Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Oktober 06, 2010

Du sollst nicht stehlen - Teil II.

Wie nach dem Schandurteil des Bundesarbeitsgerichts, mit dem die fristlose Kündigung einer Diebin aufgehoben worden ist ("Du sollst nicht zweimal stehlen") abzusehen gewesen ist, mehren sich die Fälle bzw. Urteile, in denen der Kreis der Delikte ausgeweitet oder die Höhe des Vermögenssschadens, den der Arbeitgeber erleidet, hochgesetzt wird, ab denen Arbeitgeber fristlos kündigen dürfen:
  • Der Südkurier berichtet über einen Fall ("Noch ein Streit um fristlose Kündigung bei der Stadt" vom 6. Oktober 2010), in dem ein Mitarbeiter seit November 2009 während der Dienstzeit und mit dem Dienstwagen Abstecher zur Bäckerei, Bank, zum Einkaufen, Frisör und zu einer Gartenanlage machte. Das Gericht konnte sich nicht dazu durchringen, die Klage gegen die fristlose Kündigung sofort abzuweisen, sondern strebt einen Vergleich an.
  • Das Verwaltungsgericht Koblenz hob die Kündigung eines Zeitsoldaten auf, der in einer Truppenküche ein Essen ergaunert haben soll: "Essen nicht bezahlt - Kündigung eines Soldaten nichtig", in: SWR.de vom 6. Oktober 2010.
  • Der Kündigungsschutzklage eines Arbeitnehmers, der in 22 Monaten von seinem Diensthandy 16.000 private SMS-Nachrichten versandt hatte und damit einen Schaden von rund 2.500 Euro verursacht hatte, wurde stattgegeben ("Kündigung wegen 16.000 privater SMS vom Diensthandy ungültig", in: Anwalt.de vom 4. Oktober 2010.
  • Damit eine fristlose Kündigung durchkommt, muß es der Arbeitnehmer schon richtig toll treiben. So hat eine Mitarbeiterin, die eine Kasse verwaltet hat, 680 Euro geklaut und durch Falschgeld "ersetzt" ("Falschgeld am Arbeitsplatz: fristlose Kündigung", in: Focus vom 30. September 2010.)
  • Eine fristlose Kündigung wurde auch für rechtens erklärt, als ein Mitarbeiter 900 Euro Reisekosten ergaunert hat ("Verstoß gegen Reisekostenordnung: Fristlose Kündigung", in: Focus vom 30. September 2010)

Kommentare:
Ich freue mich auf die Auflistung der Steuersünder (-_^)
 
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