Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, Februar 22, 2010

Neues Geschmackserlebnis: WeldeWeizen - alkoholfrei.

Der wachsenden Fangemeinde der Weizenbier-Freunde macht die Specialitätenbrauerei Welde ein besonderes Geschenk: Im Frühjahr kommt "WeldeWeizen – alkoholfrei" in die Märkte. Schon bei der großen Weizenbier-Verkostung auf der Intergastra in Stuttgart machte das alkoholfreie WeldeWeizen von sich reden, denn der Geschmack ist vollmundig und aromatisch. Der Sportler im Laufschritt auf dem Etikett ist Programm, denn "WeldeWeizen –alkoholfrei" ist isotonisch und enthält nicht nur die ganze Palette der Inhaltsstoffe von Weizenbier, sondern zusätzlich noch die Vitamine B 6 und B 12 sowie Calcium und Magnesium.

Die Anregung für "WeldeWeizen – alkoholfrei" bekam WeldeChef Dr. Hans Spielmann, der aktiver Marathon-Läufer ist, bei einem Fachvortrag über die isotonischen Eigenschaften von Weizenbieren. Der Fachreferent kam zu dem Schluss, dass Weizenbier aus medizinischer Sicht das ideale Sportlergetränk ist, wenn da nicht der Alkohol wäre und leider auch einige B-Vitamine sowie Calcium und Magnesium fehlen würden. Der Gedanke, ein Weizenbier zu brauen, das alkoholfrei ist, trotzdem schmeckt und obendrein noch mit Vitaminen und Spurenelementen angereichert ist, ließ den WeldeChef seither nicht mehr los.

Bei der Pasta-Party des New-York-Marathon beobachtet Spielmann im Central Park einen hoch gewachsenen Marathon-Läufer, der zu seinem vollen Nudel-Teller genüsslich ein Weizen-Bier trank. Allerdings bemerkte der sportliche Brauerei-Chef auch, dass der Mann sich nicht nur Weizenbier ins Glas schenkte, sondern ganz selbstverständlich das Bier zusätzlich mit einem Schuss Saft würzte. Man kam ins Gespräch und der Marathon-Kollege erklärte: "I pimp my beer". Der Schuss Saft stellte sich als eine Mischung aus Banane und Grapefruit heraus. Für den Läufer war klar: ein gepimptes Bier ist ein besonderes Bier. Sozusagen ein Bier mit dem gewissen Extra, gestylt wie eines jener aufgemotzten Promi-Autos in Hollywood, aber vor allem immer noch ein Bier. Aus dieser Begegnung entstand endgültig die Idee für "WeldeWeizen – alkoholfrei", das hauptsächlich feines, isotonisches Weizenbier, aber eben auch einen Schuss Banane, Vitamine und Spurenelemente enthält.

Selbst eingefleischte Weizenbier-Freunde loben das bierige Geschmackserlebnis von WeldeWeizen - alkoholfrei und Sportbegeistere bekommen ein isotonisches Weizen-Erlebnis, das sich ganz ohne Alkohol in vollen Zügen genießen lässt.

(Quelle: Pressemitteilung der Weide Bräu).

Drei Anmerkungen:
  • Wenn ich in einer Pressemitteilung einer Brauerei lesen muß, ein neues Bier "komme in die Märkte", sträuben sich mir die Haare. Märkte, also die Getränkefachmärkte oder gar Getränkemärkte der Supermärkte sind nicht der richtige Vertriebskanal für Bierinnovationen, zumindest aus der Sicht der Gastronomie. Erklärungsbedürftige Produkte und neue Produkte, die der Konsument erst einmal flaschenweise kennen lernen möchte, um nicht mit einer Kiste Bier zu Hause abzusitzen, die er nicht trinken mag, gehören wenigstens in der ersten Phase der Produtkeinführung in die Gastronomie.
  • Eigentlich möchte ich neue Getränke nur vorstellen, wenn ich sie vorher getrunken habe. Nun habe ich weder Zeit noch Lust und vermutlich nicht einmal die Chance, an meinem Wohnort dieses neue WeideWeizen zu finden. Zumal die Produkteinführung erst im Frühjahr (was immer das genau heißen mag, vorgesehen ist. Also wäre es angemessener, eine Produktprobe zu versenden, statt nur eine Pressemitteilung, besser noch, statt unaufgefordert Produktproben zu verschicken, zu fragen, ob man sowas haben mag.
  • Ein neues, isotonisches Weißbier - auf den ersten Blick habe ich gemeint, hier versucht jemand das erfolgreiche alkoholfreie Erdinger Weißbier zu imitieren. Auf den zweiten Blick handelt es sich beim WeideWeizen formal gesehen um ein Biermixgetränk, wobei zugegebenermaßen nur das deutsche Reinheitsgebot daran hindert, ein Bier mit einem Zusatz als Bier zu bezeichnen. Auf der Biofach habe ich ein wunderbares Walnußbier der dänischen Ökobrauerei Rise Bryggeri gekostet. Das Walnußaroma stammt von einem Sirup, der zugesetzt wird. Niemand scheut sich in Dänemark oder anderswo im Ausland, sowas Bier zu nennen.
Nachtrag vom 26. Februar 2010: Heute ist ein Paket der Spezialitätenbrauerei Welde an mich ausgeliefert worden mit zehn Flaschen ihres alkoholfreien WeldeWeizens. Vielen Dank für diese Reaktion und den prompten Service. Ich habe nicht mit sovielen Flaschen gerechnet. Zwei Flaschen habe ich sogleich mit Stammgästen meines Bamberger Café Abseits verkostet. Als Bockbierliebhaber sind mir alkoholfreie Biermixgetränke zwar eher suspekt. Aber ich muß sagen, wenn ich mir vorstelle, es wäre sehr warm und ich hätte Sport getrieben, käme mir das WeldeWeizen gerade recht, meinen Durst zu löschen und meinem Körper die mit dem Schweiß ausgespülten Mineralien zu ersetzen. Jetzt bin ich mal gespannt, wie weiteren Gästen die restlichen Flaschen schmecken werden...

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