Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Brauereidatenbank fuer Ober-, Mittel- und Unterfra... » | FroSTA Bistro in Hamburg geschlossen. » | Bier auf dem Holzweg. » | Smoothie-WirrWarr im Kuehlregal. » | 1. Festival der Bierkulturen. » | Kaution fuer Mittagsverpflegung in Schulen und Kin... » | Bierverkostung online. » | Herne versteckt sich. » | Tipps fuer eine Facebook-Seite Ihres Betriebs. » | Grabrede. »


Donnerstag, April 08, 2010

Das bitterste Bier der Welt.

Macht es einen Sinn, wenn Brauer versuchen, das bitterste oder das alkoholreichste Bier der Welt zu brauen?

Aktuell ist das bitterste Bier der Welt "The Hop" mit 323 Bittereinheiten. Gebraut wurde es von Peter Fowler von der Kleinbrauerei Pitstop. Er hat es im Pub "Royal Oak" in Wantage (Großbritannien) ausgeschenkt: "Brewer brews the bitterest beer ever", in: Oxford Mail vom 18. März 2010.

Einer Bittereinheit (BE) entspricht 1 mg Alphasäure. So enthält ein Bier mit z.B. 20 Bittereinheiten 20 mg Alphasäure pro Liter. Die Bittere des Bieres hängt ab
  • von der Hopfensorte (Aroma oder Bitterstoffhopfen)
  • von der Menge des Hopfens, die gegeben wird
  • vom Zeitpunkt der Dosage beim Würzekochen
Gemessen wird die Bittere in Bittereinheiten:
  • Normale Vollbiere bringen es auf 20 bis 22 Bittereinheiten,
  • Pilsbiere auf 28 bis 40 Bittereinheiten.
  • Weizenbiere liegen in der Regel im Bereich von 13 bis 18 Bittereinheiten.
Recht bekannt geworden ist das Bier Bitterpils einhundert mit - raten Sie mal! - 100 BE. Dieser Anbieter verkauft auch ein Bitterpulver. Damit kann man sich z.B. wenn man unterwegs nur nicht bittere Biere bestellen kann, sein Bier nachbittern, so ähnlich wie man ein Essen mit Tabasco nachschärfen kann.

Doch zurück zur Ausgangsfrage. Macht es einen Sinn, solch extrem bittere Biere zu brauen? Trinkbar sind sie sicherlich kaum oder nur, wenn man trainiert und sich langsam an diesen Geschmack herantastet. Der Sinn ergibt sich daraus, daß solche Wettbewerbe die Kreativität und Geschicklichkeit herausfordern. Beim Brauen extremer Biere gelangt man an Grenzen, deren Überwindung einen Erkenntisgewinn bringen können. Zudem sind die Medien scharf auf Guinness-Weltrekorde.

Einen Vorteil zumindest haben bittere Biere: Ich habe von zwei Bamberger Bierfreunden jeweils eine Flaschen der Sorte "Närke Örebro Bitter" der schwedischen Brauerei Närke Kulturbryggeri geschenkt bekommen. Sie hatten sie ihrerseits von Brauern dieser Brauerei, die Bamberg besucht hatten, geschenkt bekommen, aber es war ihnen definitiv zu bitter. Und sie wußten, ich liebe bittere Biere...

Mehr zum Thema: "Bittere Biere schmecken besser" von Conrad Seidl.

Labels: