Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Januar 27, 2010

DEHOGA kritisiert Plaene für Hotel-Bettensteuer.

Stuttgart. Massive Kritik übt der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg an Forderungen nach einer kommunalen "Hotel-Bettensteuer", wie sie derzeit in Stuttgart und Mannheim diskutiert wird.
"Eine solche Steuer würde die Wachstums- und Beschäftigungsimpulse, die durch den reduzierten Mehrwertsteuersatz in der Hotellerie ermöglicht werden, zunichte machen, Hotelgäste mit zusätzlichen Kosten belasten und teure, sinnlose Bürokratie schaffen"
so DEHOGA-Präsident Peter Schmid.

Die als "Kulturabgabe" bezeichnete Bettensteuer würde laut Schmid vor allem eines bringen: Nachteile und höhere Kosten für Hotelgäste.
"Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage wären Hotels, Gasthöfe und Pensionen gezwungen, die Mehrkosten durch die 'Bettensteuer' weiterzugeben – und zwar auch an die große Mehrheit der Gäste, die als Geschäftsreisende keine Kulturangebote in Anspruch nehmen."
Dies sei auch deshalb besonders ungerecht, weil die Hotellerie durch eigene Marketing-Anstrengungen schon jetzt viel zur Belebung des Tourismus leiste.
"Davon profitieren auch andere Branchen"
so Schmid.
"Aber wir - die Hotels, Gasthöfe und Pensionen - sollen sozusagen exklusiv mit einer Neidsteuer belastet werden."
Darüber hinaus sei bereits jetzt absehbar, dass Hoteliers in den betroffenen Städten Investitionen und Neueinstellungen zurückstellen oder auf sie verzichten, wenn sie befürchten müssen, dass die mit der Mehrwertsteuersenkung gewonnenen wirtschaftlichen Spielräume durch eine kommunale Sondersteuer aufgezehrt würde. Schmid:
"Hier schüren einige Kommunalpolitiker in populistischer Art und Weise Neidreflexe, verunsichern die Betriebe und richten erheblichen Schaden an."
Statt sinnlose und ungerechte Steuern zu erfinden, sollten die Kommunen
"die positiven Effekte des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes auch im eigenen Interesse zur Entfaltung kommen lassen"
so der DEHOGA-Präsident.
"Eine neidmotivierte Wachstumsbremse für die Tourismuswirtschaft vor Ort nützt niemandem - auch nicht den Kulturinstitutionen, denen diese Maßnahme angeblich zugute kommen soll."
Der Verband werde sich daher mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Einführung von kommunalen Hotel-Bettensteuern wehren.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Baden-Württemberg).

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