Gastgewerbe Gedankensplitter



Donnerstag, April 30, 2009

Vollversammlung der IHK Erfurt unterstützt Forderung zur Senkung der Mehrwertsteuer im Gastgewerbe.

Erfurt, 30. April 2009 / In seiner gestrigen Sitzung hat die Vollversammlung der IHK Erfurt sich in einer Abstimmung eindeutig dafür ausgesprochen die Mehrwertsteuer für Gastronomie und Hotellerie in Deutschland von 19 auf 7 % zu senken.

Geschäftsführer des DEHOGA Thüringen, Dirk Ellinger legte in seinem Plädoyer die Problematik und Gründe der geforderten Mehrwertsteuersenkung der Vollversammlung dar und überzeugte mit seiner Argumentation die Mitglieder für die Senkung der Mehrwertsteuer als wichtigstes Anliegen des Gastgewerbes.
"Das Gastgewerbe fordert keine Subvention und keine staatlichen Hilfen. Hoteliers und Gastronomen wollen Chancengleichheit in Europa. Die absurden Widersprüche im deutschen Mehrwertsteuersystem müssen, insbesondere vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation auch in unserer Branche, endlich beseitigt werden. Eine Senkung der Mehrwertsteuer ist auch in Deutschland nicht mehr aufhaltbar,"
führt Ellinger aus.

Frankreich reagierte auf die allgemeine Wirtschaftskrise mit einer radikalen Senkung der Mehrwertsteuer auf Gastronomieumsätze von 19,6 % auf 5,5 %. Damit gilt der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie in nunmehr zwölf EU-Mitgliedsstaaten. In der Hotellerie haben bereits 20 von 27 EU-Staaten die Mehrwertsteuer reduziert. Dies sind mit Ausnahme von Dänemark alle Anrainerstaaten Deutschlands.
"Im Gegensatz zu Deutschland schätzt Frankreich die wirtschaftliche Bedeutung und die Leistungsfähigkeit der Gastronomie und stützt damit gerade in der Krise durch schnelles Handeln unsere Kollegen"
so die Präsidentin des DEHOGA Thüringen Gudrun Münnich.
"Auch die Entscheidungsträger in Deutschland müssen endlich begreifen, dass ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent das beste Konjunkturprogramm für den Tourismusstandort Deutschland und die Chancengleichheit für das Gastgewerbe ist."
Seit Beschluss des ECOFIN-Rates im März 2009 ist die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Hotellerie und Gastronomie überall in Europa möglich. Die Politik ist aufgefordert, den Weg für den reduzierten Mehrwertsteuersatz endlich freizumachen. Mehr denn je benötigen Hotellerie und Gastronomie den reduzierten Satz - im Sinne der Unternehmen, Mitarbeiter, Gäste und des Tourismusstandorts Deutschland. Sieben Prozent sind eine gewinnbringende Investition in die heimische Tourismuswirtschaft.

Mehr Informationen zum Thema "Reduzierter Mehrwertsteuersatz im Gastgewerbe" unter www.ProSiebenProzent.de.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Thüringen).

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Deutsche Winzer setzen auf Riesling und Burgunder.

Der Riesling bleibt die beliebteste Rebsorte der deutschen Winzer. Sie legte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr nochmals um rund 700 Hektar auf 22.434 Hektar zu. Deutschlands Exportschlager bedeckt somit inzwischen fast 22 % der deutschen Rebfläche von insgesamt 102.340 ha. Daneben konnten lediglich die Sorten Weiß- und Grauburgunder sowie Sauvignon Blanc nennenswerte Flächenzuwächse ver­zeichnen.

Das größte Rieslinganbaugebiet der Welt ist seit letztem Jahr erstmals die Pfalz (5.458 ha), dicht gefolgt von der Mosel (5.390 ha), die diesen Status bis 2007 inne hatte. Weltweit gesehen wachsen rund 60 % dieser inter­nationalen Trendsorte in Deutschland.

Die roten Sorten waren zusammengenommen im Anbau leicht rückläufig (-1 %) und machen noch 36 % der deutschen Rebfläche aus.
"Die Winzer folgen damit im Anbau einem Trend, wie er auch im Weinkonsum zu beobachten ist"
erläutert die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), Monika Reule.
"Der Anbau spiegelt somit auch den Weinkonsum hierzulande wider, denn nach dem Rotweinboom in den 90er Jahren bleiben die Rotweinkäufe seit einigen Jahren mehr oder weniger konstant"
erläutert die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), Monika Reule.

Insgesamt werden bundesweit über hundert verschiedene Rebsorten angebaut, doch nur wenige haben eine größere wirtschaftliche Bedeutung. Die zehn wichtigsten Rebsorten decken allein mehr als drei Viertel der deutschen Rebfläche ab.

Übersicht der zehn bedeutendsten Rebsorten in Deutschland

RebsorteAnbaufläche in Hektar Anteil an der Gesamtrebfläche in %Veränderung 2007/2008 in Hektar
Riesling 22.434 21,9+712
Müller-Thurgau (Rivaner)13.72113,4-103
Spätburgunder11.80011,5-23
Dornfelder 8.1017,9-85
Silvaner5.236 5,1-25
Grauburgunder4.4814,4+66
Portugieser4.3544,3-197
Weißburgunder3.7313,6 +141
Kerner3.7123,6-136
Trollinger2.472 2,4-32
Weißweinrebsorten inges.65.11463,6+642
Rotweinrebsorten inges.37.22736,4-337
Gesamtrebfläche102.340100+304
Quelle: Statistisches Bundesamt

(Quelle: Pressemitteilung des Deutsche Wein-Instituts).

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Maenner muessen nicht draussen bleiben.

Warum man als Betreiber eines Fitness-Centers, genauso aber auch als Betreiber einer Diskothek, nicht so dumm sein sollte, einem Mann den Eintritt mit der Begründung zu verweigern, er sei ein Mann und man wolle den Frauenanteil erhöhen, erklärt das Amtsgericht Hagen: "Benachteiligung wegen des Geschlechts, Fitnesstudio Normen: AGG §§ 19, 21", Urteil des Amtsgerichts Hagen 140 C 26/08 vom 9. Juni 2008 (via "50 Euro wegen Männer-Diskriminierung", in: lawblog vom 29. April 2009).

Besser ist es, die Zurückweisung überhaupt nicht zu begründen.

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Die Redaktion der AHGZ nutzt Twitter.

Während z.B. in der F.A.Z.-Community bereits diskutiert wird, ob der Twitter-Boom zu Ende sei: "Dämpfer für Twitter: 60 Prozent der Nutzer kehren nicht zurück" vom 29. April 2009, entschließt sich die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung auf den holprigen Zug aufzuspringen: "Die AHGZ bei Twitter", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 30. April 2009.

Der angegebene AHGZ-Account bei Twitter: @AHGZ existiert aber gerade eben noch nicht. Ich hoffe mal, man hat ihn angemeldet, bevor man ihn publiziert. Sonst könnte ein "böser Bube" auf die Idee kommen, ihn zu usurpieren.

Der Twitter-Account der AHGZ heißt, anders als in dem o.a. Artikel der AHGZ angegeben: @AHGZde. Gefunden habe ich ihn bei Gastrotwitter, einer Linksammlung von Restaurant-Kritik.de.

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Essen und Trinken in Kindertageseinrichtungen.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat ein Positionspapier "Essen und Trinken in Kindertageseinrichtungen" (PDF) veröffentlicht.

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Mittwoch, April 29, 2009

Zunehmende Bedeutung von Google Local.

Google gewichtet nunmehr bei der Anzeige von Suchergebnissen lokale Suchergebnissen stärker: "Google Updates Search Results to Show More Local Listings", in: Ineedhits vom 2. April 2009.

So bekommt man z.B. wenn man nach "Catering" sucht jeweils Ergebnisse in der Nähe der Standorts der IP-Adresse des Suchenden angezeigt und zwar nach dem dritten Suchergebnis und damit noch im ersten sichtbaren Bildschirmfenster (abhängig von der Größe des Monitors und der Länge der ersten drei Suchergebnisse).

Dies steigert die Bedeutung eines guten Rankings und möglichst ausführlicher Darstellung (z.B. mit vielen Bewertungen) in Google Local. Ein Beispiel: Google Local: Catering in der Nähe von Bamberg.

Unklar ist (mir), bei welchen Suchbegriffen (Branchen) dies so funktioniert und bei welchen nicht. Catering, Partyservice, Fleischer, Schreiner, Tischler, Zahnarzt funktionieren, Metzger und Brauerei nicht.

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Bierabsatz in Grossbritannien sinkt dramatisch.

Die British Beer and Pub Association meldet einen starken Rückgang des Bierabsatzes: "Beer sales slide leads to tumble in Treasury beer tax take - first quarter UK Beer Barometer" vom 28. April 2009.

In der Gastronomie ging der Bierumsatz im letzten Jahr um 6,3 Prozent zurück, der Bierumsatz insgesamt um 8,2 Prozent. Trotz der höheren Biersteuersatzes ist weniger Biersteuer aufgekommen.

Siehe dazu auch: "Kampagne gegen hoehere Biersteuern in Grossbritannien".

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Mexiko-City verbietet, in Restaurants essen zu gehen.

Die Stadt Mexico-City hat das Essen in Restaurants untersagt. Es bleibt aber erlaubt, sich dort essen zu holen. Sportstätten, Clubs, Cabarets und Billardsäle müssen schließen: "Mexico City bans eating in restaurants over flu epidemic", in: m & c vom 29. April 2009:
"'The city's restaurants must partially suspend their activities, that is to say, they are allowed to keep preparing and selling food exclusively in the form that is known as takeout."
In meinem Artikel "Notfallplan mexikanische Schweinegrippe" habe ich schon vermutet, daß sich ohnehin die Nachfrage nach Speisen auf Take-Away und Lieferdienste verlagern würde.

Nachtrag vom 5. Mai 2009: Das Foto "Comida en la calle / Eating on the street" zeigt Geschäftsleute, die weil Restaurants geschlossen sind, auf der Straße essen.

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Auswaerts essen gehen.

Eine aktuelle Umfrage der Integrity Retail Solutions LLC unter Gästen einer Vielzahl von Restauranttypen in den USA zeigt, wie wichtig häufige Besucher ("Stammgäste") sind. Gefragt worden ist, wie häufig die Befragten auswärts essen:
  • weniger als einmal in der Woche: 6.5%
  • einmal pro Woche: 24.5%
  • zweimal pro Woche: 32.7%
  • dreimal pro Woche: 26.2%
  • mehr als dreimal pro Woche: 9.8%
Dies bedeutet, daß mehr als zwei Drittel zweimal oder häufiger pro Woche auswärts essen gehen. Quelle: Restaurant Report & Running Restaurants E-mail Newsletter vom 21. April 2009 (dieser aktuellste Newsletter ist noch nicht archiviert).

Zu einem ähnlichen Ergebnis bin ich bereits in einer Auswertung von Zahlen des Jahre 1990 gekommen: "Zur Bedeutung der Häufigkeit des Gaststättenbesuchs für eine auf Stammgäste ausgerichtete Gastronomie". Demnach machen 8 Prozent der Bevölkerung mehr als 70 Prozent des Umsatzes in der Gastronomie. Meine Konsequenz:
"Dies ist ein Indiz dafür, daß viele Werbekonzeptionen in der Gastronomie, die sich unreflektiert und ungezielt an die Masse der Bevölkerung wenden (z.B. durch Inserate in Massenmedien) zu breit streuen. Stattdessen kann es sinnvoller sein, sich auf die kleine Gruppe derjenigen zu konzentrieren, die einmal in der Woche oder häufiger in einer Gaststätte verkehren."
Oder in den Worten von Irmin Burdekat von der Gastronomie-Kette Café & Bar Celona:
"Outdoor-Werbung ist in der Gastronomie fehlgeleitetes Geld. Zufriedene Gäste sind die beste Werbung."
(Quelle: "Spanien in der Stadt", in: Gastrotel, Heft 02/09, S. 22 f.).

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Starbucks muss wegen der Schweinegrippe zehn Filialen in Mexiko-City schliessen.

Starbuck's hat auf Anweisung der mexikanischen Regierung wegen der Schweinegrippe 10 Filialen in Mexiko-City vorübergehend geschlossen. Ein Mitarbeiter in Mexiko-City zeigt Symptome der Schweinegrippe: "10 Starbucks Close in Mexico on Flu Fears", in: The Street vom 27. April 2009.

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Marketing mit QR-Codes.

Frühzeitig habe ich auf die Möglichkeiten des "Mobile Tagging" in der Gastronomie hingewiesen: "Verpackungen mit codierten Naehrwertangaben bei McDonald's Japan" vom 20. September 2006.

Wer sich tiefer in diese Materie einlesen will, findet zwei praxisorientierte Artikel, die in die Bedeutung und Nutzung von QR-Codes, des marktführenden Verfahrens von "mobile tagging", einführen:

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Dienstag, April 28, 2009

Frankreich senkt die Mehrwertsteuer fuer die Gastronomie frueher als geplant.

Frankreich zieht die Senkung der Mehrwertsteuersätze in der Gastronomie von derzeit 19,6 Prozent auf 5,5 Prozent auf den 1. Juli vor. Ursprünglich sollte die Senkung erst ab 2010 in Kraft treten: "Frankreich senkt Mehrwertsteuer in Gastronomie", in: ORF vom 28. April 2009.

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Restaurants in der Hauptstadt der Schweinegrippe.

Am Samstag habe ich auf einen "Notfallplan mexikanische Schweinegrippe" hingewiesen, den ich angesichts der Vogelgrippe skizziert habe. Was uns in der deutschen Gastronomie blühen könnte, wenn sich diese Grippe auch in Deutschland ausbreiten sollte, berichtet ein nicht mit Namen genannter Korrespondent aus der Hauptstadt von Mexiko in dem Artikel "Mexiko-Stadt – Eine Stadt wie aus dem Horrorfilm", in: Die Welt vom 28. April 2009:
"Am Wochenende waren einige noch in Restaurants zum Essen gegangen, aber sie hatten sich dafür angezogen wie Chirurgen vor einer Operation. Mit Latexhandschuhen, Mundschutz und sogar Mützen. Sie wollten versuchen, ihr Essen so hygienisch wie möglich zu sich zu nehmen. Am Montag betrat dann fast niemand mehr ein Restaurant, nicht mal als Chirurg verkleidet."
Die Einnahmen der Gastronomen seien um 70 Prozent gefallen.

Wie man mir vermutet, boomen die Lieferdienste, auch wenn sie die Umsatzausfälle in den Restaurants nicht ausgleichen können:
"Wer nichts zu essen zu Hause hat und keine Kantine im Büro, bestellt etwas. Die Boten, die das Essen liefern, kommen von draußen und sind eigentlich die perfekten Überträger des gefährlichen Virus. Was soll man machen, sagen die Mexikaner, essen muss der Mensch."

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Broiler.

Es gehört für mich zu den ungeklärten Rätseln der implodierten DDR, warum in einer Gesellschaft, in der alles, was an die USA erinnert hat, verpönt gewesen ist, ausgerechnet für zwei Lebensmittel, für die es gute deutsche Bezeichnungen gibt, englischsprachige Bezeichnungen etabliert haben:
  • Die in Westdeutschland als "Hähnchen" bezeichneten Grill- oder Brathähnchen wurden als "Broiler" bezeichnet.
  • "Saft" wurde häufig als "Juice" oder "Jus" angeboten, zumindest der importierte Orangensaft aus der Dose.
In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" vom 26. April 2009 habe ich offline einen informativen Artikel über Speisenbezeichnungen in der DDR gelesen: "Einigkeit und Recht auf Broiler", der dummerweise online nur für Abonnenten oder kostenpflichtig zugänglich ist.

Die Bezeichnung "Broiler" hat sich bis heute gehalten. So rühmt sich das Hotel Neptun in Warnemünde bei Rostock seiner "Broiler-Bar":
"Die legendäre Broiler-Bar des Hotel NEPTUN ist seit über 37 Jahren Kult! Genießen Sie täglich knusprig gegrillte Hähnchen mit Pommes, leckeren Salaten und Saucen. Von der langen Grill-Bar hat man einen tollen Blick auf das bunte Treiben der Strandpromenade. Wir haben die wahrscheinlich besten Broiler der Welt!"

Montag, April 27, 2009

Portionsgroessenangabe bei Spargel.

Am 20. April 2009 wurde im Rahmen der Sendung "RTL extra" ein Gastro-Test zum Thema Spargel ausgestrahlt. In dieser Sendung wurden Gastronomen, die auf ihren Speisekarten Portionen von 500 g frischem, ungeschältem Spargel ("Rohgewicht") deklariert haben, diffamiert, sie würden ihre Gäste betrügen, weil die Portionen geschält erheblich weniger wogen (minimal: 307 Gramm). Mehr dazu: "Wie viel wiegen 500 g Spargel? RTL Gastro-Test diffamierte Wirte - völlig zu unrecht", in: Nutriculinary vom 27. April 2009.

Im Sommer 2008 hatte der WDR einen ähnlichen Test mit Steaks gemacht: "Gewichtsangaben bei Steaks in Speisekarten unverbindlich".

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Fresh N Friends.

Burkhard Schneider stellt den Berliner Franchisegeber Fresh N Friends vor, eine Mischung aus Bio-Imbiss und Einzelhandel: "Fresh N Friends erfindet den Tante-Emma-Laden neu", in: Best Practice Business vom 27. April 2009.

In ihrem Buch "Convenience-Store - Handelsform der Zukunft" definieren Sarah Auer und Roman Koidl "Convenience-Stores" als
"ein Einzelhandelsgeschäft unter 400 qm, dessen Hauptmerkmal die räumliche Nähe zum Konsumenten, also sein vorteilhafter Standort ist, an welchem eine breite Palette von Angeboten (Fast moving consumer goods) mit Sofort-Konsum-Charakter aus Handel, Gastronomie und Dienstleistungen verkauft wird und bei dem der Vertrieb von Lebensmitteln oder eines ausgewählten Frequenzsortimentes im Vordergrund steht."
Dabei stehen gastronomische Verzehrmotive im Vordergrund:
"Der Convenience-Store befindet sich damit - wenn überhaupt - in einem wesentlich näheren Konkurrenzverhältnis zur Gastronomie als zum klassischen Lebensmittelhandel."
Siehe dazu auch meine Beiträge

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Sonntag, April 26, 2009

Bayerisches Fernsehen uebertraegt Maibockrede von Django Asuel.

Am 30. April ab 21.45 Uhr überträgt das Bayerische Fernsehen die Maibockrede von Django Asül, eine Aufzeichnung vom 23. April 2009 aus dem Münchener "Hofbräuhaus". Wiederholt wird die Sendung am 1. Mai 2009 um 15 Uhr. Zur Einstimmung können Sie sich ein knapp dreiminütiges Video aus der Sendung "Abendschau" des Bayerischen Fernsehens vom 25. April 2009 anschauen.

Diese Veranstaltung im Münchener Hofbräuhaus ist eine Art subversive Alternative zur Starkbierprobe auf dem Nockherberg. Den Politikern wird nicht zensiert in den Arsch gekrochen, sondern getreten. Abgewatscht wird auch mein liebster CSUler:
"Wenn sich sogar der Schmid zutraut, Ministerpräsident zu werden, ist der Machtanspruch von Maget schon fast wieder legitim."
(Quelle: "Die besten Sprüche von Django Asül bei der Maibockrede in München", in: Stadtmagazin).

Am liebsten erzähle ich über den Fraktionsvorsitzenden Schüttelschorsch die erfundene Geschicht, er habe sich seinen Schnauzer "schnell und spontan" abrasiert, nachdem ihm der Münchener Oberbürgermeister Christian "Mykonos" Ude aufgezogen hat, Schnauzer seien das Erkennungszeichen für Schwule. In Wahrheit will er nur, daß ihn keiner mehr erkennt und wegen des von ihm durchgesetzten Rauchverbots, deswegen die CSU die Kommunal- und Landtagswahlen verloren hat, verprügelt.

Samstag, April 25, 2009

Notfallplan mexikanische Schweinegrippe.

"Die Grippe-Epidemie in Mexiko weitet sich aus, in: Handelsblatt vom 25. April 2009. Siehe dazu auch einen Korrespondentenbericht aus Mexico-City: "Fear, anger and fatalism over swine flu in Mexico", in: Houston Chronicle vom 25. April 2009.

Wie können sich Gastronomen auf eine Pandemie vorbereiten, wenn sie denn nach Deutschland übergreift, was hoffentlich nicht passiert? Siehe dazu den "Notfallplan Vogelgrippe" anläßlich der 2006 befürchteten, doch bislang noch nicht eingetretenen chinesischen Vogelgrippe.

Naechtlicher Doener-Krieg in Augsburg.

Seit dem 1. März 2009 ist in der Augsburger Maximilianstraße verboten, nach 1 Uhr nachts Speisen und Getränke außer Haus zu verkaufen. Siehe dazu: "OB Dr. Gribl: 'Maßnahmenpaket für die Maxmilianstraße muss ohne wenn und aber konsequent umgesetzt werden'", Pressemitteilung der Stadt Augsburg vom 3. Februar 2009.

Lilo Murr hat sich für die "Augsburger Allgemeine" umgeschaut, was sich seitdem auf den Augsburger Straßen und in Augsburger Gaststätten abspielt: "Türsteher lassen keinen Döner auf die Straße" vom 8. März 2009.

Augsburger Gastronomen gehen in unterschiedlicher Weise mit diesem Verbot um:
  • Man empfiehlt Gästen, die Essen mitnehmen wollen, es in Taschen zu verstauen.
  • Man sammelt Unterschriften gegen das Verbot (bereits 6.000 Bürger haben unterschrieben).
  • Hasan Tekin, Chef des Imbisses "Arkadas", bei dem man bis um 5 Uhr morgens Döner kaufen konnte, zieht vor Gericht.
Einem nächtlichen Picknick, mit dem gegen das Verbot demonstriert werden soll, versucht die Stadt Augsburg Steine in den Weg zu legen: "Stadt hegt Bedenken wegen Protest-Picknicks", in: Augsburger Allgemeine vom 11. April 2009.

Wurstkueche, Los Angeles.

"Wurstküche" ist ein auf gegrillte Würste spezialisiertes Restaurant in Los Angeles. Auf der Speisekarte (PDF) finden sich Sandwiches mit Würsten (Hotdogs), belgische Pommes frites, hausgemachte Saucen, 24 verschiedene Biere vom Faß mit Schwerpunkten auf belgische und deutsche Biere und eine Gourmetkollection Mineralwasser. Lustig ist, daß auf der Getränkekarte "Underberg" als Bier kategorisiert wird (ausgeschenkt in der 4 cl-Flasche).

Meine kalifornischer Flickr-Kontakt Bonnie Kang hat die "Wurstküche" im März 2009 besucht und einige Fotos von der "Wurstküche" geschossen und auf Flickr veröffentlicht.

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Rettung historischer Kneipen.

The Community Pubs Foundation ist Teil einer Kampagne "Save Our Pubs" der britischen Bierkonsumentenvereinigung Campaign for Real Ale, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Schließung oder die unangemessene Nutzung von kommunalen Kneipen mit architektonischem oder historischem Wert zu verhindern.

"Save the Crook" thematisiert eine Kampagne zum Erhalt des Inns "The Crook" in Schottland.

CAMRA unterstützt Bemühungen zum Erhalt von Gaststätten aus zwei Gründen:
  • sie dienen den lokalen Vereinen,
  • sie sichern den Lebensunterhalt der Betreiber.
Mehr über "Historische Gaststätten und Gasthäuser".

Freitag, April 24, 2009

Buerobedarf und Schreibwaren von Amazon.

Amazon.de weitet sein Sortiment immer mehr aus. Seit dem 14. April 2009 gibt es auch einen Bürobedarf- & Schreibwaren-Shop mit vielen zehntausend Produkten von über 200 Anbietern wie
  • 3M,
  • Avery Zweckform,
  • BIC,
  • Casio,
  • Edding,
  • FaberCastell,
  • Herma,
  • Herlitz,
  • Leitz,
  • Post-it,
  • Scotch,
  • Staedtler und
  • Tesa
sowie tausende neue Artikel von Drittanbietern, die die breite Auswahl weiter vergrößern (via "Neu: Bürobedarf- & Schreibwaren-Shop", in: Amazon.de Affiliate Blog vom 23. April 2009).


Abseits.de ist seit 1998 Affiliate von Amazon.de.

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Kaeseimitate auch in Schleswig-Holstein?

21.04.2009. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hatte in der letzten Woche verstärkt Anfragen zu sogenanntem "Kunstkäse" oder "Analogkäse". Es steht nicht die Frage im Vordergrund, ob dieses Produkt schädlich ist, sondern die Empörung darüber, dass diese Käseimitate den Kunden als Käse verkauft werden. Die Verbraucherzentrale stellt klar: nur echter Käse darf sich Käse nennen! Alles andere ist ein klarer Verstoß gegen bestehende Kennzeichnungsregeln.
"Es ist Verbrauchertäuschung und kein Kavaliersdelikt, wenn ein 'Gastro-Käse' oder ein 'Pizzakäse' bei näherer Betrachtung gar kein Käse ist"
so Gudrun Köster von der Verbraucherzentrale.

Bei den Imitaten, die echtem Käse täuschend ähnlich sehen, handelt es sich um industrielle Fertigprodukte bestehend aus Eiweiß, Pflanzenfetten, Verdickungsmitteln, Geschmacksverstärkern sowie Aroma- und Farbstoffen. Es gibt sie in verschiedenen Sorten oder Geschmacksvarianten und sowohl in Scheiben als auch gerieben oder geraspelt. Die im Vergleich zu Käse einfachere, schnellere und kostengünstigere Herstellung haben zu einem rasanten Anstieg dieser Warengruppe geführt.
"Es ist bisher nicht so sehr das Käseregal im Lebensmitteleinzelhandel betroffen, sondern nach unseren Informationen bundesweit eher die Gastronomie und Bäckereien sowie Fertiggerichte"
erklärt Gudrun Köster von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Nach Informationen der Verbraucherzentrale waren im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung die Käseimitate in Schleswig-Holstein im Vergleich zum übrigen Bundesgebiet nicht auffällig vertreten. In 2007 gab es insgesamt nur drei Beanstandungen, in 2008 gar keine. Allerdings war die Anzahl der Überprüfungen mit 54 im Jahr 2007 und 24 in 2008 sehr gering. Die Überwachung sollte nach Meinung der Verbraucherzentrale hier aktiver werden, die Stichproben deutlich erhöhen und bei Beanstandungen die Öffentlichkeit durch Nennung von Ross und Reiter informieren. Eine aktuelle Marktbegehung der Verbraucherzentrale bei 13 Bäckereien in Kiel zeigte, dass nach Aussage des Verkaufspersonals bei der Herstellung von Käsebrötchen echter Käse verwendet wird. Allerdings war nicht überall Einsicht in das Zutatenverzeichnis möglich.

Was können Verbraucher, die Wert auf echten Käse legen, tun? Die Verbraucherzentrale gibt dazu folgende Tipps:
  • nennt sich ein Produkt zum Überbacken von Pizza z.B. "Pizza-Mix" oder "Pizza-Topping", so könnte dies ein Hinweis auf ein Imitat sein, wobei der Hersteller zu Recht das Wort Käse vermeidet.
  • ist in der Zutatenliste von Pflanzenfetten, Aromastoffen, Verdickungsmitteln oder Geschmacksverstärkern die Rede, so kann auch das ein Hinweis auf Analogkäse sein, denn echter Käse besteht aus Milch und Lab und eventuell dem Farbstoff ß-Carotin.
  • wird bei einem Brötchen oder einer Laugenstange lediglich von "überbacken" gesprochen und das Wort Käse vermieden empfiehlt es sich nachzufragen, ob es sich um echten Käse handelt.
  • in Restaurants, Imbissstuben usw. sollte bei Gerichten mit Käse gezielt gefragt werden, ob tatsächlich Käse verwendet wird. Somit ist auch das Problembewusstsein der Betreiber geweckt.
(Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein).

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Mittwoch, April 22, 2009

Zeit der Pruefung.

Die CDU Baden-Württemberg legt offensichtlich keinen Wert darauf, von Gastronomen, Hoteliers, ihren Mitarbeitern und Gästen gewählt zu werden. Auf ihrem Landesparteitag am 28. März 2009 hat der CDU-Landesverband Baden-Württemberg die Forderung nach einer Senkung der Mehrwertsteuer für Produkte und Dienstleistungen nicht unterstützt, sondern stattdessen sich wie ein Wurm gewunden:
"Die CDU Baden-Württemberg fordert die Bundesregierung, die CDU/ CSU-Bundestagsfraktion und die Landesregierung auf, die Möglichkeit für eine Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für Pflege, Handwerkerdienstleistungen, Gaststättenbetriebe sowie Kleinkindartikel zu prüfen."
Quelle: "Landes-CDU: 'Mehrwertsteuersenkung prüfen'", in: DEHOGA BW.

Auf dem Stuttgarter Frühlingsfest haben 3.600 Gastronomen und Hoteliers (andere sagen: 4.000) den Ministerpräsidenten Baden-Württembergs Oettinger eingeheizt: "Wirte bejubeln die Wende", in: Stuttgarter Zeitung vom 21. April 2009..

Mein Tipp: der CDU Zeit zur Prüfung lassen und sie nicht wählen, nicht nur bei der Europawahl 2009, sondern auch bei der Bundestagswahl 2009 und bei der Landtagswahl 2011. Einfach so lange, wie sie Zeit braucht zu prüfen.

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Profikoch 2009.

Die Service-Bund GmbH & Co. KG hat mit Profikoch24.de ein neues Kochforum initiiert, das speziell auf Profiköche und Gastronomen ausgerichtet ist.

Mit einer Aktion zur Wahl des Profikochs 2009 möchte man auf diese neue Plattform aufmerksam machen.

Ab sofort können sich Profis mit ihrem persönlichen Video in der Branche um den Titel "Profikoch 2009" bewerben. Den Gewinner erwartet als Hauptpreis ein "Meet and Greet" mit Stefan Marquard.

ZDF: "Gastwirte fordern weniger Mehrwertsteuer".

Die Nachrichtensendung "heute" des ZDF hat am 21. April 2009 über die Problematik der unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze im Grenzgebiet zu Frankreich hingewiesen: "Gastwirte fordern weniger Mehrwertsteuer" (via Ochsenblog).

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CDU/CSU veralbern das Gastgewerbe.

Statt wirklich etwas für das Gastgewerbe zu tun und den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Produkte und Dienstleistungen des Gastgewerbes sofort einzuführen, labert die CDU/CSU-Fraktion am 11. Mai 2009, in der Zeit von 13.00 bis 16.00 Uhr im "Tourismuspolitischen Forum" über die "Zukunftschancen des Gastgewerbes". In der Ankündigung versucht man sich einzuschleimen:

"Das Gastgewerbe ist der Leistungsträger der deutschen Tourismuswirtschaft. Mit fast einer Million Beschäftigen in 243.000 Betrieben stellen Gastronomie und Hotellerie über ein Drittel aller Arbeitsplätze in der Tourismuswirtschaft. 2008 war ein Rekordjahr für den Deutschlandtourismus mit 370 Millionen Gästeübernachtungen, was einem Zuwachs von über zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise ist eine große Herausforderung für die Branche, die trotz erwarteter Umsatzrückgänge in diesem Jahr immer noch von einer großen Dynamik geprägt ist. Deutschland als Reise- und Urlaubsland liegt auch in der Wirtschaftskrise immer mehr im Trend. Mit attraktiven und innovativen Angeboten, einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis und engagierten Mitarbeitern ist das Gastgewerbe gut aufgestellt.

Was sind die Stärken des Gastgewerbes in Deutschland? Mit welchen Herausforderungen sieht sich die Branche konfrontiert? Wie hilft die Bundesregierung mit ihren beiden Konjunkturpaketen der Branche? Welche Möglichkeiten gibt es durch die Angebote der KfW Bankengruppe, der Krise durch Investitionen entgegenzuwirken und den Investitionsstau vor allem im ländlichen Raum aufzulösen? Welche Projekte und innovativen Ansätze aus den Regionen können wegweisend für ganz Deutschland sein? Wie können die Chancen dieser Branche noch besser genutzt und die Rahmenbedingungen verbessert werden? Diese Fragen wollen wir mit Experten auf dem Podium erörtern und mit Ihnen als Fachpublikum gemeinsam diskutieren

am Montag, dem 11. Mai 2009 von 13.00 bis 16.00 Uhr, Sitzungssaal der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Deutscher Bundestag, Reichstagsgebäude, Berlin.

Volker Kauder MdB
Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Klaus Brähmig MdB
Vorsitzender der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Programm

13.00 Uhr Begrüßung
Klaus Brähmig MdB, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Eröffnung
Volker Kauder MdB, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

13.30 Uhr Chancen und Perspektiven

Aktuelle Situation und Perspektiven der Branche

Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband)

Investitionsstau im Gastgewerbe auflösen - Fördermöglichkeiten der KfW
Dr. Stefan Breuer, Direktor der KfW Bankengruppe

13.50 Uhr Impulsreferate

Referenten

Siegfried Gallus, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes e.V.

Dieter Mesch, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Lippe e.V.

Christian von Oven, Mitglied der Geschäftsleitung des Grand Hotels Seeschlösschen, Timmendorfer Strand

Willy Weiland, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin e.V.

Udo Winkels, Eigentümer des Hotels Eisenacher Hof und des Erlebnis-Restaurants Lutherstuben

Moderation
Jürgen Klimke MdB, Stellv. Vorsitzender der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

14.20 Uhr Diskussionsrunde

Moderation
Marlene Mortler MdB, Vorsitzende des Tourismus-Ausschusses des Deutschen Bundestages

15.50 Uhr Zusammenfassung und Ausblick
Ernst Hinsken MdB, Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus

16.00 Uhr Ende der Veranstaltung"

Mein Kommentar: Insbesondere der Hinweis auf die Kreditprogramme der KfW ist zynisch. Das deutsche Gastgewerbe wird mit Mehrwertsteuerwucher abgezockt, seine internationale Konkurrenzfähigkeit vorsätzlich kaputt gemacht. Die Liquiditätslücke dann mit Krediten, die gar nicht zurück gezahlt werden können, zu schließen, so etwas können nur Gauner vorschlagen.

Die eingeladenen Branchenverbandsvertreter sollten sich der vorgeschlagenen Thematik verweigern, das Thema Mehrwertsteuersenkung auf die Tagesordnung setzen und ausschließlich darüber reden.

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Essen auf Raedern.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat im Frühsommer 2008 Seniorinnen und Senioren nach ihren Wünschen und Erwartungen an "Essen auf Rädern" befragt. Der Untersuchungsbericht (PDF) wurde jetzt veröffentlicht.

Dieser Bericht ist natürlich für solche Gastronomen und Caterer interessant, die Essen für Senioren anbieten, und nicht nur für Anbieter von "Essen auf Rädern".

Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag "Essen auf Rädern á la carte.

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FBMA Stiftung verleiht 54. Brillat Savarin-Plakette an Innegrit Volkhardt.

Ranstadt, 21. April 2009. Preisträger der 54. Brillat Savarin-Plakette ist Innegrit Volkhardt, erfolgreiche Unternehmerin, exzellente Gastgeberin und in vierter Generation die Chefin des Münchener Traditionshotel Bayerischer Hof. Zur Verleihung werden 250 Branchenpersönlichkeiten, Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kirche sowie Freunde und Familienmitglieder der Preisträgerin erwartet. Verliehen wird die Auszeichnung durch die gemeinnützige Stiftung der Food & Beverage Management Association, vertreten durch den Stiftungsrat-Vorsitzenden, den Hotelier Michael Bläser. Den Fachverband FBMA repräsentiert ihr Präsident Udo Finkenwirth. Die Historie und Bedeutung der höchsten Auszeichnung im Gastgewerbe beleuchtet Friedwolf Liebold, der Sprecher des Brillat Savarin Kuratoriums der FBMA-Stiftung. Die Laudatio hält Münchens Oberbürgermeister Christian Ude. Durch den Abend führt der Autor, Publizist und Regisseur Roger Willemsen.

Zu den Festgästen gehören u.a. der Bayerische Ministerpräsident a. D. Dr. Edmund Stoiber, der Präsident des DEHOGA Bundesverbandes Ernst Fischer und die DEHOGA Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges, Hubert Möstl, Präsident der Gastronomischen Akademie Deutschlands GAD, Münchens Polizeipräsident Prof. Wolfgang Schmidbauer, die bayerische Regionalbischöfin für München und Oberbayern Susanne Breit-Keßler, der Verleger Dr. Dirk Ippen, Manfred Kohnke, Chefredakteur des deutschen Gault Millau, Fernsehkoch Otto Koch sowie die früheren Plakettenträger Albert Darboven (J.J. Darboven), Heiner Finkbeiner (Traube Tonbach), Erivan Haub (Tengelmann), Dr. Claus Stauder (Brauerei Jacob Stauder), Wolfgang Schmitz (Freizeit-Verlag Landsberg) und Rolf Wegeler (Deinhard). Musikalische Glanzlichter im Programm sind die Auftritte des Münchener Polizeichors sowie der Jazzpianistin Aki Takase.

Auftakt der Veranstaltung ist der Empfang um 19 Uhr. Ab 20 Uhr beginnt die Ehrung im Festsaal. Kulinarische Glanzlichter setzt das Menü, für dessen Abfolge jeweils ein anderes Restaurant des Hotels verantwortlich zeichnet.

(Quelle: Pressemitteilung des FBMA).

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Dienstag, April 21, 2009

Betriebliches Eingliederungsmanagement.

In der Presse kursieren Behauptungen der Gewerkschaften, Arbeitgeber dürften erkrankte Mitarbeiter nicht fragen, ob eine Erkrankung die selbe Ursache habe wie bei früheren Krankheitsfällen:Dies ist falsch. Arbeitgeber sind sogar verpflichtet, danach zu fragen, sobald die Krankheitstage zusammen genommen sechs Wochen im Kalenderjahr überschreiten.
  • Handelt es sich um eine neue Krankheit (z.B. wenn nach einer Arbeitsunfähigkeit wegen einer Lungenentzündung eine Arbeitsunfähigkeit wegen eines Beinbruchs folgt), läuft die sechwöchige Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle erneut an.
  • Handelt es sich um die selbe Krankheit (etwa wenn ein Arbeitnehmer nach einer ersten Erkrankung mit der Arbeit beginnt, es dann aber zu einem Rückfall kommt), endet nach sechs Wochen zusammen gerechnet der Anspruch auf Lohnfortzahlung und die Krankenkasse zahlt ab der siebten Woche Krankengeld.
Alternativ kann der Arbeitgeber den Arzt befragen, wenn der Arbeitnehmer den Arzt insoweit vom Arztgeheimnis entbindet. Oder er klärt mit der Krankenkasse, ob ein Anspruch auf Krankengeld oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle besteht. Oder er macht es wie ich und verweigert nach sechs Wochen einfach die Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle und harrt der Beschwerde, die dann folgt oder auch nicht.

Auch die Frage, ob die Krankheit beendet ist, der Arbeitnehmer also nach der Krankschreibung wieder arbeiten kann, oder eine weitere währende Arbeitsunfähigkeit droht, ist erlaubt. Schließlich muß der Arbeitgeber den Personaleinsatz planen. Die Krankenkassen fragen, wenn ein Arbeitgeber einen Antrag auf Erstattung nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz für Arbeitgeberaufwendungen bei Arbeitsunfähigkeit - U1 - stellt, sogar explizit ab, ob es sich um eine "Endabrechnung" oder eine "Zwischenabrechnung" handelt, das heißt, ob die Arbeitsunfähigkeit beendet ist oder weitere Erstattungsansprüche folgen.

Der Arbeitgeber darf nicht nur ein "Krankenrückkehrgespräch" führen, also unter anderem den Mitarbeiter fragen, ob sich aus der erlittenen Erkrankung Konsequenzen für den Arbeitseinsatz im Betrieb ergeben. Er ist seit dem 1. Mai 2004 nach Paragraph 84 Absatz 2 des Sozialgesetzbuches IX dazu verpflichtet für länger oder wiederholt kranke Mitarbeiter - wenn insgesamt eine Krankheitsdauer von sechs Wochen im Kalenderjahr erreicht wurde - ein sogenanntes betriebliches Eingliederungsmanagement anzubieten.

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Twitter fuer Restaurants.

Macht es für Gastronomen Sinn zu twittern? Jaime Oikle, der Herausgeber von "Running Restaurants" rät, es auszuprobieren: "What's the Deal with Twitter for Restaurants?" vom 21. April 2009.

Ein Beispiel für den Einsatz von Twitter gefällig? Die Kette California Tortilla hat 800 kostenlose Tacos-Gerichte über íhren Facebook-Account "verteilt", genauer gesagt ein "geheimes" Passwort, mit dem man in den Betrieben ein Tacos-Gericht kostenlos bekommen hat. Bezeichnet wurde diese Aktion als "Secret Password Day". Im parallelen Twitter-Account wurde zusätzlich darauf hingewiesen, daß man das Passwort auf der Facebook-Seite einsehen kann:
"Wake up and get your free taco at california tortilla. Check our FACEbook page for code word."
Diese Aktion ist Teil eines Tests, um herauszufinden, wie sich das Web 2.0 für das Restaurantmarketing nutzen läßt ("Social Networking Month"):
"We wanted to test the power of social marketing and we are very happy with the results so far...Word-of-mouth has really evolved with the advent of Twitter, Facebook and other social networking Web sites and we are just looking at the tip of the iceberg."
Quelle: "Secret password promo propels California Tortilla sales", in: Fast Casual vom 17. April 2009.

Siehe dazu meine ausbaufähige Linksammlung: "Twitternde Gastronomen und Hoteliers".

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Bayern stattet Casinos mit Raucherraeumen aus.

Der Freistaat Bayern hat sich mit dem gesetzlichen Rauchverbot in Casions selbst ins Knie gefickt. Jetzt werden 20 Prozent der Mitarbeiter der Casinos entlassen und in den Casions großzügige Raucherräume eingerichtet: "Bayerische Spielbanken: Personalabbau droht", Pressemitteilung von ver.di vom 20. April 2009.

Der Bayerische Oberste Rechnungshof hat sich im Rahmen einer Prüfung der Bayerischen Spielbanken - bei weiterhin anhaltender negativer Entwicklung - die Schließung der Casinos in Bad Steben und Bad Kötzting angedacht: "ver.di wirft der Lotterieverwaltung Konzeptlosigkeit vor - Horak: Standortsicherung Ziel", in: Kötztinger Zeitung vom 21. April 2009.

Aber auch in den anderen Bundesländern sieht es nicht besser aus: "Katastrophale Arbeitsbedingungen bei den Spielbanken in Schleswig Holstein - Demo vor dem Landeshaus", Pressemitteilung von Ver.de vom 26. März 2009.

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Montag, April 20, 2009

Weniger Trueffel - mehr Pilze.

In seinem Beitrag "Will Summer Fare Better for Restaurants?", in: The Restaurant Report vom 20. April 2009, skizziert Robert Angelone, The Epicurus Institute, Gedanken, wie sich Restaurants auf die Krise einstellen können:
  • Moderate Preispolitik, weniger orientiert an den Gästen mit hoher Ausgabebereitschaft, sondern passend für Lieschen Müller.
  • Weg von den Extravaganzen der Haute Cuisine hin zu Speisen, die bei Gästen Anklang finden, die Angst um ihren Arbeitsplatz haben. Weniger Trüffel und dafür mehr Pilze.
  • Orientierung auf Stammgäste, die Gästebindung, das In-House-Marketing, um das bestehende Geschäft zu halten.
  • Weniger auf mehrgänige Menüs setzen oder Zusatzverkäufe (etwa von Desserts) als auf Hauptgerichte. Sitzplätze häufiger umschlagen. Die Verweildauer von Gästen verkürzen.
  • Bei den Service-Mitarbeitern kommt es weniger auf Fachwissen an als auf Freundlichkeit.
  • Nach den umsatzstarken Sommermonsten droht vielen Restaurants die Insolvenz. Deshalb sollte man vorsorglich seine Finanzen ordnen. Dazu gehört auch möglichst viele Umsätze bar zu machen, um die Kreditkartengebühren zu senken.
  • Sportsponsoring verliert an Bedeutung zugunsten Social Sponsoring, etwa "Die Tafeln" oder die Zurverfügungstellung von Räumen für lokale, gemeinnützige Initiativen.
  • Der Trend zu heimatnahem Urlaub ist eine Chance für Restaurants. Man sollte versuchen, lokale touristische Packete zu schnüren, etwa Kooperationen mit Kinos und Veranstaltern (etwa Restaurantgutscheine an die Besucher verteilen) und anderen lokalen Unternehmen.

Der Hotelinspektor: "Hotel Am Friedensstein", Cossebaude.

Am 26. April 2009 setzt RTL um 19.05 Uhr seine neue Serie "Der Hotelinspektor" mit der Episode: "Hotel Am Friedensstein" in Cossebaude (zwischen Dresden und Meißen) fort.

Über den schwierigen Job des Hotelinspektors Heinz Horrmann in der zweiten Folge schreibt RTL:
"Hotelinspektor Heinz Horrmann besucht heute das Hotel & Restaurant 'Am Friedensstein' in Cossebaude in der Nähe von Dresden. Der 2-Sterne-Betrieb mit insgesamt zwölf Zimmern wird von Andreas Wolf und seiner Familie betrieben. Problem Nummer 1: Der Hoteleingang ist geschlossen und der Gast muss lange suchen, bis er in der elterlichen Metzgerei landet, die zeitweise auch als Hotel-Rezeption dient. Heinz Horrmann fällt auf, dass das Personal nicht sorgfältig arbeitet, die Fußböden in den Zimmern dreckig sind und in den Bädern die Schimmelbildung beginnt. Das ganze Interieur ist abgenutzt und altmodisch und das Essen im Restaurant schlecht. Am meisten bemängelt der Hotelinspektor aber die fehlende Gastlichkeit: 'Im Detail gibt es Vieles zu verbessern, vor allem aber muss Gemütlichkeit rein gebracht werden.' Wird es Heinz Horrmann gelingen, das Hotel mit mehr Wärme auszustatten und werden seine Vorschläge bei Familie Wolf auf offene Ohren treffen?"
Siehe auch: "Alles über Heinz Horrmann".

Bisherige Folgen des "Hotelinspektors": .

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Samstag, April 18, 2009

Querulanten.

"Gastro-Rauchverbot - Private Anzeigensammler fühlen sich bedroht", in: Kleine Zeitung vom 17. April 2009, berichtet über Aktionen von Dietmar Erlacher, Bundesobmann "Krebspatienten für Krebspatienten, Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen Österreich".

Geplant ist, Hunderte von österreichischen Kollegen anzuzeigen: "Raucher: Gruppe plant hunderte Anzeigen", in: ORF vom 18. April 2009:
"Bei einer Pressekonferenz am 20. April soll das Ergebnis der Erhebung präsentiert werden. Zudem soll dabei ein Paket mit Hunderten Anzeigen gegen Gastwirte aus dem Bezirk an die Bezirksvorsteherin Innere Stadt, Ursula Stenzel (ÖVP), übergeben werden.

Die Gruppe kündigte zudem an, aus demselben Grund auch Einkaufszentren in Wien und Niederösterreich anzuzeigen."
Über eine frühere, ähnliche Aktion von deutschen Rauchverbotsfanatikern habe ich bereits berichtet: "Spitzel ante portas" vom 7. Dezember 2007. Auf deren Website findet sich ein Hinweis, der auf gewisse grundsätzliche Probleme solcher Kampagnen hinweist:
"Wir behalten uns vor, bei Missbrauch des Beschwerdeformulars gegen den Absender vorzugehen. Bewusst falschen Angaben oder Beschuldigungen behalten wir uns rechtliche Schritte gegen den Urheber vor. Dies gilt besonders bei Fällen, in denen Personen (Nichtmitglieder) unser Formular bewusst falsch ausfüllen und an die Bußgeldstellen senden."

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Freitag, April 17, 2009

Deutsche Küche in Brasilien

Von Heiko Grabolle. Das die Deutschen gerne essen ist bekannt! Das die Deutschen Brasilien mögen ist auch bekannt! Das die Deutschen gerne Bier trinken sowieso... Jetzt muss man sich das ganze mal alles zusammen vorstellen.....klingt nach Schlaraffenland, oder nicht? Aber keine Angst, es gibt es wirklich, nämlich in der, von deutschen Einwandern gegründteten brasilianischen Stadt Blumenau, im Bundestaat Santa Catarina. Der dort lebende deutsche Koch Heiko Grabolle wurde vom Restaurant Figueira als Gastkoch eingeladen und wird unsere deutsche Küche vom feinsten präsentieren. Unter anderem stehen Maultaschen und gefüllter Ochsenschwanz zur auf dem Menü. Die Brauerei Baden Baden aus Campos do Jordão im Bundestaat São Paulo stellt die passenden Biersorten zur Verfügung, Baden Baden Cristal, Baden Baden Weiss, Baden Baden Tripel, usw..., die von der Bier-Sommelierin Kathia Zanatta ausgesucht wurden. Na wenn das nicht schmackhaft klingt!!! Hier das Menü: Für mehr Informationen: Heiko Grabolle Deutscher Küchenmeister - Foodstylist - Konsultor - Fachlehrer www.heikograbolle.com www.heikograbolle.blogspot.com

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Gastgewerbe auf Talfahrt : 100.000 Arbeitsplaetze in Gefahr.

(Berlin, 17. April 2009) Jede Stimme zählt. Am 17. April 2009 startete der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) eine bundesweite Unterschriftenaktion auf dem neuen Informations-Portal zum reduzierten Mehrwertsteuersatz im Gastgewerbe www.ProSiebenProzent.de. Seit dem Beschluss des EU-Finanzministerrates am 10. März 2009 kann überall in Europa eine reduzierte Mehrwertsteuer für Restaurants und Hotels eingeführt werden. Doch die Bundesregierung weigert sich, die massiven Wettbewerbsnachteile für die gastgewerblichen Betriebe in Deutschland endlich zu beenden.
"Es kann nicht sein, dass das berechtigte Anliegen einer ganzen Branche von der Politik ignoriert wird. Wir brauchen die reduzierte Mehrwertsteuer zur Ankurbelung der Nachfrage, für Investitionen, für die Mitarbeiter sowie für neue Arbeitsplätze. Und wir brauchen sie jetzt!"
erklärt DEHOGA-Präsident Ernst Fischer.

In Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise seien im Gastgewerbe 100.000 Arbeitsplätze akut in Gefahr. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag vermeldet, setzten Hotellerie und Gastronomie in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres nominal 5,1 Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. Preisbereinigt schlug ein Minus von 7,3 Prozent zu Buche. Am stärksten betroffen sind das Geschäftsreisesegment und der Kongresstourismus. Die Firmen drücken auf die Sparbremse. So verzeichnet die Hotellerie ein nominales Minus von 6,8 Prozent (real -9,0 Prozent). Aber auch in der Gastronomie bleiben die Gäste aus. Täglich neue Hiobsbotschaften verunsichern die Verbraucher. In den Restaurants, Cafés und Bistros rutschten die nominalen Umsätze um 4,1 Prozent (real -6,3 Prozent) in den Keller. Der Unmut in der Branche wächst.

Mit der Unterschriftenaktion verleiht der DEHOGA jeder einzelnen Stimme Gewicht. Mit einer Million Beschäftigten, 103.000 Auszubildenden und einem Jahresnettoumsatz von 55,5 Milliarden Euro ist das Gastgewerbe in Deutschland ein starkes Stück Wirtschaft. Doch die meist mittelständischen Betriebe haben nicht die gleiche mediale Aufmerksamkeit wie beispielsweise die Automobilindustrie, die mit immer neuen Subventionen staatlich gefördert wird.
"Durch die Bündelung unserer Stimmen werden wir erreichen, dass die Branche als Einheit wahrgenommen wird. Der Zeitpunkt ist gekommen, die Benachteiligung des deutschen Gastgewerbes endlich zu beenden"
sagt Fischer. 7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer seien das beste Konjunkturprogramm für das Gastgewerbe.

In zahllosen Gästebucheinträgen und selbsterstellten Anzeigen machten die gastgewerblichen Unternehmer ihrem Ärger Luft und zeigten zugleich die positiven Impulse einer Mehrwertsteuersenkung auf.
"Die Gastronomen und Hoteliers verlangen keine Privilegierung"
stellt der Präsident klar.
"Sie wollen lediglich Chancengleichheit innerhalb Europas und Gleichstellung mit dem Lebensmitteleinzelhandel und -handwerk in Deutschland."
Um das zu erreichen, hofft der Verband auf eine rege Beteiligung von Hoteliers, Gastronomen, Freunden und Partnern der Branche – aber auch von den Gästen. Denn die Argumente für die Senkung der Mehrwertsteuer lägen auf der Hand:
"Sieben Prozent Mehrwertsteuer bedeuten mehr Flexibilität an der Preisfront und Spielräume bei Investitionen sowie bei der Qualifizierung und Entlohnung der Mitarbeiter. Mehr Nachfrage und mehr Beschäftigung sind die Konsequenz. Und davon hätten alle etwas"
sagt Fischer und fordert zum Mitmachen auf:
"Wir können nur punkten, wenn die Branche geschlossen zusammensteht und sich jeder Einzelne mit seinem Namen dafür einsetzt. Wer für das Tourismusland Deutschland ist, ist pro 7 Prozent."
Das Ergebnis dieser Aktion und eine Liste mit allen Teilnehmern werden öffentlichkeitswirksam der Bundesregierung übergeben.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA-Bundesverbandes).

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Gastgewerbeumsatz im Februar 2009: real 8,9% niedriger als im Februar 2008.

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im Februar 2009 nominal 6,6% und real 8,9% weniger umgesetzt als im Februar 2008. Im Vergleich zum Januar 2009 war der Umsatz im Gastgewerbe im Februar 2009 nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal und real 0,8% höher.

Beide Bereiche des Gastgewerbes blieben im Februar 2009 nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats:
  • das Beherbergungsgewerbe mit nominal - 8,2% und real - 10,9% und
  • das Gaststättengewerbe mit nominal - 5,6% und real - 7,6%.
Innerhalb des Gaststättengewerbes verzeichneten die Caterer Umsatzeinbußen von nominal - 5,4% und real - 7,6%.

In den ersten beiden Monaten des Jahres 2009 setzten die Gastgewerbeunternehmen in Deutschland nominal 5,1% und real 7,3% weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Siehe dazu auch:

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Donnerstag, April 16, 2009

Praesident des Deutschen Brauer-Bundes erfaehrt Widerspruch aus Bayern.

Irgendwie hatte ich es im Urin, daß der Beitrag "Wird Bier billiger?" nicht folgenlos bleiben würde. Schließlich geschieht es selten, daß der Präsident eines Branchenverbandes ankündigt, die von seinen Mitgliedern lautstark angestrebten Preiserhöhungen würden floppen.

Heute hält der Bayerische Brauerbund dagegen und watscht per Pressemitteilung ab:

Gestern noch hatte der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Wolfgang Burgard, vor dem Hintergrund der angespannten Wirtschaftslage in Deutschland sinkende Bierpreise prophezeit. Heute erfährt er energischen Widerspruch aus Bayern. Für sinkende Bierpreise bestehe keinerlei Spielraum, so der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes in München, Lothar Ebbertz.

In Anbetracht hoher Rohstoffkosten aus Verträgen des Vorjahres, unverändert hoher Preise für Energie und nicht zuletzt der gerade vereinbarten Lohnerhöhung um 3% sei es schlicht unredlich, beim Verbraucher Hoffnungen auf ein sinkendes Bierpreisniveau zu wecken, verlautet es aus München.

Wer unter diesen Umständen auf Preissenkungen setze, so Ebbertz, verschließe die Augen vor der Realität seiner Kostensituation. Der wolle die krisenhafte gesamtwirtschaftliche Lage offenbar aber auch ausnutzen, um unter dem Deckmantel der "Konsolidierung" der Branche den gegen den Mittelstand gerichteten Verdrängungswettbewerb im heimischen Braugewerbe noch zu verschärfen.

Opfer einer solchen kurzsichtigen Politik werde zuerst die Qualität des Produktes. Dem Verbraucher werde wider besseres Wissen vorgegaukelt, das Verhältnis zwischen Preis und Qualität sei beliebig strapazierbar.

Langfristig gefährde eine Politik, die nur auf billig setze, aber auch die Vielfalt des Bierangebots und der Braustätten, damit aber auch zahlloser Arbeitsplätze im Braugewerbe. Am Ende drohe die Wertigkeit der ganzen Getränkegattung auf der Strecke zu bleiben.
"Mit dem, was man in Bayern als 'Bierkultur' kennt und schätzt"
so der Bayerische Brauerbund in München,
"habt das dann aber nichts mehr zu tun."
(Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Brauerbundes e.V.)

Dieser heftige Widerspruch zwischen dem Deutschen Brauer-Bund und dem Bayerischen Brauer-Bund eV. kommt natürlich nicht von ungefähr:
  • Der Bayerische Brauerbund e.V. vertritt vor allem die Interessen seiner vielen kleinen und mittelständischen Mitgliedsbrauereien, die auf ihren regionalen und lokalen Märkten höhere Preise für ihre handwerklichen Biere leichter durchsetzen können.
  • Der Deutsche Brauer-Bund hingegen ist eher ein Sprachrohr der großen Brauereien und ihrer Fernsehbiere, die unter Preisdruck stehen.
Um kein Mißverständnis zu provozieren. Es handelt sich nicht um einen Konflikt zwischen Bayern und dem Rest Deutschlands, sondern um einen Konflikt zwischen großen und kleinen Brauereien, egal ob in Bayern oder außerhalb.

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Erreicht die Krise die Gourmet-Restaurants?

"Den Nobelwirten gehen die Gäste aus" von Manfred Hummel, in: Süddeutsche Zeitung vom 16. April 2009.

Der Autor hat sich bei einigen Gourmet-Restaurants umgehört, wie sich die Geschäfte entwickeln und von teilweise "schlagartigen" Umsatzeinbrüchen erfahren. Tagungen, Veranstaltungen und Geschäftsessen würden storniert.

Aber es werden auch Kollegen zitiert, die angesichts der Sparsamkeit der Gäste mit ihren preisgünstigen Angeboten profitieren.

Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag "Erreicht die Krise die Gastronomie".

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Bierdeckelhersteller Katz insolvent.

Mit dem Bierdeckelhersteller Katz Group ist ein indirekter Lieferant der Gastronomie insolvent geworden: "Weltmarktführer für Bierdeckel zahlungsunfähig", in: tz vom 15. April 2009. Grund sei ein seit 2007/2008 sinkenden Bierumsatz in der Gastronomie. Direkte Kunden sind in der Regel die Brauereien, die ihrerseits der Gastronomie Bierdeckel ihrer Marken überlassen.

Die Katz Group ist keine Kllische, sondern der Weltmarktführer für Bierdeckel. Mehr über dieses Unternehmen in einem früheren Beitrag: "Katz: Bierdeckel".

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Mittwoch, April 15, 2009

Wird Bier billiger?

Wolfgang Burgard, der Präsident des Deutschen Brauerbundes, wurde von der "Berliner Zeitung" interviewt: "Brauer rechnen mit sinkenden Bierpreisen", in: Deutsche Handwerks-Zeitung vom 15. April 2009.

Die sinkenden Preise für Rohstoffe und Energie sowie die überflüssigen Braukapazitäten eröffnen in der Tat Verhandlungsspielräume für Gastronomen. Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag "Inbev plant Preiserhoehung".

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Neue Funktionen bei Alexa.

Das Marktforschungstool Alexa.com liefert seit de, 14. April 2009 mehr Daten: "More New Alexa Features: Demographics, Clickstream, Search Traffic".

Siehe z.B. Ergebnisse für Abseits.de. So sind Abseits.de-Nutzer im Vergleich zum Durchschnitt:
  • eher männlich,
  • haben weniger Kinder,
  • nutzen das Internet am Arbeitsplatz,
  • sind in der Altersgruppe 35 bis 44 Jahre überdurchschnittlich vertreten,
  • haben eine Hochschulausbildung.
Bereits 8,8 Prozent aller erfassten Nutzer finden uns per Twitter, 5,7 Prozent per Wikipedia.

Das wichtigste der Keywords, über das wir zur Zeit gefunden werden, ist "Muttertag". Das erstaunt Sie vielleicht. Dahinter steckt folgende Geschichte: "Muttertag".

Der Aussagewert der von Alexa.com ermittelten Daten ist zu recht umstritten. Mehr dazu: "Reichweite von Websites ermitteln".

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Waldcafé, Hornbachtal.

Die Werkstätten Hornbachtal gGmbH betreiben in Hornbachtal das Ausflugslokal "Waldcafé". Die Werkstätten Hainbachtal gGmbH sind eine gemeinnützige Gesellschaft der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Offenbach am Main - Stadt e.V.

Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten im "Waldcafé" vor und hinter der Theke. Qualifizierte Schulungs- und Förderprogramme haben sechs Werkstattmitarbeiter in die Lage versetzt, Bestellungen aufzunehmen und dem Gast zu servieren. Unterstützt werden sie durch ebenfalls fachlich geschulte Aushilfskräfte, die täglich zur Verfügung stehen.

Geleitet wird das "Waldcafé" von Claudia Wittrin, einer gelernten Köchin mit einer über 20jährige Erfahrung aus guten Offenbacher Gastronomiebetrieben.

Ergänzt wird das gastronomische Konzept durch ein Kulturprorgramm und wechselnde Ausstellungen, Konzerte mit bekannten Bands und Kabarettprogramme.

Wie in dem Zeitungsartikel "Draußen nicht nur Kännchen", in: Frankfurter Rundschau vom 15. April 2009, gemeldet wird, soll nach dem Vorbild dieses "Waldcafés" unter der Anleitung von zwei Fachkräften mit sieben behinderten Menschen ein "Stadtcafé" mit 80 Innen- und 120 Außenplätzen im Mai 2009 eröffnet werden. Dazu soll es Praktikumsplätze für seelisch Behinderte geben.

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Kunden bewerten Joey's Pizza.

Hamburg. Zufriedene Kunden sind das Ergebnis von 20 Jahren Erfahrung in der Systemgastronomie von Joey's Pizza, einer der Marktführer im Pizza-Delivery in Deutschland. Erneut wird das Hamburger Franchise-System von seinen Kunden für sein Leistungsangebot mit sehr guten Noten ausgezeichnet. Zum dritten Mal in Folge konnte 2008 mit einer Durchschnittsnote von 1,77 eine Steigerung der allgemeinen Kundenzufriedenheit verzeichnet werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Kundenbefragung, durchgeführt durch das Centrum für Cooperation und Franchising (F & C) in Münster.

Schwerpunkt der Befragung lag in der Qualitätswahrnehmung der Joey's Kunden in den Bereichen Produkt, Sortiment, Service und Preis.

Kundenerwartungen erfüllen
"Als einer der führenden Pizzalieferdienste in Deutschland setzen wir uns hohe Qualitätsstandards in Produkt und Service"
erläutern Karsten Freigang und Friedrich Niemax, Geschäftsführer der Joey's Pizza Service Deutschland GmbH.
"Unsere jährliche Kundenbefragung dient uns als Barometer, ob wir mit unseren Franchise-Partnern vor Ort das Soll der Marke auch konsequent erfüllen."
Besonders gute Werte erzielten die 109 Franchise-Partner bei ihren Kunden in der Produktqualität und beim Service sowie dem Sortimentsangebot. Mit einer Quote von 90 Prozent erfüllt Joey's Pizza in diesen Bereichen konstant die Kundenerwartungen. Damit konnte die Kundenzufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau erneut gesteigert werden.
"Bereits zum dritten Mal haben wir diese umfassende Erhebung unter unseren Kunden vorgenommen"
so Freigang.
"Die guten Ergebnisse sind für uns eine besondere Auszeichnung und ein weiterer Ansporn, auch in Zukunft an unserem Qualitätsversprechen festzuhalten."
Kundenorientiertes Qualitätsmanagement

Kundenzufriedenheit und -bindung sind zentrale Erfolgsfaktoren in einem Markt, in dem sich die Pizza-Lieferdienste heute mehr denn je mit einem starken Wettbewerb konfrontiert sehen.
"Zentraler Aspekt für ein effektives Qualitätsmanagement ist die Frage nach konkreten Quellen von Unzufriedenheit und nach geeigneten Maßnahmen zur gezielten Steigerung der Kundenbindung"
erklärt Niemax.
"Mit den Ergebnissen unserer Kundenzufriedenheitsanalyse erhalten unsere Franchise-Partner wertvolle Informationen zur Optimierung ihrer Geschäftsprozesse und Organisationsstrukturen an die Hand."
Systeminformation:

1988 gegründet ist Joey's Pizza, Hamburg, eines der 25 größten Unternehmen und Systeme der Gastronomie (Quelle: food service, Studie Top 100 3/2009) und Top Pizza-Player in Deutschland. 2008 erwirtschaftete Joey's einen Gruppenumsatz von über 73 Mio. Euro.

(Quelle: Pressemitteilung von Joey's Pizza).

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Dienstag, April 14, 2009

Betriebliche Gefaehrdungsbeurteilung.

Nach Paragraph 5 Absatz 1 des Arbeitsschutzgesetzes (PDF) ("Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit") haben Arbeitgeber durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind.

Tatsächlich aber werden solche Gefährdungsbeurteilungen vor allem in den kleinen Betrieben des Gastgewerbes als lästiger und nicht zielführender, bürokratischer Aufwand beurteilt, vor allem wenn kaum Unfälle passieren, abgesehen von Lappalien wie den weit verbreiteten, kleinen Schnittwunden in den Küchen, oder Unfälle, die ihre Ursache in Hektik und Unaufmerksamkeit haben.

Aber die Aufsichtsbehörden (technischen Gewerbeauftsichtsämter) und sogar die von den Unternehmern finanzierten Unfallversicherungsträger wie die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastätten versuchen weiterhin unverdrossen, die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen voranzubringen.

Mehr darüber: Siehe dazu auch: "Gefaehrdungsbeurteilung fuer Getraenkeschankanlagen online erstellen". Sie können dieses von der BGN kostenlos zur Verfügung gestellte Programm mittlerweile auch herunter laden und offline verwenden.

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Krisen-PR.

Unter fuer-alle-da.de wurde ein neues Internet-Angebot des Bundesfinanzministeriums gestartet. Angesichts der Bundestagswahl im September 2009 gibt es Krisen-Bla-Bla auf Kosten der Steuerzahler.

Die sogenannten "Bürgerfragen" stammen erkennbar nicht von Bürgern (die Namen der angeblichen Fragestellern werden wohlweislich nicht veröffentlicht). Will man uns wirklich Glauben machen, Bürger würden solche Fragen stellen:
"Wann werden endlich auch 'gedeckte' Leerverkäufe von Aktien verboten?"
Mehr als peinlich sind die sogenannten Abstimmungen auf der Website des Bundesfinanzministeriums, mit denen formal der Eindruck erweckt wird, die Meinung der Bürger würde interessieren. Zur Abstimmung stehen aber nur rhetorische Fragen wie:
"Die Bundesregierung bleibt ihrer Doppelstrategie aus Konsolidierung und Wachstumsförderung treu: Mehr Zukunftsinvestitionen, weniger Schulden. Ist das die richtige Entscheidung?"
oder
"Der finanzpolitische Kurs war erfolgreich. Soll Bundesfinanzminister Peer Steinbrück diesen Kurs aufgeben und allen Ausgabewünschen nachgeben?"

Umsatzverluste bei grossen Hotels von bis zu 30 Prozent.

Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, malt in einem Interview des SWR scharz. Vor allem große Hotels hätten in den vergangenen Monaten bis zu 30 Prozent Umsatzverluste beklagt. Denn während die private Konsumlaune bislang nur wenig nachgelassen habe, seien die Tagungs- und Kongressbuchungen aus der Wirtschaft erheblich zurück gegangen: "Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA, im Gespräch mit Rudolf Geissler", in: SWR2 vom 11. April 2009.

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Kommunisten lehnen Mehrwertsteuerreduzierung fuer das Gastgewerbe ab.

Die SED/SED-PDS/PDS/Die Linkpartei/Die Linke hat einen Entwurf ihres Wahlprogramms für die Bundestagswahl (PDF) online gestellt.

Ein interessantes Détail ist es, daß die SED/... eine Reduzierung der Mehrwertsteuer für Produkte und Dienstleistungen des Gastgewerbes ablehnt - mit Ausnahme von solchen Produkten, die für Kinder bestimmt sind:
"DIE LINKE will den ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 Prozent ausweiten, und zwar auf Produkte und Dienstleistungen für Kinder, apothekenpflichtige Arzneimittel sowie auf arbeitsintensive Dienstleistungen im Handwerk."
Speisen und Getränke, die von Kindern konsumiert werden (also allen Gästen bis zum 13. Lebensjahr, wenn man die Abgrenzung von Kindern und Jugendlichen nach dem Jugenschutzgesetz zu grunde legt), aber auch Übernachtungen von Kindern wären demnach mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz abzurechnen.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Kommunisten bedacht haben, was sie fordern. Zudem ist eine Begünstigung von arbeitsintensiven Dienstleistungen im Handwerk (zu dem ja auch Großbetriebe gehören) kaum mit den allgemeinpolitischen Zielen der Kommunisten kompatibel, wenn zugleich arbeitsintensive Dienstleistungen im Gastgewerbe mit seinen vielen kleinen und mittleren Betrieben diskriminiert werden.

Der Deutche Hotel- und Gaststättenverband fordert hingegen den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für alle Produkte und Dienstleistungen des Gastgewerbes.

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Montag, April 13, 2009

Mit Lebensmittelkontrolleuren auf Tour.

Peter Steinbüchel, der Leiter des Amtes für Verbraucherschutz in Düsseldorf, wo 11 Lebensmittelkontrolleure 4000 Betriebe kontrollieren, lehnt eine schwarze Liste mit Mängelbetrieben, wie sie vom Berliner Bezirk Pankow seit Anfang März im Internet betrieben wird, ab:
"Ich kann nicht kontrollieren und einen Missstand bestehen lassen"
Die Verbraucher müssten sich vielmehr sicher sein, wo sie hingehen könnten: "Kommunen klagen über zu wenig Personal für Lebensmittelkontrollen", in: B2B vom 10. April 2009.

Auf der Website des Düsseldorfer Amtes für für Lebensmittelüberwachung gibt es einen ausführlichen Bericht über das, was Lebensmittelkontrolleure machen: "Mit Lebensmittelkontrolleuren auf Tour".

Anders als in Berlin-Pankow sorgen in Düsseldorf regelmäßige risikoorientierte und gründliche Kontrollen dafür, daß sich den Lebensmittelkontrolleuren in Düsseldorf abschreckende Szenen wie ein Lagerraum mit übel riechenden, überlagerten Lebensmitteln oder das Bild von toten Mäusen in Regalen nur selten bieten.

Die Berliner Negativliste dokumentiert weniger das Versagen der diskriminierten Betriebe als das Versagen der Kontrolleure und vor allem ihrer politischen Führung, die nicht in der Lage, deren Arbeit auf Wichtiges zu fokussieren, sondern sich lieber auf grobschlächtige PR-Aktionen versteift. Letztlich ist dies eine Folge der Politisierung der Verwaltung in den Berliner Bezirken, wo ehrgeizige Kommunalpolitiker ihre Mitarbeiter von der eigentlichen Arbeit abhalten. Siehe dazu auch: "Sarrazin tadelt Pankow und Mitte", in: Tagesspiegel vom 1. April 2009.

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Organistionsgrad der DEHOGA in Berlin: Unter 10 Prozent.

Den Organisationsgrad, also die Anzahl der gastgewerblichen Betriebe, die im DEHOGA organisiert sind, hat die "Berliner Zeitung" für Berlin veröffentlicht ("Schöner Schein", in: Berliner Zeitung vom 19. Januar 2009):
"Gaststätten gibt es insgesamt 10 037, darunter 5 927 Restaurants, 2 131 Imbisse, 884 Schankwirtschaften und 329 Cafés. Im Berliner Hotel- und Gaststättenverband Dehoga sind lediglich 1 336 Betriebe Mitglied - 360 Hotels und 976 Gaststätten. Nur 152 von ihnen unterliegen laut Dehoga der Tarifbindung."
Das heißt, weniger als 10% der Gaststätten sind Mitglied.

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Suppenkuche, San Francisco.

Die "Suppenkuche" ist ein deutsches Restaurant in San Francisco.

Der in Heidelberg geborene Fabrizio Wiest, der Besitzer der "Suppenküche", hat als Graphikdesigner in München gearbeitet. 1993 kam er nach San Francisco, in der Tasche ein Konzept eines traditionellen deutschen Wirtshauses. Sein Großvater hatte bis 1970 im niederbayerischen Mengkofen eine kleine Landbrauerei. Das Konzept der "Suppenküche" basiert auch auf Fotos und Erinnerungen der Gaststätten, die sein Großvater mit Bier beliefert hat.

Das Konzept nutzt den guten Ruf deutscher Biere und deutscher Hausmannskost, besonders aus Bayern, in den USA (siehe die Speisekarte). Der missioniarische Eifer schlägt sich auch in Rezepten nieder, die angeboten werden, damit die Gäste die Speisen auch zu Hause zubereiten können. Auch das Ambiente erinnert an ein traditionelles deutsches Wirtshaus. Die "shared tables" sind für Amerikaner gewöhnungsbedürftig, aber auch ein Alleinstellungsmerkmal, über das viele Kritiker in ihren Restaurantbesprechungen schreiben. Die Gäste sitzen an großen Tischen beisammen:
"Tables are long, rough-hewn, and seat eight comfortably. Our party of six was seated, and soon thereafter a party of two joined our table. Though some might find this arrangement a bit close, I enjoyed speaking to our newfound dining companions...all for the love of good food."
Die Bierkarte umfaßt Biere aus Deutschland, Österreich und am Rande auch aus Belgien und auch in der Weinkarte finden sich überwiegend Weine aus Deutschland.

Im Bewertungsportal Yelp findet man über 1000 Bewertungen dieses Restaurants, eine Anzahl von Bewertungen, von denen Restaurants auf Bewertungsportalen nur träumen können.

Mehr über "German restaurants im Ausland".

Sonntag, April 12, 2009

"Nette Toilette" auch in Bremen geplant.

In einigen Kommunen bestehen zivilrechtliche Vereinbarungen zwischen allen oder bestimmten Gastronomen und der Gemeindeverwaltung, wonach die Toiletten auch von Nichtgästen aufgesucht werden darf. In der Regel zahlt die Gemeinde dafür einen Kostenbeitrag. Sie erspart sich damit möglicherweise den Unterhalt für öffentliche Toiletten. Siehe dazu: "Nette Toilette", ein Projekt der Stadt Radolfzell.

Jetzt will auch Bremen die "Nette Toilette" einführen: "Bremen soll 'Nette Toilette' bekommen", in: Die Welt vom 12. April 2009. Statt der 1,1 Million Euro jährlich, die bei öffentlichen Toiletten anfallen, soll die Bremer Gastronomie mit einer Aufwandsentschädigung nur von etwa 150.000 Euro abgespeist werden.

In Freudenheim erhalten Gastronomien, die sich beteiligen je nach Zentralität des Standorts 600 bzw. 300 Euro per ann: "'Nette Toilette' gilt ab jetzt'", in: Neckar-Chronik vom 26. März 2009.

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Tagen ohne Uebernachtung.

"Krise erreicht Hotels und Gaststätten", in: Rundfunk Berlin-Brandenburg vom 11. April 2009. Nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg würden Firmen bei Tagungen auf Übernachtungen verzichten und im mittleren Preissegment von Gaststätten würden Familienfeiern wegfallen. Andererseits profitierten Anbieter von touristischen Dienstleistungen in Deutschland von einem Trend zu Kurzreisen.

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Samstag, April 11, 2009

Brasilianische Küche auf offener See

Wieder einmal wurde die Costa Kreutzfahrtenlinie Mittelpunkt der brasilianischen Küche. Von Heiko Grabolle Mit dabei waren diesmal 12 renomierte Küche aus Brasilien, davon ein Deutscher Koch aus Westfalen und der Restaurantverein Boa Lembrança - Associação da Boa Lembrança (Verein brasilianischer Restaurants der guten Erinnerung) die das Event wie immer tatkräftig unterstützen. Die speziellen Aktivitäten der Themenreise 2ª Prata Gourmet, die vom 28. Februar bis zum 09. März 2009 stattfand, wurden von den 12 Küchenchefs und 4 Auszubildenden mit großer Bereitschaft ausgeführt. 450 kg Meeresfrüchte (250 kg Garnelen), 650 kg Fisch-Filet (250 kg Filets Stockfisch), 200 kg Lamm-Carré, 250 kg getrocknetes Fleisch, 300 kg Tomaten, 350 kg Zwiebeln , 200 kg Kartoffeln, 250 kg Manioka, 180 Liter Kokosmilch , 100 Liter Olivenöl und 100 kg Cupuaçuconzentrat, dies sind nur einige Zahlen der Zutaten die wärend der 9 Tage langen Reise für 2680 Passagiere von den brasilianischen Köchen verkocht wurden. Costa Kreuzfahrten sind die einzigsten die in Südamerika diese spezielle Themreise mit original brasilianischer Küche anbieten. Die Beteiligung von renommierten brasilianischen Köchen, und dem deutschen Koch, Heiko Grabolle, der schon seit 5 Jahren in Brasilien lebt, erweitern das Angebot um ein vielfaches. Zu den Aktivitäten der eingeladenen Köche zählen die verschiedensten Themen: Flavia Quaresma spielte mit den Kindern "blindes Huhn", die Kleinen Passagiere mussten mit verbundnen Augen Lebensmittel wiedererkennen und beschreiben - in einer anderen Aufführung kochte die Küchenchefin gefüllten Mini-Teigbällchen und kreierte so ein fantastisches Essen für die Kleinen. Aber auch die Erwachsenen hatten die Möglichkeit an den verschiedenen speziellen Angeboten, den Workshops teilzunehmen: Zum Beispiel wurden Rezepte mit Moqueca - einem brasilianischem Garneleneintopf, von der Köchin Tereza Paim vorgeführt; Risotto mit getrocknetem Fleisch von Monica Rangel; Teigtaschen mit Meeresfrüchten gefüllt und dargestellt von den Köchen Mariana Palmeira e Dalton Rangel; Informationenen zum Barreado Açoriano, einem klassichem brasilianischen Lehmtopfgericht, gab es unter der Leitung des Deutschen Küchenmeisters und Mitglied im Verband der Köche Deutschlands, Heiko Grabolle. Es gab auch eine Vorführung von Tapiocaplätzchen mit dem Küchenchef César Santos und natürlich gab es auch einen Vorgeschmack von dem asiatischen Koch aus der Stadt Braslília, William Chen Yeng der ein authentisches Yakissoba vorkochte. An einem Themenabend bereiteten die Köche unter anderem 2400 "escondidinhos de camarão" - ein typisches Gericht das aus überbackenen Garnelen mit Mandiok und Käse besteht oder auch 2000 Portionen Stockfischconfit zudem 6.000 kleine Zwiebeln und Frühlingskartoffeln serviert wurden. 1.400 Cashew-Panna-Cotta mit Cupuaçusauce und so weiter... Für die Verkostung der Weine war der Koch Paulo Pinho zuständig der die Gäste zu einer zweistündigen Vorführung über Wein einlud. Über 60 Gäste hatten die Möglichkeit die verschiedenen Weine zu verkosten. Es wurden auch noch spezielle Themenbuffets am Lido-Deck angeboten wo die Köchin Ana Bueno unter anderem 1600 Knödel aus Trockenfleisch mit Bananenfüllung zubereitete. Der deutsche aus Westfalen, Heiko Grabolle stellte seinen Fischeintopf aus Santa Catarina vor der an 600 Personen serviert wurde. Zusätzlich zu den Angeboten wurde in diesem Jahr zum ersten mal ein Kochwettbewerb veranstaltet. Die Gäste konnten sich dazu vorher einschreiben von denen 6 Personen später ausgelost wurden. Unter Leitung der Köche gab es als Aufgabe in nur 40 Minuten ein Risotto für 4 Personen zu kochen. Die Teilnehmer hatten dazu eine grosse Auswahl an verschiedenen brasilianischen Lebensmitteln. "Diese Art von Unterhaltung war so erfolgreich dass wir sie schon fürs nächste Jahr in unser Programm aufgenommen haben!" sagt Heiko Grabolle, der unter anderem auch für die Planung des Events mitverantwortlich ist. "Nur dass wir nächstes Jahr sehr viel mehr Gäste zu verköstigen haben. Auf der Costa Magica mit Ihren 3460 Passagieren!" bestätigt er fröhlich. Und deshalb für alle Freunde der brasilianischen Küche, 3ª Prata Gourmet 2010 auf der Costa Magica - Buchen Sie Ihre Kabine und Ihren Platz am Tisch! Wir wünschen Ihnen schon einmal guten Appetit - Saúde. Für mehr Informationen wenden Sie sich bitte an den Küchenmeister Heiko Grabolle http://www.heikograbolle.com http://www.heikograbolle.blogspot.com

Nutzen und Anforderungen von hotelspezifischen CRM-Systemen.

München, 08. April 2009 - Eine effiziente Kundenbindung ist für den Unternehmenserfolg gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten besonders wichtig. Da trotzdem ca. 40% des Managements Customer Relationship Management (CRM) zu wenig Beachtung schenken, informiert Toedt, Dr. Selk & Coll. über die wichtigsten Grundlagen dieses hoch komplexen Themas in einem neuen Whitepaper.

Durch die Besonderheiten der niedrigen Kauffrequenz sowie der Ortsgebundenheit der Leistungserbringung kommt der gezielten Gastkommunikation in der Hotellerie eine besondere Bedeutung zu. Dabei besteht in aller Regel ein direkter Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung, denn eine positive Zufriedenheit ist zumeist Grundvoraussetzung für Loyalität. Auch wenn nicht jedes CRM-System ist für jedes Unternehmen geeignet ist, so haben doch alle Lösungen eines gemein: die Datenqualität und die effiziente Nutzung der Gastdaten sind maßgeblich für den Erfolg eines aktiven Beziehungsmanagements und letztlich für den wirtschaftlichen Erfolg eines Tourismusbetriebes verantwortlich.

Im aktuellen Whitepaper "Nutzen und Anforderungen von hotelspezifischen CRM-Systemen - Die wichtigsten Grundlagen der Kundenbindung im Überblick" werden grundlegende Kenntnisse der Kundenbindung vermittelt sowie die verschiedenen Arten von CRM-Systemen erläutert. Die Bedeutung der Kommunikation in den unterschiedlichen Kontaktphasen wird ebenso berücksichtigt, wie Kundenkarten als Mittel zur Loyalitätssteigerung und die Begrenzungen des CRM durch den Datenschutz.

Unternehmensprofil:

Das Unternehmen Toedt, Dr. Selk & Coll. GmbH (TS&C) ist Spezialist im Bereich Customer Relationship Management (CRM) für die Hotellerie und Tourismusbranche.

TS&C macht das vorhandene "Gast-Daten-Kapital", das in der Regel ungenutzt in den verschiedenen Systemen eines Hotels vorhanden ist, durch eine Kombination aus Technologie und Beratung nutzbar. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Implementierung eines effizienten und messbaren Beziehungs-Marketings.

Neben der innovative Marketing-Technologie "dailypoint™", zählen die Beratung sowie der Datenschutz zu den Schwerpunkten des Unternehmens.

Diese Kombination unterscheidet TS&C grundlegend von bestehenden Agenturen, Beratungen bzw. Soft-wareanbietern.

TS&C wurde im Januar 2005 in München von Dipl.-Betriebswirt Michael Toedt, Rechtsanwalt Dr. jur. Robert Selk und IT-Spezialist Rainer Aumiller gegründet.

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Krise der Gastronomie in Frankreich.

Angela Ulrich berichtet aus dem SR-Hörfunkstudio Paris über die Krise französischer Restaurants: "Sandwich statt Roastbeef", in: Tagesschau vom 11. April 2009.

Wie auch in Deutschland ändern sich die Essgewohnheiten. Statt mittags in ein Restaurant zu gehen, besorgt man sich lieber einen Snack. Die Umsatzeinbrüche betragen bis zu 50 Prozent, vor allem bei Nobel- und Traditionsrestaurants, die sich gezwungen sehen, ihre Preise zu senken. Die französischen Kollegen hoffen auf die von ihrer Regierung angekündigte Senkung der Mehrwertsteuer ab 2010.

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Der Hotelinspektor: "Alice", Mallorca.

Am 12. April 2009 setzt RTL um 19.05 Uhr seine neue Serie "Der Hotelinspektor" mit der Episode: "Alice" auf Mallorca fort.

In schwierigen Job des Hotelinspektors Heinz Horrmann begibt er sich nach Mallorca. Dort brauchen Bernd Hartmann und sein Sohn Kevin dringend Hilfe. Ihr Hotel "Alce" beherbergt hauptsächlich trinkfreudige Partytouristen. Das Gebäude ist in einem schlechten Zustand bis hin zu Schimmel.

Siehe auch: "Alles über Heinz Horrmann".

Bisherige Folgen des "Hotelinspektors": "Der Hotelinspektor: Hotel Sachsenross, Altenau".

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Freitag, April 10, 2009

50 Jahre Kochen im deutschen Fernsehen.

Bereits am Ostersonntag, 12. April, um 17.15 Uhr blicken Tim Mälzer und Alfred Biolek beim "Kochgipfel mit Alfred Biolek" auf 50 Jahre Kochen im deutschen Fernsehen zurück. Diese Sendung markiert das Ende der Sendung "alfredissimo" und zugleich den Start der Folgesendung "Tim Mälzer kocht" am 18. April 200. In seinem neuen Format präsentiert Tim Mälzer in zunächst 30 Folgen - jeweils samstags um 15.30 Uhr im Ersten - Rezepte mit einem persönnlichen Bezug - seine ganz persönliche Kochgeschichte.

Zur Geschichte der Fernsehköche siehe auch: "Fernsehköche".

Produkthaftpflicht: Zahnverlust beim Baecker und im Restaurant.

Am 17. März 2009 hat der Bundesgerichtshof einen Fall entschieden, bei dem sich ein Kunde eines Bäckers einen Zahn in einem Kaffeestück ausgebissen hat: "Zur Produktsicherheit eines Gebäckstücks mit einer Kirschfüllung ("Kirschtaler")" (PDF).

Der Kunde, der einen Zahn verloren hat, hatte seinen Schadenersatzanspruch mit §§ 1 Abs. 1, 8 Satz 1 und 2 ProdHaftG begründet. Der eingebackene Kirschkern sei ein Produktfehler gewesen. Ein Haftungsausschluss nach § 1 Abs. 2 Nr. 5 ProdHaftG komme nicht in Betracht.

Das hat der beklagte Bäcker und in letzter Instanz auch das Gericht anders gesehen. Bei der Bestimmung des Fehlerbegriffs komme nicht auf die subjektiven Sicherheitserwartungen des konkret Geschädigten an, sondern seien in erster Linie die Sicherheitserwartungen des Personenkreises maßgeblich, an den sich der Hersteller mit seinem Produkt wendet.

Sei eine Ware für den Endverbraucher bestimmt, müsse sie erhöhten Sicherheitsanforderungen genügen, die auf Wissen und Gefahrsteuerungspotential des durchschnittlichen Konsumenten Rücksicht nehmen.

Zur Gewährleistung der erforderlichen Produktsicherheit habe der Hersteller diejenigen Maßnahmen zu treffen, die nach den Gegebenheiten des konkreten Falles zur Vermeidung bzw. Beseitigung einer Gefahr objektiv erforderlich und nach objektiven Maßstäben zumutbar sind. Dabei seien Art und Umfang einer Sicherungsmaßnahme vor allem von der Größe der Gefahr abhängig. Bei dem von der Beklagten hergestellten Kirschtaler könne aus Sicht des Kosumenten bei einer aus Steinobst bestehenden Füllung eines Gebäckstücks nicht ganz ausgeschlossen werden, dass dieses in seltenen Fällen auch einmal einen kleinen Stein oder Teile davon enthält. Es sei dem Hersteller nicht zumutbar, die Kirschen durch ein engmaschiges Sieb zu drücken, weil dadurch nur Kirschsaft hervorgebracht würde, oder jede einzelne Kirsche auf noch vorhandene Kirschsteine zu untersuchen.

Bei einem Gebäckstück, das unter der Bezeichnung "Kirschtaler" angeboten wird, ginge der Verbraucher davon aus, dass es unter Verwendung von Kirschen hergestellt wird. Er wisse auch, dass die Kirsche eine Steinfrucht ist und dass ihr Fruchtfleisch mithin einen Stein (Kirschkern) enthält.

Anders sähe es aus, dwenn bei der Darbietung des Gebäckstücks der Eindruck erweckt würde, dass dieses ausschließlich vollkommen entsteinte Kirschen enthalte.

Bereits im Jahre 2006 hatte der Bundesgerichtshof eine Klage eines Mannes abgeschmettert, der sich bei einem Essen in einem Restaurant einen Zahn abgebrochen hatte. Die Klageablehnung wurde damit begründet, daß der Gast den Stein, der angeblich im Essen gewesen ist, nicht aufgehoben hatte. Der Gast argumentierte, das Restaurant müssen nachweisen, daß es keinen Stein gegeben habe. Der Bundesgerichtshof entschied, dies gelte nur in Fällen, in denen nach der allgemeinen Lebenserfahrung ein Sachverhalt eine bestimmte, überwiegend wahrscheinliche Ursache habe.

Die Pressemitteilung des Bundesgerichtshof zum damaligen Fall im Wortlaut:

Zahnverlust bei Restaurantbesuch

Der unter anderem für das Kaufrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte über die Frage zu entscheiden, ob zugunsten eines Gastes, der beim Verzehr einer Speise in einem Restaurant einen Zahn verliert, Beweiserleichterungen dafür eingreifen, dass das Abbrechen des Zahns auf einen in der Speise verborgenen harten Gegenstand zurückzuführen ist.

Der Kläger verzehrte am 22. Dezember 2003 in dem von der Beklagten betriebenen Restaurant einen Grillteller, der aus verschiedenen Fleischstücken sowie Hackfleischröllchen (Cevapcici) bestand. Dabei brach ein Zahn des Klägers ab. Der Kläger führt dies darauf zurück, dass sich in einem der Hackfleischröllchen ein harter Fremdkörper - etwa ein kleiner Stein - befunden habe, wofür er die Beklagte verantwortlich macht. Die Beklagte hat dies bestritten und darauf verwiesen, dass der Zahn auch beim Biss auf ein Knochen- oder Knorpelteilchen eines der Fleischstücke abgebrochen sein könne.

Mit seiner Klage hat der Kläger Ersatz des Eigenanteils an den Kosten der zahnärztlichen Behandlung, Zahlung eines angemessenen Schmerzensgeldes und die Feststellung der Ersatzpflicht der Beklagten für alle zukünftig aus dem Schadensereignis vom 22. Dezember 2003 entstehenden Schäden verlangt. Das Amtsgericht hat die Klage abgewiesen, das Landgericht die hiergegen gerichtete Berufung des Klägers zurückgewiesen. Die vom Berufungsgericht zugelassene Revision des Klägers hatte keinen Erfolg.

Eine Haftung der Beklagten setzt nach allen dafür in Betracht kommenden Rechtsgrundlagen den vom Kläger zu erbringenden Nachweis voraus, dass sich, was die Beklagte bestritten hat, in dem Hackfleischröllchen, dessen Verzehr nach der Darstellung des Klägers den Verlust eines Zahns zur Folge hatte, ein harter Gegenstand befand, der beim Zubeißen zum Abbrechen des Zahns führte. Diesen Nachweis hat der Kläger nicht erbringen können. Nach seiner Darstellung war der Fremdkörper vermutlich ein kleiner Stein nach dem Abbrechen des Zahns nicht mehr auffindbar, weil er ihn verschluckt hatte. Der Kläger meint jedoch, entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts komme ihm der Beweis des ersten Anscheins zugute. Dem ist der Bundesgerichtshof nicht gefolgt.

Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind die Grundsätze über den Beweis des ersten Anscheins nur bei typischen Geschehensabläufen anwendbar, das heißt in Fällen, in denen ein bestimmter Sachverhalt feststeht, der nach der allgemeinen Lebenserfahrung auf eine bestimmte Ursache oder auf einen bestimmten Ablauf als maßgeblich für den Eintritt eines bestimmten Erfolges hinweist. Dabei bedeutet Typizität nicht, dass die Ursächlichkeit einer bestimmten Tatsache für einen bestimmten Erfolg bei allen Sachverhalten dieser Fallgruppe notwendig immer vorhanden ist; sie muss aber so häufig gegeben sein, dass die Wahrscheinlichkeit, einen solchen Fall vor sich zu haben, sehr groß ist.

An einem in diesem Sinne typischen Geschehensablauf fehlte es hier. Das Abbrechen eines Zahns beim Verzehr eines aus verschiedenen Fleischstücken und Hackfleischröllchen bestehenden Gerichts ist nicht nach der Lebenserfahrung typischerweise auf das Vorhandensein eines in der Hackfleischmasse verborgenen festen (Fremd-) Körpers zurückzuführen. Vielmehr kommen dafür auch andere, nicht fernliegende Ursachen wie etwa eine Vorschädigung des abgebrochenen Zahns oder die versehentliche Mitaufnahme von Knochen- oder Knorpelresten, die nach dem Verzehr anderer Fleischstücke im Laufe der Mahlzeit auf dem Teller zurückgeblieben sind, in Betracht.

Urteil vom 5. April 2006 – VIII ZR 283/05

AG Spandau – Entscheidung vom 9.12.2004 - 9 C 412/04 ./. LG Berlin - Entscheidung vom 20.6.2005 - 52 S 2/05".

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