Gastgewerbe Gedankensplitter



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Dienstag, August 17, 2010

Zwangsinkasso fuer Arbeitgeber abgesagt.

"Allerdings verwarfen die Gesundheitspolitiker zunächst die Idee, dass der Arbeitgeber den Säumniszuschlag einziehen soll, wenn Versicherte mehr als sechs Monate ihren Zusatzbeitrag nicht zahlen."
Quelle: "Keine Zusatzbeiträge mehr für Hartz-IV-Empfänger", in: Handelsblatt vom 17. August 2010.

Auf diese angeblich verworfene, schwachsinnige Idee können auch nur Sesselfurzer kommen. Da die Krankenkassen zu feige sind, Mahnzuschläge für nicht entrichtete Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zu mahnen und einzutreiben, sollten die Arbeitgeber verpflichtet werden, diese Zusätzbeiträge und Mahngebühren ihren Beschäftigten vom Nettolohn abzuziehen und an die Kassen zu überweisen.

Wir Arbeitgeber hätten damit nicht nur den Sesselfurzern in den Krankenkassen die Arbeit erledigen sollen, sondern wären auch erheblichen Risiken und offenen Fragen ausgesetzt:
  • Dürfen diese Beiträge auch abgeführt werden, wenn dadurch die Pfändungsgrenze unterstrichen wird?
  • Wer kommt für den Zeitaufwand auf, wenn sich die Lohnbuchhaltung bzw. die Personalabteilung oder auch der Unternehmer selbst mit seinen Beschäftigten rumstreiten müssen, die wegen diesem Einbehalt sauer sind oder auch nur nachfragen, warum "ihr Lohn gekürzt" wird?
  • Wer trägt den zeitlichen Aufwand, wenn betroffene Arbeitnehmer den Arbeitgeber auf die vollständie Auszahlung seines Nettolohns verklagen?
Mal ganz davon abgesehen, daß durch solche Schweinereien das Betriebsklima leidet!

Ich hätte mich diesem Ansinnen einfach verweigert und Aufforderungen der Kassen, ihr Inkasso zu übernehmen, in den Papierkorb entsorgt.