, Bundesvorsitzender des Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure e.V. nimmt zur Pankower Negativliste Stellung:
"BVLK zur Pankower Negativliste
So nicht!


Seit Montag dem 02. März wird in Berlin-Pankow im Internet eine Negativliste der Gastronomiebetriebe des Bezirkes veröffentlicht.

Eine Veröffentlichung ist sicher für den Verbraucher eine sehr gute Möglichkeit, ihn bei seiner Entscheidung, wohin er zum Essen geht, zu unterstützen. Hier ist jedoch die Frage zu stellen, ob man einseitig vorgehen darf. Ist es nicht eine Diskriminierung der Gastronomie? Darf ich eine solche Alleinstellung im Lebensmittelrecht treffen? Sind die Gastronomen die einzigen 'Hygienesünder'? Was ist mit den Bäckern, Fleischern und dem Einzelhandel und der Nahrungsmittelindustrie? Muss hier nicht nach dem Gleichheitsgrundsatz verfahren werden? Entweder alle oder keiner? Sollte es jedoch legal sein, einzelne Branchen anprangern zu dürfen, muss für diese Bereiche ausreichend Kontrollpersonal vorhanden sein. Das ist in Pankow, wie überall in der Bundesrepublik Deutschland, nicht der Fall.

An dieser Stelle ist dann weiter zu überprüfen, ob Bagatellmängel die am 07. 05. 2008 aufgenommen wurden, noch in dieser Liste auftauchen dürfen. Es muss im Sinne der Verbraucher und der Unternehmen eine zeitnahe Nachkontrolle durchgeführt werden, die den Erfolg des Kontrollbesuchs überprüft.

In Deutschland fehlen ca. 1500 Lebensmittelkontrolleurinnen- und Kontrolleure. Sie fehlen nicht nur bei der Kontrolle von 'Ekelbetrieben' jeglicher Art sondern auch im Tagesgeschäft der Lebensmittelüberwachung. Dadurch wird sehr häufig Kontrolle als Schadensbegrenzung betrieben. Es kann für den Verbraucherschutz nicht förderlich sein, wenn Lebensmittelkontrolleure 2500 Betriebe kontrollieren müssen. Von der EU-Inspektion wurde noch im letzten Jahr eine große deutsche Stadt gerügt die 1200 Lebensmittelbetriebe einem Lebensmittelkontrolleur zugewiesen hatte.

Daher ist der BVLK strikt dagegen, dass wegen des fehlenden Personals, als Abwehrmaßnahme der Pranger gewählt wird. Es muss vielmehr das Problem bekämpft werden. Deutschland braucht endlich so viele Lebensmittelkontrolleure, dass selbst ein Smileysystem wie in Pankow gerecht angewandt werden kann.

Wenn ein Lebensmittelüberwachungsamt, so wie der Bezirk Pankow, die Möglichkeit der zeitnahen Kontrolle und der Nachkontrolle, wegen des fehlenden Kontrollpersonals nicht ausschöpfen kann, darf eine solche Negativliste nicht weiter geführt werden. Lebensmittelüberwachung darf nicht zur experimentellen Spielwiese verkommen. Viel besser wäre es, so wie vom BVLK gefordert und in NRW durchgeführt, durch die Positivliste die Betriebe aufzulisten, in denen Hygiene großgeschrieben wird.

Martin Müller"

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Wie in Koeln das Rauchverbot ausgetrickst wird.

Wie Wirte in Köln tricksen, um ihre rauchende Kundschaft nicht zu verlieren: "Die Schummel-Tricks der Wirte", in: Kölner Stadtanzeiger vom 22. März 2009.

Neu sind sie nicht diese Tricks, sondern alle schon einmal in "Gastgewerbe Gedankensplitter" angesprochen:
  • Speisen an einem anderen Ort zubereiten lassen.
  • Das Rauchen auf eine Zeit begrenzen (z.B. ab 22 oder 23 Uhr abends) und dann keine Speisen mehr ausgeben. Meistens lohnt es sich ohnehin nicht, danach noch Speisen anzubieten. Die Küche selbst kann dann trotzdem noch arbeiten, z.B. den nächsten Tag vorzubereiten und putzen.
  • Die Gäste darüber abstimmen lassen bzw. per Rundgang befragen, ob alle damit einverstanden sind, daß ab sofort geraucht wird. Diese Variante ist eine Abart einer festen Zeit, ab der geraucht werden darf, und sorgt zudem für Konsens unter den Gästen.
Koscher ist das nur mehr oder weniger.

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Berliner Bezirke Spandau, Marzahn-Hellersdorf, Neukölln und Lichtenberg planen Negativliste.

Nach Berlin-Pankow planen auch die Berliner Bezirke Spandau, Marzahn-Hellersdorf, Neukölln und Lichtenberg lebensvermittelverarbeitende Betriebe in ihren Bezirken zu diffamieren: "4 Bezirke planen Gammel-Listen", in: BZ vom 22. März 2009. Mehr über das "Modellprojekt Pankower Smiley-System für kontrollierte Betriebshygiene".

Aber es gibt auch außerhalb Berlins Populisten, die gerne auf die Gastronomie einprügeln. Dazu zählt Dipl. oec. Herbert Nowotny, FDP-Chef der Stadt Brandenburg an der Havel: "Nowotny: 'Wer sauber arbeitet, hat nichts zu verbergen'", in: Meetinppoint-Brandenburg.de vom 21. März 2009. Kein Wunder, daß mit solchem Personal die FDP in Brandenburg an der Havel trotz der bundesweit guten Umfragewerte für die FDP mit nur 5,3 Prozent bei den letzten Kommunalwahlen deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist und mit nur drei Stadträten ihren Fraktionsstatus verloren hat. 2003 hatte die FDP noch 8 Prozent erzielt. Hinter Nowotny versammelt sich nur noch ein verlorener, kleiner Haufen von 40 Parteimitgliedern: "Nowotny alter und neuer Vorsitzender", in: Märkische Allgemeine vom 29. Februar 2009.

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Samstag, März 21, 2009

Umsatzzahlen Januar 2009: Gastgewerbe weiterhin im Minus.

(Berlin, 20. März 2009)
"Dem Gastgewerbe geht es immer so gut wie seinen Gästen. Und wenn Firmen und Verbraucher auf die Sparbremse treten, bekommen das unsere Betriebe voll zu spüren"
sagt Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), mit Blick auf die am Freitag vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten Umsatzzahlen. Auch wenn sich das Bild im Vergleich zum Dezember etwas gebessert hat, mussten vor allem die Hoteliers und Caterer deutliche Umsatzverluste hinnehmen. Im Januar sank der Umsatz im Gastgewerbe nominal um 3,2 Prozent, real um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Eine Prognose für das Gesamtjahr sei schwierig.
"Jetzt kommt es darauf an, ob und wie schnell es der Politik gelingt, mit sinnvollen Maßnahmen wieder Zuversicht und Vertrauen zu vermitteln"
macht Fischer deutlich und bekräftigt die Forderung der Branche nach Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Hotellerie und Gastronomie.

Die Lage im Gastgewerbe sei heterogen.
"Alle Betriebe, die stark vom Firmengeschäft, also von Tagungen und Geschäftsessen, abhängig sind, haben überdurchschnittliche Umsatzeinbußen"
berichtet Fischer. Der private Konsum sei vergleichsweise stabil.
"In schwierigen Zeiten wächst das Kommunikationsbedürfnis. Die Bürger wollen von der Krise mal abschalten, sich verwöhnen lassen. Unsere Betriebe bieten den kleinen Urlaub vom Alltag."
Gefragt seien regionale Gerichte zu bezahlbaren Preisen.

So waren die Umsatzverluste für die Gastronomie auch weniger stark als in der Gesamtbranche. Im Januar verzeichneten die Restaurants, Bars und Kneipen ein Minus von 2,5 Prozent (real -4,8 Prozent). Das Beherbergungsgewerbe dagegen setzte nominal 4,4 Prozent (real -5,9 Prozent) weniger um als im Vorjahreszeitraum. Aber auch hier gab es Gewinner. Aufgrund der guten Wintersportbedingungen konnten sich die Hotels und Gasthöfe in den deutschen Mittelgebirgen über mehr Gäste freuen. Fischer hofft jetzt auf sonniges Osterreisewetter und eine gute Feriensaison.
"Denn der Deutschlandtourismus liegt weiterhin im Trend."
Auf Talfahrt befindet sich der Umsatz der Caterer. Setzten sich diese Unternehmen in der Vergangenheit positiv vom Branchentrend ab, mussten sie im ersten Monat des Jahres einen Umsatzrückgang von 4,1 Prozent verkraften. Preisbereinigt waren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar 6,8 Prozent weniger in der Kasse. Die Gründe liegen laut Fischer auf der Hand:
"Es werden zurzeit deutlich weniger Firmenveranstaltungen wie Tagungen, Schulungen oder Kongresse durchgeführt. Darunter leiden die Caterer."
Hinzukomme die Kurzarbeit in einigen Großkonzernen.
"Weniger Mitarbeiter an den Bändern bedeuten weniger Gäste in den Betriebsrestaurants"
erklärt Fischer.

Fischer fordert die Politik auf, endlich mit vernünftigen Maßnahmen die Binnennachfrage zu beleben.
"Es darf nicht sein, dass internationale Konzerne und Großbanken die volle Unterstützung des Staates erfahren, während die berechtigten Forderungen der mittelständischen Hotellerie und Gastronomie, die hier am Standort Deutschland Arbeits- und Ausbildungsplätze sichern, ignoriert werden"
kritisiert Fischer.

An erster Stelle für die Branche stehe die Senkung der Mehrwertsteuer für das Gastgewerbe.
"Jetzt ist der Weg frei"
so Fischer. Der Beschluss der EU-Finanzminister vom 10. März dieses Jahres eröffne auch Deutschland die Möglichkeit, bestehende Wettbewerbsnachteile für die heimische Tourismuswirtschaft endlich zu beseitigen.
"Sieben Prozent Mehrwertsteuer schaffen mehr Flexibilität an der Preisfront, damit mehr Nachfrage und Beschäftigung, mehr Spielräume bei längst notwendigen Investitionen sowie bei der Qualifizierung und Entlohnung der Mitarbeiter"
zeigt der DEHOGA-Präsident auf.
"In einer personalintensiven Branche sorgt der reduzierte Mehrwertsteuersatz für positive Impulse am Arbeitsmarkt. Damit wären die befürchteten Steuerausfälle für den Staat nur von kurzfristiger Dauer. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz wäre ein wirklich effizientes Konjunkturprogramm für den Tourismus in Deutschland"
so Fischer abschließend.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Bundesverbandes).

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Malzhaus, Plauen.

Das "Malzhaus" in Plauen im Vogtland hat eine bewegte Geschichte, kurz gesagt von einer Mälzerei über ein Clubhaus in der Zeit, als die Vorgänger der "Linken" noch was zu sagen hatten, bis hin zum heutigen Kultur- und Kommunikationszentrum. Mehr erfahren Sie in dem Buch "Das Malzhaus in Plauen. Von Grafen, Mälzern, Kulturhungrigen und der Kunst durchzuhalten«".

Die Gastronomie besteht aus einem Restaurant, einem Biergarten und dem Malzcafé, dem Dreh- und Angelpunkt in einem gleich neben der Bühne gelegenen Gewölbekeller mit zahlreichen Biersorten.

In der Galerie im Malzhaus gestaltet der Kunstverein Plauen Ausstellungen.

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Whopper Bar.

Die Wirtschaftswoche berichtet, Burger King plane unter anderem auch in München einen neuen Restauranttyp auszuprobieren, die sogenannte "Whopper Bar": "Burger King test neuen Restauranttyp" vom 21. März 2009.

Es wird zurecht darauf hingewiesen, daß das Konzept, ein Produkt nach den Wünschen des Gastes zusammenzustellen nicht neu ist und auch dem Geschäftsmodell von Subway zu Grunde liegt.

Aber unter dem Schlagwort "kundenindividuelle Massenproduktion" wird diese Form des Produktions- und Bediensystems schon lange diskutiert und als zukunftsfähig angesehen.

Ein besonderer Reiz besteht nicht nur darin, ein eigenes Produkt kreieren zu können, sondern von den Anregungen anderer Kunden zu profitieren. Wer kennt das nicht auch schon aus der traditionellen Gastronomie, wenn ein Gast sieht, was ein anderer Gast ist und sagt: "Das möchte ich auch haben!".

Die kundenindividuelle Massenproduktion erweitert auch den Blick der Gastronomie auf Rezepturen, Produkte, Zutatenkombinationen, auf die man selbst kaum kommt. Deshalb ist es wichtig, den Kunden auch die Möglichkeit zu offerieren, neue Zutaten vorzuschlagen. Mehr über kundenindividuelle Massenproduktion.

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Heute nacht fliegt der Twitchhiker nach Neuseeland.

Wie ist es eigentlich dem Twitchhiker in den letzten Tagen ergangen? Er is am 1. März gestartet mit dem Ziel innerhalb 30 Tagen so weit wie möglich zu kommen, ohne einen Pfennig für die Fahrten und die Übernachtungen zu bezahlen. Siehe dazu: "Twitchhiker - eine journalistische Reise mithilfe von Twitter". Zwischendurch hat ihn sein Weg auch kurz nach Deutschland geführt: Mehr darüber: "Der Twitchhiker in Deutschland".

Wie zu erwarten gewesen ist, war es am schwierigsten, Sponsoren zu finden, die die Flüge über die Ozeane finanzieren. Nun hat er aber endlich einen Flug über den Pazifik ergattert und fliegt heute nacht (in seiner Zeit) von Kalifornien nach Auckland, die heimliche Hauptstadt Neuseelands.

Je länger seine Reise dauert, um so weiter er kommt, um so mehr nimmt auch das Interesse der Medien zu. In seinem Beitrag "Day 14/15 - Good Morning America, goodbye Texas" berichtet er über ein Kurzinterview in der Frühstücksendung "Good Morning, America" des Fernsehsenders ABC, die landesweit ausgestrahlt wird.

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Freitag, März 20, 2009

Abenteueressen in Berlin-Pankow.

Oliver Maria Schmitt hat die Pankower Negativliste als "Guide Michelin für Low-Budget-Esser mit Abenteuerlust und eisernem Magen" hergenommen und sich vor Ort in den als schmuddelig diffamierten Gaststätten umgeschaut: "Ich hab noch Hunger in Berlin!", in: Die Zeit vom 19. März 2009.

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Schoene, neue Welt.

Der Umsatz der Gastronomie in Bayern sei nach der Einführung des strengen Rauchverbots kräftig gestiegen, behauptet Theresa Schoppe, die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen und sogenannte Gesundheitsexpertin der Grünen im bayerischen Landtag: "Rauchverbot: Nächster Ärger programmiert", in: Nürnberger Nachrichten vom 20. März 2009.

Für Bayern gibt es frei zugänglich beim Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Umsatz und Beschäftigte im bayerischen Gastgewerbe - Dezember 2008 Dateiausgabe (PDF).

Demnach ist der Umsatz in der getränkegeprägten Gastronomie im Dezember 2008 im Vergleich zum Dezember 2007 um 14,9 Prozent nominal und um 16,6 Prozent real zurückgegangen. Deutlich ist der Unterschied zur speisengeprägten Gastronomie, die vom Rauchverbot faktisch nicht so betroffen ist. Dort ist der Umsatz nur um nominal 2,2 Prozent und real um 4,6 Prozent zurückgegangen. Für das Gesamtjahr 2008 hat die getränkegeprägte Gastronomie dank der Abertausenden von Raucherclubs nur einen Umsatzrückgang von real minus 0,3 Prozent zu verkraften im Vergleich zu einem realen Umsatzzuwachs der speisengeprägten Gastronomie um 1,8 Prozent.

Für die Gastronomie Deutschlands gibt es Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach setzte das Gaststättengewerbe mit nominal - 3,9% und real - 6,2% weniger um als im Jahr 2007.

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Flickr-Photos anzeigen.

"Blogomus for Your Flickr Photos!", in: Blogger Buster vom 12. März 2009. Das dort empfohlene Get my Flickr Widget habe ich gleich mal ausprobiert:

Roy Tanck's Flickr Widget requires Flash Player 9 or better.

Get this widget at roytanck.com

Sie sollten nur solche Fotos einbinden, zu deren Veröffentlichung Sie berechtigt sind.

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Fraenkische Brotzeit.

Was eine fränkische Brotzeit von einer süddeutschen Vesper unterscheidet, verrät Slow Food Deutschland: "Die fränkische Brotzeit - eine kulinarische Philosophie".

Hans-Werner Bunz von Slow Food Deutschland rät zu Recht zu mehr regionalen Angeboten in der Gastronomie: "Mehr Regionalküche wagen - ein Aufruf".

Mehr lesenswerte Beiträge von Slow Food Deutschland zum Thema "Der Geschmack der Regionen".

Mehr über "Zwischenmahlzeiten".

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Twitter fuer Anfaenger.

Bislang sind Gastronomen und Hoteliers noch selten, die ihr Arsenal im Internetmarketing um das Tool Twitter erweitert haben. Aber es werden mehr. Siehe dazu: "Twitternde Gastronomen und Hotelliers" vom 2. Februar 2009.

Wer überlegt, mitzumachen, findet eine leicht verständliche Einführung in dem Beitrag "Twitter für Anfänger - so kann es losgehen" von Dirk Baranek vom 5. Januar 2009. Sein Twitter-Account: @baranek.

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Bewertungszettel für Ihre Gaeste.

Das Bewertungsportal Restaurant-Kritik.de hat "hübsch gestaltete", postkartengroße Bewertungszettel drucken lassen.

Die Bewertungen auf den Zetteln werden nicht auf die Website übertragen. Sie dienen allein dem internen Feedback-Prozess der auslegenden Gastronomen und sollen Gäste ermuntern, online Bewertungen abzugeben.

Sie erhalten kostenlos und unverbindlich 500 Exemplare. Schreiben Sie an news@restaurant-kritik.de.. Anschrift und Ansprechpartner nicht vergessen.

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XNiP.

In dem Artikel "Tausche Code gegen Content - XniP verknüpft Print und Online", in: update2 vom 20. März 2009, wird das Start-Up bzw. das neue Tool XNiP vorgestellt. Darin heißt es über mögliche Nutzungsmöglichkeiten in der Gastronomie:
"Aber auch Einzelhändler oder Restaurants sind im Visier der XNiPer. Wer den Code vom Aufkleber an der Tür ins Handy eingibt, bekommt Kontaktdaten, Öffnungszeiten oder die Speisekarte an seinen Account geschickt - womöglich entsteht eine Alternative zum Web-Dienst Qype. Auch für Coupon-Aktionen könnte das System genutzt werden. Damit würde auch der verknitterte Papiergutschein zum Ausschneiden bald der Vergangenheit angehören."
Wie funktioniert XNiP: Nutzer geben einen kurzen alphanumeerischen Code (also eine Folge von Ziffern und Zahlen) in ihr Handy ein und senden ihn per SMS an die Telefonnummer 53535 (Normaltarif) geben ihn auf der Website www.xnip.com eingeben. Der für diesen Code hinterlegte Content wird dann automatisch im entsprechenden User-Account auf www.xnip.com hinterlegt. In der XNiP-Ablage lassen sich dann alle Informationen jederzeit wieder aufrufen, sortieren, bewerten, weiterempfehlen und vieles mehr.

Für die Nutzer ist XNiP.com kostenlos (abgesehen von der normalen SMS-Gebühr, falls man diesen Servive nicht online nutzt, sondern per SMS).

Für die Anbieter von Informationen werden Gebühren fällig, über dessen Höhe man sich ausschweigt und nur verrät, daß man zwischen einer regelmäßigen Lizenzgebühr und einer erfolgsäbhängigen Gebühr wählen kann. In dieser Weise Gebühren nicht offen zu legen, macht mich persönlich immer mißtrauisch. Was hat man zu verbergen?

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Gastgewerbeumsatz im Januar 2009: real 5,2% niedriger als im Januar 2008.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im Januar 2009 nominal 3,2% und real 5,2% weniger um als im Januar 2008. Im Vergleich zum Dezember 2008 war der Umsatz im Gastgewerbe im Januar 2009 nach rechnerischer Kalender- und Saisonbereinigung nominal und real 1,2% niedriger.

Alle drei Bereiche des Gastgewerbes blieben im Januar 2009 nominal und real unter den Umsatzwerten des Januar 2008:
  • das Beherbergungsgewerbe mit nominal - 4,4% und real - 5,9%,
  • das Gaststättengewerbe mit nominal - 2,5% und real - 4,8% und
  • die Caterer mit nominal - 4,1% und real - 6,8%.
(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts).

Siehe dazu auch unseren Beitrag "Erreicht die Krise die Gastronomie".

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Donnerstag, März 19, 2009

Buchempfehlung: Corpus Delicti: ein Prozess.

Seit zwei Jahren polemisiere ich gegen den Trend zur totalitären Gesundheitskontrolle. Ein neuer Roman von Juli Zeh mit dem Titel "Corpus Delicti: Ein Prozess" greift dieses Thema auf.

In der Form eines Science-Fiction, der die Idee von Kafkas Process aufgreift, wird eine Gesundheitsdiktatour im Jahre 2057 erinnert. Gesundheit ist zur höchsten Bürgerspflicht geworden. Den Bürgern wird ein festes Sportpensum (das mich an die morgendliche Frühgymnastik im Stile Walter Ulbrichts erinnert) ebenso wie die Abgabe von Schlaf- und Ernährungsberichten. Buchstäblich über jeden Schritt seiner Bürger ist dieser Staat informiert.

Enttäuscht hat mich, angesichts der fast fünf Jahrzehnte, die der Roman in der Zukunft angesiedelt ist, daß zukünftige technische Möglichkeiten zu wenig angedacht werden. 2005 lief bei Arte eine dreiteilige Dokumentation "2057 - Unser Leben in der Zukunft". Das identisch gewählte Jahr legt nahe, daß die Autorin von dieser Dokumenttion inspiriert worden ist. Dennoch fällt der Roman weit hinter die in dieser Serie angedachte technologische Entwicklung zurück. In der ersten Folge "Der Mensch" wurde die Welt zukünftiger Gesundheitsvorsorge beschrieben. Der Held dieser Folge konnte eine für ihn bezahlbare Krankenversicherungsprämie nur bekommen, wenn er akzeptierte, daß er sich "vernünftig" ernährt. Seine Toilette ermittelt automatisch Daten aus seinem Urin, die der Krankenkasse automatisch gemeldet werden. Als er Alkohol getrunken hat und verunglückt, weigert sich die Krankenversicherung ihm eine lebenserhaltende Operation zu finanzieren.
Juli Zeh, geboren 1974 in Bonn, wurde für ihre Bücher, die inzwischen in 28 Sprachen übersetzt sind, vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Bücherpreis (2002), dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Per Olov Enquist-Preis (2005) und zuletzt mit dem Jürgen-Bansemer-und-Ute-Nyssen-Dramatiker-Preis (2008) sowie dem Prix Cévennes (2008).

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Google News Relaunch.

Das Geschäftsmodell von Zeitungsverlagen besteht im Kern darin, von Nachrichtenagenturen Nachrichten und Fotos zu kaufen, diese in eine eigene Designvorlage zu kopieren, gelegentlich durch Praktikanten dezent umformulieren zu lassen, mehr oder weniger bescheiden durch Beiträge eigener Journalisten zu ergänzen, von Inserenten Gelder für Anzeigen zu kassieren (alternativ eigene Verlagsprodukte wie auch Weine, DVDs, Bücher usw. von Dritten zu verticken) und den Mix aus Nachrichten und Anzeigen zu verkloppen oder zu verschenken. Jetzt hat Google begonnen, dieses Geschäftsmodell zu kopieren und die Wettbewerber heulen: "Wie Google News Redaktionen ausbeutet", in: Spiegel vom 20. März 2009.

Was man Google News (in der relauchten Variante) vorwerfen kann und muß, ist etwas ganz anderes. Suchmaschinen sollten eigene Quellen genauso gewichten wie andere Quellen. Der Nutzer erwartete eine objektive Auswahl, also die Anwendung neutraler Bewertungsregeln von Inhalten, egal ob die Inhalte von dem Suchmaschinenbetreiber selbst stammen oder von woanders.

Um ein Bild zu zeichnen: Wenn ich in eine Buchhandlung gehe und nach den besten Büchern zu einer bestimmten Thema frage, möchte ich, daß der Buchhändler ein Buch, das er selbst geschrieben oder verlegt hat, mir nur dann empfiehlt, wenn es wirklich zu den Besten gehört.

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Mittwoch, März 18, 2009

Ernaehrungskommunikation unter Gender-Aspekten.

(aid) - Männer essen weniger Obst und Gemüse, dafür aber fast doppelt soviel Fleisch- und Wurstwaren als Frauen. Und während Frauen oft "Dauerdiät" halten, zeigen Männer häufig ein eher pragmatisches oder lustbetontes Essverhalten.

Das 12. aid-Forum "Männer wollen mehr, Frauen wollens besser! Ernährungskommunikation unter Gender-Aspekten" wird sich daher mit der Frage beschäftigen, wie eine geschlechterorientierte Ernährungsansprache aussehen kann: Welche unterschiedlichen Bedürfnisse und Wahrnehmungen haben Frauen und Männer, wenn es um Ernährung und um die Vermittlung von Ernährungskompetenz geht? Wie kann in der Praxis gezielt auf diese "männlichen" und "weiblichen" Unterschiede eingegangen werden? Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen beleuchten den Status Quo der geschlechterspezifischen Ernährung und geben praxisnahe Empfehlungen für eine genderorientierte Ernährungskommunikation.
  • "Kulinaristik der Geschlechter. Von Frauen und Männern bei Tisch" - mit diesem Thema eröffnet Dr. Jana Rückert-John, Universität Stuttgart-Hohenheim, das aid-Forum.
  • Im Anschluss geht Privatdozent Dr. Gunther Hirschfelder, Universität Bonn, auf die kulturhistorische Entwicklung der geschlechterspezifischen Ernährung ein - von Herrenschokolade bis Damenkränzchen.
  • Einen Einblick in das Thema Gender-Marketing gibt Diplom-Mathematikerin und Marketingberaterin Eva Kreienkamp, Geschäftsführerin der FrischCo. GmbH in Berlin.
  • Dr. Hans Prömper, Leiter des Frankfurter KEB-Bildungswerks, beschäftigt sich mit dem Thema "Mann is(st) anders. Gender-Perspektiven in der Ernährungskommunikation mit Männern".
  • Welche Gender-Aspekte in der Kommunikation mit Jugendlichen zu berücksichtigen sind, erläutert Thomas Altgeld, Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. aus Hannover.
  • Dr. Bente Knoll (Knoll & Szalai OEG) und Rosemarie Zehetgruber (gutessen consulting) aus Wien stellen das Pionier-Projekt "Gender- und Nachhaltigkeits-Aspekte in der Schulverpflegung" vor und geben praxistaugliche Empfehlungen.
  • Wie berufstätige Mütter den Essalltag ihrer Familie organisieren, erläutert Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Universität Gießen.
  • Ein Resümee für die professionelle Ernährungskommunikation zieht abschließend Dr. Margret Büning-Fesel, Geschäftsführender Vorstand des aid infodienst.
(Quelle: Pressemitteilung des aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.).

Umsatz- und Beschaeftigtenrueckgang im Brandenburger Gastgewerbe 2008.

Nach vorläufigen Berechnungen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg musste das Brandenburger Gastgewerbe im Jahr 2008 nominale Umsatzverluste von 4,3 Prozent hinnehmen. Real, d. h. unter Ausschaltung von Preisveränderungen, lag der Umsatz sogar um 6,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Die negative Umsatzentwicklung im Jahr 2008 betraf alle Bereiche des Gastgewerbes, nur unterschiedlich hoch. Die geringsten Einbußen waren bei den Kantinen und Cateringunternehmen zu verzeichnen, bedingt vor allem dadurch, dass im 4. Quartal noch deutliche Mehrumsätze erzielt wurden (+9,2 Prozent).

Die Anzahl der Beschäftigten im Brandenburger Gastgewerbe verringerte sich 2008 gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent. Das betraf sowohl Voll- als auch Teilzeitbeschäftigte (-6,0 Prozent bzw. -5,1 Prozent). Einzig im Bereich der Kantinen und Caterer wurden mehr Beschäftigte registriert als vor einem Jahr (+4,9 Prozent).

(Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg).

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Herpes.

In dem Artikel "Lokaltermin im Bezirk der Ekel-Listen", in: Tagesspiegel vom 17. März 2009, habe ich dieses Zitat gefunden:
"Wie zum Beweis dafür zeigt Kirchner, der Just an einem der weiß eingedeckten Tische gegenüber sitzt, auf ein Herpesbläschen an seiner Unterlippe. 'Umsonst habe ich das nicht bekommen', sagt er."
Ich weiß zwar nicht, wem Jens-Holger Kirchner seine Infektion mit Lippenherpes verdankt. In der Gastronomie holt man sich sowas nicht, wenn man brav vom Teller ist, sondern nur, wenn man, wen auch immer, küsst:
"Die HS-Viren dringen bei einer Primärinfektion über die Schleimhautzellen des Mund-Rachen-Raumes (überwiegend im Falle des HSV-1) und des Genitaltraktes (überwiegend das HSV-2) ein und vermehren sich in den Epithelzellen."
beschreibt Wikipedia den Infektionsweg.

Unabhängig davon, taugt eine Herpesinfektion bei einem Menschen, der gelegentlich Gaststätten aufsucht, rein gar nichts als Beleg für unhygienische Zustände in einem oder mehreren der besuchten Betriebe.

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Neues Rauchverbot in Brandenburg.

Das brandenburgische Kabinett hat am Dienstag den Entwurf für ein verändertes Nichtraucher-Schutzgesetz verabschiedet:
  • In Kneipen, die kleiner als 75 Quadratmeter sind und keinen abgetrennten Nebenraum haben, darf geraucht werden.
  • Speisen dürfen dort aber nicht serviert werden.
  • Die Gaststätten müssen eindeutig als Raucherkneipen gekennzeichnet sein.
  • Der Zutritt ist erst ab 18 Jahren erlaubt.
Das Verbot, in einer Raucherkneipe Speisen zu servieren, läßt sich unter anderem dadurch umgehen, daß man Speisen an den Tisch des Gastes liefert, statt sie zu servieren: "Mit einem Liefer-Service das Rauchverbot austricksen".

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Mit einem Liefer-Service das Rauchverbot austricksen.

Irgendwie kommt mir dieser Trick bekannt vor: "Mit Pizza-Service Rauchverbot ausgetrickst", in: Borkener Zeitung vom 18. März 2009. Horst Werner Koch, der stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes von Münster rät, um das Rauchverbot auszutricksen, einfach bei einem Pizza-Service anzurufen. Wenn der liefert, sei das Essen nicht in der Raucherkneipe selbst zubereitet worden, sondern in einer vollkommen anderen Küche.

In meinem Beitrag "Raucherzimmer: Bedienen verboten, liefern erlaubt" habe ich, um die angedachte Vorschrift, in Raucherzimmern dürfe man nicht bedienen, zu umgehen, empfohlen:
"Gottseidank bieten die meisten Gaststätten einen Partyservice, ein Catering oder einen Lieferservice an. Diese Dienstleistung fällt nicht unter das Gaststättengesetz. Man darf also in Raucherzimmern nicht bedienen, sehr wohl aber den Menschen, die sich darin aufhalten, Getränke und Speisen liefern.

Davor, daß andere Lieferservices, in die eigenen Räume liefern, kann man sich per Hausrecht schützen. Man gestattet es nur dem eigenen Lieferservice in die eigenen Raucherzimmer zu liefern.

Wenn dem Gesetzgeber einfallen sollte, diese Rechtslücke zu schließen, kann man mit einem befreundeten Kollegen vereinbaren, daß man in dessen Namen liefert und er umgekehrt in seinem Betrieb in unserem Namen. Das Liefern von Speisen und Getränke in Räume, in denen geraucht wird, bekanntes Beispiel: privaten Wohnungen, ist und bleibt erlaubt.

Nebenbei profitiert man bei der Lieferung von Speisen von dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz. Siehe dazu: "Umsatzbesteuerung beim Verzehr von Speisen in Raucherzonen"."

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"Szenekneiper gesucht!".

Gaffel Kölsch geht mit www.eigene-kneipe.de einen ungewöhnlichen Weg, um junge Gastronomie zu fördern

Köln, 13. März 2009 - Die Plakate hängen an den Fenstern der altehrwürdigen Eckkneipe im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. "Bewirb Dich jetzt", fordert es auf. "Vielleicht eröffnest Du schon bald Deine eigene Kneipe." Absender ist die Privatbrauerei Gaffel, der Marktführer in der Kölsch Gastronomie.

Über 3000 Kneipen, Restaurants, Bars und Szenelokale führen im Regierungsbezirk Köln das feinherbe Kölsch vom Eigelstein. Entwicklungen und Trends werden daher sofort wahrgenommen.
"Wir beobachten gerade einen Generationswechsel"
so Thomas Deloy, Geschäftsleitung Bereich Marketing und PR.
"Einige traditionelle Eck- und Veedelskneipen finden keine Pächter mehr, da dort das Publikum aus vielerlei Gründen ausbleibt. Es entsteht ein Vakuum. Denn auch für junge Kölner bedeutet Kneipe Seele und Wohnzimmer. Wir nehmen uns dabei selber in die Pflicht, neue Wege zu gegen und alte Strukturen aufzubrechen."
Um einen neuen, aufgeschlossenen Wirt zu finden, der ein freistehendes Objekt bewirtschaften kann, geht Gaffel einen ungewöhnlichen Weg. Gaffel sucht die Szenekneiperin bzw. Szenekneiper per Anzeige und Plakat, im Internet über www.eigene-kneipe.de sowie mit City-Cards und Bierdeckeln. Medienpartner RTL West begleitet das Projekt aufmerksamkeitsstark im TV. Eine Jury sucht aus den Bewerbungen den geeignetsten Kandidaten.
"Wir möchten Menschen, die das Potential haben, eine Szenekneipe zu führen, eine Starthilfe geben"
so Thomas Deloy.
"Das sind aufgeschlossene Typen, die einen großen Bekanntheitsgrad haben und vielleicht eine Initialzündung brauchen, um den Weg hinter den Tresen zu finden."
Angestoßen hat das Projekt André Sauer, der mit dem Stadt Venlo einen fast 100-Jährigen Traditionsbetrieb erfolgreich in eine Musikwirtschaft umgewandelt hat. Das original Interieur wurde wieder hervorgehoben, eine Audioanlage, Beamer und Leinwand für Fußballübertragungen installiert. Schnell hatte sich in der Innenstadt herum gesprochen, dass die DJs dort gute Musik spielen: Das Venlo war stets voll.
"Wir wollen nun auch mit www.eigene-kneipe.de traditionelle Gastronomiestrukturen mit modernen Inhalten füllen"
betont André Sauer.

André Sauer gehört ebenfalls zu den Projekt-Beratern wie PR-, Gastronomie- und Marketingfachleute, die dem neuen Szenewirt die nötigen Kenntnisse mitgeben. Die Grundausstattung kommt von Gaffel. Die Brauerei investiert ins Objekt und gibt eine finanzielle Unterstützung.
"Der neue Gastronom arbeitet wirtschaftlich selbstständig. Wir geben ihm einen Anschub, der ihn in eine sichere Existenz bringt"
so Thomas Deloy, der ergänzt.
"Das Projekt ist langfristig angelegt; sollte das erste Objekt so erfolgreich anlaufen wie gedacht, werden weitere folgen."
(Quelle: Pressemitteilung vonr DIE KOELNER Agentur für Public Relations).

Die Geschichte ist wohl so eine Art von "MeinRestaurant" auf Regionalfernsehniveau. Ich begrüße sehr, daß die Eröffnung einer Kneipe thematisiert wird. Schon in meiner Kritik des Konzepts von "MeinRestaurant" habe ich angemerkt:
"Was mir an dieser Event-Doku generell nicht gefällt, ist die Vorgabe, ein Restaurant zu eröffnen. Die Sendung heißt zwar 'Mein Restaurant', doch versteht man darunter zumindest im englischen Sprachraum ein breiteres Spektrum gastronomischer Betriebsformen als in Deutschland. Die meisten der Spieler sind für ein gutbürgerliches oder gar gehobenes Restaurant völlig ungeeignet."

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