Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Januar 06, 2010

INTERGASTRA hat die Trends im Visier.

Die Szenegastronomie lebt von flippigen Konzepten und neuen Anreizen / Eine große Auswahl an Speisen und Getränken ist ein Muss.

Was in einer Szene "in" ist, hängt von vielen Faktoren ab und wer als erfolgreich sein will, benötigt einfach den richtigen Riecher. Dazu gehören neue Design- und Event-Ideen, die Spaß und das Gefühl von Exklusivität versprechen ebenso wie internationale, phantasievolle Speisen und Getränke.

Wer zur Szenegastronomie gehört, entscheiden die Gäste oder ganz einfach, wer sich zugehörig fühlt. Eine Studie des Marktforschungsinstitutes "CHD Expert" bestätigt, dass sich nahezu 40 Prozent aller Bars und Bistros selbst zur Trend- oder Szenegastronomie zählen, genauso wie zwei Drittel der Diskotheken. Während sich bei den Restaurants vor allem die asiatischen, vietnamesischen und thailändischen Anbieter (zu 49 Prozent) und die italienischen Restaurants (zu 33 Prozent) als Trend-Szene-Lokale betrachten, rechnen sich nur 18 Prozent der Speisetempel mit "neuer deutscher Küche" diesem Segment zu.

Gilt eine Location als trendy, hoffen die Gäste, dass das Image auf sie abfärbt und lassen sich diesen Imagetransfer gerne etwas kosten. 40 Prozent der befragten Trend-Szene-Gastronomien erwirtschaften einen vergleichsweise hohen Durchschnittsbon von 24 bis 30 Euro pro Gast. Zum Vergleich: Der Durchschnittsbon in gewöhnlichen Restaurants beträgt gerade einmal 14,53 Euro.
"Zum Label 'Trend oder Szene' gehört nicht nur ein modernes Interieur, sondern auch ein hochklassiges Angebot an Speisen und Getränken sowie ein Alleinstellungsmerkmal zum Beispiel als Themenlokal oder Event-Location"
charakterisiert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland, den Begriff. Dazu passt auch die Entwicklung, dass die klassische Bartheke immer häufiger zugunsten kommunikativer Sitzplatz-Arrangements eingetauscht wird, eingepasst in durchgängige thematische Konzepte und bis ins Detail aufs Thema oder eine Veranstaltung abgestimmte Accessoires.

Die Getränkevielfalt ist ein besonderes Merkmal dieses Gastronomietyps. Jenseits der Flatrate-Partys sind heute in vielen Cocktailbars bis zu 50 Prozent der angebotenen Drinks alkoholfrei, was vor einigen Jahren noch nicht denkbar war. Auch waren an der Bar gemixte Cocktails aus Edelspirituosen ebenso ein Muss wie teure Weine oder seltene Biersorten. Diese sind auch heute nicht wegzudenken, doch immer häufiger tauchen ganz selbstverständlich auch fertig gemischte Getränke auf – mit und ohne Alkohol.

Dazu gehört beispielsweise die "Bionade". Einst ein Insidertipp, ist die Limonade in der Flasche mit dem markant geringelten Kronkorken inzwischen bundesweit in so gut wie jedem Supermarkt erhältlich und trotzdem in der Szenegastronomie zu Hause. Auf der INTERGASTRA wird Bionade mit der neuen Geschmacksrichtung "Quitte" vertreten sein. Damit folgt das Unternehmen aus der Rhön einem Trend, den es anfangs maßgeblich selbst mitgeprägt hat: die geschmackliche Abwechslung durch ungewöhnliche Fruchtaromen.

Das Produktprogramm von Niehoffs Vaihinger umfasst eine breite Palette an Direktsäften, Frucht- und Gemüsesäften, Nektaren und Fruchtsaftgetränken, außerdem Cocktail-Basics und Bio Smoothies. Damit deckt die Marke aus dem Hause Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG die Ansprüche der Szene-Gastronomie ebenso ab wie die von klassischer Gastronomie und Hotellerie. Mit den verschiedenen Produkten kann der Gästewunsch nach erfrischenden, gesunden Wohlfühl-Getränken genauso erfüllt werden wie die Nachfrage nach raffinierten Cocktails und Longdrinks.

Ganz vorne dabei ist die Marke auch, wenn es darum geht, neue Konzepte zu entwickeln: beispielsweise die erfolgreiche Einführung der Bio Smoothies im vergangenen Jahr. In 100-prozentiger Bio-Qualität sorgen diese in der attraktiven 0,2-Liter-Gastroflasche für gesunde Geschmacksvielfalt. Bereits im Frühjahr 2009 wurde neben den Geschmacksrichtungen "Apfel, Mango, Banane" und "Apfel, Banane, Heidelbeere" mit "Ananas, Kokos" eine dritte Sorte eingeführt. Zu den wesentlichen Vorzügen für Gastronomie und Hotellerie zählen neben Qualität, Ausstattung und Geschmack eine lange Haltbarkeit sowie vielfältige Einsatzmöglichkeiten: beispielsweise als besonderer Akzent für die Präsentation am Frühstücksbüffet, für die Minibar oder die Tagungsgastronomie oder als exklusives Extra für anspruchsvolle Gäste.

Die stärksten Rezepte auf dem deutschen Cola-Markt heißen momentan afri und Fritz-Kola. Die Erfolgsgeschichte von Fritz-Kola ist eine moderne Version des amerikanischen Traums: Die Erfinder Mirko Wiegert und Lorenz Hampl, waren zwar keine Tellerwäscher, aber Studenten, die vom schnellen Erfolg in der Selbstständigkeit träumten. Sie waren davon überzeugt, dass der deutsche Cola-Markt langweilig ist. Ein Getränk sollte her, das unter dem Motto „Vielviel Koffein“ ganz anders war. Die ersten Kisten abgefüllter "Fritz-Kola"-Flaschen – mit Etiketten aus dem Copyshop per Hand beklebt, wurden 2003 in den Bars des Hamburger Szeneviertels St. Pauli abgesetzt. Die Besonderheit der Fritz-Kola: Der Koffeingehalt pro 0,33-Liter-Flasche liegt bei 83,3 Milligramm Koffein und reizt die gesetzlich erlaubte Koffein-Obergrenze voll aus. Der provokante Werbeslogan des Wachmachers: "Koksen ist Achtziger."

Mittlerweile ist das Sortiment auf sieben Geschmacksrichtungen angewachsen. Die beiden Ex-Studenten und heutigen Geschäftsführer haben ihren Firmensitz in der ehemaligen Colgate-Fabrik in Hamburg und arbeiten gerade an der Internationalisierung ihrer Marke. Mit Erfolg: In mehreren europäischen Ländern ist Fritz-Kola bereits erhältlich. Auf der INTERGASTRA soll der „Export“ ins Schwabenland vorbereitet werden.

Mit 25 Milligramm Koffein pro 100 Milliliter gehört Mitbewerber afri-cola seit 1931 zu den stärksten Rezepten unter den koffeinhaltigen Limonaden. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Neben afri-cola erobert derzeit afri-white – kalorienreduziert aber nicht minder stark – in der traditionellen Kult-Flasche den Markt. In Szene-Clubs, Bars und Lounges gehört die nachtschwarze Cola einfach dazu.

Die ganze Welt der Bar- und Szenegastronomie präsentiert sich vom 6. bis 10. Februar 2010 auf der 25. INTERGASTRA als Ideen-Fundgrube für Szenegastronomen.

(Quelle: Pressemitteilung der Intergastra / Messe Stuttgart).

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