Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Die Speisekarte als Stimmzettel. » | Panoramas von Staedten und Gaststaetten. » | Kunden auf der Flucht? - Wie Sie loyale Kunden gew... » | Neumarkter Lammsbraeu Jubilaeumsweisse. » | Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. » | Fleischlieferant nimmt den Gaesten die Schnitzel v... » | Urlauber klagen: Wenn das Essen auf den Magen schl... » | Raetsel. » | Bester Arbeiter in der Kategorie Pâtisserie. » | Zollrechtliche Gruende. »


Dienstag, April 13, 2010

Deutsche Gastarbeiter in Oesterreichs Hotellerie.

Im Wiener Rabenhof-Theater läuft seit Februar 2010 mit großem Erfolg das Theaterstück "Cordoba - Das Rückspiel", eine total multikulturelle Satire von Florian Scheuba und Rupert Henning über Wessis, Ossis und Ösis, über die mitunter nicht gerade wohlgelittenen deutschen Gastarbeiter und Numerus Clausus-Flüchtlinge in Österreich. Thematisiert werden insbesondere auch die Reibereien zwischen Österreichern und Deutschen in der österreichischen Hotellerie.

Merian.de hat Co-Autor Florian Scheuba interviewt: "'Wieso bedient mich jetzt hier ein Deutscher?'". Darin sagt er, jahrzehntelang seien der Österreicher damit konditioniert worden, wenn deutsches Deutsch gesprochen werde, dann sei das ein Gast.
"Doch auf einmal spricht auch das Personal so. Das war nicht nur für Österreich neu, sondern auch für die Hoteliers ein Problem. Manche Urlauber haben eben ihre Freude daran, das Personal zu schikanieren. Doch wenn diese Leute plötzlich aus der eigenen Heimat kommen, macht es keinen Spaß mehr."
Deutsche Mitarbeier würden deshalb oftmals auf Posten ohne Außenkontakt eingesetzt.

Ein Trailer über das Stück.

Das Theaterstück basiert auf dem Buch "Cordoba: Das Rückspiel" von von Rupert Henning und Florian Scheuba. Der Verlag schreibt darüber:
"Stellen Sie sich einen Laden für deutsche kulinarische Spezialitäten vor, in dem es Sächsischen Kohlklump gibt und Schnudendunker und Tote Oma. Und das mitten in Österreich, wo an den Plakatsäulen und Hauswänden allerorts Sprüche wie Frankfurter ja, Schweinfurter nein! auftauchen und man die Piefkes wie die Ladenbetreiberfamilie Moelke inzwischen ziemlich satt hat, denn die Deutschen sind mittlerweile bei den Neuzuwanderern an erster Stelle. Aber Tomaten heißen in der Alpenrepublik immer noch Paradeiser, auch wenn im Salat letztlich alle gleich sind. Wenn der große und der kleine Bruder deutscher Sprache aufeinandertreffen, dann ist das eben immer ein Match. Wie damals. 1978. In Cordoba. Ein Kampf der Kulturen, bei der beide Seiten gnadenlos ihr Fett abkriegen humoristisch zugespitzt und satirisch auf den Punkt gebracht vom Autorenduo Rupert Henning und Florian Scheuba und dem Karikaturisten Gerhard Haderer."