Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | hogatec 2010 - Abschlussmeldung. » | Landesarbeitsgericht: Kuendigung einer langjaehrig... » | Gastronomie im Innviertel profitiert vom Rauchverb... » | Top-Event für das sueddeutsche Gastgewerbe: HOGA N... » | DGB-Ausbildungsreport 2010: Ausbildung im Hotel- u... » | Fraenkische Bierakademie: Wochenendkompaktseminar ... » | Neue Wege bei der Messung von Kundenzufriedenheit ... » | Inseratpreise, die abheben. » | Zwangsinkasso fuer Arbeitgeber abgesagt. » | Gastgewerbeumsatz im Juni 2010 real um 0,7% gestie... »


Donnerstag, September 16, 2010

Beginn der Entgelttarifverhandlung im Bayerischen Gastgewerbe.

Am 17. September findet die 1. Verhandlungsrunde für rund 150.000 Beschäftigte des Bayerischen Hotel- und Gaststättengewerbe statt.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert nicht nur eine Erhöhung der Entgelte und Auszubildendenvergütungen von 4,5 Prozent, sondern erstmals auch einen Übernahmeanspruch für Auszubildenden für 12 Monaten in ihrem erlernten Beruf.
"Nicht an den Worten, sondern an den Taten werden wir sie messen."
so Hans Hartl, Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft NGG in Bayern.

Hartl bezieht sich bei seiner Aussage auf das Versprechen der Arbeitgeber, einen Teil der Einsparungen, die durch die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf 7 Prozent erzielt worden sind, in Lohn- und Gehaltserhöhungen zu investieren.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) präsentierte vor wenigen Monaten der Öffentlichkeit sein eigenes Umfrageergebnis, wonach 21 Prozent der eingesparten Milliarde als Weiterbildungsmaßnahmen und Lohnerhöhungen an die Beschäftigten gehen sollen.

Nach Angaben der NGG ist es dringend erforderlich, dass die Löhne und Gehälter im Gastgewerbe steigen.
"Die Bayerische Staatsregierung hat in ihrem 'Sozialbericht 2010' festgestellt, dass 64,1 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten im Bayerischen Gastgewerbe Niedriglohnbezieher so viele wie in keiner anderen Branche, sind"
so Hartl weiter. So müsse der Grundsatz "Arbeit muss sich lohnen" auch für die Beschäftigten des Hotel- und Gaststättengewerbe gelten.
"Arm trotz Arbeit! Diesen unerträglichen Zustand müssen wir so schnell wie möglich beenden."
so Hartl abschließend.

(Quelle: Pressemitteilung der NGG Bayern).

Mein Kommentar: Angesichts der durch die Reform der Mehrwertsteuer in der Hotellerie und in der Gastronomie sehr unterschiedlichen Entwiclung liegt eine differenzierte Tarifpolitik nahe, bei der die Löhne in der Hotellerie marktkonform steigen und in der Gastronomie sinken müßten. Die in der Hotellerie mögliche Lohnerhöhung steht zudem unter dem Damokles-Schwert einer politisch angedachten Abschaffung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Übernachtungen. Deshalb müßte eine Tariflohnerhöhung in der Hotellerie unter dem Vorbehalt stehen, daß der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Übernachtungen erhalten bleibt.

Labels: , , ,