Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Rivella erobert Berlin. » | NGG gegen Branchenmindestloehne. » | INTERNORGA 2010: Es wird wieder investiert. » | Ranking fruchthaltige Getraenke 2009. » | Nutzt das FBI Social Media zur Fahndung? » | Franziskaner bei Facebook. » | Starbucks Social-Media-Strategie. » | Fanpage Papa John's Pizza. » | Whitepaper erklaert "Mobile Marketing" einfach und... » | UMFRAGE: Kochshows - Fluch oder Segen für die Gast... »


Samstag, März 20, 2010

Vom Kalb oder vom Schwein.

Das "Deutsche Lebensmittelbuch" ist eine Sammlung von Leitsätzen, in denen Herstellung, Beschaffenheit oder sonstige Merkmale von Lebensmitteln, die für die Verkehrsfähigkeit der Lebensmittel von Bedeutung sind, beschrieben werden (Paragraf 15 LFGB).

Es beinhaltet auch einige Regeln, die dem gesunden Menschenverstand widersprechen. Zwei davon sind mittlerweile obsolet:
  • Lange Zeit musste eine Kalbsleberwurst überhaupt keine Kalbsleber enthalten. Die Leber stammte in der Regel vom Schwein. In den geänderten Leitsätzen darf Kalbsleberwurst nur noch so genannt werden, wenn tatsächlich Kalbsleber drin ist. Ist nur Kalbfleisch aber keine Kalbsleber enthalten, muss die Bezeichnung "Kalbfleisch-Leberwurst" heißen. Mehr darüber: "Kalbsleberwurst jetzt mit Kalbsleber", in: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vom 17. März 2010. Ob ein naiver Verbraucher versteht, wenn er "Kalbfleisch-Leberwurst" liest?
  • Eine andere Regel, wonach ein "Wiener Schnitzel" Fleisch vom Kalb enthalten muß, wurde vom Verwaltungsgericht Arnsberg entsorgt. Erlaubt als Bezeichnung ist auch "Wiener Schnitzel vom Schwein". Mit dem Zusatz "vom Schwein" sei klar, dass es sich nicht um ein Kalbsschnitzel handeln könne (Az: 3 K 3516/08). Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Mehr über dieses Urteil: "Auch Schwein darf rein", in: n-tv vom 11. November 2009.

Labels: