Gastgewerbe Gedankensplitter



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Samstag, Februar 06, 2010

Mut und Kompetenz als Zeichen in der Krise.

Neue Hoffnung durch Umsatzsteuersenkung: Nach dem schwierigen Jahr 2009 blickt die Branche auf der 25. INTERGASTRA wieder optimistisch in die Zukunft
"Das Engagement der Aussteller ist in diesem Jahr wieder großartig"
sagte Peter Schmid, Präsident des DEHOGA-Landesverbands, in seiner Eröffnungsansprache am Samstag auf der INTERGASTRA. Mit einem Zuwachs von rund 180 Ausstellern und 12 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche im Vergleich zu 2008 spiele die INTERGASTRA "in der Liga der deutschen Messen für das Gastgewerbe ganz vorn mit." 2010 komme der "Auftaktmesse" noch eine besondere Bedeutung zu:
"Jeder fragt sich: Wie geht es weiter? Kommt der lang ersehnte Aufschwung? Ich bin zuversichtlich, dass wir den Abwärtstrend in diesem Jahr nicht nur stoppen, sondern umkehren können."
Wichtig seien zunächst Maßnahmen zur Verbesserung des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Investitionen der Hotellerie und Gastronomie kämen dabei auch der gesamtdeutschen Wirtschaft zugute. Die zum 1. Januar in Kraft getretene Senkung der Mehrwertsteuer auf Beherbergungsleistungen bezeichnete Schmid in diesem Zusammenhang als
"historisch zu nennenden Erfolg für unsere Branche. Die Steuersenkung wird allen Bedenken zum Trotz eine positive Wirkung entfalten."
Es sei gut, wenn der Staat einem Wirtschaftszweig, der deutschlandweit immerhin jeden siebten Arbeitsplatz stelle, "mehr Luft zum Atmen" lasse. Schmid forderte daher eine Ausweitung der ermäßigten Besteuerung von sieben Prozent auf "das gesamte Gastgewerbe, auch auf die Gastronomie".

Der scheidende baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger, der sich für die Neuregelung stark gemacht hatte, ging ebenfalls auf die von ihren Gegnern heftig kritisierte Steuersenkung ein: "Baden-Württemberg hat seine Haltung gründlich überlegt", sagte er in seiner traditionellen Begrüßungsansprache zur INTERGASTRA. Im Hinblick auf eine Steuervereinfachung sei dieser Schritt – der etwa die Übernachtung, nicht aber das Frühstück erfasst – zwar "nicht unbedingt richtig". Angesichts der besonderen Lage des Landes, "eingekreist" vom Elsass, der Schweiz und "über dem Bodensee" auch österreichischen Fremdenverkehrsgebieten, sei er für die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität Baden-Württembergs jedoch unerlässlich. Für eine Bewertung sei es ohnedies noch "viel zu früh", zeige sich ein möglicher Erfolg doch erst in zwei oder drei Jahren. Bis dahin gelte es, "nicht die Nerven zu verlieren."

Oettinger empfahl, die Steuerersparnis zu je einem Drittel in die Modernisierung der Betriebe, den Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen und schließlich eine "Kostensenkung für den Gast" zu investieren. Insgesamt bescheinigte der Ministerpräsident seinem Land im bundesweiten und europäischen Wettbewerb gute Chancen. Baden-Württemberg habe sich gerade in den letzten Jahren "gewaltig entwickelt". Städte, Gastronomie und Natur seien attraktiver denn je. In Stuttgart trage nicht zuletzt auch das neue Messegelände zur gesteigerten Attraktivität der Landeshauptstadt bei. Die INTERGASTRA setze "ein Zeichen in der Krise. Mut und Kompetenz tun dem Land Baden-Württemberg gut."

(Quelle: Pressemitteilung der Messe Stuttgart).

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Kommentare:
"Das Engagement der Aussteller ist in diesem Jahr wieder großartig"

lässt sich von mir nur eingeschränkt bestätigen. Dies mag vielleicht von gewissen Standpunkten aus so erscheinen, jedoch nicht im Bezug auf den Besucher selbst.

Am stärksten war bei einem Großteil der Kaffee (-automaten) Hersteller eine gewisse Ignoranz und somit empfundene Arroganz festzustellen, dass ich mich wirklich manchmal wundere, inwiefern dies etwas mit gutem Verkauf oder Gastlicheit zu tun haben kann.

Oder in welchem erfolgreichen Betrieb des Gastgewerbes kann man 5 Angestellte in einem Raum finden von denen es nicht einer für nötig hält sich um die Gäste zu kümmern? Dies war wohlbemerkt bei einem leeren Stand und leider kein Einzelfall.

Als Begründung kann man vielleicht das sehr gemischte Publikum nennen, dass es den Firmen nicht leicht macht zu erkennen, wer wirkliches Interesse an ihren Produkten hat.

Nichtsdestotrotz war es ein sehr interessanter Messetag mit anregenden Gesprächen, vielen guten Informationen und einer hervorragenden Auswahl aus allen Bereichen des Gastgewerbes.

Die 1500km Fahrt haben sich auch trotz des nicht optimalen Wetters durchaus gelohnt und das mir vorher unbekannte Stuttgarter Messegelände war ideal für die Veranstaltung.
 
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