Gastgewerbe Gedankensplitter



Freitag, Oktober 30, 2009

Bierabsatz im dritten Quartal 2009 um 1,3% gesunken.

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben die Brauereien und Bierlager in Deutschland im dritten Quartal 2009 insgesamt 27,6 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Das waren 0,4 Millionen Hektoliter oder 1,3% weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten.

Biermischungen - Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen - machten im dritten Quartal 2009 mit 1,3 Millionen Hektolitern 4,7% des gesamten Bierabsatzes aus; das ist ein Plus von 2,0% gegenüber dem dritten Quartal 2008.

85,7% des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die versteuerte Menge stieg im Vergleich zum dritten Quartal 2008 um 0,4% auf 23,6 Millionen Hektoliter. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 3,9 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (- 10,7%). Davon gingen 3,0 Millionen Hektoliter (- 10,3%) in EU-Länder, 0,9 Millionen Hektoliter (- 12,5%) in Drittländer und rund 0,04 Millionen Hektoliter (- 2,6%) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

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Mittwoch, Oktober 28, 2009

Billige Polemik der Sueddeutschen Zeitung.

Die Süddeutsche Zeitung polemisiert in ihrer Printausgabe gegen die zum 1. Januar 2010 geplante Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungsdienstleistungen.

Daß sich ausgerechnet ein Verlag, der selbst vom reduzierten Mehrwertsteuersatz profitiert, gegen die Beseitigung eines Wettbewerbsnachteils der Hotellerie im Vergleich zum angrenzenden Ausland ausspricht, ist ein starkes Stück. Das Geschrei möchte ich hören, wenn für Verlagsprodukte wie Zeitungen, Zeitschriften und Bücher die volle Mehrwertsteuer abgeführt werden müßte.

Siehe dazu auch: "Deutsche Mehrwertsteuersenkung setzt österreichische Hotellerie unter Druck" vom 28. Oktober 2009, in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung.

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Samstag, Oktober 24, 2009

Koalitionsvertrag - DEHOGA und Hotelverband freuen sich über Kompromiss zur Mehrwertsteuerreduzierung.

(Berlin, 24. Oktober 2009) Der Deutsche Hotel- und Gaststätten-verband (DEHOGA Bundesverband) und der Hotelverband Deutschland (IHA) begrüßen den Koalitionsvertrag, auf den sich CDU, CSU und FDP in der Nacht vom Freitag zum Samstag verständigt haben.
"Insbesondere die Senkung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsdienstleistungen zum 1. Januar 2010 sorgt für Zuversicht in einer von der Krise stark betroffenen Branche"
erklärt DEHOGA-Präsident Ernst Fischer. Damit erhielten Hotels und Gasthöfe wichtige Spielräume vor allem für dringend notwendige Investitionen.
"Der reduzierte Mehrwertsteuersatz ist ein wichtiger Impuls für den Tourismusstandort Deutschland und beseitigt die bestehende Benachteiligung unserer Betriebe innerhalb Europas"
sagt Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes.

Bereits seit vielen Jahren gelten in 21 von 27 EU-Mitgliedstaaten reduzierte Mehrwertsteuersätze für die Hotelübernachtungen. Mit Ausnahme Dänemarks wenden alle Anrainerstaaten Deutschlands ermäßigte Sätze zwischen drei und zehn Prozent an.
"Die Senkung der Mehrwertsteuer für die Hotellerie betrachten wir als wichtigen Teilerfolg unserer jahrelangen Bemühungen, die umsatzsteuerliche Benachteiligung für Hotellerie und Gastronomie zu beseitigen"
macht Fischer deutlich.
"Keine Frage, wir haben uns eine Reduzierung für die Gesamtbranche erhofft, da FDP und CSU sich vor der Bundestagswahl klar für die Reduzierung der Mehrwertsteuer für Hotellerie und Gastronomie ausgesprochen haben."
Die jetzt gefundene Lösung sei "ein Kompromiss", wobei offensichtlich das Volumen der Steuermindereinnahmen mit Blick auf die Haushaltslage eine andere Entscheidung derzeit nicht zugelassen habe.
"ir setzen nun auf die im Koalitionsvertrag zugesagte Überprüfung bestehender Benachteiligungen"
so Fischer.
"Hier wird sich der DEHOGA konstruktiv einbringen, damit auch die Gastronomie und ihre Gäste bald vom reduzierten Mehrwertsteuersatz profitieren können."
(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes).

Kommentar: In den USA und in Großbritannien gibt es getrennte Branchenverbände für Gastronomie und Hotellerie. In Deutschland wird der DEHOGA von den Hoteliers dominiert. Interessen der Gastronomie stehen bestenfalls an zweiter Stelle. So ist es kein Wunder, wenn der DEHOGA die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungsleistungen zum 1. Januar 2010 begrüßt, statt den von FDP, CSU und dem Landesverband Baden-Württemberg der CDU begangenen Wahlbetrug zu geißeln.

Der Koalitionsvertrag (PDF) von Spiegel Online.

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Freitag, Oktober 23, 2009

Stadionwelt Themen-Special 'Catering'.

Im "Stadionwelt Themen-Special 'Catering'" der Stadionwelt finden Sie Informationen über das Catering in Stadien, Arenen und bei Events. Im Kapitel "Becher/Geschirr" wird über Lösungen aus den Bereichen Mehrwegbecher, Einwegbecher und Recycling-Material berichtet. Wie sich das Catering durch Gastronomie-Technik, Ausschanksysteme und eine entsprechende Fachplanung optimieren lässt, darüber berichtet Stadionwelt im Kapitel "Infrastruktur".

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Samuel Adams arbeitet mit der aeltesten Brauerei der Welt an der Auslotung der traditionellen Braukunst: Neue Biersorte im Frühjahr 2010 erhaeltlich.

Freising (21. Oktober 2009). Dr. Josef Schrädler, Direktor der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan und Jim Koch, Bierbrauer und Gründer von Samuel Adams, stellten heute ihr Partnerschaftsprojekt vor und kündigten zum Frühjahr 2010 eine gemeinsam entwickelte neue Bierkreation an. Weihenstephan, im Jahr 1040 von Benediktinermönchen gegründet, ist die älteste Brauerei der Welt. Jede Charge der Weihenstephaner Biere wird von Bierexperten auf Farbe, Duft, Konsistenz des Schaums und Geschmack kontrolliert. Gegründet im Jahr 1984 gehört Samuel Adams zu den Pionieren der amerikanischen Spezialbrauereibewegung. Das erste in der Brauerei gebraute Bier, das Samuel Adams Boston Lager, gehörte zu den Vorreitern der Spezialbierrevolution in den USA, die eine Renaissance von in kleinen Mengen gebrauten, geschmacksintensiven Biersorten einleitete.

Verankert in traditioneller Braukunst erproben die Brauer von Samuel Adams ständig innovative Biersorten und Brautechniken. Beiden Brauereien gemeinsam ist die Leidenschaft für Kunst und Technik des Bierbrauens und beide sind stolz darauf, mit hochwertigsten Zutaten preisgekrönte Biere von Weltklasse herzustellen.

Die Brauerei Weihenstephan ist ein Mekka für Bierbrauer und Bierliebhaber weltweit. Jeder Bierbrauer fühlt in dieser Brauerei eine gewisse Ehrfurcht vor dieser langen Tradition , so Jim Koch, Brauer und Gründer von Samuel Adams. Es ist eine große Ehre, gemeinsam mit Weihenstephan die Grenzen des Reinheitsgebots auszuloten und hier ein Bier zu brauen, das einen neuen Höchststandard in der Braukunst repräsentiert.

Diese Reise, auf die wir uns gemeinsam mit Samuel Adams begeben haben, ist beispiellos in der Bierwelt , erklärt Dr. Josef Schrädler, Direktor von Weihenstephan. Gemeinsam mit Jim und seinem Brauerteam schreiben wir Geschichte. Indem wir unsere herkömmlichen Brauverfahren auf den Kopf stellen, werden wir ein innovatives Bier herstellen, bahnbrechend, köstlich und einzigartig.

In ihrer beinahe zweijährigen Zusammenarbeit haben die Bierbrauer von Samuel Adams und Weihenstephan innerhalb der Grenzen des Reinheitsgebots neue Brauverfahren erforscht und so eine innovative Biersorte perfektioniert. In den USA und in Deutschland soll ihr noch namenloses kräftiges und helles Biers im Frühjahr in verkorkten Flaschen auf den Markt kommen. Dieses perlende, champagnerähnliche Bier wird trotz seiner über 10 Volumenprozent Alkohol einen sehr trockenen und kräftigen Geschmack aufweisen und vorgefasste Meinungen über die Begrenzungen des deutschen Reinheitsgebots erschüttern. Das Gemeinschaftsprodukt von Weihenstephan und Samuel Adams vereint neues Denken aus der Welt der amerikanischen Extrembiere , Tradition und die Achtung des deutschen Reinheitsgebots aus dem Jahr 1516, das beim Bierbrauen die Verwendung von nur vier Zutaten vorschreibt: Malz, Hopfen, Wasser und Hefe. Die Braumeister von Samuel Adams und Weihenstephan ernten die Früchte von 1000 Jahren Brauerfahrung und kombinieren sie mit amerikanischem Erfindungsgeist, um mit den vier klassischen Zutaten ein komplexes hervorragendes Bier mit hohem Alkoholgehalt zu brauen. Dieses neue Bier wird ab Frühjahr 2010 Bierkenner in der ganzen Welt begeistern.

GESCHICHTE DER BOSTON BEER COMPANY

Der Ursprung der Boston Beer Company liegt im Jahr 1984, als Gründer und Bierbrauer Jim Koch auf dem Dachboden seines Elternhauses ein seit Generationen weitergegebenes Familienrezept entdeckte. Nach der Wiederbelebung dieser Tradition in seiner eigenen Küche brachte Jim sein Erzeugnis in die Bars von Boston, vom Erfolg eines komplexen, in Amerika frisch gebrauten Biers mit kräftigem Geschmack überzeugt. Dieses Bier, das Samuel Adams Boston Lager®, war einer der Katalysatoren für die später so genannte amerikanische Spezialbierrevolution.

Heute braut das Unternehmen über 21 verschiedene Biersorten. Das Unternehmen nutzt das traditionelle Brauverfahren mit vier Braukesseln, fügt aber häufig weitere Verfahrensschritte, wie die Zugabe ungekochten Hopfens und eine sekundäre Fermentierung ein, die Aufkräusen genannt wird. Mit Leidenschaft wird an der Entwicklung neuer und an der Perfektionierung klassischer Sorten gearbeitet, wobei nur die hochwertigsten Zutaten zum Einsatz kommen. Parallel zur Renaissance traditioneller Brauverfahren hat sich das Unternehmen aber auch einen Namen als Pionier der so genannten Extrembier-Revolution gemacht, da es laufend die Vorstellungen der Biertrinker von richtigem Bier herausfordert. Die Boston Beer Company hat sich das Ziel gesetzt, das Image amerikanischer Spezialbiere zu verbessern und nimmt zu diesem Zweck weltweit an Bierfesten und Wettbewerben teil. In den letzten fünf Jahren hat das Unternehmen in internationalen Bierwettbewerben mehr Preise gewonnen als irgendeine andere Brauerei der Welt. Das Unternehmen ist unabhängig und strebt weiterhin ausschließlich die Herstellung qualitativ herausragender Biersorten an. Obwohl Samuel Adams landesweit die Spezialbrauerei mit dem größten Umsatz ist, liegt ihr Marktanteil in den USA nur bei knapp einem Prozent.

ÜBER WEIHENSTEPHAN

Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan, vor beinahe eintausend Jahren Klosterbrauerei der Benediktinermönche, dann Königlich Bayerische Staatsbrauerei ist heute als Regiebetrieb des Freistaates Bayern ein modernes, nach privatwirtschaftlichen Maßstäben geführtes Unternehmen. Als älteste noch bestehende Braustätte der Welt steht die Brauerei erhaben in Freising auf dem Weihenstephaner Berg, umgeben vom vergleichsweise noch sehr jungen Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München.

Wie es sich gehört, ist im Weihenstephaner nichts Anderes drin als das, was das Deutsche Reinheitsgebot erlaubt. Hinzu kommen die Kunst und das Wissen der besten Braumeister der Welt, die hier an der Technischen Universität München-Weihenstephan, das Bierbrauen theoretisch und praktisch erlernen. Diese einmalige Verbindung von Wissenschaft und Tradition sorgt nicht nur für die einmalige Premium-Bavaricum-Qualität, sondern auch für jede Menge an Auszeichnungen. Und das schmeckt man. Nicht nur im gut sortierten Getränkefachhandel, sondern erst recht in der Gastronomie, wo die Weihenstephaner Biere als eine besondere Spezialität geschätzt werden. Das genießen Bierkenner in Deutschland und in über 30 Ländern auf der ganzen Welt. Für die Weihenstephaner Bierbrauer bedeutet die Arbeit mehr, als einfach nur, das beste Bier zu brauen. Schliesslich waren es schon die Benediktinermönche, die das Bier in erster Linie gebraut haben, um das Wohlbefinden der Menschen zu fördern.

Das Angebot der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan umfasst inzwischen zahlreiche unverwechselbare Bierspezialitäten. Vom milden, süffigen Weihenstephaner Original über das kräftige, malzaromatische Weihenstephaner Korbinian bis hin zu den unvergleichlichen Weißbierspezialitäten steht man vor der Qual der Wahl. Aber - und das ist das Schöne - umso mehr Genuss verspricht das Aussuchen.

(Quelle: Pressemitteilung der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan).

Vorbild für eine Kooperation zwischen qualitätsvollen Brauereien aus Deutschland und den USA ist möglicherweise die Kooperation zwischen Schneider Weisse und der Brooklyn Brewery. Mehr darüber: "Schneider Hopfenweisse".

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Mittwoch, Oktober 21, 2009

Das BVL stellt die Ergebnisse der Lebensmittelueberwachung im Jahr 2008 vor.

Die Länder konnten im Jahr 2008 bei der Lebensmittelüberwachung das Niveau des Vorjahres halten. Die amtlichen Lebensmittelkontrolleure haben fast eine Million Inspektionen in rund 540.000 Betrieben durchgeführt. Das ist mehr als die Hälfte aller Betriebe in der Bundesrepublik Deutschland, die Lebensmittel herstellen, bearbeiten oder verkaufen. Bei knapp 130.000 Betrieben wurden Verstöße festgestellt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Die meisten Beanstandungen betrafen die Betriebshygiene, gefolgt von Mängeln im Hygienemanagement der Betriebe sowie bei der Kennzeichnung und Aufmachung der Lebensmittel. Außerdem haben die Überwachungsbehörden im vergangenen Jahr rund 407.000 Proben untersucht (plus 5.000 zu 2007). Davon wurden etwa 55.000 Proben (13,6 %) beanstandet.

Diese Zahlen sind Bestandteil des Jahresberichtes der Bundesrepublik Deutschland zum Mehrjährigen Nationalen Kontrollplan (MNKP), den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin vorgestellt hat. Der Bericht gibt einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten der zuständigen Kontrollbehörden entlang der gesamten Lebensmittelproduktionskette.

Neben Betriebskontrollen werden von den Ländern auch Produktkontrollen geplant und durchgeführt. Ein Teil davon erfolgt durch bundesweit koordinierte Programme. So werden im Bundesweiten Überwachungsplan (BÜp) jene Probleme weiterverfolgt, die in einzelnen Ländern auffällig wurden.

2008 bildete Vanille einen Untersuchungsschwerpunkt im BÜp. Das Gewürz gehört zu den beliebtesten, aber auch teuersten. Der hohe Preis und die steigende Nachfrage verleiten zur irreführenden Vanilleauslobung bei Lebensmitteln und machen die Verbrauchertäuschung lukrativ. Verfälschungen liegen dann vor, wenn künstliches oder naturidentisches Vanillin anstelle von echter Vanille zur Aromatisierung zugesetzt wird und zugleich die Aufmachung solcher Erzeugnisse die Verwendung echter Vanille suggeriert. So mussten von 290 Proben "Vanilleeis" 110 Proben (38 %) beanstandet werden, da statt Vanille naturidentisches Vanillin oder die künstlichen Aromastoffe Piperonal und Ethylvanillin verwendet wurden. Bei Vanillepuddingen und –soßen gab es keine Beanstandungen.

Positiv können Frischobst, Frischgemüse und Kartoffeln aus inländischer Bioproduktion erwähnt werden, die auf Pflanzenschutzmittelrückstände und Schwermetalle untersucht wurden. Ähnlich wie im Programm "Pflanzenschutzmittelrückstände und Schwermetalle in ausländischen Bioprodukten" von 2007 konnten in den 350 untersuchten, in Deutschland hergestellten Proben kaum Pflanzenschutzmittelrückstände gefunden werden bzw. waren keine bedenklichen Schwermetallgehalte festzustellen.

Weniger befriedigend waren die Ergebnisse, zu denen die Kontrolleure bei der Überprüfung der Hygienemaßnahmen kamen: Die Hygiene bei der Herstellung von Geflügelfleischzubereitungen, insbesondere die Reinigung und Desinfektion, ließ bei 22 % der 331 kontrollierten Klein- und Großmetzgereien zu wünschen übrig. In der Geflügelfleisch-Dönerspießproduktion war diesbezüglich sogar jeder zweite Betrieb zu beanstanden. Bei der Überprüfung von 875 Imbissbetrieben, die Geflügelfleischdöner anbieten, wurden in 30 % der Betriebe Mängel festgestellt. Sie betrafen die allgemeinen Grundsätze der guten Hygienepraxis, unzureichende Reinigung und Desinfektion sowie mangelnde Schulung des Personals. Ebenso musste bei 17 % der etwa 1.000 überprüften Betriebe, welche Speiseeis herstellen beziehungsweise in den Verkehr bringen, die Hygiene bemängelt werden. In 21 % dieser Betriebe wurden Speiseeisproben mikrobiologisch beanstandet oder bemängelt.

Weitere Schwerpunkte des Bundesweiten Überwachungsplans 2008 betrafen zum Beispiel die Kennzeichnung von Oberflächenbehandlungsmitteln von Zitrusfrüchten, die Verwendung der Auslobungen "Zuckerarm", "Zuckerfrei" und "Ohne Zuckerzusatz" sowie die mikrobiologische und sensorische Beschaffenheit von Brühwurstwaren in Fertigpackungen.

Im Lebensmittel-Monitoring (LMM) wird jährlich eine Auswahl an Lebensmitteln repräsentativ auf unerwünschte Stoffe, zum Beispiel Kontaminanten und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln sowie Tierarzneimitteln, untersucht, um die Exposition der Bevölkerung mit den Schadstoffen zu bestimmen.

In mehr als 73 % der Proben von Kartoffeln, Spinat, Zwiebeln, Apfelsaft, Distelöl, Olivenöl (natives extra) und Schokolade wurden keine Pflanzenschutzmittelrückstände festgestellt. In Reis, Gurken, grünen Bohnen, Karotten und Pfefferminzblättertee fanden sich häufiger Rückstände. Ohne bestimmbare Rückstände waren 30 bis 41 % der Proben. Drei Viertel der untersuchten Rooibostee-Proben enthielten quantifizierbare Gehalte. Wie bei vorangegangenen Monitoringuntersuchungen wies wieder Obst die meisten positiven Befunde auf: 76 bis 90 % aller Proben von Birnen, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Mandarinen/Clementinen/Satsumas hatten messbare Rückstände. Mit Ausnahme einiger Befunde zum Wirkstoff Amitraz in Birnen gab es bei allen anderen untersuchten Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft keine Anhaltspunkte für ein akutes gesundheitliches Risiko der Verbraucher durch Pflanzenschutzmittelrückstände. Die Birnen mit den hohen Amitraz-Gehalten wurden vom Markt genommen und vernichtet.

Gifte aus Schimmelpilzen (Mykotoxine) waren auch 2008 ein Untersuchungsschwerpunkt: Aufgrund seiner hohen Toxizität und krebserzeugenden Wirkung ist das Auftreten von Aflatoxin B1 in 7 % der Reisproben als problematisch anzusehen. Von den anderen Mykotoxinen wurden Deoxynivalenol (DON) und Zearalenon (ZEA) erfreulicherweise nur in einigen Proben quantifiziert. Als positiv ist zu werten, dass in keinem der beprobten Joghurts Aflatoxin M1 nachweisbar war und die Kontamination von Apfelsaft mit Patulin als gering eingestuft werden kann. Dagegen wurde Ochratoxin A bei Lakritze in 45 % und bei Schokolade mit Qualitätshinweis in 60 % der Proben mit teilweise hohen Gehalten gefunden. Da auch Kinder gern Lakritze essen und Schokolade mit hohem Kakaoanteil immer mehr Liebhaber findet, sind in diesen Bereichen verstärkte Eigenkontrollen der Unternehmen zu fordern.

Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse aus dem Jahr 2008 erneut die Empfehlung, die Ernährung ausgewogen und abwechslungsreich zu gestalten, weil sich dadurch die teilweise unvermeidliche nahrungsbedingte Aufnahme unerwünschter Stoffe am ehesten auf ein Minimum reduzieren lässt.

Der Jahresbericht 2008 zum Mehrjährigen Nationalen Kontrollplan ist online einzusehen unter www.bvl.bund.de/mnkp2008.

Die Ergebnisse des Bundesweiten Überwachungsplans 2008 gibt es online unter www.bvl.bund.de/buep2008.

Der vollständige Bericht des Lebensmittel-Monitoring 2008 ist online abzurufen unter www.bvl.bund.de/lmm2008.

(Quelle: Pressemitteilung des BLV).

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Dienstag, Oktober 20, 2009

Gastronomie mit System.

Ein Vergleich der Vor- und Nachteile von System- und Individualgastronomie: "Vapiano: Handbuch statt Kochbuch", in: Die Welt vom 20. Oktober 2009. Siehe dazu auch: "McDonald's lüftet das Burger-Geheimnis", in: Die Welt vom 18. Oktober 2009.

FIZZZ Award 2009 – Begehrter Preis der Szenengastronomie geht nach Duesseldorf, Köln, Heilbronn und Berlin.

Im Rahmen einer exklusiven und rauschenden Partynacht im "Moondoo", einer der derzeit angesagtesten Adressen Hamburgs, wurden zum zwölften Mal die besten Szenen-Gastronomen Deutschlands mit dem FIZZZ Award ausgezeichnet. Der begehrte Preis der führenden Fachzeitschrift für Trend- und Szenen-Gastronomie FIZZZ wird jedes Jahr in den Kategorien "Beste Business-Idee", "Bestes Corporate Design", "Bester Longseller" und "Bestes Team des Jahres" vergeben.
"Wir haben auch diesmal wieder richtungsweisende Konzepte und innovative Design- und Geschäftsideen entdeckt, die beweisen, wie vielschichtig und leistungsfähig die Szenen-Gastronomie in Deutschland ist"
so Barbara Becker, Chefredakteurin von FIZZZ bei der Preisverleihung vor rund 800 geladenen Top-Gastronomen aus ganz Deutschland.
Der Wettbewerb zeigt - und das bestimmt ganz wesentlich seinen Reiz - wie sehr die Branche von Innovationsstärke und unternehmerischer Dynamik geprägt ist."
Der Preis in der Kategorie "Bester Longseller" ging an den Düsseldorfer NOHClub.

Seit zwei Jahrzehnten gilt Stefan Hollenberg mit seinem Tanz- und Musiktheater NOH-Club als Vorreiter einer generationsübergreifenden, ganzheitlichen Partykultur. Die Verbindung aus Kunst, Performance, Livemusik und wechselnden Locations nach dem Motto "Partys anders und immer woanders" ist heute so aktuell wie eh und je.

Als "Bestes Corporate Design" kürte die professionelle Jury aus Designern, Gastronomie-Experten und Fachjournalisten "die kunstbar" in Köln. Das einzigartige Konzept verbindet das gastronomische Angebot, die Musik, das Eventprogramm und das Design zu einem Gesamtkunstwerk, das weit über die bloße optische Gestaltung hinausgeht. Die jährlich wechselnde Gestaltung durch renommierte Künstler, deren Auswahl in Zusammenarbeit mit dem Kölnischen Kunstverein erfolgt, sorgt immer wieder für Aufsehen und ist gleichzeitig konzeptionelles Stilelement, das auf eindrucksvolle Weise die Dynamik und den steten Wandel der Szenen-Gastronomie symbolisiert.

In der Kategorie "Beste Business-Idee" überzeugte das Konzept "adguests" von Thomas Aurich die Juroren. Zusammen mit den Partnern Nelly Roth und Lars Johannsen entwickelte er das weltweit erste Tool für gastronomisches Empfehlungsmarketing, um neue Zielgruppen zu erschließen und gleichzeitig besonders wertvolle Kunden zu binden.
"Eine bestechend einfache Idee, innovativ und äußerst werbewirksam"
so die Jury.

Mit dem Preis "Bestes Team des Jahres" wurden Stefan Schneck und seine Mitarbeiter ausgezeichnet. Ihr Erfolgsrezept - die mutige Neupositionierung der Berliner Konzepte "Schnitzelei" und "ProbierMahl". Mit herausragender Servicequalität, professionellem Engagement, großer Loyalität und Flexibilität bewies das hochmotivierte Team die einzigartige Fähigkeit zur blitzschnellen konzeptionellen Erneuerung und führte so zwei Betriebe in die Zukunft.

Die Preisträger

Erfolgreichster Longseller
NOH-Club, Düsseldorf

Die Revolution der Partykultur begann Ende der 80er Jahre in Düsseldorf. Mit seinem Tanz- und Musiktheater NOH-Club zog Stefan Hollenberg hinaus in die Welt. Seine Mission: Generationsübergreifende Events, die Kunst, Performance und Livemusik miteinander vereinen. Nun feiert das Erfolgskonzept sein zwanzigjähriges Jubiläum und ist aktuell wie eh und je.

"Partys anders und immer woanders", lautet das Motto des NOH-Club. Vor zwei Jahrzehnten war dieses Konzept eine Revolution - und in seiner Umsetzung ein einzigartiges Spektakel: Eine ganze Nacht als Aneinanderreihung verschiedener Events und Live-Acts. Innovativ wie die Kombination aus Künstlern, Tänzern, Musikern und Artisten waren auch die Locations, meist alte Fabrikhallen oder als "unbespielbar" geltende Orte wie der Rheinufertunnel, die liebevoll hergerichtet wurden. Der NOH-Club rockte nicht nur die Love-Parade, sondern auch Party-Hochburgen wie Barcelona, Ibiza, Amsterdam und Tel Aviv und erlangte internationalen Kultstatus. Die Unity-Party-Raves wurden zu generationsübergreifenden Happenings und noch heute begeistert die NOH-Family eine internationale Fangemeinde mit spektakulären Party-Highlights.

Zwei Jahrzehnte Party-Business mit Kultstatus

Auch die Werbematerialien des NOH-Club vereinen Zeitgeist, Kunst und Partykultur: Briefmarken und Plakate wurden zu begehrten Sammlerobjekten, zum 15. Geburtstag erschien ein Bildband über das NOH-Art-Design, und in der NOH-Gallery werden großflächige und extravagante Projektionen handgefertigter Bilder präsentiert.
"Wir möchten unseren neuen und alten Gästen weiterhin Räume schaffen, in denen sie etwas Besonderes erleben, für eine Nacht abtauchen können und auch etwas davon mit nach Hause nehmen"
verspricht Stefan Hollenberg.
"Wir arbeiten weiter an der Entwicklung neuer Trends im gastronomischen Bereich, denn unsere Konzepte sollen auch in Zukunft für eine hochkarätige Erlebnisgastronomie stehen."
Das Urteil der Jury:

Mit dem NOH-Club ist Stefan Hollenberg Vorreiter einer generationsübergreifenden, ganzheitlichen Partykultur, die Kunst, Musik und Design in wechselnden Locations vereint. Ein visionärer Netzwerker mit dem Ziel, den Menschen Freude und unvergessliche Abende zu bereiten. Seit den 80er Jahren setzt er in der Gastronomie- und Eventlandschaft neue Maßstäbe und ist deshalb unser Longseller des Jahres.

Beste Business-Idee
adguests, Heilbronn

Jahrelang suchte Thomas Aurich eine Lösung für zwei gastronomische Hauptprobleme: Wie kann ich durch professionelles Marketing neue Gäste gewinnen und wie kann ich meine Stammgäste binden? Jetzt hat er mit zwei Partnern die Lösung entwickelt: adguests, das weltweit erste Tool für gastronomisches Empfehlungsmarketing.

Wie kann ich neue Zielgruppen erschließen und gleichzeitig besonders wertvolle Gäste ans Haus binden? Thomas Aurich hat darauf eine Antwort gefunden: Empfehlungsmarketing verbunden mit einem werbewirksamen Dankeschön in Form von Gutscheinen und Bonuszahlungen. Sein Grundgedanke:
"Unsere Gäste sind die besten Werber, die es gibt – bedanken wir uns endlich bei ihnen!"
Das Konzept der Business Idee erläutert er in Kurzform am Beispiel einer Neueröffnung: Der Gastronom veranstaltet drei Voreröffnungsabende für geladene Gäste – gratis. Unter ihnen sind Lieferanten, Architekten, Handwerker, Gemeinderäte, Freunde und VIPs der Stadt. Diese Multiplikatoren werden zu Insidern (Tippgebern), indem sie durch Weitergabe von exklusiven Gutscheinen auf den neuen "Geheimtipp" hinweisen. Wird beim Einlösen der Gutscheine zusätzlicher Umsatz generiert, erhält der Empfehlungsgeber eine prozentuale Gutschrift auf seinem persönlichen Internetkonto.

Die geworbenen Freunde erhalten ebenfalls Gutscheine für eine Weiterempfehlung und profitieren ihrerseits von den Umsätzen ihrer Empfehlungsnehmer. Aber auch der Tippgeber an der Spitze der Empfehlungskette geht nicht leer aus, sondern stockt mit dem Gastro-Umsatz der dritten Generation sein Bonuskonto weiter auf. Insgesamt wird diese Provision über vier Generationen verdient, am Ende kann ein begeisterter Gast bei einem gewählten Faktor von 10 Gutscheinen bis zu 1.110 weitere Gäste mobilisieren.

Ein Dankeschön mit Werbewirkung
"Ein Wirt hat in der Regel nicht die Möglichkeit nachzuvollziehen, wer ihn weiterempfohlen hat"
weiß Thomas Aurich aus eigener Erfahrung.
"Das kann sich nun ändern. Durch ein auf die Bedürfnisse der Gastronomie zugeschnittenes Konzept kann der Wirt ein geldwertes Dankeschön an seine treuesten Gäste richten."
Ein Zusatznutzen des Systems, das Thomas Aurich zusammen mit Nelly Roth und Lars Johannsen entwickelt hat, ist eine Marketingplattform, die die Gäste besuchen können, um neue Lokale zu entdecken oder um selbst als Empfehlungsgeber aktiv zu werden. Das Konzept sowie die Pflege und Betreuung des Portals wird durch den Verkauf von Lizenzen finanziert, die in Paketen mit unterschiedlichem Inhalt und Laufzeit angeboten werden. Bei näherer Betrachtung ist das Konzept eine Spielwiese für Aktionen, Kooperationen und gezielte Absatzsteuerung: Aktuelle "Aktions-Coupons" können an Freunde geschickt werden, die den erhaltenen Coupon ausdrucken und im Lokal einlösen. So kann z. B. der Absatz für ein bestimmtes Getränk - bei dem der Gastronom vielleicht Absatzverpflichtungen gegenüber Lieferanten hat - forciert werden. Der Gastronom wirbt für ein Schwesterlokal oder vermarktet ein besonderes Event – alles auf Basis persönlicher Empfehlungen!

Das Urteil der Jury: Die Idee ist bestechend einfach, beliebig erweiterbar und eine perfekte PRMaschine. Persönliche Empfehlungen sind unbezahlbar, doch mit adguests wird der Gast dafür belohnt. Als Empfehlungsgeber erhält er einen Bonus und damit einen Anreiz, weitere Empfehlungen auszusprechen. Ein innovativer Weg, um neue Zielgruppen zu gewinnen, eine eigene Community zu gründen und Stammgäste zu binden!

Bestes Corporate Design
die kunstbar, Köln

Die Bar als Gesamtkunstwerk. Paolo Campi und Andreas Lichter haben in enger Zusammenarbeit mit dem Kölnischen Kunstverein ein Konzept geschaffen, das Kunst und Barkultur auf einzigartige Weise verbindet. Jedes Jahr wird "die kunstbar" von einem anderen Künstler gestaltet und das gastronomische Angebot wird zum Bestandteil dieser Inszenierung.

Ein ungewöhnlicher Grundriss, eine große, zylindrisch gebogene Glasfront und eine 1A-Lage zu Füßen des Kölner Doms – ideale Voraussetzungen für einen erfolgreichen gastronomischen Betrieb. Doch "die kunstbar" ist viel mehr als das: Unter der Domtreppe entstand nach vierjähriger Planung ein dynamisches Konzept, das auf Grund der jährlich wechselnden Gestaltung durch renommierte Künstler immer wieder für Aufsehen sorgt. Ihre Auswahl erfolgt in Zusammenarbeit mit dem 1839 gegründeten Kölnischen Kunstverein, das Budget ist vorgegeben und damit begrenzt. Dem Künstler wird weitgehende Freiheit gewährt, die es ihm ermöglicht, sämtliche Facetten künstlerischer Gestaltungsformen wie Farbe, Licht, Ton (Musik), Malerei, Objekte, Foto/Video, Einrichtung und angebotene Getränke zu einem unverwechselbaren Gesamtkunstwerk zusammenzufügen. Die "drinks of the artist" werden zum dauerhaften Angebot der "kunstbar" und jedes Jahr um die Getränke des neuen Künstlers ergänzt. So wird die Getränkekarte von Jahr zu Jahr erweitert und gleichzeitig zum Almanach der "kunstbar".

Renommierte Künstler als temporäre Gestalter der "kunstbar"

Die 170 m² große Bar wurde zur Eröffnung 2008 von dem belgischen Künstler Arne Quinze von Grund auf konzipiert und eingerichtet.

Der von der Weltfachpresse als "popstar of furniture" und "bad boy of the design world: a bit of punk, but also a bit of Prada" titulierte Rebell verewigte unter anderem auf einer 17 Meter langen Videoinstallation "EYE-C-U" die Augen seiner Muse und jetzigen Ehefrau Barbara Becker.

Ein Jahr später wurde die Gestaltung dem Kommunikationsdesigner und Künstler Ingo Stein übertragen. Interdisziplinär wie er agiert, kommen in seiner Gestaltung der "kunstbar" die komplette Bandbreite seiner Arbeitsbereiche zur Geltung: Illustration, Videoproduktion, Grafik-, Mode- und Interior-Design. Die aktuelle Präsentation unter dem Motto "another girl's paradise" ist dynamisch: Ingo Stein wird während des ganzen Jahres immer weiter daran arbeiten und dadurch die "kunstbar" monatlich, wöchentlich, ja vielleicht sogar täglich verändern. Er nimmt dabei Einfluss auf die Räumlichkeiten, auf die Auswahl der Getränke, die Musik, auf spezielle Events und konzeptionelle Veranstaltungen. Da Ingo Stein auch nachts arbeitet, können ihn die Gäste gelegentlich persönlich erleben oder an den Plattentellern beim Auflegen sehen – Corporate Design als Happening!

Das Urteil der Jury: Steter Wandel als Wesenszug der Szenen-Gastronomie - in der Kölner "kunstbar" wird diese Eigenschaft zum konzeptionellen Stilelement. Dabei geht das künstlerische Konzept über die bloße optische Gestaltung hinaus und integriert das gastronomische Angebot, die Musik und das Eventprogramm – ganzheitlich, innovativ und für die Gastronomieszene wegweisend!

Bestes Team
Stefan Schneck & Team, Berlin

Gestern Kängurufleisch und Aussie-Charme, heute Schnitzel, Häppchenkultur und Heimatgefühle. Neue Produkte, neues Konzept, neue Philosophie und eine Konstante: ein loyales, flexibles, hochmotiviertes Team mit der Fähigkeit zur blitzschnellen konzeptionellen Erneuerung – unser Team des Jahres! Was tun, wenn ein Gastronomieobjekt seinen Zenit überschritten hat? Die Probleme beginnen nahezu unbemerkt: Langsam sinkt der Umsatz, die Stammgäste kommen seltener und irgendwie hat das Konzept an Aktualität verloren. Ein neues Lokal muss her, ein Standort wird gesucht und auch neue Mitarbeiter, die zu einem Team zusammenwachsen müssen. Ein neuer Gästekreis muss erschlossen werden. Die volle Aufmerksamkeit ist auf das neue Konzept gerichtet, derweil dümpelt das alte Lokal vor sich hin, die Motivation sinkt, Gäste wandern ab, ambitionierte Mitarbeiter ebenso. Die Abwärtsspirale dreht sich immer schneller und der gute Ruf ist bald nur noch Erinnerung.

Gemeinsamer Blitz-Relaunch als Erfolgsrezept

Stefan Schneck und sein Team haben gezeigt, dass es auch anders geht: Ein schneller Komplett-Relaunch und die Neueröffnung mit einem innovativen Konzept in den etablierten Räumlichkeiten lautet ihr Erfolgsrezept. Mit mutigen Neupositionierungen der Berliner Konzepte "Schnitzelei" und "ProbierMahl" führten sie so zwei Betriebe in die Zukunft.
"Die Umsätze sind wieder so gut wie in den besten Zeiten zuvor. Zudem konnten wir die Stammgäste halten und haben viele neue dazu gewonnen"
so Stefan Schnecks positive Bilanz.
"Die Anforderungen an das Team waren enorm"
berichtet er.
"Bis zum letzten Tag mussten die Mitarbeiter das alte Konzept glaubhaft vermitteln, um dann in kürzester Zeit auf ein neues Thema umzustellen."
Hinzu kam die Ungewissheit, ob der neue Betrieb beim Gast ankommt, eine Situation, die enormes Vertrauen, Loyalität und Motivation abverlangt.

Das Urteil der Jury: Mit ihrem doppelten Blitz-Relaunch haben Stefan Schneck und sein Team eine einzigartige Fähigkeit zur konzeptionellen Erneuerung gezeigt. Über ihre herausragende Servicequalität hinaus haben sie professionelles Engagement, große Loyalität, Risikobereitschaft und Flexibilität bewiesen. Deshalb sind sie unser Team des Jahres, die Gewinner des FIZZZ Award 2009.

Die Jury

Die Sieger des FIZZZ Award werden von professionellen Gastronomieexperten nach festgelegten Kriterien nominiert, getestet und ausgewählt. Die Jury des FIZZZ Award 2009 setzt sich zusammen aus:
  • Barbara Becker, Chefredakteurin FIZZZ (Meininger Verlag GmbH, Neustadt/Weinstraße),
  • Ingo Wessel, Gastronomieentwickler und Unternehmensberater (Konzeptbüro, München),
  • Jean-Georges Ploner, Service-Coach und internationaler Trendscout (Ploner & Partner, Frankfurt/Main),
  • Angelika Arians-Derix, langjährige Fachjournalistin (Düsseldorf) und
  • Sabine Wulffert, Grafik-Designerin und Art-Direktorin (Meininger Verlag GmbH, Neustadt/Weinstraße).
Hintergrund

Der FIZZZ Award wurde vor elf Jahren von der Fachzeitschrift FIZZZ ins Leben gerufen und hat sich innerhalb kurzer Zeit als begehrtester Preis der deutschen Trend- und Szenen-Gastronomie etabliert. Der renommierte Award wird jährlich in vier Kategorien an besonders erfolgreiche und wegweisende Gastronomiekonzepte vergeben. Die Liste der Preisträger liest sich wie das Who-is-who der deutschen Gastronomie-Elite, darunter der Kultclub P1 in München (Bester Longseller 2007), die innovative System- und Freizeitgastronomiemarke Sausalitos (Beste Business-Idee 2008) sowie der vom Stuttgarter Architektenduo Peter Ippolito und Gunter Fleitz kreierte "Schwarz-Weiß-Club" T-012, sprich: Theo 12, (Bestes Corporate Design 2007).

Die Preisverleihung findet jeweils im Oktober in den angesagtesten Top-Locations statt und hat sich zum hochkarätigen Meetingpoint für Top-Gastronomen aus ganz Deutschland entwickelt.

Die Fachzeitschrift FIZZZ aus dem Meininger Verlag bedient die gesamte Bandbreite der jungen Gastrokultur, sowohl flippige Restaurants als auch angesagte Cafés, Bars und Clubs. FIZZZ ist nah dran am Geschehen, spürt mit Hilfe eines internationalen Redaktionsteams die neuesten Trends auf – und setzt selbst welche. FIZZZ ist im deutschsprachigen Raum die führende Fachzeitschrift für die Trend- und Szenen-Gastronomie.

FIZZZ erscheint monatlich im Meininger Verlag (Neustadt/Weinstraße), der zahlreiche weitere Publikationen zu den Themen Getränke, Wein und Gastronomie herausgibt und ist nur im Abonnement erhältlich.

(Quelle: Pressemitteilung der Fizzz).

Stolperfallen im Gastgewerbe.

Ob kleiner gastronomischer Betrieb oder große Hotelkette: Unternehmer im Gastgewerbe sind zahlreichen Risiken ausgesetzt, die im schlimmsten Fall zum finanziellen Ruin führen können. Ein passender Versicherungsschutz hilft dabei, existenzbedrohende Gefahren abzusichern. Von Betrieb zu Betrieb sind die Versicherungsanforderungen jedoch sehr unterschiedlich – eine allgemeingültige Lösung gibt es nicht.

Unterschätzte Risiken, zu niedrige Versicherungssummen, Doppel- oder Unterversicherungen: Die Versicherungs-Stolperfallen sind zahlreich. Eine gute Beratung entscheidet oft über den langfristigen Unternehmenserfolg.

Verantwortungsbewusster Umgang mit Schadenersatzverpflichtungen Besonders hart kann es einen Unternehmer aus dem Gastgewerbe treffen, wenn hohe Schadenersatzforderungen auf ihn zukommen. Zu den häufigsten Schäden in Restaurant, Gasthof, Hotel oder Pension zählen Personenschäden, weiß Peter Knaus, bei AXA verantwortlich für Haftpflichtversicherungen von Industrie- und Firmenkunden:
"Stürzt ein Gast zum Beispiel auf einer schlecht beleuchteten Treppe und erleidet dadurch Verletzungen, haftet der Unternehmer in vollem Umfang. Besonders teuer wird es, wenn der Verletzte vorübergehend oder gar langfristig arbeitsunfähig wird."
Bei dauerhaften körperlichen Beeinträchtigungen könnten schnell mehrere hunderttausend Euro zusammenkommen, so der Experte. Im Gastronomie-Bereich spielen zusätzlich auch Lebensmittelvergiftungen eine große Rolle: Kommen Gäste etwa durch Salmonellen zu Schaden, können die Schadenersatzansprüche schnell die Existenz bedrohen.

Gefährlich: Feuer- und große Leitungswasserschäden

Feuer und Wasser: Beide Elemente können eine verheerende Wirkung für einen Gastronomen oder Hotelier haben.
"Durch einen Rohrbruch oder einen Brand können existenzbedrohende Schäden entstehen"
sagt Guido Stier, Leiter Sachversicherungen Industrie- und Firmenkunden bei AXA.
"Ohne eine entsprechende Versicherung sind daraus entstehende Kosten für einen Unternehmer nur schwer zu verkraften."
Ein Beispiel aus der Praxis: Durch einen defekten Saunaofen gerät die Hotelsauna in Brand, wobei auch der Schwimmbadbereich zu Schaden kommt. Außerdem zieht Ruß in die darüber liegenden Gästezimmer. Die Sauna und große Teile des Schwimmbadbereiches sind wiederherzustellen, außerdem wird eine Spezialreinigung benötigt. Die Dekontaminations- und Reparaturarbeiten dauern drei Monate. Da der Wellness-Bereich ausfällt, sinken Qualitätsstandard, Zimmerpreise und Gästezahlen. Die Personal- und Sachkosten laufen aber weiter.
"Eine Sach- sowie eine Betriebsunterbrechungsversicherung mit ausreichend hohen Deckungssummen sichern in einem solchen Fall das Fortbestehen des Betriebes"
erklärt Guido Stier.
"Zusätzlich empfehlen wir eine Gebäudeversicherung, wenn der Unternehmer zugleich Eigentümer der Immobilie ist. Ohne eine passende Versicherung steht der Eigentümer in einem solchen Fall schnell vor dem finanziellen Aus."
Am falschen Ende gespart

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten denkt so mancher Unternehmer in Sachen Versicherung: Es wird schon nichts passieren – das Geld kann ich sparen. Besonders bei Zusatzbausteinen schränken sich viele ein. Die Versicherung von Außenmobiliar oder Tiefkühlgut zum Beispiel zählt dazu. Solche Schäden können Unternehmer vielleicht auffangen, die Schadenhöhe ist jedoch vorher nicht abzuschätzen. Bei einer Versicherung hingegen muss eine vergleichsweise kleine, festgelegte Summe aufgewendet werden - Risiken werden so kalkulierbar. Auch die Konsequenzen eines Schadens bedenken viele nicht. Wenn mitten in der Hochsaison das Außenmobiliar verschwindet und wegen finanzieller Engpässe nicht ersetzt werden kann, bleiben auch die Einnahmen auf der Terrasse aus. Je nach Betrieb sind verschiedene Zusatzversicherungen sinnvoll. Deshalb sollten sich Gastronomen und Hoteliers umfassend beraten lassen. Anhand einer ausführlichen Risiko-Analyse kann der Unternehmer so den tatsächlichen Bedarf feststellen.

Risiken richtig absichern

Besonders empfehlenswert sind Branchenlösungen, die verschiedene Versicherungen sinnvoll kombinieren und sich an die individuellen Bedürfnisse des Betriebs anpassen lassen. Profi-Schutz von AXA beispielsweise bietet maßgeschneiderten Versicherungsschutz für Hoteliers und Gastronomen – der Betrieb ist rundum abgesichert. Mit speziellen Bausteinen können Unternehmen auch Außenbestuhlung oder Kühlgut schützen. Mit dem einmaligen Abschluss eines Versicherungsvertrags ist es allerdings nicht getan. Häufig ergeben sich Änderungen wie zum Beispiel Erweiterungen des Betriebs oder Gesetzesänderungen. Deswegen sollte auch der Versicherungsschutz regelmäßig überprüft werden.

(Quelle: Pressemitteilung der AXA).

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Montag, Oktober 19, 2009

Carbon Copy.

Gerade hat mich die Werbemail eines Hotels erreicht. Per CC wurde der gesamte Verteiler von mehreren Hundert überwiegend lokalen Adressen offen gelegt. Darunter auch die Adressen von konkurrierenden Hotels in der selben Stadt.

Verwenden Sie besser die Funktion Blind Copy, die jedes Mailprogramm verwendet. Ansonsten spielen Sie Ihren Adressenbestand mögiicherweise nicht nur Wettbewerbern in die Hände, sondern verärgern auch die Empfänger, die befürchten müssen, daß sie von Dritten gespammt werden. Zudem outen Sie sich sich als Laie.

Mehr über "Copy & BlindCopy.

NRW-Gastgewerbe auch im August mit Umsatzeinbussen.

Düsseldorf (IT.NRW). Das nordrhein-westfälische Gastgewerbe setzte im August 2009 nominal 7,9 Prozent weniger um als im August 2008. Wie Information und Technik Nordrhein Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sanken die Umsätze real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 9,9 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe war um 2,6 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat.

Für den Zeitraum Januar bis August 2009 ermittelten die Statistiker für das Gastgewerbe Umsatzrückgänge um 8,8 (nominal) bzw. 10,8 Prozent (real) gegenüber den ersten acht Monaten des Vorjahres. (IT.NRW)

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Sonntag, Oktober 18, 2009

Gastgewerbeumsatz August 2009: real 5,3% niedriger als im August 2008.

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten die Unter­nehmen des Gastgewerbes in Deutschland im August 2009 nominal 3,2% und real 5,3% weniger um als im August 2008. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2009 war der Umsatz im Gastgewerbe im August 2009 nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal 0,1% niedriger und real unverändert.

Beide Bereiche des Gastgewerbes blieben im August 2009 nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats: das Beherbergungsgewerbe mit nominal - 3,6% und real - 6,2% und die Gastronomie mit nominal - 3,0% und real - 4,8%. Innerhalb der Gastronomie verzeichneten die Caterer einen Umsatzrückgang von nominal 2,9% und real von 4,9%.

Von Januar bis August 2009 setzten die Gastgewerbeunternehmen in Deutschland nominal 4,2% und real 6,4% weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

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Bayerische Bierwoche im Landkreis Eichstaett.

35 Gaatronomen im Landkreis Eichstätt haben sich zu einer Aktionswoche Bayerische Bierwoche vom 23. April bis 2. Mai 2010 zusammengefunden. Natürlich genießt man während der gesamten Bayerischen Bierwoche im Landkreis Eichstätt süffig, würzig und auf beste bayerische Art. Serviert werden z.B. feine Biergerichte wie etwa Weißbierkrensuppe mit Brunnenkresse oder knuspriges Spanferkel in Dunkelbiersauce und Kartoffelknödel. Selbst als Nachspeise macht sich der Gerstensaft hervorragend: zum Beispiel als Bierlikörcreme mit Vanilleeis. Sogar ein Wellness-Wochenende rund ums Bier samt bieriger Hautpflege und Hopfenölbad wird angeboten.

Einige der Rezeptideen.

Freitag, Oktober 16, 2009

FDP, CSU und Oettinger haben das Gastgewerbe verarscht.

Vor der Bundestagswahl haben FDP, CSU und der Landesvorsitzende der CDU Baden-Württembergs versucht, Wahlerstimmen aus dem Gastgewerbe mit der vorsätzlichen Lüge zu ergaunern, sie würden nach der Wahl dafür sorgen, daß für Produkte und Dienstleistungen des Gastgewerbes der ermäßigte Mehrwertsteuersatz gelten wird. Jetzt wurde dieses Reformprojekt mit der bei Politikern beliebten, verarschenden Formel beerdigt, eine Kommission solle darüber diskutieren: "Schwarz-Gelb plant Mehrwertsteuer-Reform", in: Handelsblatt vom 16. Oktober 2009:
"Die AG Finanzen sieht daher 'Handlungsbedarf' und will eine Kommission einsetzen, die eine logische Liste erarbeitet."
Siehe dazu auch: "CDU/CSU veralbern das Gastgewerbe".

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Gastgewerbeumsatz August 2009: real 5,3% niedriger als im August 2008.

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten die Unter­nehmen des Gastgewerbes in Deutschland im August 2009 nominal 3,2% und real 5,3% weniger um als im August 2008. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2009 war der Umsatz im Gastgewerbe im August 2009 nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal 0,1% niedriger und real unverändert.

Beide Bereiche des Gastgewerbes blieben im August 2009 nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats: das Beherbergungsgewerbe mit nominal - 3,6% und real - 6,2% und die Gastronomie mit nominal - 3,0% und real - 4,8%. Innerhalb der Gastronomie verzeichneten die Caterer einen Umsatzrückgang von nominal 2,9% und real von 4,9%.

Von Januar bis August 2009 setzten die Gastgewerbeunternehmen in Deutschland nominal 4,2% und real 6,4% weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

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Du sollst nicht stehlen.

Die zehn Gebote sind - Gott sei dank - kurz und bündig formuliert. Das siebte Gebot lautet:
"Du sollst nicht stehlen."
Es lautet nicht:
  • Du sollst nicht stehlen, es sei denn, Du bist 34 Jahre bei einem Arbeitgeber beschäftigt. Dann darfst Du Brötchen und Frikadellen klauen.
  • Du sollst nicht stehen, es sei denn Du bist 17 Jahre bei einem Arbeitgeber beschäftigt. Dann darfst Du Maultaschen klauen.
Der Wortlaut der "Pressemitteilung des Arbeitsgerichts Lörrach/Kammern Radolfzell vom 16.10.2009 - "Maultaschenfall":
"Kurzbeschreibung:

Die außerordentliche Kündigung vom 30.4.2009 ist wirksam.

Nach Durchführung der Beweisaufnahme stand zur Überzeugung des Gerichts fest, dass die Klägerin nicht nur '3 bis 4' sondern 6 Maultaschen aus den Resten der am 21.04.2009 ausgegebenen Bewohnerverpflegung genommen hatte und diese auch nicht etwa sofort verzehren, sondern vielmehr in einer Stofftasche verborgen mit außer Haus nehmen wollte. Sie hat damit in das Eigentum des Arbeitgebers rechtswidrig eingegriffen und ohne entlastende Begründung gegen ein bestehendes Verbot des Arbeitgebers in seiner Einrichtung verstoßen. Dieses schriftlich bekannt gemachte generelle Verbot zur Verwendung von Resten der Bewohnerverpflegung war der Klägerin auch bekannt. Die pauschale und nicht näher belegte Behauptung der Klägerin, es sei gang und gäbe, dass MitarbeiterInnen Reste der Personalverpflegung verzehrten und das Küchenpersonal fordere sogar dazu auf, konnte nicht bewiesen werden. Gesondert hergerichtete Personalverpflegung zu einem Preis von 3,35 € hätte zur Verfügung gestanden, wäre sie von der Klägerin bestellt worden. Diese Art der Verpflegung wird durch Mitarbeiter auch genutzt.

Es handelt sich auch bei 6 Maultaschen noch um eine geringwertige Sache; der materielle Wert liegt zwischen 3,00 und 4,00 Euro. Dennoch bestimmt allein der Arbeitgeber darüber, wie mit seinem Eigentum verfahren wird und zwar selbst dann, wenn er die Reste der Entsorgung zuführt. Der einzelne Arbeitnehmer kann nicht seinen Willen nach Gutdünken und gegen ein bestehendes Verbot über denjenigen des Arbeitgebers stellen.

Zur Abweichung von der bisherigen, gefestigten Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, das die rechtswidrige und vorsätzliche Verletzung des Eigentums oder Vermögens des Arbeitgebers auch dann, wenn die Sachen nur geringen Wert besitzen, als wichtigen Grund zur außerordentlichen Kündigung an sich für geeignet erachtet, bestand nach Ansicht der Kammer keine Veranlassung.

Die Umstände des vorliegenden Einzelfalles waren in Abwägung der Interessen beider Parteien nach Ansicht des entscheidenden Gerichts geeignet, die fristlose Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu rechtfertigen. Die lange Betriebszugehörigkeit der Klägerin und ihr Alter sowie die mit der Kündigung verbundene soziale Härte wurden ebenso gewürdigt wie der Vertrauensverlust auf Seiten des Arbeitgebers und die Präventivfunktion einer Kündigung. Die Klägerin ist tariflich ordentlich unkündbar, als milderes Mittel im Verhältnis zur außerordentlichen Kündigung erschien der Kammer eine Abmahnung nicht ausreichend. Das Interesse des Arbeitgebers an der Beendigung wurde höher eingestuft als das der Klägerin an der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses. Dies unter anderem auch, weil die Kammer als erwiesen ansah, dass die Klägerin das bestehende Verbot kannte und wissen musste, dass ein Verstoß Konsequenzen auch ernster Art nach sich ziehen kann.

Die Entscheidung ist in Kürze in vollständiger, aber anonymisierter Fassung auf der Homepage des Landesarbeitsgerichts http://www.lag-baden-württemberg.de unter ArbG Lörrach/Kammern Radolfzell, Aktenzeichen 4 Ca 248 /09 abrufbar.
Über die Hintergründe dieses Prozesses: "Gewerkschaft empört über 'Maultaschen-Urteil'", in: Spiegel vom 16. Oktober 2009.

Sonntag, Oktober 11, 2009

TourismusCamp Eichstätt am 23. und 24. Januar 2010.

Für das TourismusCamp Eichstätt am 23. und 24. Januar 2010 habe ich mich angemeldet. Ich werde schon am Vorabend anreisen.

Logo TourismusCamp Eichstätt 2010

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Sonntag, Oktober 04, 2009

Die dunkle Seite des Biers.

Die Kampagne für gutes Bier e.V. veranstaltet am 26. Oktober 2009, ab 19 Uhr in der Rösterei Torrefaktum, Bahrenfelder Str. 237 (gegenüber der Fabrik), 22765 Hamburg-Ottensen, eine Verkostung dunkler Biere. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Es wird eine freiwillige Spende in Höhe von 12,00 Euro erwartet.

Dunkle Biere definieren sich über den Einsatz von dunklem, bzw. geröstetem Gerstenmalz. Diese Malze sind farblich gesehen so potent, dass nur 5% der gesamten Malzmenge ein Bier pechschwarz werden lässt. Dunkle Biere, wie Münchner Dunkel, Braunbiere, sowie auch die Biersorte Alt nutzen häufig dunklere Karamellmalze, die Vollmundigkeit unterstützen. Schwarzbiere, sowie die englischen Biersorten Porter und Stout nutzen vornehmlich geröstete Malze, um ein tiefes Schwarz zu ermöglichen.und dabei geschmacklich Anklänge von Röst- und Kaffeearomen hervorbringen.

Schwarzbiere sind speziell in Thüringen und Sachsen recht verbreitet. Porter ist ursprünglich eine Londoner Biersorte, Stout hingegen gilt als eine "robustere" Weiterentwicklung des Porters und ist die bekannteste Biersorte Irlands. Von allen Biersorten sind dies wohl die trockensten Biere, obwohl viele deutsche Konsumenten generell dunklere Biere eher mit Süße assoziieren.

Der Bierexperte Michael Jackson empfiehlt in seinem Buch "Bier" für sehr dunkle Biersorten die Kombination mit deftigem Aufschnitt sowie Muscheln, bzw. Schokolade oder entsprechendem schokoladehaltigen Gebäck.

Dies sind Biere, die perfekt zu einer (Kaffee)rösterei passen.

(Quelle: Pressemitteilung der Kampagne für Gutes Bier e.V.).

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Freitag, Oktober 02, 2009

Diskriminierungsfreie Stellenausschreibungen.

Heidi Floßbach versucht mit ihrem Artikel "Erst bewerben, dann klagen? Formulierungshilfe für diskriminierungsfreie Stellenausschreibungen und Bewerbungs-Absagen", in: Akademie.de vom 2. Oktober 2009, Arbeitgeber vor Fehlern bei Stellenausschreibungen zu bewahren.

Noch besser ist es, wenn möglich, auf Stellenanzeigen ganz zu verzichten. Mehr darüber: "Bewerberauswahl unter der Knute des Antidiskriminierungesetzes".

Von der Piratenpartei lernen.

Einen sensationellen Erfolg hat die Piratenpartei bei der Bundestagswahl verzeichnet: "Piratenpartei: Stark bei Erstwählern, bereit für den Wahlkampf 2010 in NRW". Die Zahl der Parteimitglieder ist auf rund 10.000 gestiegen und rund 850.000 Wähler haben diese neue Partei, die Anfang des Jahres noch weitgehend unbekannt gewesen ist, gewählt. Meines Erachtens ist ihr Chance, bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen die 5-Prozent-Hürde zu nehmen, zwar gering. Aber bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus traue ich es ihr zu.

Da die Internetwahlkampfstrategien der anderen Parteiein in die Hose gegangen sind, weckt dieser Erfolg der Piratenpartei Begehrlichkeiten. Ole von Beust fordert gar, die CDU soll von der Piratenpartei Internet lernen: "CDU soll von Piratenpartei Internet lernen", in: Spiegel vom 2. Oktober 2009:
"Die CDU müsse von ihr lernen, wie man über das Web an potenzielle Wähler herankommt, fordert Hamburgs Erster Bürgermeister."
Er hat nichts verstanden. Im Internet geht es nicht darum, wie die CDU (oder eine andere Partei mit fehlender innnerparteilicher Demokratie) an potentielle Wähler herankommt. Es geht vielmehr darum, wie Wähler an die Partei herankommen. Wer wie etwa die SPD im kleinsten Kreis neues Führungspersonal ausmauschelt (von Müntefering zu Beck zu Müntefering zu Gabriel) oder gar im Vier-Augen-Gespräch beim Frühstück wie einst Stoiber und Merkel, wer sich der programmatischen Debatte verweigert, ist für Wähler, die sich einmischen und mitmachen wollen, unattraktiv - online und offline.

Donnerstag, Oktober 01, 2009

Radeberger uebernimmt Bionade.

"Radeberger kauft Bionade-Mehrheit", in: Spiegel vom 1. Oktober 2009.

Für mein Bamberger Café Abseits wird es Zeit, Bionade peu á peu auszulisten. Im Vorgriff auf die so oder so absehbare Übernahme habe ich bereits die Bionade-Sorten Litschi und Aktiv ausgelistet und als Alternative Adelholzener Bio Himbeere - Weißer Tee getestet. Dieses Produkt schmeckt auch Erwachsenen gut und ist auf den Liter hochgerechnet preiswerter als Bionade. Zudem sind die Adelholzener Alpenquellen ein Betrieb der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, Mutterhaus München und mir deshalb erheblich sympathischer als der Brauereikonzern von Dr. Oetker.

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Twitter Top 100 der deutschsprachigen Hotelszene.

Bereits zum zweiten Mal hat die consale GmbH das Twitter-Ranking "Twitter Top 100 der deutschsprachigen Hotelszene" veröffentlicht. Das Ranking zeige ganz deutlich, wie wichtig Social Media Aktivitäten wie z.B. Twitter für die Hotelbranche seien. Hierbei seien nicht nur Kettenhotels erfolgreich. Bewertet wurde anhand der Kriterien:
  • Anzahl der Follower
  • Aktivität beim Twittern
  • Interaktion mit den Followern.

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