Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, August 13, 2010

Die heulende Bushaltestelle.

In der erregten Debatte deutscher Politiker um Google StreetView ("Schwarz-Gelb vergoogelt sich", in: Spiegel vom 12. August 2010) werden die Persönlichkeitsrechte von Bushaltestellen sträflich vernachlässigt. Ich habe dazu die Bushaltesteller Neuerbstraße der Busline 902 im Busnetz der Verkehrsbetriebe Bamberg befragt.

Bushaltestelle

Unter erstickten Tränen verfluchte sie die Arschlöcher in der Politik, die sich um die Persönlichkeitsrechte von Scheunen, Garagen und Hartz-IV-Baracken Gedanken machen, aber das Leiden von Bushaltestellen ignorieren, wenn sie - ohne daß ihre Bushaltestellennamen unkenntlich gemacht weden - von Google StreetView weltweit bloßgestellt werden.

Die Wirklichkeit ist aber noch viel skurriler als ich es mir ausdenken könnte. In Düsseldorf haben sich Bürger - um gegen Google StreetView zu protestieren - vor ihr Haus gestellt, von der Lokalzeitung fotografieren und mit ihren vollen Namen als Bildunterschrift in der Zeitung abdrucken lassen. Natürlich sind sie jetzt auch online: "Bürgerprotest gegen Google", in: Rheinische Post vom 12. August 2010. (gefunden in: "Der Witz des Tages", in: Schockwellenreiter vom 13. August 2010).

Man muß der Redaktion der "Rheinischen Post" aber zugute halten, daß sie nicht nur zu einer solch lächerlichen Aktion in der Lage ist, sondern es besser weiß: "Das falsche Feindbild", in: Rheinische Post vom 13. August 2010:
"Ausgerechnet Googles 3D-Kartografiedienst Street View erregt die Gemüter. Ein Dienst, der nichts weiter abbildet, als den öffentlichen Raum. Etwas, das jeder sehen, jeder fotografieren und veröffentlichen darf. "

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Kommentare:
Das eine oder andere Bushaltestellenschild hofft doch bestimmt insgeheim, entdeckt zu werden und groß raus zu kommen. So ganz ohne Casting-Show...
 
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