Gastgewerbe Gedankensplitter



Sonntag, Februar 28, 2010

Journalistische Folklore.

Maria Baufeld, Hannelore Crolly, Sven Heitkamp, Gisela Kirschstein, Judith Luig, Hildegard Stausberg und Jennifer Wilton haben sich in angesagten Locations in Deutschland umgesehen, ob wir alle so viel saufen wie die Ex-Vorsitzende der EKiD: "Deutschland und der Alkohol - trinken wir zu viel?", in: Welt am Sonntag vom 28. Februar 2010. Quintessenz:
"Alkohol, der Saufteufel, zieht seine Bierfahne durchs Land."
Die rauhe Wirklichkeit sieht anders aus:
  • "Bierabsatz sinkt im Jahr 2009 auf 100 Millionen Hektoliter", in: Statistisches Bundesamt.
  • "Aus der Besteuerung des Branntweins fließen jedes Jahr rund 2,2 Mrd. Euro in die Kassen des Bundes. Das Aufkommen ist in den Jahren von 1996 bis 2004 kontinuierlich gesunken, was auch auf einen verminderten Alkoholkonsum zurückzuführen ist." Quelle: "Branntweinsteuer", in: Wikipedia.
  • "Bei der Absatzanalyse aller in Deutschland verkauften Weine war ein ähnlicher Trend erkennbar. Der Konsum sank insgesamt um 2,0 Prozent ... Insgesamt waren die Absatzeinbußen besonders spürbar bei den Rotweinen (- 2,7 Prozent) und den Roséweinen (- 2,9 Prozent). Der Weißweinabsatz ging dagegen nur mäßig zurück (- 0,7 Prozent)." Quelle: "2009 - Der deutsche Weinkonsum geht zurück, doch der Umsatz steigt", in: Aromicon vom 5. August 2009.

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Teures Lendchen.

§ 7 des Nichtraucherschutzgesetzes Rheinland-Pfalz verbietet in Rauchergaststätten "einfach zubereitete Speisen" zum Verzehr zu reichen. "Einfach zubereitete Speisen" ist ein unbestimmter Begriff. Der Gesetzgeber war zu feige oder zu dumm, ein Gesetz zu verabschieden, das klar sagt, was Sache ist.

Deshalb durfte sich das Oberlandesgericht Koblenz mit der weltbewegenden Frage beschäftigen, ob ein "Pfefferlendchen" eine einfach zubereitete Speise sei: "LG Koblenz: Vollständige Mahlzeiten in Rauchergaststätte verstoßen gegen Nichtraucherschutzgesetz", in: Kostenlose-Urteile.de vom 4. Dezember 2009.

Das Gericht entschied in seiner Weisheit, ein "Pfefferlendchen", bestehend aus drei kleinen Schweinemedaillons in Pfeffersoße, Kroketten und Prinzessbohnen stelle "eine vollständige Mahlzeit dar, die gewöhnlich als mittägliche oder abendliche Hauptmahlzeit eingenommen werde". Mit der Konsequenz, daß der Kollege, der vor das Gericht gezogen ist, um ein Bußgeld in Höhe von 350 Euro abzuwehren, zahlen muß.

Meine Meinung: dieses Urteil ist in Bezug auf die Frage "einfach zubereitete Speise" ein Schmarrn. Der Gesetzgeber stellt eindeutig nicht auf den Umfang der Speise oder darauf ab, ob es sich um eine Hauptmahlzeit handelt, sondern auf das Niveau der Zubereitung. Leider ist das Gericht auf die Frage, ob die Zubereitung eines "Pfefferlendchen", bestehend aus drei kleinen Schweinemedaillons in Pfeffersoße, Kroketten und Prinzessbohnen, einfach oder schwer ist, nicht eingegangen. Dabei wäre nicht von den geringen Kochkenntnissen und -fertigkeiten eines gemeinen Bürgers, sondern eines gelernten Koches auszugehen.

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Nur der Gastwirt entscheidet ueber seine Preise.

Nicht selten meinen Sesselfurzer auf ihren unkundbaren Arbeitsplätzen, aber auch Politker, Unternehmern vorschreiben zu können, wie sie ihren Betrieb führen. Ein Beispiel ist das umgangssprachlich so genannte "Apfelsaftgesetz". Siehe dazu: "Preisauszeichnung in der Gastronomie: Zur Reform des Gaststättengesetzes § 6".

Die Aufsichtsbehörde eines Kollegen wollte ihm die Abgabe von Getränken unter 1,20 Euro pro Getränk verbieten. Er hat sich dagegen gewährt und in zweiter Instanz vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel recht bekommen: "Den Preis macht der Wirt", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 28. Februar 2010.

Siehe dazu aber auch: "Flatrate Party darf nicht stattfinden - Vodka-Energy-Mixgetränke für 0,10 EUR".

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Samstag, Februar 27, 2010

Lohnt sich Facebook fuer das Gastgewerbe?

Dazu nur zwei Verweise:

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Soldaten duerfen soziale Netzwerke nutzen.

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat es allen Soldaten erlaubt, soziale Netzwerke zu nutzen - vom einfachen Soldaten bis zu hohen Militärs. Man hat sieben Monate lang beobachtet und dann festgestellt, daß soziale Netzwerke nützlich sind für die Rekrutierung von Mitarbeitern und für die Öffentlichkeitsarbeit. Vorgesetzte dürfen jedoch, wenn es aus Sicherheitsgründen erforderlich ist, den Zugang ihrer Untergebenen zu sozialen Netzwerken vorübergehend unterbinden.

Quelle: "Facebook Roundup: Loopt, Fortune 500, Google News, Glitches, PayPal, the Pentagon and Critics", in: Inside Facebook vom 26. Februar 2010.

Warum sollten Sie dann als Gastronom oder Hotelier Angst davor haben, daß Ihre Mitarbeiter Betriebsgeheimnisse ausplaudern?

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Freitag, Februar 26, 2010

Speisekarten auf Restaurant-Kritik.de.

Der Online-Restaurantführer bzw. Bewertungsportal Restaurant-Kritik.de will im März seine Funktionalität deutlich erhöhen: Nutzer können dann auch nach Komponenten bzw. Zutaten von Speisekarten suchen.
"Dann wird eine Suche nach 'Spargel' und 'Hamburg' genau die Hamburger Restaurants als Ergebnis anzeigen, die Spargelgerichte eingetragen haben."
Voraussetzung ist natürlich, daß Gastronomen die neue Möglichkeit nutzen, die Gerichte ihrer Speisekarten ihrer Präsentation in Restaurant-Kritik.de hinzufügen. Erfassbar sind die Gerichte mit den Feldern Name, Beschreibung und Preis. Die Gerichte lassen sich Kategorien wie Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts zuordnen.

Zudem will sich Restaurant-Kritik.de noch mehr in Richtung einer Community der Gäste von Restaurants entwickeln:
"Nutzer von Restaurant-Kritik können ihr Lieblingsgericht bei dem jeweiligen Restaurant markieren. Diese Favoriten werden wiederum in Ihrer Speisekarte angezeigt. Außerdem werden die Lieblingsgerichte des Nutzers in dessen Profil angezeigt. Was wiederum andere Nutzer veranlasst, sich über dieses Angebot näher zu informieren..."
Quelle: "Newsletter für Gastronomen" vom Februar 2010 von Restaurant-Kritik.de.

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Die Entwicklung der Bar in Deutschland.

Franz Brandl, vielen bekannt von dem Standardwerk "Brandls Barbuch", stellt in einer dreiteiligen Artikelserie die "Die Entwicklung der Bar in Deutschland" nach dem Zweiten Weltkrieg dar. Der zweite Teil ist gerade veröffentlicht worden in "Mixology", Zeitschrift für Barkultur.

Diese Artikelserie ist aber nicht nur für Bars interessant. Informiert wird auch über die Bedeutung von Spirituosen in der sonstigen Gastronomie.

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Donnerstag, Februar 25, 2010

Facebook wird von Google indiziert.

Die interne Suchfunktion von Facebook ist gelinde gesagt bescheiden. Gottseidank hat Google begonnen, die Inhalte von Facebook zu indizieren, so daß man, wenn man Facebook durchsuchen möchte, in Zukunft die Google Suche verwenden kann. Die Funktion "site:www.facebook.com" begrenzt eine Suche nach beliebigen Suchwörtern bzw. Suchwortkombinationen auf Inhalte der Website Facebook. Ein Beispiel: Google-Suchergebnisse für das Keyword "Bamberg" in Facebook. Sie sollten, wenn Sie sich gleich daran machen, Google-Suchen, begrenzt auf Faceebook auszuprobieren, daß es noch Tage dauern kann, bis der vollständige Content von Facebook indiziert sein wird. Zudem werden nur solche Inhalte von Facebook durchsucht, die von den Inhalteerstellern (Facebook-Nutzern) als öffentlich definiert werden. Mehr darüber: "Facebook Pages Now Part Of Google’s Real-Time Results", in: All Facebook vom 24. Februar 2010.

Marketingaktivitäten in Facebook werden zukünftig dadurch aufgewertet, daß die Inhalte von Facebook auch bei den "normalen" Suchergebnissen von Google aufgeführt werden.

Ich habe im Vorgriff auf diese absehbare Entwicklung begonnen, mehrere Google Fanpages für Betriebe bzw. Veranstaltungen, für deren Internetmarketing ich verantwortlich bin, einzurichten und mit Inhalten anzureichen:Weitere Facebook Fanpages werden folgen. Wenn Sie sich dort als Fan eintragen möchten, können Sie verfolgen, was ich dort machen werde.

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Das Gefuehlt, gut bedient zu werden.

Warum gehen die Leute in eine Kneipe, statt ihr Bier (billiger) zu Hause zu trinken? Angus Winchester verrät in seinem kurzen Beitrag "The importance of hospitality", im Blog "The economics of alcohol" vom 5. Februar 2010 (gefunden bei Helmut Adam), wie man einen Gast das Gefühl vermitteln kann, gut bedient zu werden:
"the four main ways we can make a guest feel they have been given good service: make them feel comfortable, make them feel welcome, make them feel important and make them feel understood. Ask questions or make suggestions. Talk to your guest and try and understand them. We serve guests more than we serve drinks."

Facebock Fanpages von Restaurants: Outback Steakhouse.

Eine sehr erfolgreiche Facebook Fanpage einer Restaurantkette ist die von Outback. PR-Blogger Klaus Eck erklärt, was die Kollegen richtig machen: "Facebook Fanpages 1: Restaurantkette Outback Steakhouse" vom 3. Dezember 2009. Mittlerweile hat diese Steakhouse-Kette bereits über 673.000 Fans.

Weitere Tipps für ein erfolgreiches Facebook-Marketing für ein Restaurant verrät John Dye in seinem Artikel "9 Great Tips For Marketing A Restaurant With a Facebook Fan Page", in: Fast Company Blog vom 12. Oktober 2009.

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Mittwoch, Februar 24, 2010

Gastronomie ist kein Hobby, sondern harte Arbeit.

Christian Rach wurde von Brandeins über die Tücken der Betriebswirtschaft von Restaurants interviewt. Das ist schon ein Jahr her. Ich empfehle dieses Interview aber immer noch jedem, der sich in der Gastronomie selbständig machen will: "Die Ökonomie der Würstchenbude", in: Brandeins Nr. 5/2009.

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Suppen sind angesagt.

Mehrere Trends unterstützen die Nachfrage nach Suppen:
  • Man kann sich preiswert sättigen.
  • Suppen erfüllen Erwartungen gesunden Essens.
  • Die mit dem Tourismus wachsende Nachfrage nach internationalen Küchen hat das Spektrum interessanter Suppenrezepte erweitert.
  • Mit Suppen kann man dem Trend nach saisonalen Zutaten leicht entsprechen.
  • Aus Anbietersicht sind Suppen einfach zu produzieren und versprechen hohe relative Deckungsbeiträge.
Mehr darüber in: "Soup Opera", in: Caterer Search vom 15. Januar 2010.

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Veraendertes Verhalten von Restaurantbesuchern.

"While consumers continue to eat out, they have changed the way they spend in restaurants. A survey conducted late last year by the consultancy Horizons revealed that 40 per cent of consumers ordered a starter less often when they ate out than they did a year earlier. The same percentage had cut out desserts and a third of diners shared dishes to save money. Also, ordering wine by the glass rather than the bottle had become commonplace."
Restaurantbesucher in Deutschland verhalten sich ähnlich.

Lesen Sie mehr in der vorzüglichenn Analyse "Restaurants need new deals to keep their slice of the cake" von Peter Backman, in: Times Online vom 23. Februar 2010. Peter Backman ist Managing Direktor von Horizons, einer britischen Unternehmensberatung für die Gastronomie.

Lesen Sie auch eine Analyse von Horizons über das Essverhalten von Kneipenbesuchern: "Pup Food Trends". Darin wird Kneipen empfohlen:
  • sich auf ihr Kernangebiet, Essen, das soziale Zusammenkünfte begleitet, zu konzentrieren.
  • Das Speisenangebot so zu entwickeln, daß Produkte mit hohem Deckungsbeiträgen wie Vorspeisen und Desserts gut angenommen werden.
  • den Service zu verbessern und Kundenbindungsprogramme anzubieten.
  • per Internet und Social Media zielgenaue Verkaufsförderungsangebote an die Zielgruppe zu richten

Kaffee und Schokolad' im Kulturla, Frensdorf.

Das "Kultürla", die Museumsgaststätte des Bauernmuseums in Frensdorf (bei Bamberg) bietet am 7. März 2010 (18 bis 23 Uhr) seinen kulinarischen Höhepunkt des Jahres 2010. Das Thema ist "Kaffee und Schokolad'". Ingo Singer und Johannes Storath kreieren ein 3-Gänge-Menü, das mit "korrespondierenden" Schokoladen serviert wird:
  • Cappuchino von Egerlingen
  • geschmorte Hähnchenbrust mit rote Zwiebel-Kaffeejus auf Erdäpfel-Broccolipürree,
  • Espressomousse mit Schoko-Ingwer Balsamico Glace
Umrahmt wird das feine Mahl durch ein hochwertiges Kabarettprogramm von Preisträgerin Andrea Lipka, die das Theater Tausendschön in Schnaittach erfolgreich betreibt. Tickets gibt es beim Museumsgasthof (09502.490550) oder online unter

Browsersize.

Das Tool Browsersize von Google Labs erlaubt es, sich anzuschauen, welcher Teil einer Webpage sichtbar ist, abhängig von der Größe des sichtbaren Browserfensters. Mehr darüber: "How Google Browser Size Works".

Das Tool funktioniert weniger gut, bei variabler Breite einer Webpage, so wie ich sie auf Abseits.de verwende. Denn paßt sich die Seitendarstellung der Breite des sichtbaren Bereichs im Browser - mehr oder weniger gut - an.

Alternativ siehe auch: "Schnell verschiedene Auflösungen testen: TestSize.com" von Simon Hengel, in: Seitenblicke der Akademie.de vom 24. Februar 2010.

Dienstag, Februar 23, 2010

Google Street Veiw: Schwarze Loecher statt Fassaden gastgewerblicher Betriebe?

Bild meldet, Google habe bei einer Pressekonferenz in Berlin erklärt, dass Hausbesitzer und Mieter ihr Haus in dem Fotodienst Google Streetview komplett löschen können, bevor dieses im Netz erscheint. Alle erkennbaren Gesichter und Autokennzeichen sollen von einer Google-Software unkenntlich gemacht werden. Quelle: "Google verbessert Datenschutz bei Street View", in: Bild vom 23. Februar 2010.

Da sind Konflikte vorprogrammiert. Was passiert z.B. wenn ein Gastronom, der einen Teil eines Gebäudes gepachtet hat, will, daß wenigstens sein Gebäudeteil in Google Streetview zu sehen ist, weil er sich davon Aufmerksamkeit verspricht, aber andere Mieter im Haus und/oder der Hauseigentümer eine Löschung fordern?

Wird man in Zukunft als Pächter, vergleichbar mit Regelungen über die Anbringung von Außenwerbung in Pachtverträgen, vereinbaren müssen, daß der Verpächter sein Einverständnis damit erklärt, daß der angepachtete Betrieb in Google Streetview erscheinen darf?

Ähnliche Konflikte sind möglich, wenn ein Teil der Bewohner für eine Veröffentlichung ist, andere dagegen. Google hat verbindlich zugesichert, Widerspruchsmöglichkeiten zur Entfernung bzw. Unkenntlichmachung eines Gebäudes durch einen Bewohner oder Eigentümer vorzuhalten und derartige Widersprüche zu bearbeiten. In einem Musterwiderspruch des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz heißt es:
"hiermit widerspreche ich der Speicherung und Veröffentlichung von Abbildungen meines/des von mir bewohnten Hauses durch den Internetdienst Google Street View."
Wenn tatsächlich der gegen die Veröffentlichung gerichtete Widerspruch eines einzigen Bewohners reichen würde, um das ganze Haus zu sperren, was ist dann mit dem Recht der anderen Bewohner, in Google Street View präsent zu sein?

Die Straßenfront von Gebäuden darf von jedermann fotografiert und Bilder davon veröffentlicht werden dürfen. § 59 Abs. 1 S. 1 UrhG regelt die sogenannte Straßenbild- oder Panoramafreiheit:
"Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Grafik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben."
Mehr über die schwierigen Einzelfragen am Beispiel von Fotos von Universitätsgebäuden: "Fotos von Universitätsgebäuden".

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Google Bildersuche: "site:" mit neuer Bedeutung.

Google hat die Bedeutung der Suchfunktion "site:" bei seiner Bildersuche verändert. Eine Abfrage etwa nach site:abseits-bamberg.de hat bislang alle Bilder gezeigt, die auf abseits-bamberg.de gehostet sind. Nunmehr werden auch solche Bilder angezeigt, die auf dieser Domain gezeigt, aber woanders gehostet werden. Quelle: "This week in search 2/21/10", in: Google Blog vom 21. Februar 2010.

Angezeigt werden auch solche Bilder, die auf einer Website zwar nicht gezeigt (per HTML-Funktion "img src"), aber verlinkt werden (per Anker). Ein Beispiel.

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The Organimals.

Man könnte meinen, die Welle der Bionade-Me-Toos habe sich totgelaufen. Doch die Taunusgold Getränke GmbH aus Wiesbaden, präsentierte auf der Biofach 2010 ihre Bio-Erfrischungsgetränke ("soft drinks") "The Organimals" in vier Sorten. Innovativ werden die Sorten mit semantisch ähnlichen Tieren verziert:
  • Lemon Lion
  • Berry Bear
  • Orange Utan
  • Koala Cola
Gesüßt werden diese Limonaden mit Bio-Agavendicksaft. Sie haben einen niedrigen glykämischen Index (< 39).

Ob das betont amerikanische Auftreten eine internationale Distribution erleichtern soll oder nur, wie das in Deutschland hergestellte, einen amerikanischen Ursprung erweckende "The Spirit of Georgia" von Cocc-Cola die Leute veraschen soll, weiß ich nicht, hoffe aber, es geht um die Bedienung des internationalen Bio-Marktes.

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Kaffeebloggerin.

Auf dem Treffen der Nachhaltigkeitsblogger auf der Biofach 2010 hat auch Annika Strassburger teilgenommen. Die studierte Diplomkulturwirtin ist seit 2009 Key Account Managerin für Corporate Social Responsibility bei Vollmer Kaffee. Zuvor war sie verantwortlich für Corporate Social Responsibility bei der J.J. Darboven GmbH & Co.KG. Für Vollmer Kaffee schreibt sie das Blog "Kaffee fairleben in Lateinamerika" und hält Vorträge und Schulungsseminare zu Wertemanagement, Nachhaltigkeit, CSR und Fairtrade.

Ihr Buch "Kaffee ohne abzusahnen? Fairer Handel als Instrument gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen" ist 2008 erschienen. Darin geht sie den Fragen nach, inwieweit sich Fairer Kaffeehandel als tragfähiger CSR-Ansatz eignet und welche Auswirkungen unternehmerisches Engagement auf Gesellschaft, Fairtrade und Unternehmen hat. Welche Rolle können gewinnorientierte, ethisch bewusste Unternehmen nun im heutigen Fairtrade-System einnehmen? Welche Markt- und Gesellschaftstrends begünstigen/erschweren ihre Partizipation? Sie konkretisiert den Begriff Verantwortung zunächst anhand desCSR-Konzepts und erklärt Aufbau und Funktionsweise des internationalen Kaffeemarkts sowie des Fairen Handels.

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Auch auf der Biofach 2011 wird es ein Bloggertreffen geben.

Die NürnbergMesse wird das Treffen der Nachhaltigkeitsblogger auf der nächsten Biofach vom 16. bis 19. Februar 2011 wieder - zum vierten Mal - anbieten. Der Möbelmacher und Blogger Herwig Danzer, der 2008 den Pressesprecher der NürnbergMesse von dieser Idee überzeugt hat, blickt auf die ersten drei Treffen zurück und was sich im Laufe der Jahre organisatorisch verändert hat (wovon vielleicht auch die eine oder andere Messe sich eine Scheibe Bio-Wurst lernend abschneiden kann): "Treffen der Nachhaltigkeitsblogger auf der Biofach 2010", in: Nachhaltigkeitsblog vom 22. Februar 2010.

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Umfrage zu Sozialen Netzwerken.

In einer kurzen Umfrage (2 Minuten Zeitbedarf) interessiert sich Mixology für die von den Lesern genutzten Plattformen: "Umfrage zu sozialen Netzwerken" vom 23. Februar 2010. Mixology interessiert sich für Nutzung all ihrer Leser, "ob Bartender, Fachhändler oder Connaisseur".

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Rheinland-Pfalz: Gastgewerbe spuerte 2009 Konsumzurückhaltung.

Das rheinland-pfälzische Gastgewerbe musste im Jahr 2009 einen Umsatzrückgang verkraften. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Umsätze nominal, also zu jeweiligen Preisen, um 1,5 Prozent niedriger als im Jahr 2008. Real - d. h. um Preisveränderungen bereinigt - gingen sie um 3,6 Prozent zurück (Deutschland: nominal minus 4,1 Prozent, real minus 6,1 Prozent).

br>Gastronomie

In der Gastronomie, in der etwa 60 Prozent der Gastgewerbeumsätze erwirtschaftet werden, stellte sich die Entwicklung etwas besser dar als im Beherbergungsgewerbe. Nominal blieben hier die Umsatzzahlen gegenüber dem Jahr 2008 unverändert, preisbereinigt war ein Minus von 1,9 Prozent zu verzeichnen. Die speisengeprägte Gastronomie, zu der Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben zählen, konnte die Umsatzzahlen nominal sogar um 1,1 Prozent steigern. Real lagen die Umsätze jedoch um 0,8 Prozent unter denen des Vorjahres. In der getränkegeprägten Gastronomie, zu der Schankwirtschaften, Diskotheken und Bars gehören, gingen die Umsätze nominal um 1,1 Prozent und real um 3,1 Prozent zurück. Ein deutliches Umsatzminus (nominal: minus 6,6 Prozent; real: minus 8,6 Prozent) mussten die Caterer und Erbringer sonstiger Verpflegungsdienstleistungen hinnehmen. Eine mögliche Erklärung für den Einbruch in diesem Segment ist die vergleichsweise größere Abhängigkeit von Firmenkunden, die ihre Nachfrage in der Wirtschaftskrise bislang stärker reduzierten als private Verbraucher.

Beherbergungsgewerbe

Im rheinland-pfälzischen Beherbergungsgewerbe lagen die Umsätze im Jahr 2009 nominal um 3,8 Prozent und real um 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieser Umsatzrückgang dürfte vor allem durch die Reisezurückhaltung aufgrund der Wirtschaftskrise zu erklären sein.

Trotz sinkender Umsätze lag die Zahl der Beschäftigten um 2,3 Prozent höher als im Jahr 2008. Allerdings wurden Vollzeit- durch Teilzeitkräfte ersetzt. Während die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um 5 Prozent zunahm, ging die Zahl der Vollzeitkräfte um 1,9 Prozent zurück.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz).

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Bioland zieht positive Bilanz zur Biofach 2010 - Transparenz und oekologisch vertraeglicher Konsum im Fokus.

Mainz, 23. Februar 2010.
"Mit der BioFach 2010 sind wir rundum zufrieden"
zieht Thomas Dosch, Präsident von Bioland ein positives Resümee zur weltgrößten Biomesse.
"Unsere Bioland-Aussteller lobten sowohl die gute Besucherfrequenz am Bioland-Gemeinschaftsstand als auch das große Interesse des Groß- und Einzelhandels."
Bioland blickt sehr positiv in die Zukunft.
"Der Trend zu einem ökologisch verträglichen Konsum ist ungebrochen und die Nachfrage nach Qualitätsprodukten mit transparenter Herkunft nimmt zu"
stellt Dosch fest.

Wenige Monate vor Einführung des neuen verpflichtend vorgeschriebenen EUBio-Zeichens suchen Hersteller und Händler nach einer glaubwürdigen Differenzierung gegenüber anonymer werdenden globalen Biomärkten. Bioland bietet mit seinen 5200 Landwirten attraktive Partnerschaften an, die einen hohen Qualitätsstandard und eine regionale Verankerung vom Bauern bis zum Ladenregal sicherstellen.

Auch die politischen Gespräche mit Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, ihrem neuen Staatssekretär Dr. Robert Kloos, Landesministern und Länder-Staatssekretären bewertete Bioland positiv.
"Wir konnten die Bedeutung des Biolandbaus als Problemlöser bei Herausforderungen wie dem Klimaschutz und dem Erhalt der Artenvielfalt herausstellen und haben auf die hohe Bedeutung einer verstärkten Forschungsförderung hingewiesen,"
so Dosch. Damit verbindet Bioland die Erwartung, dass die kürzlich vom Haushaltsausschuss beschlossene Kürzung der sogenannten Verpflichtungsermächtigung im Forschungsetat des Bundesprogramms Ökologischer Landbau noch einmal unter fachlichen Gesichtspunkten überdacht und revidiert werden.

Unter dem Motto „Bio braucht Heimat!“ präsentierte sich Bioland auf der BioFach 2010. Über 70 Bioland-Aussteller zeigten dabei ihre Angebotsvielfalt.

(Quelle: Pressemitteilung von Bioland).

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Durchschnittlicher Zimmerpreis um 4,80 Euro gesunken - Hotels haben Mehrwertsteuervorteil an Gaeste weitergegeben.

(Berlin, 22. Februar 2010) In Deutschland sanken die Hotelzimmerpreise im Januar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 4,9 Prozent. Das geht aus den Monatszahlen des weltweit größten Hotelbetriebsvergleichs von STR Global hervor. Der durchschnittliche Zimmerpreis (Bruttopreis ohne Frühstück) sank um 4,80 Euro von 98,54 Euro (Januar 2009) auf 93,74 Euro (Januar 2010).
"Die Hotellerie hat damit trotz aller Widrigkeiten Wort gehalten und die Mehrwertsteuersenkung umgehend für ein attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis genutzt"
sagt Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA).
"Unsere 1.120 Mitglieder werden zudem laut einer Verbandsumfrage 330 Millionen Euro zusätzlich investieren und 1.600 neue Stellen schaffen."
STR Global weist im Januar eine Steigerung der durchschnittlichen Zimmerauslastung um 1,2 Prozent auf 48,0 Prozent aus (Vorjahresvergleich). Die durchschnittlichen Nettozimmerpreise (ohne Frühstück) stiegen um 5,8 Prozent - was durch die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes einem Rückgang des durchschnittlichen Bruttozimmerpreises um 4,9 Prozent oder 4,80 Euro entspricht. Die Gäste zahlen also weniger.
"Nur mit der von STR Global angewandten Erhebungsmethodik werden preisbildende Faktoren wie Buchungszeitpunkt, Pauschalarrangements, Kundenbindungsprogramme oder Mengenabnahmeverträge adäquat erfasst"
erklärt Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA).
"Andere Preisuntersuchungen, die auf einigen wenigen Anrufen, einzelnen Zielgruppen oder gar auf Vormonatsvergleichen (Januar 2010 im Vergleich zu Dezember 2009) basieren, sind methodisch zweifelhaft."
Der Hotelbenchmark von STR Global repräsentiert in Deutschland rund 800 Hotels vorwiegend mittlerer und höherer Kategorien in Städtedestinationen mit einer Kapazität von mehr als 140.000 Zimmern und ist der größte unabhängige Hotelbetriebsvergleich in Deutschland und weltweit. Die durchschnittlichen Zimmerpreise werden berechnet aus den tatsächlich erzielten Zimmererlösen eines Hotels dividiert durch die Anzahl der im gleichen Berichtszeitraum vermieteten Zimmer. So liegen den von STR Global ermittelten Durchschnittswerten die effektiv vereinnahmten Zimmerpreise von 2,1 Millionen Hotelzimmerbuchungen für Januar 2010 über sämtliche Buchungskanäle zugrunde.

Der Hotelverband Deutschland (IHA) ist der Fachverband der Hotellerie in Deutschland. Ihm gehören mehr als 1.100 führende Häuser des vorwiegend mittleren und oberen Marktsegments aus Individual-, Kooperations- und Kettenhotellerie an. Die IHA-Mitglieder verfügen über rund 150.000 Hotelzimmer und repräsentieren damit einen Anteil von 20 Prozent des gesamten Hotelmarktes in Deutschland. Die IHA vertritt die Interessen der Hotellerie auf nationaler und internationaler Ebene gegenüber Politik und Öffentlichkeit in Brüssel und Berlin und unterstützt ihre Mitglieder mit exklusiven Dienstleistungen.

(Quelle: Pressemitteilung des Hotelverbands Deutschland (IHA)).

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Montag, Februar 22, 2010

Bunderat winkt Elena durch.

In meinem Beitrag "Elena - die Kacke ist am Dampfen" bin ich auf einige Aspekte dieses neuen "Elektronischen Entgeltnacheweises". Jetzt hat der Bundesrat zwar wider besseres Wissen Elena passieren lassen, aber einige Änderungen angemahnt, die vor allem den Datenschutz betreffen. Die weitere Forderung, den Aufwand für Arbeitgeber auf das absolut erforderliche Mindestmaß zu reduzeren, höre ich wohl, aber ich glaube kein Wort: "ELENA passiert Bundesrat - Änderungen angemahnt", in: Gehaltsabrechnung.de vom 22. Februar 2010.

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Fernsehcoaching von Restaurants: Was passiert danach?

Wenn die Kameras der Fernsehcoach-Sendungen aus sind, beginnt die Geschichte der gecoachten Restaurants erst: "Wo gekocht wird, fallen Krümel"von Peter Schader, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22. Februar 2010.

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Gastro-Tour Koeln.

Mitte Mai werde ich zum ersten Mal in meinem Leben - von Messebesuchen abgesehen - Köln besuchen. Willkommener Anlaß ist das Festival der Bierkulturen in Köln-Ehrenfeld am 15. und 16. Mai 2010.

Dankbar bin ich für Tipps, was ich mir in Köln anschauen sollte, insbesondere interessante gastgewerbliche Konzepte, z.B. als Kommentar oder per E-Mail schoolmann@abseits.de.

Eine Google Map der angedachten Locations.

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Wofuer Hotels Google Buzz nutzen koennen.

"Google Buzz: A Guide for Hotels", in: HotelMarketingStrategies vom 22. Februar 2010.

Neues Geschmackserlebnis: WeldeWeizen - alkoholfrei.

Der wachsenden Fangemeinde der Weizenbier-Freunde macht die Specialitätenbrauerei Welde ein besonderes Geschenk: Im Frühjahr kommt "WeldeWeizen – alkoholfrei" in die Märkte. Schon bei der großen Weizenbier-Verkostung auf der Intergastra in Stuttgart machte das alkoholfreie WeldeWeizen von sich reden, denn der Geschmack ist vollmundig und aromatisch. Der Sportler im Laufschritt auf dem Etikett ist Programm, denn "WeldeWeizen –alkoholfrei" ist isotonisch und enthält nicht nur die ganze Palette der Inhaltsstoffe von Weizenbier, sondern zusätzlich noch die Vitamine B 6 und B 12 sowie Calcium und Magnesium.

Die Anregung für "WeldeWeizen – alkoholfrei" bekam WeldeChef Dr. Hans Spielmann, der aktiver Marathon-Läufer ist, bei einem Fachvortrag über die isotonischen Eigenschaften von Weizenbieren. Der Fachreferent kam zu dem Schluss, dass Weizenbier aus medizinischer Sicht das ideale Sportlergetränk ist, wenn da nicht der Alkohol wäre und leider auch einige B-Vitamine sowie Calcium und Magnesium fehlen würden. Der Gedanke, ein Weizenbier zu brauen, das alkoholfrei ist, trotzdem schmeckt und obendrein noch mit Vitaminen und Spurenelementen angereichert ist, ließ den WeldeChef seither nicht mehr los.

Bei der Pasta-Party des New-York-Marathon beobachtet Spielmann im Central Park einen hoch gewachsenen Marathon-Läufer, der zu seinem vollen Nudel-Teller genüsslich ein Weizen-Bier trank. Allerdings bemerkte der sportliche Brauerei-Chef auch, dass der Mann sich nicht nur Weizenbier ins Glas schenkte, sondern ganz selbstverständlich das Bier zusätzlich mit einem Schuss Saft würzte. Man kam ins Gespräch und der Marathon-Kollege erklärte: "I pimp my beer". Der Schuss Saft stellte sich als eine Mischung aus Banane und Grapefruit heraus. Für den Läufer war klar: ein gepimptes Bier ist ein besonderes Bier. Sozusagen ein Bier mit dem gewissen Extra, gestylt wie eines jener aufgemotzten Promi-Autos in Hollywood, aber vor allem immer noch ein Bier. Aus dieser Begegnung entstand endgültig die Idee für "WeldeWeizen – alkoholfrei", das hauptsächlich feines, isotonisches Weizenbier, aber eben auch einen Schuss Banane, Vitamine und Spurenelemente enthält.

Selbst eingefleischte Weizenbier-Freunde loben das bierige Geschmackserlebnis von WeldeWeizen - alkoholfrei und Sportbegeistere bekommen ein isotonisches Weizen-Erlebnis, das sich ganz ohne Alkohol in vollen Zügen genießen lässt.

(Quelle: Pressemitteilung der Weide Bräu).

Drei Anmerkungen:
  • Wenn ich in einer Pressemitteilung einer Brauerei lesen muß, ein neues Bier "komme in die Märkte", sträuben sich mir die Haare. Märkte, also die Getränkefachmärkte oder gar Getränkemärkte der Supermärkte sind nicht der richtige Vertriebskanal für Bierinnovationen, zumindest aus der Sicht der Gastronomie. Erklärungsbedürftige Produkte und neue Produkte, die der Konsument erst einmal flaschenweise kennen lernen möchte, um nicht mit einer Kiste Bier zu Hause abzusitzen, die er nicht trinken mag, gehören wenigstens in der ersten Phase der Produtkeinführung in die Gastronomie.
  • Eigentlich möchte ich neue Getränke nur vorstellen, wenn ich sie vorher getrunken habe. Nun habe ich weder Zeit noch Lust und vermutlich nicht einmal die Chance, an meinem Wohnort dieses neue WeideWeizen zu finden. Zumal die Produkteinführung erst im Frühjahr (was immer das genau heißen mag, vorgesehen ist. Also wäre es angemessener, eine Produktprobe zu versenden, statt nur eine Pressemitteilung, besser noch, statt unaufgefordert Produktproben zu verschicken, zu fragen, ob man sowas haben mag.
  • Ein neues, isotonisches Weißbier - auf den ersten Blick habe ich gemeint, hier versucht jemand das erfolgreiche alkoholfreie Erdinger Weißbier zu imitieren. Auf den zweiten Blick handelt es sich beim WeideWeizen formal gesehen um ein Biermixgetränk, wobei zugegebenermaßen nur das deutsche Reinheitsgebot daran hindert, ein Bier mit einem Zusatz als Bier zu bezeichnen. Auf der Biofach habe ich ein wunderbares Walnußbier der dänischen Ökobrauerei Rise Bryggeri gekostet. Das Walnußaroma stammt von einem Sirup, der zugesetzt wird. Niemand scheut sich in Dänemark oder anderswo im Ausland, sowas Bier zu nennen.
Nachtrag vom 26. Februar 2010: Heute ist ein Paket der Spezialitätenbrauerei Welde an mich ausgeliefert worden mit zehn Flaschen ihres alkoholfreien WeldeWeizens. Vielen Dank für diese Reaktion und den prompten Service. Ich habe nicht mit sovielen Flaschen gerechnet. Zwei Flaschen habe ich sogleich mit Stammgästen meines Bamberger Café Abseits verkostet. Als Bockbierliebhaber sind mir alkoholfreie Biermixgetränke zwar eher suspekt. Aber ich muß sagen, wenn ich mir vorstelle, es wäre sehr warm und ich hätte Sport getrieben, käme mir das WeldeWeizen gerade recht, meinen Durst zu löschen und meinem Körper die mit dem Schweiß ausgespülten Mineralien zu ersetzen. Jetzt bin ich mal gespannt, wie weiteren Gästen die restlichen Flaschen schmecken werden...

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Sonntag, Februar 21, 2010

Brauereien auf Facebook.

Brauereien sind in höchst unterschiedlichem Umfange auf Facebook aktiv:
  • Die Münchener Augustiner Bräu, die auch in Berlin Kult ist, gerade weil sie keine Werbung macht, hat auf ihrer Fanpage bereits 14.206 Fans.
  • Rothaus Tannenzäpfle hat 8.486 Fans.
  • Die in allen Aspekten des Marketings sehr aktive Stiegl Bräu aus Salzburg 11.952 Fans.
  • Die sehr kleine, aber extrem kultige Max Bräu in Ampferbach bei Bamberg hat 329 Fans.
  • Die Mahrs Bräu in Bamberg hat 996 Fans.
  • Die Private Weißbierbrauerei Georg Schneider & Sohn hat nur 349 Fans - wenig im Vergleich zu ihrer enormen Popularität und internationalen Verbreitung ihrer Biere.
  • Die Brooklyn Brewery, eine der besten Brauereien der Welt, versammelt 3.087 Fans. Diese Fanpage wird aber von dem ansonstign sehr umtriebigen Braumeister Garrett Oliver nicht genutzt, sondern ist eine Seite von und für Fans.
  • Bitburger hat 1.809 Fans.
Diese Liste ist kein vollständiges Verzeichnis der Fanpages von Brauereien, sondern will nur exemplarisch Facebook-Präsenzen nennen.

Facebook bietet dummerweise kein Branchenverzeichnis ihrer Fanpages. Die Suche nach Brauerei-Fanpages wird zudem dadurch erschwert, daß diese Seiten die verschiedensten Namenselemente verwenden, auch "Bräu" oder "Bier" usw. und nicht immer explizit "Brauerei" verwenden.

Angesichts der zahlreichen Bierliebhaber unter den Facebook-Nutzern ist das eher bescheidene Engagement der Brauereien erstaunlich. So hat die Facebook-Gruppe Bierfreunde über 61.500 Fans.

Ist es überhaupt für jede Brauerei sinnvoll, sich in Facebook - oder verallgemeinert: in Social Media - zu engagieren? Meines Erachtens lohnt es sich nur für Brauereien, die sehr gute Biere und keine Plörre produzieren und die deshalb keine Angst vor einem offenen Gespräch mit ihren Kunden (Fans) haben müssen. Mehr darüber: "Basic Flashback: Die große Hure Social Media?" von André Vatter, in: Basic Thinking Blog vom 21. Februar 2010

Auffällig ist auch, daß - soweit meine Recherche umfassend gewesen ist - keines der zahlreichen Brauereimuseen eine Facebook Fanpage hat, obwohl Kunstmuseen damit sehr erfolgreich sind. So hat das Museum of Modern Art über 270.000 Fans.

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Updinner: Vom Tellerwaescher zum Sternekoch.

Die upjers GmbH & Co. KG ist ein überaus erfolgreicher Entwickler von Browserspielen. Ihr bekanntestes Spiel ist das "Wurzelimperiuim", eine Gartensimulation, mit mitterlweile über 10 Millionen Usern.

Im Sommer 2009 ging ihr Browserspiel "Updinner" an den Start. Es ist dem Thema Kochen gewidmet und ein wahrer Augenschmaus (siehe ein paar Screenshots). Nach der Registrierung wählt man sich einen Koch bzw. eine Köchin aus und ab geht es an den Herd. Zuerst heißt es Tellerwaschen und weitere Basics zu üben. Dann kann man sich Kochutensilien einkaufen und die in der Stadt erhältlichen Rezepte zu üben. Man kann Kochturniere, also Wettbewerbe mit Gegenspielern, bestreiten. Bei Flashspielen können die Spieler ziegen, wer der schnellste Tellerwäscher oder Kartoffelschäler ist. Es gibt aber auch Spiele, die das Gedächtnis trainieren, wenn es darum geht, ein in einer bestimmten Zusammenstellung angerichtetes Gericht genau wie vorher gesehen, auf dem Teller anzuordnen. Die so geforderten Spieler/Köche können sich im Wellnesshotel entspannen.

Gewinnen die Spieler viele Punkte, können sie vom Tellerwäscher zum Sternekoch aufsteigen.

Zum Spiel gibt es auch eine Facebook Fanpage Updinner, auf der man sich über Neuerungen informieren kann.

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Samstag, Februar 20, 2010

BioFach und Vivaness 2010: Branche freut sich ueber unverminderten Appetit auf Bio.

Rund 43.500 (2009: 46.771*) Fachbesucher strömten vom 17.bis 20. Februar auf das Messegelände in Nürnberg zu "BioFach und Vivaness, dem jährlichen Branchentreff des globalen Bio-Marktes. Die Internationalität des Besuchs lag erneut bei 38 %, die Facheinkäufer kamen aus 121 Ländern: nach Deutschland vor allem aus Österreich, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen und der Schweiz. Die 2.557 Aussteller (2009: 2.733*), zwei Drittel davon international, zeigten sich angesichts der hohen Besucherqualität sehr zufrieden. 85 % der BioFach- und sogar 97 % der Vivaness-Aussteller erwarten ein gutes Nachmesse-Geschäft, so das Befragungsergebnis eines unabhängigen Instituts. Das sind 12 beziehungsweise 16 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr – deutlicher Beleg einer optimistischen Zukunftssicht.
"Der Bio-Markt hat der Krise die Stirn geboten. Die vergangenen vier Messetage bewiesen: Diese Branche hat sich ihren Schwung bewahrt. Der Trend zu Bio und einem ökologisch nachhaltigen Konsum ist ungebrochen. Zeiten langsameren Wachstums bieten Gelegenheit zur Standortbestimmung und zur Erarbeitung gemeinsamer Zukunftskonzepte, beste Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung des Marktes, aber auch seines jährlichen Branchentreffs. Besonders gefreut haben wir uns über die große politische und mediale Aufmerksamkeit für Organic + Fair, das Thema des Jahres 2010"
so Claus Rättich, Mitglied der Geschäftsleitung der NürnbergMesse.

Traumpaar der BioFach 2010: Organic + Fair

Immer mehr Kunden richten ihr Konsumverhalten an Qualität und Werten aus. Bio ist dabei die Basis, faire Produktions- und Handelsbedingungen sind weitere wichtige Aspekte. Das Messe-Duo BioFach und Vivaness stand 2010 ganz im Zeichen von Organic + Fair. 52 Aussteller und rund 100 Produktpräsentationen bildeten das Thema des Jahres in seiner ganzen Vielfalt ab.

In 180 Veranstaltungen nutzten erneut knapp 8.000 Teilnehmer den BioFach-Kongress sowie sechs Sonder-Foren, um sich über den Markt besonders unter den Gesichtspunkten Fairness und Nachhaltigkeit auszutauschen. Allein das Fair & Ethical Trade Forum fand rund 750 interessierte Teilnehmer.

Vivaness 2010: Weltmarktführer und Neuentdeckungen

Fairness und Nachhaltigkeit waren auch wichtiges Thema auf der Vivaness:
"Die Besucher haben dieses Jahr ganz gezielt nach dem Mehrwert von unseren Produkten gefragt. Fairer Handel und Nachhaltigkeit bei Rohstoffen, aber auch bei der Verpackung sind heute ganz entscheidende Werte"
so Dr. Alexandra Vogel, Bereichsleitung Public Relations, i+m Naturkosmetik Manufaktur, Berlin. Auf der Vivaness, internationale Plattform für Naturkosmetik und Wellness, präsentierten sich dieses Jahr 183 Hersteller aus 21 Ländern. Nach Deutschland mit 88 Herstellern führt Frankreich (29) die Statistik an, gefolgt von Italien (16), Großbritannien (12) und Österreich (8).

Die internationale Bio-Branche trifft sich das nächste Mal von Mittwoch, 16., bis Samstag, 19. Februar 2011, im Messezentrum Nürnberg.

(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

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Biofach - vorgezogene Schlussbetrachtung.

Heute geht die Biofach zu Ende. Voraussichtlich wird dann die NürnbergMesse einen Rückgang der Aussteller und der Besucher um rund jeweils 7% zu konstatieren haben, verriet uns gestern Abend Peter Ottmann, Pressesprecher der veranstaltenden NürnbergMesse, auf dem Bloggertreffen der Biofach.

Der Rückgang der Aussteller ist wohl der Wirtschaftskrise geschultert. Der Rückgang der Fachbesucher liegt eher daran, daß die Biofach in diesem Jahr nicht von Donnerstag bis Sonntag stattfand, sondern von Mittwoch bis Samstag. Verließen in den letzten Jahren viele ausländischen Aussteller bereits am Sonntagnachmittag ihre Stände, um rechtzeitig zum Wochenbeginn wieder in ihren Unternehmen arbeiten zu können, und verärgerten so Besucher, die verwaiste Stände vorfanden, verlieren nunmehr deutsche Einzelhändler einen Besuchstag, an dem ihre Geschäfte geschlossen haben. Anders ausgedrückt: der Anteil ausländischer Besucher steigt, was durchaus erwünscht ist.

Mein Eindruck aus einigen Gesprächen mit Ausstellern ist gewesen, daß sie (Stand vom Freitag) mit dem Verlauf der Messe durchaus zufrieden sind, allenfalls von einem geringen Rückgang der Erstkontakte ausgehen.

Bloggertreffen

Ganz nebenbei: Die NürnbergMesse hat erfreulicherweise ihre Akzeptanz der Blogger im Vergleich zu den Journalisten noch einmal angeglichen:Ich habe mir beim Messerundgang einen Schwerpunkt auf Bio-Getränke gesetzt (Bioweine wohlweislich den Weinbloggern überlassend) und werde in den nächsten Tagen viele, vor allem neue Biogetränke vorstellen.

(Foto: NürnbergMesse / Thomas Geiger).

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Donnerstag, Februar 18, 2010

Politiker hetzen gegen Imbisskette, die Speisen nach dem moslimischen Reinheitsgebot anbieten.

Die belgische Schnellimbisskette "Quick" bietet probeweise in einigen ihrer Filialen ausschließlich Speisen, die den moslimischen Reinheitsgeboten ("halal") entsprechen. Damit hat sie sich den populistischen Zorn einiger französischer Politiker zugezogen: "Burgerbrater empört französische Politik mit "Halal"-Waren", in: BerlinOnline vom 17. Februar 2010.

Jetzt fehlt nur noch, daß irgendwelche antisemitischen Politikerärsche koschere Restaurants zwingen wollen, auch nicht koschere Speisen anzubieten.

INTERGASTRA-Wettbewerb der Fachzeitschrift Gastronomie-Report:: "Gaeste als Stromquelle anzapfen".

Stuttgart. Mit dem Konzept "Pfundlos", einer energieträchtigen Symbiose aus Fitnessstudio und Restaurant, hat die Studentin Anika Paschek den Wettbewerb "Restaurant der Zukunft mit der Energietechnik der Zukunft" gewonnen. Am Eröffnungstag der Stuttgarter Gastro-Fachmesse INTERGASTRA prämierte Ministerpräsident Günther Oettinger die Sieger dieses visionären Wettbewerbs, der von der Fachzeitschrift Gastronomie-Report in Kooperation mit der Fakultät "Architektur & Gebäudeklimatik" der Hochschule Biberach umgesetzt worden ist.

Das Siegermodell und fünf weitere innovative Gastro-Konzepte wurden auf der INTERGASTRA 2010 am Stand des Gastronomie-Report präsentiert.

Anika Paschek überzeugte die Jury mit einer "hochspannenden" Gastro-Vision, die die Bausteine Bewegung - Energie - Essen zu einem cleveren Gesamtkonzept mit Bonussystem verbindet. "Schwitzen erwünscht!", lautet die Aufforderung an die Gäste. Denn die im Fitnessbereich auf Steppern, Laufbändern, Ergometern, etc. erzeugte Energie wird für den Restaurantbetrieb genutzt. Im Gegenzug wird die "erschwitzte" Leistung - je nach individueller Energieausbeute - in Form von Bonuspunkten auf den Chipkarten der Gäste gespeichert. Die gesammelten Punkte können im Lokal für Speis’ und Trank eingelöst werden. Wer seine "Pfunde" durch die Wahl gesunder Speisen (wie Salat, Fisch, etc.) noch weiter schwinden lässt, erhält zusätzliche Punkte auf seiner Chipkarte gutgeschrieben.

Modell Pfundlos


Beim Mega-Trend Gesundheit sind zahlreiche Kooperationspartner denkbar, z.B. Krankenversicherungen, die diese zusätzlichen Punkte und damit das Ernährungsbewusstsein ihrer Mitglieder mit vergünstigten Tarifen belohnen. Getreu dem Motto "Punkte sammeln, Prämien kassieren!" könnten die Kassen ihre Mitglieder mit einem attraktiven Bonusprogramm an sich binden und so einen gesundheitsbewussten Lebensstil mit körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung ohne Streuverluste fördern.

Die Jury lobte das "stimmige Gesamtkonzept" sowie die effiziente Energiegewinnung und -nutzung von "Pfundlos". Bei der Gestaltung wurde darauf geachtet, dass in keinem Bereich des Hauses Energie ungenutzt verpufft. So sind z.B. in den Treppen und dem Tanzboden Elemente verlegt, die beim Betreten durch den Druck des Körpergewichts elektrische Energie erzeugen. Die freigesetzte Abwärme in der Küche kommt wiederum der Schwimmbadheizung im Fitnessbereich zugute.
"Mit der symbiotischen Verknüpfung von Fitness & Food hat Anika Paschek ein sinnvolles und zukunftsweisendes Gastro-Konzept geschaffen - für umweltbewusste Gäste und Gastronomen zugleich"
so lautete das abschließende Urteil der Jury.

Seit 2004 forscht die Fachzeitschrift Gastronomie-Report mit ihrem erfolgreichen, weltweit einzigartigen Zukunftswettbewerb regelmäßig nach den besten und zukunftsträchtigsten Gastro-Konzepten.
"Die Gastronomie ist permanent auf neuen, kreativen Input angewiesen, um im schnelllebigen Markt Schritt halten zu können"
so der Wettbewerbs-Initiator Willy Faber, der Herausgeber des Gastronomie-Report.
"Für den Wettbewerb 2010 haben wir als 'spannendes' Unterthema die "Energietechnik der Zukunft" gewählt. Damit möchten wir die Branche auch für eine nachhaltig ausgerichtete Energieversorgung sensibilisieren."
Auf dem 2. Platz landete das futuristische Konzept "Sol Stice" von Rhea Schatowitz. Das Restaurant ist in exklusiver Höhenlage über den Dächern einer Stadt angesiedelt und besteht aus mehreren kugelförmigen Einheiten (die jeweils Platz für maximal sechs Personen bieten).

Bei der Energiegewinnung setzt das Konzept auf Sonnenkollektoren und ein spektakuläres Energiesystem, bei dem Blitze aus dem Himmel magnetisch angezogen und in einen unterirdischen Speicher geleitet werden. Bei entsprechend hoher Energieumsetzung könntedas System zum Stromversorger ganzer Stadtteile werden.

Den 3. Platz konnte sich Andreas Reus mit seinem mobilen Gastro-Konzept "Cirque du Sensualité" sichern. Ähnlich einem Wanderzirkus legt das auf einem Fluss schwimmende "Restaurant-Schiff" in mehreren Städten an und gastiert dort mit bunten Dinner-Shows und Events für mehrere Wochen. Für den umweltfreundlichen Betrieb des Restaurants sorgen Turbinen in der Schwimmplattform – per Wasserkraft zum klimaneutralen Lokal!

Insgesamt haben die "energiegeladenen" Architektur-Studenten von der Hochschule Biberach unter der Projektleitung von Professor Matthias Loebermann 13 faszinierende Gastro-Visionen erarbeitet. Die 6 besten Konzepte wurden in einer Vorauswahl ermittelt und in Modelle umgesetzt. Über die Sieger entschied eine hochkarätige Jury, besetzt mit Vertretern aus der Gastronomie (Thomas Hirschberger, Sausalitos-Gruppe, und Rudi Kull, u.a. Brenners, Cortiina, Louis Hotel), der Industrie (Philip Dean Kruk-De la Cruz, SALOMON FoodWorld), der Wissenschaft (Prof. Matthias Loebermann und Dipl.-Ing. Philipp Sohn, FH Biberach) sowie mit Initiator Willy Faber.

Auf der INTERGASTRA wurden die Modelle erstmals öffentlich präsentiert. An allen Messetagen konnten sich die Fachbesucher in einem Rundgang durch die "Zukunftsshow" auch von drei weiteren – nachhaltig geprägten – Gastro-Visionen inspirieren lassen:
  • "Das 5. Element" – Es gestaltet mit den Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft vier verschiedene Restaurantkonzepte und verbindet diese mit dem fünften Element: der Landschaft. Die Elementarkräfte werden energietechnisch über Solarpaneele, fließendes Wasser und Feuerstellen effizient in das Konzept eingebunden.
  • "Elevated Dining" – Das Lokal ist auf einem Skyscraper angedockt und verläuft über mehrere Ebenen, die über transparente, aufzugähnliche Boxen erreichbar sind. Eine hauseigene Windkraftanlage versorgt den Betrieb mit Power und liefert dem Wolkenkratzer sogar noch überschüssige Energie.
  • "Hotel Mama" – Hier können die Gäste Kochkurse bei "echten" Mamas und Omas besuchen, die noch richtig kochen können. Die bewegliche Fassade, die je nach Tageszeit dem Sonnenstand angepasst wird, wandelt die Sonnenenergie in Wärme um und sorgt mit spektakulären Licht- und Schattenspielen für eindrucksvolles Ambiente.
"Bei allen Konzepten geht es nicht um die sofortige 1:1 Umsetzung in den Gastro-Alltag, sondern um die Bereitschaft, querzudenken und sich von den mutigen Ideen der Jugend inspirieren zu lassen
erklärt Willy Faber.
So haben wir den Studenten auch keine Vorgaben in Bezug auf Material, Größe oder Budget mit auf den Weg gegeben. Wir wollten, dass sie ihrer kreativen Energie freien Lauf lassen."
Zu den Sponsoren des Wettbewerbs zählen die visionären Unternehmen und Marken afri, Go In, Hacker-Pschorr, KAHLA Porzellan, Landesmesse Stuttgart, Orderman, SALOMON FoodWorld® und Teinacher, die den Wettbewerb überhaupt erst ermöglicht haben. Mit ihrem Engagement tragen sie dazu bei, der Gastronomie Ideen und Anregungen zu liefern. Der Leaders Club Deutschland (www.leadersclub.de), die Vereinigung führender Trend- und Szenegastronomen, hat auch für diesen Wettbewerb wieder das Patronat übernommen.

Die visionären Konzepte der früheren Wettbewerbe wie "From Dusk till Dawn" (Siegermodell "Restaurant der Zukunft" 2004), "Blattwerk" (Siegermodell "Freiluftgastronomie der Zukunft" 2006) oder "Mood Pebbles" (Siegermodell "Restaurantwelten der Zukunft" 2008) haben die Fachwelt bereits begeistert und inspiriert.
"Auch mit dem neuen Wettbewerb wollen wir dem Gastgewerbe wieder branchenübergreifend wichtige Impulse und Anregungen liefern"
so Willy Faber.
"Nur mit mutigen Ideen und neuer 'Energie' bleibt man für die Zukunft gewappnet."
Zum neuen Wettbewerb gibt es wieder ein Booklet mit detaillierten Informationen zu allen Konzepten. Es ist im Internet gegen eine Schutzgebühr von 25 Euro erhältlich. Die zu den bisherigen Wettbewerben erschienenen Booklets können ebenso auf der Website www.restaurant-der-zukunft.de bezogen werden.

(Quelle: Pressemitteilung von Gastronomie Report; Foto: Gastronomie-Report).

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Der Barkultourist.

Das Blog Der Barkultourist von dem Berliner Bartender Michael Menk (Triobar) ist er sein ganz persönlicher Wegweiser durch die Blogszene. In der rechten Navigationsspalte stellt er die ihm wichtigsten Barblogs kurz vor. Er schreibt darüber:
"dieser Blog entstand als Lesehilfe und so all denen das verfolgen ihrer Lieblings-Barblogs vereinfachen und dabei aber auch nicht die anderen aus den Augen zu verlieren. Momentan sind circa 60 Blogs in dieser Liste..."

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Hotels ueber Facebook buchen.

Als erster Betrieb weltweit ist der Apfelhof in Lutzmannsburg ab sofort direkt über Facebook buchbar. Lesen Sie mehr über die Hintergründe in einem Interview mit Henrik Maat, dem Geschäftsführer von easybooking: Facebook Buchung – das Interview", in: Tourismuszukunft vom 17. Februar 2010.

Obstbraende von Florian Faude.

Der 25jährige Florian Faude aus Bötzingen (Kaiserstuhl) zählt bereits zu den besten Obstbrennern Deutschlands. Bei der Destillata 2009 in Salzburg gewann der gelernte Winzer vier Silbermedaillen und zwei Bronzemedaille und wurde in die Kategorie "höchste Qualität" aufgenommen (Platz 12 in der Gesamtbewertung Deutschland).

Seine Obstbrände gibt es u.a. bereits in folgenden Restaurants:Seit heute können Sie Florian Faudes Obstbrände aus schlichten Flaschen mit einem noch schlichteren Etikett, die sich mit den weitaus bekannteren Obstbränden von Ziegler messen können, auch im Berliner Restaurant "Wahllokal" probieren.

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Mittwoch, Februar 17, 2010

Restaurant "Wahllokal", Berlin: Serviceleiterin Vivien Golitz.

Vivian Golitz, Serviceleiterin im WahllokalVivien Golitz, die seit der Eröffnung des "Wahllokals" den Service leitet, hat davor als Commis de Rang im Restaurant "Maremoto" in Berlin-Mitte gearbeitet.

Ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau im Hardenberg BurgHotel (16 Punkte Gault Millau) in Göttingen konnte sie im Sommer 2008 mit der Traumnote 1 mit Auszeichnung abschließen. Ein Praktikum zuvor im Hotel "Palace" Berlin im Gourmet-Restaurant "first floor" hatte ihr gezeigt, wie toll dieser Beruf sein kann.

Nach der Lehre arbeitete sie jeweils als Commis de rang im Gourmet-Restaurant "first floor" (1 Stern/18 Punkte Gault Millau) im Palace Hotel Berlin und im Restaurant "Maremoto" (15 Punkte Gault Millau) in Berlin-Mitte.

Von den Inhabern des "Wahllokals" wurde sie trotz ihrer Jugend zur Serviceleiterin befördert, weil sie "einfach großartig" ist, so Manuela Boehden.

Wenn das Glück mir hold ist, kann ich sie bei meinem nächsten Besuch im "Wahllokal" auch einmal persönlich kennenlernen.

Anmerkung für Branchenfremde: Unter "Commis de Rang" versteht man einen Kellner im erste und zweiten Jahr nach der Berufsausbildung. Mehr darüber: "Kellner", in: Wikipedia.

(Foto: Wahllokal).

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Gastgewerbeumsatz im Jahr 2009 real 6,1% niedriger als 2008.

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland 2009 nominal 4,1% und real 6,1% weniger um als im Jahr 2008. Damit sank der Umsatz im Gastgewerbe im dritten Jahr in Folge.

Im Dezember 2009 erzielte das Gastgewerbe in Deutschland nominal 4,1% und real 5,6% weniger Umsatz als im Dezember 2008. Im Vergleich zum November 2009 war der Umsatz im Gastgewerbe im Dezember nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal 0,3% höher und real 0,1% niedriger.

Beide Bereiche des Gastgewerbes blieben im Dezember 2009 nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats: das Beherbergungsgewerbe mit nominal - 3,3% und real - 5,0% und die Gastronomie mit nominal - 4,4% und real - 5,9%. Innerhalb der Gastronomie hatten die Caterer einen Umsatzrückgang von nominal - 3,6% und real - 5,2%.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

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Thueringer Gastgewerbe im Jahr 2009 mit realen Umsatzverlusten.

Die Unternehmen des Thüringer Gastgewerbes erreichten im Jahr 2009 real 1,9 Prozent weniger Umsatz als im Jahr zuvor. Nominal lagen die Umsätze im Gastgewerbe mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent auf dem Niveau des Jahres 2008.

Im Jahresdurchschnitt wurden 3,4 Prozent mehr Personen beschäftigt als im Jahr zuvor. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass dieser deutliche Beschäftigungsanstieg im Wesentlichen auf einen massiven Zuwachs an Teilzeitbeschäftigten um 8,3 Prozent zurückzuführen ist. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten sank hingegen um 0,8 Prozent.

Die Unternehmen des Thüringer Gastgewerbes erzielten nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2009 real (preisbereinigt) 1,9 Prozent weniger Umsatz als im Jahr zuvor. Nominal (in jeweiligen Preisen) lagen die Umsätze im Gastgewerbe mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent auf dem Niveau des Jahres 2008.

Im Jahresdurchschnitt wurden im Thüringer Gastgewerbe 3,4 Prozent mehr Personen beschäftigt als im Jahr 2008. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass dieser deutliche Beschäftigungsanstieg im Wesentlichen auf einen massiven Zuwachs an Teilzeitbeschäftigten um 8,3 Prozent zurückzuführen ist. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten sank hingegen im Vergleich zum Jahr zuvor um 0,8 Prozent.

Betrachtet man die beiden Bereiche des Thüringer Gastgewerbes voneinander losgelöst, so ist für das Jahr 2009 eine differenzierte Entwicklung zu erkennen.

Die Gastronomie hatte im Vergleich zum Jahr 2008 mit einem realen Umsatzrückgang um 2,2 Prozent und einem nominalen Umsatzrückgang um 0,3 Prozent Verluste zu verbuchen.

Insbesondere beim 'Ausschank von Getränken' (z.B. Diskotheken und Tanzlokale) waren im Jahr 2009 mit real - 3,3 Prozent und nominal - 1,3 Prozent deutliche Umsatzrückgänge festzustellen.

Die Zahl der Beschäftigten stieg hingegen in der Gastronomie um beachtliche 5,1 Prozent. Hier ist ein Trend zur verstärkten Teilzeitbeschäftigung deutlich zu erkennen. Während die Zahl der Vollzeitbeschäftigten im Vergleich zum Jahr zuvor um 1,5 Prozent zurückging erhöhte sich die Zahl der Teilzeitbeschäftigten im Jahresdurchschnitt um 10,6 Prozent.

Im Bereich der Beherbergung konnte hingegen bei einem realen Umsatzrückgang um 1,3 Prozent nominal ein Umsatzplus von 0,9 Prozent erzielt werden.

Hier verharrten die Beschäftigtenzahlen im Vergleich zum Jahr 2008 mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent auf einem nahezu konstantem Niveau (Vollzeitbeschäftigte: ± 0,0 Prozent, Teilzeitbeschäftigte: + 0,2 Prozent).

(Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik).

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BioFach und Vivaness 2010: Neuheiten, Renner und Branchennewcomer.

Vom 17. bis 20. Februar zeigt sich die internationale Bio-Branche auf BioFach und Vivaness so innovativ wie erwartet. An den zwei Neuheitenständen des Messe-Duos in Halle 9 (BioFach) und Halle 7A (Vivaness) präsentieren Hersteller ihre Markteinführungen. Die Neuheiten von heute können morgen schon echte Lieblingsprodukte und Verkaufsschlager sein. Jedes Jahr werden daher auch die „Renner des Jahres“ verliehen. Die Newcomer der Öko-Community stellen sich 2010 wieder am geförderten Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Halle 9 dem Fachpublikum vor.

Insgesamt wurden zum Branchenevent des Jahres 298 Neuheiten gemeldet. Die Vivaness-Aussteller sind mit 63, die Aussteller der BioFach mit 235 innovativen Einzelprodukten und Produktreihen präsent. BioFach und Vivaness prämieren auch 2010 die "Renner des Jahres". Die begehrte Auszeichnung wird insgesamt sechs Mal vergeben. Ausschlaggebend bei der Preisvergabe ist, welche Neuheiten im Vorjahr am häufigsten über Scannerkassen in Naturkostfachgeschäften und Bio-Supermärkten gingen. Bei den zwei Jury-Preisen für BioFach und Vivaness werden zusätzlich weitere Faktoren berücksichtigt. Zum Beispiel: Innovationsfreude eines Unternehmens oder der gesamte Markenauftritt. Ebenso kann der Preis an ein branchenrelevantes Thema gehen.

"Renner des Jahres" der BioFach sind
  • die Rote Grütze von Söbbeke (Frische) und
  • die Marokko-Pfanne von Davert (Lebensmittel).
Den Jury-Preis der BioFach erhält mit Fisch erstmals ein ökologisch und sozial bedeutendes und dazu leckeres Bio-Thema. Ziel ist es, Bio-Fisch zu mehr Öffentlichkeit zu verhelfen, und damit in Zukunft mehr ökologisch vertretbare Fischgerichte auf die Teller der Kunden zu bringen - im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit den Weltmeeren.

"Renner des Jahres" der Vivaness sind
  • die Hautberuhigungsmaske von Dr. Hauschka und
  • die Granatapfel Schönheitsdusche von Weleda.
Der Jury-Preis der Vivaness geht an die Marke neobio der Logocos AG für eine kluge und mutige Markenpolitik. Der Relaunch im vergangenen Jahr verhalf der Marke zu einem modernen und innovativen Auftritt. neobio konnte sich eine junge Zielgruppe erschließen, und landete mit gleich mehreren Produkten in den Top 50 der abverkauften Neuprodukte.

Die Trends von morgen von den Newcomern der Branche in Halle 9

Wer sich über die Trends von morgen informieren möchte, sollte einen Besuch des Gemeinschaftsstandes junger innovativer Unternehmen in Halle 9 einplanen. Angemeldet haben sich insgesamt 20 Newcomer an dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technolgie (BMWI) geförderten Gemeinschaftsstand. Das Angebotsspektrum reicht vom ersten Bio-Absinth bis zu Gentechnik Test-Sticks.

Wer mehr wissen möchte über Aussteller und Produkte des Messe-Duos, kann sich auf den Datenbanken www.ask-BioFach.de und www.ask-Vivaness.de informieren.

(Quelle: Pressemitteilung der Nürnberg Messe).

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Gastronomie im Versteck.

Peggy Schatz aus Berlin, die heuer zum ersten Mal an einem Treffen "Blog trifft Gastro" teilgenommen hat, hat begonnen, unser diesjähriges Treffen am 13. Februar 2010, chronologisch Revue passieren zu lassen: "3 Gänge 'Blog trifft Gastro'", in: multikulinarisch.es vom 16. Februar 2010.

Mir ist aufgefallen, daß in vielen Betrieben die Außenwerbung vernachlässigt wird. Drei Beispiele:
  • Ich habe am Samstagfrüh den Tipp dankbar aufgegriffen, im "Café Fleury" zu frühstücken, auch weil dem Frühstücksbuffet in "meinem" Hotel Motel One ein schlechter Ruf vorauseilt. Peggy Schatz hat dieses französische Café vorgestellt: "Französisches mit Wienerin in Berlin". Ich hatte mir nur grob gemerkt, wo sich dieses Café in etwa befindet (wenige hundert Meter vom Restaurant "Fabisch" entfernt) und fragte einen Briefträger nach dem Weg dorthin. Er hatte von einem "Café Fleury" noch nie etwas gehört. Eine Verkäuferin in einer Bäckerei hatte auch keine Ahnung. Ich lief dann weiter, dummerweise in die falsche Richtung, und bin nach einem Kilometer Rundweg wieder zum Ausgangspunkt zurückgekommen. Drei Häuser entfernt von der erwähnten Bäckerei - ich hatte meine Hoffnung, das Café Fleury zu finden, bereits fast aufgegeben, fragte ich einen Passanten. Er deutete amüsiert auf die gegenüberliegende Straßenseite. Tatsächlich war dort, verdeckt von parkenden Autos der Schriftzug "Fleury" unten auf den großen Schaufenstern zu lesen. Kein Schild, keine Beschriftung im gut sichtbaren Bereich oberhalb der Schaufensterfront, kein Straßenaufsteller wies den Weg. Wen wundert es, wenn dieses Café auch keine eigene Website hat? Auf der anderen Seite ist dieses reizvolle Café auf Bewertungsportalen und anderen Webseiten durchaus präsent.
  • Am späten Abend besuchten wir die Ende 2009 eröffnete "Admirals Absinth-Bar" im Admiralspalast mit den Bartendern Tayfun Sen und Goncalo de Sousa Monteiro (mehr darüber: "Neueröffnungen: Admirals Absinth-Bar und Mauro's Negroni Club", in: Mixology vom 7. Dezember 2009). Die Treppe zu dieser Kellerbar liegt geradezu versteckt in einem Hinterhof.
  • Das extremste Beispiel dieser Versteck-Kultur ist die Triobar (ein zweiter Raum beherbergt den "Rum-Club"). Straße und Hausnummer werden bewußt nicht veröffentlicht. Wenn ein Gast die Adresse veröffentlicht, erhält er ein Jahr lang Hausverbot, droht Michael Menk lächelnd an. Gäste müssen sich telefonisch anmelden. Nur dann wird ihnen, wenn sie am kaum erkennbaren Eingang klingeln, Einlaß gewährt.
Nichtsdestotrotz waren alls drei erwähnten Outlets randvoll mit Gästen. Warum diese Versteckkultur? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist das Angebot an Betrieben in Berlin so groß, daß homogene Gästegruppen unter sich bleiben können und wollen. Vielleicht wird kein Wert auf Laufgäste gelegt, die nicht zu den Stammgästen passen? Siehe dazu auch meinen etwas polemischen Beitrag "Ich will keine neuen Gaeste".

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Dienstag, Februar 16, 2010

Restaurant "dos palillos" im Hotel Casa Camper, Berlin.

Der Küchenchef des im Januar 2010 eröffneten Restaurants "dos palillos" im Hotel "Casa Camper" in Berlin war so nett, die Teilnehmer von Blog trifft Gastro 2010 zu einem kleinen Degustationsmenü einzuladen.

Albert Raurich, der frühere Chef de Cuisine des weltberühmten elBulli, präsentiert das Restaurant "dos palillos" (auf deutsch: zwei Zahnstocher, anspielend auf Essstäbchen). Die in Paris ansässigen Designer Ronan und Erwan Bouroullec haben ein einzigartiges Ambiente geschaffen, wo die Gäste zum Mittelpunkt der fantastischen Küche werden.

"dos palillos Berlin" bietet authentische asiatische Gerichte, die im spanischen Tapas-Stil serviert werden. Die Köche sind Europäer, teilweise Spanier. Sie wurden zwei Monate lang im spanischen Stammbetrieb in die Philosophie und Produkte eingearbeitet.

Wir speisten an einem langen hellen Holztisch, einer Bar, an der bis zu 30 Gäste Platz haben. Die Köche arbeiten mit dem Blick auf die Gäste. Im Rücken der Gäste befindet sich ein großes Fenster, das den auf der Straße vorbei eilenden oder neugierig stehen bleibenden Passsanten einen Blick auf die Rücken der Gäaste und in die Edelstahlküche erlaubt. Die weißen Steelwood Stühlen stammen von Magis, designed von Ronan und Erwan Bouroullec.

dos Pallilos

Den zahlenden Gästen wird grundsätzlich ein Menü serviert (mit zwischen zehn und fünfzehn Gängen). Das Essen dauert bis zu drei Stunden.

Wie auch die zahlenden Gäste bekamen wir als Aperitif einen Short Drink aus Gurkenpüree mit japanischer Yuzu, einer salzig schmeckenden, japanischen Zitronenart.

dos Pallilos

Als ersten Gang servierte man uns zwei unterschiedlich gefüllte Won Ton (kleine, fritierte Teigtäschen). Die Servicemitarbeiter, die gelegentlich auch in der Küche helfen, bauen vor jeweils zwei Gästen drei Schälchen mit verschieden abgeschmeckten Sojasoßen auf und beraten, welche Sauce zu welcher Speise am besten paßt.

Außerdem erinnere ich mich noch an einen überaus wohlschmeckenden Mini-Asien-Burger.

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Hotel Casa Camper: Imbiss und alkholfreie Getraenke inclusive.

Mit einem innovativen Preiskonzept wartet das Boutique- und Design-Hotel Casa Camper in Berlin mit einem weiteren Betrieb in Barcelona auf, das wir im Rahmen von Blog trifft Gastro 2010 am Samstag, 13. Februar 2010, besichtigen durften. In dem Übernachtungspreis, der zugegeben etwas höher liegt als in vergleichbaren Hotels, sind zahlreiche Dienstleistungen enthalten. So können sich Gäste alkoholfreie Getränke und Snacks rund um die Uhr kostenlos nehmen:
"Tentempié ist ein exklusiver Service für die casa camper Gäste. Anstelle der üblichen Minibars in den Hotelzimmern, steht Ihnen rund um die Uhr das Tentempié-Buffet offen. Es bietet Ihnen zu jeder Tages- und Nachtzeit etwas zu trinken oder einen heißen oder kalten Snack, Obst, einen Jogurt, ein Sandwich oder einen frischen Salat. Sie können die Speisen und Getränke direkt im Tentemié oder in Ihrem Hotelzimmer zu sich nehmen.

Keine Öffnungs- oder Schließzeiten, keine Rechnung: alles gratis für die Gäste des casa camper. Von 7:00 bis 11:30 Uhr bietet Ihnen das Tentempié zudem jeden Morgen ein exzellentes Frühstück."
Tentempié ist ein spanisches Wort für Imbiss.

dos Pallilos

Alkoholische Getränke gibt es in einer angrenzenden Nische bis hin zu Champagner. Dafür müssen die Gäste zahlen. Das Hotel vertraut auf ihre Ehrlichkeit. Die Gäste schreiben ihre Zimmernummer und das, was sie sich an alkoholischen Getränken genommen haben, auf einen Zettel und werfen ihn in eine Box ein. Man verriet uns, daß es praktisch nicht zu Differenzen kommt.

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Restaurant "Wahllokal", Berlin: Stetes Bemuehen, noch besser zu werden.

Beim allerersten Treffen Blog trifft Gastro 2005 in Wolfsburg haben wir im Restaurant "The Grill" im Ritz-Carlton in der Autostadt Wolfsburg zu Abend gegessen. Das "Grill" ist nicht ganz so anspruchsvoll und teuer wie das Drei-Sterne-Restaurant "Aqua" (19 Punkte Gault Millau) im selben Haus, hat dafür mehr Sitzplätze. Viele Luxusrestaurants gehen diesen Weg und bewirtschaften aus betriebswirtschaftlichen Gründen zusätzlich ein zweites Restaurant mit mehr Plätzen und niedrigerem Durchschnittsbon.

Das Restaurant "Wahllokal" in Berlin, in dem wir am 13. Februar 2010 als Teil von Blog trifft Gastro 2010 zu Abend gegessen haben, geht den umgekehrten Weg. Man eröffnete mit einer Eröffnungsparty am 16. Dezember 2009 (das Soft-Opening war bereits im November) mit einer preisgünstigen, aber dennoch ambitionierten Tagesküche, untertreibend als "Kantine" bezeichnet. Tagsüber wird das "Wahllokal" bereits stark frequentiert. So kann man sich nun, wenn man tagsüber sein Brot verdient, abends im selben Objekt, in den selben Räumen um die Butter bzw. Wurst kümmern.

Das Essen hat, soweit ich dies beurteilen kann, bereits Ein-Sterne-Niveau und muß nur noch von den einschlägigen Restauranttestern entdeckt werden.

Das Design ist ansprechend und zugleich stylish. Es stammt von Bertram Dudschus, einem der drei Inhaber. Auffällig ist die Toilette, die den einen oder anderen Gast rätseln läßt, wo es lang geht, sich Männlein und Weiblein in einem gemeinsamen Waschbecken die Hände waschen können, und die große, steile Treppe, von der man aus der Vogelperspektive dem Treiben zuschauen kann. Der Gastraum insgesamt ist heimelig, zugleich aber auch klar gegliedert und ohne überflüssigen Schnickschnack.

Es ist jedoch noch eine Menge Arbeit zu leisten, bis auch der Service und das Getränkeangebot dieses Niveau erreicht hat. Dies ist kein Wunder, denn die Anforderungen an den Tages- und den Abendbetrieb sind doch unterschiedlich.
  • Das maximal dreiköpfige Front-Cooking-Team (zusätzlich gibt es eine kleine Vorbereitungsküche) kann vermutlich abends à la carte mit vielleicht bis zu 50 Gästen klar kommen (bei erheblich mehr Sitzplätzen).

    dos Pallilos

    Normalerweise tut sich kein Sternerestaurant so viele á la carte-Gäste an, sondern akzpetiert nur Reservierungen, die ein Menü wählen. Noch wird das "Wahllokal" aber nicht so gebucht, daß man wochenlang vorher reservieren muß. Deshalb akzeptiert man Gäste auch ohne Reservierung und riskiert, wenn es denn mehr werden als erwartet, "abzusaufen". Andererseits: Neu eröffnete Restaurants brauchen bis zu zwei Jahre, um sich so zu etablieren, daß sie in der Regel ausgebucht sind. Das "Wahllokal" hat in den wenigen Wochen seiner Existenz bereits viele Lobeshymnen aus der lokalen Presse eingesammelt, so daß man darauf warten kann, bis die professionelle Restaurantkritik testet. Geht das gut aus, wird man mehr Reservierungen bekommen und den Personaleinsatz besser planen können. Bis dahin könnte man mit Events, bei denen man den Abverkauf von Menüs "erzwingen" kann, sich die Arbeit erleichtern. Wie zu hören ist, ist ein Valentinsdinner, das am Tag nach unserem Beisammensein im "Wahllokal" angeboten worden ist, sehr gut angenommen worden.
  • Das Getränkeangebot (Getränkekarte (PDF)) besteht überwiegend aus regionalen Getränken und solchen, die man selten findet. Zum Beispiel gibt es das Bier- und Limonadensortiment der Ökobrauerei Neumarkter Lambsbräu und Mineralwasser der Rheinsberger Preussenquelle und der Spreequelle. Auf der anderen Seite ist das Getränkeangebot bei Spirituosen zu schmal und teilweise zu belanglos. "Moskovskaja" säuft jeder Straßenköter und bei "Sherry Medium" fehlt die Angabe einer interessanten Marke. Eine gewisse Auswahl an Bitters und Obstbränden würde vielleicht den einen oder anderen Gast, der Lust hat, mehr Geld auszugeben, verwöhnen (und mehr Geld in die Kasse spülen).
  • Das Weinangebot ist gut und preisgünstig. Wie meine bloggenden Weinkenner erzählt haben, haben ihnen aber ein paar hervorragende, außergewöhnlichen Tropfen gefehlt. Ein Sternerestaurant hat in der Regel einen erheblichen Weinkeller. Den muss man sich aber nicht unbedingt leisten, sondern kann sich Wein auch "just-in-time" liefern lassen, etwa wöchentlich, wenn man weiß, was in der kommenden Woche los sein wird.
  • Der für uns zuständige junge Kellner war sehr freundlich und zuvorkommend, aber zumindest bei uns, wohl wegen der überraschend vielen anderen, unangemeldeten Gäste, etwas überfordert. Es wurde zwar bedient, aber nicht zusätzlich verkauft (mehr Wein, Digestifs, Kaffee). Solange man den Personaleinsastz nicht besser planen kann, ist es hilfreich, wenn man den Gästen die Getränkeauswahl erleichtert, etwa durch Weinempfehlungen zu den einzelnen Gängen. Ich denke, viele Gäste hätten auch nichts dagegen, wenn man sie aktiv zum Überraschungsmenü oder einem anderen Menü mit Weinbegleitung berät, auch wenn dies vordergründig dem Konzept "Wahllokal" widerspricht, bei dem die Gäste kreuz und quer Menükomponenten auswählen können.
Vor meinem Restaurantbesuch hatte ich Bedenken gegen das Raumkonzept, genährt aus Online-Restaurantbewertungen und Rezensionen, in denen der hintere Teil des Gastraums mit den vielen, kleinen Tischen auf einer großen Treppe herausgestellt wird. Vor Ort habe ich das dreigeteilte Raumkonzept als sehr ansprechend empfunden, weil es Optionen bietet:
  • An der großen Theke kann man den Köchen beim Kochen zuschauen und, vor oder nach der Rush Hour, ein Schwätzchen halten.
  • Der mittlere Teil des Restaurants besteht aus drei sehr langen Tischen, an denen normalerweise wenigstens 12 Gäste Platz finden.
  • Im hinteren Teil finden Singles, Pärchen und kleine Gruppen Platz auf einer großen Treppe. Wider Erwarten waren gerade die Tische ganz oben besonders beliebt.
  • Unbedingt sehenswert ist die Toilette. Aber die schauen Sie sich besser einmal selbst an!
Die Tische sind, ein Zugeständnis an das "Kantina"-Konzept wie auch, um Plätze zu schaffen, schmal und bieten eigentlich zu wenig Oberfläche, um sie anspruchsvoll decken zu können (um so mehr ist ein flinker Service notwendig, der leere Teller, Flaschen und Gläser entführt). Aber so kommen sich de Gäste nahe, was das Gespräch fördert.

Was mich aber am meisten im "Wahllokal" beeindruckt hat, ist die in unseren Gesprächen, aber auch online, etwa auf dem Bewertungsportal Qype, gezeigte Bereitschaft, sich der Kritik zu stellen, und das stete Bemühen, jeden Tag ein bißchen noch besser zu werden.

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im "Wahllokal". Vielleicht haben Sie Lust, mal dort essen zu gehen und mir zu berichten, wie es Ihnen gefallen hat?

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Restaurant "Wahllokal", Berlin: Souschef Sascha Ludwig.

Für die Abendküche im "Wahllokal" in Berlin, in dem wir beim Blog trifft Gastro 2010 zu Abend gegessen haben, zeichnet der Souschef Sascha Ludwig verantwortlich. Weil an diesem Abend soviel los gewesen ist, hat auch Oliver Kellermann, der Mitinhaber und Küchenchef, der die Tagesküche leitet, an der Front gekocht.

Gegessen habe ich aus Zeitgründen an diesem Abend leider nur zwei Gänge à la carte:
  • eine Kartoffelsuppe mit Sesam-Mangold, Kaninchenfilet und Kürbis-Chutney als Vorspeise
  • ein Doppelpack vom Brandenburger Hirschkalb, Keule geschmort / Rücken gebraten, mit Oliven-Krokant-Kruste, einem Püree von weißen Zwiebeln, Spitzkohl und Preiselbeer-Pfeffer-Jus.
Bei meinem nächsten Berlin-Besuch werde ich sicherlich mehr Zeit mitbringen und keinen Gang auslassen. Das Essen im Wahllokal ist, wenn es immer so schmeckt, bereits auf dem Niveau eines Ein-Sterne-Restaurants. Dies ist kein Wunder.

Souschef Sascha LudwigSascha Ludwig hat einen beeindruckenden Lebenslauf: Vor seinem Engagement in Berlin war er Privatkoch in Monaco und hat zuvor seit Juni 2008 als Souschef beim Ferran-Adria-Schüler Christiano Rienzner im Restaurant Maremoto gearbeitet. Vom Januar bis Mai 2008 war er Chef de Partie im benachbarten Ein-Sterne-Restaurant "Brandenburger Hof" (17 Punkte Gault Millau). 2007 arbeitete er im Ein-Sterne-Restaurant Gut Lärchenhof (18 Punkte Gault Millau) in Pulheim-Stommeln und von Mai 2006 bis Januar 2007 im Relais & Chateaux Hardenberg Burghotel (15 Punkte Gault Millau).

Seine Ausbildung zum Koch absolvierte er im Hotel Föhrenhof in Farchant und im Hotel am Badersee in Grainau. Danach folgten Tätgikeiten im Hotel Bad Schachen, im Parkhotel Weggis, im Relais & Chateaux Hardenberg Burghotel und im Restaurant Gut Lärchenhof. Zwischendurch machte Sascha Ludwig noch ein Praktikum Restaurant La Vie in Osnabrück (2 Sterne, 19 Punkte Gault Millau). (Anmerkung für Branchenfremde: ein so häufiger Jobwechsel ist in der Gastronomie, insbesondere bei Köchen, kein Zeichen für Unstetigkeit, sondern, wenn es sich um gute Häuser handelt, Ausdruck und Beweis des Wunsches, möglichst viel zu lernen, viele regionale Küchen, Kochstile und Führungsmethoden aufzusaugen und das Beste daraus sich anzueignen.)

(Foto: Wahllokal).

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Sonntag, Februar 14, 2010

Bettensteuer - Sündenfall der Kommunen?

Erfurt, den 12. Februar 2010 / Mit einer Sonderabgabe für Übernachtungen würden so manche Kommunen gern ihren Haushalt aufbessern. Die Stadt Weimar hatte es einst vorgemacht und die sogenannteTourismusförderabgabe eingeführt. Zwei Thüringer Kommunen hatten daraufhin vor einigen Jahren die Idee, es der Stadt Weimar gleich zu tun und wollten ebenfalls eine derartige Abgabe prüfen. Damals ohne Ergebnis.

Nun ist dieses Thema plötzlich, aufgrund der Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen, wieder ins Blickfeld vieler Kommunen gerückt. Nicht nur die Stadt Köln ist auf diesem Gebiet seit Anfang des Jahres aktiv geworden.

Auch Thüringer Kämmerer wurden beauftragt, zu prüfen, inwieweit die Einführung einer Bettensteuer umsetzbar wäre. Die Kommunen begründen ihre Überlegungen damit, dass ihre Kassen klamm sind und Einnahmen generiert werden müssen.

Gudrun Münnich, die Präsidentin des DEHOGA Thüringen, sagt dazu:
"Unsere Gäste zur Kasse zu bitten, ist zum einen absurd und zum anderen gerade nicht geeignet, den Tourismus weiter aufzubauen und die vorhandenen Arbeitsplätze zu sichern. Die finanziellen Sorgen der Kommunen sind mir bekannt. Ich selbst sitze in einem Gemeinderat, aber eine neue Abgabe, die Unverständnis sowie Ungerechtigkeit bei unseren Gästen hervorruft und eigentlich nur dazu dienen soll, die Haushaltslöcher unserer Kommunen zu stopfen, können wir nicht akzeptieren."
"Ich als Unternehmerin kann auch nicht meine Preise willkürlich gestalten, ohne den Markt und meine Kunden zu berücksichtigen. Nein, ich muss vorab meine Kosten im Blick haben, entsprechend reagieren und gegebenenfalls notwendige Anpassungen machen,"
so Münnich weiter.

Die Senkung der Mehrwertsteuer schafft gerade für die Hotellerie die kleinen, aber dringend benötigten Spielräume, insbesondere für Investitionen und für die Sicherung unserer Arbeitsplätze, nämlich auch durch Verbesserung der Qualität und Attraktivität für unsere Gäste.

Dies wiederum bringt den Kommunen doch Einnahmen über den Anteil an der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer sowie der Gewerbesteuer. Diese Einnahmen werden möglicherweise durch neue Abgaben und dann nachlassende Nachfrage leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

Der Geschäftsführer des DEHOGA Thüringen, Dirk Ellinger, führt dazu aus:
"Wir können eine neue, wie auch immer benannte und geartete zusätzliche, unsere Branche belastende Abgabe, zumal diese weder durch das Thüringer Kommunalabgabengesetz gedeckt noch im Einklang mit dem Grundgesetz stehen kann und schon gar keine örtliche Aufwandsteuer ist, nicht hinnehmen. Wir werden, wenn tatsächlich Satzungen von Kommunen in diese Richtung normiert werden, alle rechtlichen Schritte dagegen unternehmen, dass diese keine Wirkung werden entfalten können.

Gern sind wir bereit für Gespräche mit den Kommunen, um über Partnerschaft und Entwicklung des Tourismus zu sprechen und alles dafür zu tun, um diesen nach vorn zu bringen,"
so Ellinger weiter.

(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Thüringen).

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Nuernberger Bio-Gastrofuehrer.

Logo Biofach 2010Ein Führer durch die Nürnberger Bio-Gastronomie (Print) ist nicht nur an den Info-Countern der Biofach vom 17. bis 20. Februar 2010 erhältlich, sondern auch in der Tourist-Information, im Bürgerinformationszentrum und bei der der Congress- und Tourismuszentrale.

Auch außerhalb des Messegeländes soll das Thema "Bio" erlebbar sein, etwa in Restaurants oder im Lebensmittelhandel. Deshalb haben die Mitglieder des Aktionsbündnisses "Bio in der Stadt" unter anderem einen Bio-Gastroführer herausgegeben, der Nürnberger und Messebesucher gleichermaßen darüber informiert, wo in der Metropolregion Speisen und Getränke aus ökologischem Anbau erhältlich sind. Auch visuell ist die BioFach in der Stadt präsent: Große Plakate weisen darauf hin, dass sich in den kommenden Tagen die weltweite Bio-Community in Nürnberg trifft. Im grauen Winter sind es warme Farbtöne, die das nahende Frühjahr versprechen.

Angesichts der Aktualität der Themen ökologischer Landbau und Bio-Produkte hat sich das Aktionsbündnis „Bio in der Stadt“ gebildet, deren Mitglieder u. a. die Industrie- und Handelskammer Nürnberg, die Bio-Innung e.V., das Umwelt- und das Wirtschaftsreferat sowie die NürnbergMesse sind.
"Immer mehr Menschen legen Wert auf naturbelassene Lebensmittel und eine gesunde, ökologische Lebensweise. Die BioFach als Weltleitmesse hat eine wichtige Botschafterfunktion für Nürnberg, um das Bild eines attraktiven Lebensumfeldes und Wirtschaftsstandortes zu vermitteln. Die internationale Messe-Atmosphäre ist auch in der Innenstadt spürbar. Nach einem erfolgreichen Messetag können die Besucher aus einem reichhaltigen Angebot an Events, Shopping, Dinner und Nightlife wählen. Wir wollen uns unseren Gästen von der besten Seite zeigen"
sagt Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck.

Nun soll anlässlich der bevorstehenden Messe "Bio" buchstäblich in aller Munde sein. Das Aktionsbündnis hat einen Gastroführer (Auflage: 30.000 Expemplare) herausgegeben, der zeigt, in welchen Restaurants tatsächlich Lebensmittel aus ökologischem Anbau auf den Tisch kommen: für Genießer aus der Region, die eine Bio-Metropolregion werden möchte, aber auch für die Fachbesucher und für tausende von Mitarbeitern der Messeaussteller.

Diese erhoffen sich wieder inspirierende Messetage:
"Branche und Weltleitmesse bieten derzeit erfolgreich der Krise die Stirn. Während andere Wirtschaftssegmente deutliche Einbußen hinnehmen müssen, finden Bio-Produkte immer noch neue Anhänger – über 90 Prozent der deutschen Konsumenten entscheiden sich beim Einkauf auch für Bio-Produkte"
so Claus Rättich, Mitglied der Geschäftsleitung der NürnbergMesse. Für wissenshungrige Fachbesucher unverzichtbar sei natürlich auch der BioFach-Kongress und das VivanessForum der begleitenden Naturkosmetik-Fachmesse. Zuletzt informierten sich dort weit über 8.000 Fachleute.

"Bio" ist das ganze Jahr über in Nürnberg zu Hause. Zu den Aktivitäten der schon mehrere Jahre bestehenden Arbeitsgemeinschaft Biomodellstadt gehören die jährliche Bio-Brotboxaktion, Workshops und "Sinnesschulen" für Schulen und Kindertagesstätten, der Bio-Erlebnistag im Sommer auf dem Hauptmarkt und natürlich die Messe selbst. Außerdem ist Nürnberg als einzige deutsche Stadt Mitglied des europäischen Zusammenschlusses "Citta del BIO".
"Nürnberg steht zu Bio, denn der ökologische Landbau schont Böden und Wasser, fördert die natürliche Artenvielfalt und trägt in hohem Maße dazu bei, unser Klima zu schonen. Die beste Wahl sind Lebensmittel, die sich durch drei Eigenschaften auszeichnen: Bio, regional und saisonal"
sagt denn auch Dr. Peter Pluschke, Umweltreferent der Stadt Nürnberg. Bis 2014 hat sich die Biomodellstadt zum Ziel gesetzt, den Anteil an Bio-Lebensmittel in Schulen, Kindertagesstätten sowie auf Wochenmärkten auf über die Hälfte zu steigern.

(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

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Die Biofach twittert.

Logo Biofach 2010Die Biofach 2010 in Nürnberg hat einen Twitter-Account: @Biofach_Messe.

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Donnerstag, Februar 11, 2010

Das Programm von "Blog trifft Gastro 2010" in Berlin.

Helmut Adam von Mixology, der netterweise das diesjährige Treffen Blog trifft Gastro 2010 in Berlin am 13. Februar 2010 organisiert, hat uns das Programm mitgeteilt.

Stand: 11.2.2010.

Für Blog trifft Gastro 2010 haben wir uns mehrere gastronomische Schwerpunkte einfallen lassen. Zum einen wollen wir unseren Besuchern natürlich Einblick in unsere Barwelt gewähren, zum anderen aber auch einen Querschnitt der pulsierenden Gastroszene der deutschen Hauptstadt präsentieren.

Als Schwerpunkt des Programms gibt es daher eine Führung durch drei verschiedene Hotels, die in jüngster Zeit an der Rosenthaler Strasse eröffneten. Diese Gegend sieht derzeit ein wahres Feuerwerk an Gastronomieeröffnungen und bringt Dynamik in einen Bezirk zurück, der durch die permanente Ansiedlung von Flagship Stores und den damit verbundenen Mietpreiserhöhungen über die Jahre gastronomisch etwas ausgeblutet wurde.

Jedes dieser Hotels hat einen anderen Eigentümer und ein anderes Konzept. Wir werden einen Einblick in die Abläufe bekommen, über Schwierigkeiten, die bei der Eröffnung auftraten und die Gästezielgruppen, die jeweils erreicht werden sollen. Am Abend werden wir ein interessantes Restaurantkonzept besuchen, um auch diesen Aspekt abzudecken.

Den anreisenden Bloggern, unseren publizierenden Kollegen, wollen wir von Mixology natürlich auch einen Einblick in unsere Arbeitsweise geben. Wir zeigen Euch, wo wir arbeiten, wo Mixology entsteht und was wir neben dem Magazin für andere Projekte betreuen. Selbstverständlich gehört auch eine Bar Tour durch flüssige Berliner Hotspots dazu, die den Programmtag abschließen wird.

Freitag, den 12.2.2010

Pasta Divina, Kollwitzstr. 88, 10435 Berlin. Hier einige Informationen für die am Freitag anreisenden Blogger. Gerhard Schoolmann möchte die "Pasta Divina" besuchen. Interessierte sind aufgefordert, sich anzuschließen.

Rum Club, 10961 Kreuzberg. Später treffen sich einige Blogger im "Rum Club" zur Cachaca Night. Das um 21 Uhr beginnende Tasting kostet 15 Euro.

Samstag, den 13.2.2010

Frühstücksempfehlung in Mitte: Café Fleury, Weinbergsweg 20, 10119 Berlin.

Ab 11:00 Uhr:

"The Circus Hotel", Rosenthaler Straße 1, 10119 Berlin. Spätes Frühstück im Fabisch (Circus Hotel). Wir haben einen Tisch im Wintergarten für uns. Das Fabisch hat deutsche Küche und eine wohlsortierte Bar für diejenigen, die es schon früh nach einem guten Tropfen dürstet. Das Fabisch offeriert Wlan, ist gemütlich und wird der Ausgangspunkt für das Programm von Blog trifft Gastro 2010 sein.

Anreise per Auto: Ich empfehle sehr, das Auto in Berlin auf einem Hotelparkplatz stehen zu lassen. In Berlin selbst macht es keinen Sinn, sich über mehrere Stationen tagsüber und nachts mit dem Auto zu bewegen. Bahn, Bus und Taxi sind schneller und effektiver. Das Fabisch liegt direkt an der U-Bahnstation Rosenthaler Platz.

Ca 13:00 Uhr

Wir bekommen von Barmanager Jared Goldman eine kurze Vorstellung zum Circus Hotel, das aus dem Circus Hostel gegenüber am Rosenthaler Platz hervorgegangen ist.

Ca 13.30 Uhr:

Hotel Amano, Rosenthaler Straße 65, 10119 Berlin. Wir spazieren die paar Meter hinunter zum Amano Hotel, wo uns das Konzept dieses kürzlich eröffneten Hotels erklärt wird. Das Amano Hotel hat neben einer Bar attraktive Freiflächen und eine Reihe von ins Hotel integrierten Apartments. Die Inhaber bauen derzeit zwei weitere Hotels in Berlin.

Ca 14:15 Uhr

Hotel Casa Camper, Weinmeisterstraße 1, 10178 Berlin:

Wieder nur ein paar Schritte entfernt ist die Casa Camper, die nagelneue zweite Dependance des von den bekannten spanischen Schuhmachern entwickelten Gastro- und Hotelkonzeptes. Der Manager des ambitionierten Restaurants "Dos Palillos" im Erdgeschoss der Casa Camper, Matthias Reeder, wird uns die verschiedenen Bereiche des neuen Objektes nahebringen.

Ca 15:00 Uhr

Mixology, Schlesische Str. 28, 10997 Berlin. Wir machen uns auf ins Mixology-Büro in Kreuzberg. Wir zeigen, wo das Magazin entsteht, und rüsten uns dann an der Mixology-Bar mit einem Aperitif für den beginnenden Abend.

Ca 18:00 Uhr

Wer ins Hotel zurück will, um sich auszuruhen und frisch zu machen, hat jetzt die Zeit dafür.

20:00 Uhr

"Wahllokal", Friedrichstraße 122/123, 10117 Berlin Mitte.

Abendessen im Wahllokal, einem neuen Restaurantkonzept in Berlin Mitte.

22:00 Uhr

Wir lassen den Abend mit einer kleinen Bar Tour ausklingen, die uns in unterschiedliche Barkonzepte bringt.

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