Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, Juli 26, 2010

Marathon-Bier.

Der Deutsche Werberat des Zentralverbands der Deutschen Werbewirtschaft e.V. hilft der Klosterbrauerei Neuzelle bei deren Schinderhannes-Marketing für das "Marathon-Bier": "Brauerei in Brandenburg verstößt gegen Regeln - Gerügt: 'Marathon Bier' und 'flüssige Seelsorge'".

Das "Marathon-Bier" enthält L-Carnitin, ein der Vitamin-B-Gruppe verwandter Stoff.

Bei rund 7% der Beanstandungen von Werbemaßnahmen durch den Werberat folgen die Werbenden nicht der Beanstandung. Dann schaltet der Werberat die Öffentlichkeit ein. Die Redaktionen der Massenmedien erhalten eine Mitteilung über die Rüge, die sich dann in der Berichterstattung und Kommentierung der Presse widerspiegelt. Mit der Rüge verbunden ist der Appell an die Medien, die Werbemaßnahme nicht mehr zu schalten. Damit wird die Klosterbrauerei Neuzelle leben können; sie generiert regelmäßig kostengünstig öffentliche Aufmerksamkt durch Regelverstöße ("Schinderhannes-Marketing").

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Kommentare:
Und nun schreibt die Klosterbrauerei auf ihrer Webseite, dass sie mit den Verhaltensregeln des Werberats übereinstimmt und veranstaltet zudem auch noch eine pseudo-öffentliche Abstimmung über das Votum. Der Grund ist ganz einfach: Hier stellt man sich gerne als armer Aussenseiter dar, der offen und transparent seine anerkennenswerte Linie vertritt. Dass solche PR in Wahrheit weder transparent - Stellungnahmen nur über ein nicht öffentliches Kontaktformular!!! - noch clever ist, hat man allerdings übersehen. Ich bin zwar mit den Werberegeln nicht besonders vertraut, dass für Bier aber verantwortungsbewusst geworben werden sollte, kann man aber doch eigentlich nicht bestreiten. Also liebe Brauerrei aus Neuzelle: ersteinmal vernünftige Regeln beachten, statt so durchsichtig zu versuchen, eine Welle zu veranstalten. Bis dahin lasse ich die Finger von Euren Produkten und von Eurer Webseite sowieso.
 
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