Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, Januar 28, 2010

Unternehmen kaufen wesentlich haeufiger im Internet als sie verkaufen.

Der E-Commerce, also der Kauf oder Verkauf von Waren und Dienstleistungen über das Internet oder andere computergestützte Netzwerke, ist ein wichtiger Anwendungsbereich der modernen Informations- und Kommunikationstechnologie. Dabei treten Unternehmen sowohl in nahezu allen Staaten der EU als auch in Deutschland und Baden-Württemberg wesentlich häufiger als Online-Käufer denn als Online-Verkäufer in Erscheinung. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg anhand der Ergebnisse der Erhebung über die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie in Unternehmen 20091) feststellt, gaben 60 Prozent der baden-württembergischen Unternehmen mit Internetzugang elektronische Bestellungen auf, während lediglich 13 Prozent solche entgegennahmen.

Um die Ursachen dieser auffälligen Diskrepanz zu erkunden, wurde in der Erhebung 2009 erstmals nach den Hinderungsgründen in Bezug auf Online-Verkäufe gefragt. Mehr als drei Viertel der Unternehmen mit Internetanschluss nannte dabei mindestens ein Hindernis, eine Mehrzahl von 58 Prozent brachte sogar mehrere Gründe vor.
  • Am häufigsten wurde mit ebenfalls 58 Prozent auf die mangelnde Eignung des hergestellten bzw. vertriebenen Produkts oder der angebotenen Dienstleistung hingewiesen. Hier ist zum Beispiel an wenig standardisierte Waren oder Dienste zu denken, deren spezielle Ausprägung erst im direkten Kontakt mit den Kunden festgelegt werden kann.
  • Jeweils mehr als ein Drittel der Unternehmen sah in der erforderlichen Umstrukturierung der Geschäftsabläufe ein wesentliches Hindernis oder befürchtete eine zu schwache Resonanz bei der Kundschaft.
  • Jeweils über ein Viertel der Unternehmen befürchtete logistische Probleme bei der Abwicklung des Geschäfts,
  • verwies auf technische Schwierigkeiten oder
  • Unsicherheiten der rechtlichen Rahmenbedingungen bei diesem Geschäftsmodell.
  • Auch Sicherheitsbedenken wurden von nahezu jedem vierten Unternehmen geäußert und
  • jedes fünfte befürchtete Sprachschwierigkeiten bei internationalen Verkäufen.
Offenbar beruhen die vorgebrachten Hinderungsgründe allerdings in den seltensten Fällen auf praktischen Erfahrungen, denn gerade jedes zehnte Unternehmen, das Hinderungsgründe nannte, verkaufte tatsächlich online. Noch weniger konnten auf negative Erfahrungen in der Vergangenheit zurückgreifen.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg).

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