Gastgewerbe Gedankensplitter



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Dienstag, Mai 25, 2010

DEHOGA: "Mappus verunsichert mittelstaendische Hotellerie".

Mit Befremden und Protest reagiert der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA auf jüngste Äußerungen von Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus. Mappus hatte die Senkung der Mehrwertsteuer auf Beherbergungsleistungen von 19 auf 7 Prozent in einem Interview als "Fehler" bezeichnet. Der DEHOGA kritisiert dies als massive Verunsicherung von investitionsbereiten Hoteliers im Land.
"Es ist enttäuschend und besorgniserregend, wenn der Ministerpräsident, der sich in den vergangenen Jahren stets für die Mehrwertsteuersenkung in der Hotellerie ausgesprochen hat, nun öffentlich das Gegenteil behauptet"
erklärt Peter Schmid, Präsident des DEHOGA Baden-Württemberg.
"Was sollen die Hoteliers glauben, die im Vertrauen auf die verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Investitionen eingeleitet haben? Die Verlässlichkeit der Politik und auch die des Ministerpräsidenten steht auf dem Spiel."
Schließlich habe Mappus als Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion noch vor wenigen Monaten ausdrücklich dafür plädiert, Bundesratsinitiativen zur Senkung des Mehrwertsteuersatzes im Gastgewerbe aktiv zu unterstützen und dies auch bei Verbandsveranstaltungen wie dem DEHOGA-Delegiertentag im November 2008 in Sinsheim deutlich betont.

Laut einer aktuellen DEHOGA-Umfrage plant die Hotellerie in Baden-Württemberg als unmittelbare Folge der Mehrwertsteuer-Senkung Investitionen im Wert von rund 100 Millionen Euro.
"Die Finanzierung dieser Maßnahmen, die sich teilweise schon in der Umsetzung befinden, baut auf den verbesserten steuerlichen Rahmenbedingungen auf"
so Peter Schmid.

Es sei daher hochgradig gefährlich und schädlich für das Investitionsklima in der Branche, wenn Mappus jetzt mit populistischen Stellungnahmen die Branche und auch die finanzierenden Kreditinstitute verunsichere. Wenn der Ministerpräsident die Steuersenkung für die Hotellerie als Fehler bezeichne, verkenne er zudem die Wettbewerbssituation in Europa. Schmid:
"Praktisch alle Nachbarländer arbeiten mit einem reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie. Wer die Chancen des wachsenden Wirtschaftsfaktors Tourismus für unser Land nutzen will, muss dafür sorgen, dass sich das Hotel- und Gaststättenbewerbe als Hauptleistungsträger der Tourismuswirtschaft im Land zu fairen steuerlichen Rahmenbedingungen dem europäischen Wettbewerb stellen kann."
Mit rund 32.000 Betrieben - davon über 5000 Beherbergungsbetriebe - , über 243.000 Erwerbstätigen und mehr als 8 Milliarden Euro Jahresumsatz gehört das Hotel- und Gaststättengewerbe zu den großen Dienstleistungsbranchen in Baden-Württemberg. Die Betriebe in Hotellerie und Gastronomie im Land bilden aktuell rund 9600 junge Menschen und sind Hauptleistungsträger der badenwürttembergischen Tourismuswirtschaft.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Baden-Württemberg.)

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