Gastgewerbe Gedankensplitter



Donnerstag, Juli 29, 2010

048




Mittwoch, Juli 28, 2010

Kalte Hintern werden geretttet.

Moderne, kurzwellige Infraot Heizstrahler machen es möglich. Jeder H...... und jeder A.... wird in diesem Jahr nicht kalt herumsitzen müssen. Immerhin könnte es Ihrer oder meiner sein. Viel schlimmer aber wenns die Ihrer Gäste sind! Nun, in der Tat, diese Modernen Heizstrahler, die sogar (laut ARD Technik Bericht) sehr gut sind, haben es wirklich in sich. Sonderpreis z.Zt. (2000 Watt IP65) 199,-€), ca. 5000 Std. Betriebsdauer der HeLen Goldröhre, einfache Montage z.B. an der Wand. Und so ein Gerät schafft schon mal Wärme für bis zu 16 m2! Perfekt für Terrasse, Balkon etc. IP65 bedeutet, Strahl bzw. Schwallwasser geschützt. Die Geräte funktionieren auch im Aquarium;-)). Soll heißen, auch Regen und Schnee können diesen Geräten nichts anhaben. In der "Virtuellen Gastro Messe" hier im Portal ist ein Bild, auf dem ein voller Wasserstrahl so ein Gerät im Betrieb trifft! Resultat: Das Wasser wurde wärmer. Dem Gerät selbst ist nichts passiert. Das meint IP65. Diese Infrarot Heizstrahler gibt es bei http://maxx4y.eu

Joey's Pizza startet Ausbildungsoffensive.

Bis 2015 will Joey's Pizza sein Engagement in der systemgastronomischen Ausbildung weiter ausbauen und rund 500 Fachleute ausbilden. Berufsbild Fachfrau/-mann für Systemgastronomie bietet vielfältige Perspektiven und Karrierechancen bis zum selbstständigen Franchise-Unternehmer.

Hamburg. Wer heute eine Ausbildung in der Systemgastronomie macht, dem bietet sich später ein abwechslungsreiches Berufsfeld. Mit einem umfassenden Wissen vor allem in Marketing, Personalführung und Controlling ermöglicht die Ausbildung den Einstieg in die Fast-Food- bis zur Warenhausgastronomie. Ob Schichtführer, Restaurantleiter oder Franchise-Partner – die Aufstiegschancen sind vielfältig.
"Rund 90 Prozent der Azubis werden von unseren Franchise-Betrieben übernommen"
so Karsten Freigang und Friedrich Niemax, Geschäftsführer Joey's Pizza Deutschland.
"Denn der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern steigt."
Ausbildungsberuf mit Zukunft

Rund 100 Azubis will Joey's jährlich zu Fachleuten für Systemgastronomie ausbilden. Aktuell werden bei Joey's bundesweit 140 Azubis ausgebildet. Von den Unternehmen der Fachabteilung Systemgastronomie des DEHOGA hat Joey's damit nach McDonald's und Burger King die meisten Ausbildungsverhältnisse1.
"Nach der Ausbildung bieten wir guten Azubis dann die Möglichkeit, sich mit einem eigenen Joey's selbstständig zu machen"
so Freigang. Diese Chance hat auch Steffen Tyllich genutzt. Als Joey's Azubi unter den Top 3 beim Nationalen Azubi-Award Systemgastronomie 2009 des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA Bundesverband), eröffnet der 22-jährige im August mit einem Freund seinen eigenen Joey's in Berlin.

Ein spezielles Karriereprogramm der Systemzentrale begleitet dabei Joey's Mitarbeiter beim Auf- und Ausbau ihres eigenen Betriebs. In der Joey's Akademie werden Trainings für den Azubi-Award und Seminare zur Mitarbeiterförderung angeboten, die die Franchise-Partner in der Aus- und Fortbildung ihrer Teams unterstützen.
"Im Nachwuchs liegt unsere Zukunft. Deshalb haben wir vor zwei Jahren auch ein Jahrestreffen unserer Azubis eingeführt, bei dem der Zusammenhalt und die Identifikation mit Joey's gefördert werden sollen."
so Freigang.

Qualifizierten Branchennachwuchs sichern

Erst vor 12 Jahren ins Leben gerufen, erhält die vergleichsweise junge Ausbildung zum Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie immer mehr an Bedeutung.
"Die Systemgastronomie gilt heute als Wachstumsmotor für das gesamte Gastgewerbe"
erklärt Sandra Warden, Geschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbands.
"Das Thema Aus- und Weiterbildung hat eine große Bedeutung zur Sicherung des Managementnachwuchses und damit für das Einzelunternehmen genauso wie für die ganze Branche."
Über 7.000 Azubis gab es im letzten Jahr in der Ausbildung zum Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie. Doch immer noch zu wenige Schulabgänger wissen um die Chancen in der Systemgastronomie.
"Über 60 Joey's Betriebe suchen derzeit noch Azubis für das neue Ausbildungsjahr"
so Freigang.
"Gefragt für die dreijährige Ausbildung sind junge Menschen, die belastbar sind, kaufmännische und kommunikative Fähigkeiten mitbringen sowie Freude am Umgang mit Menschen haben und gerne im Team arbeiten."
Eine Gesamtübersicht über freie Ausbildungsplätze bei Joey's gibt es unter: www.joeys.de/jobs/ausbildungInformationen zur Ausbildung Fachfrau/-mann für Systemgastronomie unter www.gast-star.de.

1988 gegründet ist Joey's Pizza, Hamburg, einer der 10 größten Gastro-Franchise-Geber und als umsatzstärkster Pizza-Lieferservice in Deutschland (food service, Studie Top 100 3/2010) Teil dieser Spitzengruppe. 2009 erwirtschaftete Joey's einen Gruppenumsatz von 80,3 Mio. Euro. Als eines von 23 Ausbildungsunternehmen der Systemgastronomie unterstützt Joey's die 2008 ins Leben gerufene Ausbildungsinitiative "Gast-Star" der Fachabteilung Systemgastronomie im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA).

Für seine Leistungen ist Joey's Pizza bereits mehrfach gewürdigt worden: Neben dem Gold Award des Internationalen Centrums für Franchising und Cooperation (F & C), der auf der Grundlage einer im Dezember 2009 durchgeführten Zufriedenheitsbefragung der Franchise-Partner vergeben wurde und dem Testsieg der Studie "bester Pizza-Lieferservice" des Deutschen Instituts für Service-Qualität im Oktober 2009 (Gesamtergebnis überregional und München), zählen der Sonderpreis Franchise-Existenzgründung (2005) des Unternehmermagazins impulse, die Spitzenplätze bei den Baden-Württembergischen Jugendmeisterschaften für Auszubildende in der Systemgastronomie (Juli 2004), der Foodservice-Preis (1997), der Deutsche Franchise-Preis (1996) und der Franchise-Nehmer-Preis (1994) zu den Auszeichnungen, die den Markterfolg des Franchise-Konzepts bestätigen.

Darüber hinaus hat sich Joey´s Pizza 2005 als eines der ersten Franchise-Systeme und erstes Pizza-Delivery Unternehmen dem System-Check des Deutschen Franchise-Verbands (DFV) erfolgreich unterzogen. Das offizielle Prüfsiegel, das Franchise Vertrag und Know-how Dokumentation im Franchise-Handbuch sowie die Zufriedenheit der Franchise-Partner durch Experten überprüft, bescheinigt Joey's die erfolgreiche Umsetzung von Qualitätsstandards im Franchise.


SUBWAY erfolgreichster Fastfoodanbieter bei Facebook.

Köln, 28. Juli 2010. Die amerikanische Sandwich-Kette SUBWAY erobert die deutsche Social Media Welt im Sturm: Die erst im März 2010 veröffentlichte Facebook-Unternehmensseite ist aktuell zur viertgrößten "Fanpage" in Deutschland angewachsen – mit über 31.000 SUBWAY Fans! Und der Zuspruch reißt nicht ab.
"Wir sind besonders stolz darauf, dass die SUBWAY Seite mit nur minimaler Mediaunterstützung zur Bekanntmachung in kürzester Zeit so rasant gewachsen ist"
so Martina Schröder von der zuständigen Social Media Agentur TLGG GmbH aus Berlin.
"Die Fans haben jetzt die Möglichkeit, aktiv und direkt mit dem Unternehmen in den Dialog zu treten. Wir freuen uns über jeden konstruktiven Kommentar!"
SUBWAY in allen Social Media Kanälen erfolgreich

SUBWAY setzt in der Kommunikation 2.0 Maßstäbe. Kein anderer Fastfood-anbieter konnte bisher so erfolgreich im Onlinebereich Fuß fassen. Eine stetig wachsende Twitter-Folgschaft sowie der jüngst veröffentlichte SUBWAY Social Media Newsroom zeigen, dass man hier auf dem richtigen Weg ist.

Für Konzeption und Realisierung aller SUBWAY Social Media Kanäle zeichnet die Berliner Agentur Torben, Lucie und die gelbe Gefahr (TLGG) GmbH verantwortlich. Die redaktionellen Inhalte verantwortet die Jeschenko MedienAgentur Köln GmbH.

Infos zu den Facebook-Statistiken

Über SUBWAY


SUBWAY ist mit über 750 Restaurants eine der größten Fastfood-Ketten Deutschlands. Gegründet wurde das Unternehmen 1965 in den USA, Bridgeport, Connecticut von dem damals 17-jährigen Fred de Luca. Heute gibt es über 33.000 SUBWAY Restaurants in 91 Ländern. Damit ist SUBWAY der größte Franchisegeber weltweit und die Nummer 2 auf dem internationalen Fastfood-Markt. Auf der SUBWAY Speisekarte stehen vor den Augen der Gäste frisch zubereitete Sandwiches sowie Wraps und Salate. Mit dem Angebot frischer Zutaten bietet SUBWAY eine echte Fastfood-Alternative.

(Quelle: Pressemitteilung von Subway Deutschland).

Labels: ,


Lokalverbot für Herrn Sebastian Frankenberger.

Auf Facebook läuft eine üble Kampagne gegen Sebastian Frankenberger, den Initiator des erfolgreichen Volksentscheids für das totale Rauchverbot: "Lokalverbot für Herrn Sebastian Frankenberger".

Labels: , ,


Bayern: Rauchverbot gilt nicht fuer "echte geschlossene Gesellschaften".

Laut den Vollzugshinweisen des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit zum gesetzlichen Rauchverbot unterliegen "echte geschlossene Gesellschaften" in Gaststätten nicht dem gesetzlichen Rauchverbot. Voraussetzung ist, dass die Feier in einem abgetrennten Raum oder in der gesamten Gaststätte stattfinde. Als Beispiele werden "private Familienfeiern mit persönlicher Einladung" genannt, etwa eine Hochzeit, ein Geburtstag, eine Taufe oder eine Vorstandssitzung einer Gesellschaft. Der betreffende Auszug aus den Vollzugshinweisen lautet:
"Bei echten geschlossenen Gesellschaften ist der Kreis der Teilnehmer in der Regel von vorneherein auf eine meist kleine Zahl feststehender, namentlich geladener Personen begrenzt. Der Zutritt wird grundsätzlich nur diesen, im Vorhinein bestimmten, also nicht beliebig wechselnden Einzelpersonen gewährt. Beispiele sind private Familienfeiern mit persönlicher Einladung, wie Hochzeit, Geburtstag, Taufe oder eine unter solchen engen Voraussetzungen einberufene Vorstandssitzung einer Gesellschaft. Hier werden nur bestimmte Einzelpersonen bewirtet.

Durch die Gründung sogenannter Raucherclubs kann das Rauchverbot nicht umgangen werden. Raucherclubs haben eine offene Mitgliederstruktur, das heißt ein Wechsel der Mitglieder ist jederzeit möglich. Sogenannte Raucherclubs sind keine geschlossene Gesellschaft."
Siehe dazu auch meine früheren Beiträge zur Frage, was "geschlossene Gesellschaften" sind:Das bayerische Gesundheitsministerium führt mit den neuen Vollzugshinweisen eine nicht näher erläuterte Unterscheidung zwischen "echten" und falschen geschlossenen Gesellschaften ein.

Labels: ,


Montag, Juli 26, 2010

Marathon-Bier.

Der Deutsche Werberat des Zentralverbands der Deutschen Werbewirtschaft e.V. hilft der Klosterbrauerei Neuzelle bei deren Schinderhannes-Marketing für das "Marathon-Bier": "Brauerei in Brandenburg verstößt gegen Regeln - Gerügt: 'Marathon Bier' und 'flüssige Seelsorge'".

Das "Marathon-Bier" enthält L-Carnitin, ein der Vitamin-B-Gruppe verwandter Stoff.

Bei rund 7% der Beanstandungen von Werbemaßnahmen durch den Werberat folgen die Werbenden nicht der Beanstandung. Dann schaltet der Werberat die Öffentlichkeit ein. Die Redaktionen der Massenmedien erhalten eine Mitteilung über die Rüge, die sich dann in der Berichterstattung und Kommentierung der Presse widerspiegelt. Mit der Rüge verbunden ist der Appell an die Medien, die Werbemaßnahme nicht mehr zu schalten. Damit wird die Klosterbrauerei Neuzelle leben können; sie generiert regelmäßig kostengünstig öffentliche Aufmerksamkt durch Regelverstöße ("Schinderhannes-Marketing").

Labels:


Sonntag, Juli 25, 2010

Hygienestatus frisch gezapfter Erfrischungsgetraenke laesst oft zu wünschen uebrig.

Hessisches Landeslabor hat 65 Proben untersucht, fast jede dritte wurde beanstandet.

Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten zu Recht, dass in der Gastronomie ausgeschenkte oder aus Selbstbedienungsautomaten in Fast Food-Restaurants, Autobahnraststätten, Fitness-Studios und großen Möbelhäusern frisch gezapfte Erfrischungsgetränke wie Tafelwasser, Apfelsaftschorle, Zitronen-, Orangen- und Colalimonade hygienisch und geschmacklich einwandfrei sind. Das Hessische Landeslabor hat 65 Proben dieser Erfrischungsgetränke gemäß den Vorgaben und Anforderungen an Reinigung und Desinfektion für Getränkeschankanlagen untersucht.
"Aufgrund unserer mikrobiologischen Untersuchungen mussten wir 19 Proben (29 %), darunter auch neun Tafelwässer, wegen des Nachweises von coliformen Keimen beanstanden. Bei einem Tafelwasser war neben der Verunreinigung mit coliformen Keimen zusätzlich eine deutlich erhöhte Gesamtkeimzahl festzustellen"
teilte der Direktor des Hessischen Landeslabors, Prof. Dr. Hubertus Brunn in Gießen mit.
"Coliforme Keime sind Bestandteil einer gesunden Darmflora bei Mensch und Tier. Kommen diese in Lebensmitteln und Getränken vor, ist das ein Hinweis auf Hygienemängel"
erklärte Brunn.
"Dazu zählen falsche Handhabung der Geräte, unzureichende Reinigung und Desinfektion, fehlende bzw. ungenügende Wartung der Geräte sowie unzureichende Kühlung der Getränke. Die verantwortlichen Betriebe haben wir umgehend auf die Beanstandungen hingewiesen"
so Brunn abschließend.

Die in gleicher Weise untersuchten Nachproben, die in der Regel nach einer umfangreichen Reinigung der Getränkeschankanlage entnommen wurden, waren bis auf ganz wenige Ausnahmen unauffällig. Der Geruch und Geschmack der getesteten Getränke war bis auf eine der insgesamt untersuchten 65 Proben einwandfrei.

Labels:


Warum der Bar Convent Berlin erfolgreich ist.

Helmut Adam zählt die Gründe auf, warum der Barconvent in Berlin sich in den letzten vier Jahren zu einer der führenden Veranstaltungen in Europa gemausert hat: "Bar Convent Berlin geht in sein viertes Jahr", in: Mixology vom 20. Juli 2010.

Negativ gewendet werden die Gründe deutlich, warum andere Messen, wie etwa die Gastromesse in München, gefloppt sind.


Donnerstag, Juli 22, 2010

Gastgewerbeumsatz im Mai 2010 real um 4,1% gesunken.

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten die Unter­nehmen des Gastgewerbes in Deutschland im Mai 2010 nominal 1,5% und real 4,1% weniger um als im Mai 2009. Der Umsatz im Gastgewerbe war im Mai nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal 1,3% und real 1,5% niedriger als im Vormonat April.

Das Beherbergungsgewerbe erzielte im Mai 2010 einen nominalen Umsatzzuwachs von 1,5% gegenüber Mai 2009 (real - 3,6%). In der Gastronomie wurden nominal 3,4% und real 4,5% weniger als im Mai 2009 umgesetzt. Innerhalb der Gastronomie verzeichneten die Caterer einen Umsatzrückgang von nominal 0,4% und real 1,4%.

Von Januar bis Mai 2010 setzte das Gastgewerbe in Deutschland nominal 0,2% und real 2,9% weniger um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Labels:


Dienstag, Juli 20, 2010

Hessische Gaststaetten kommen nicht aus dem Minus.

Nach ersten Ergebnissen für die Monate Januar bis Mai 2010 stiegen die Umsätze im hessischen Gastgewerbe, verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Jahres 2009, nominal um gut ein Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, war dies nach Ausschaltung der Preisveränderungen real aber ein Minus von 1,5 Prozent. Damit hat sich die negative Entwicklung im hessischen Gastgewerbe real weiter fortgesetzt.

Im Beherbergungsgewerbe nahmen die Umsätze im Vergleichszeitraum nominal um gut fünf Prozent zu; real blieben sie allerdings auf dem Niveau des Vorjahres. Im Gaststättengewerbe blieb der Umsatz dagegen nominal um gut ein Prozent unter dem Vorjahresergebnis, was real einem Minus von fast drei Prozent entsprach. Die Kantinen und Catering-Unternehmen waren nominal um annähernd ein Prozent und real um fast zwei Prozent im Minus.

Durch die Abnahme der Zahl der Teilzeitbeschäftigten um annähernd drei Prozent, bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Vollbeschäftigten um gut drei Prozent, sank die Zahl der insgesamt Beschäftigten im Vergleichszeitraum um knapp drei Prozent.

Labels: ,


Montag, Juli 19, 2010

Frisch aufgebacken.

Das Aufbacken von Fertigteiglingen gilt als sogenanntes "Minderhandwerk". Es sind keine wesentlichen Tätigkeiten aus dem Kernbereich eines Handwerks, sodass keine Qualifikation vorliegen muss und die Eintragungspflicht in die Handwerksrolle entfält. Auf dieser Unterscheidung basiert im Wesentlichen das Konzept von Discountbäckern. Man kann auf einen Meister, ausgebildete Bäcker verzichten und erspart sich die Kosten der Mitgliedschaft in der Handwerkskammer.

Da viele Bäckerbetriebe des Handwerks auch in ihren eigenen Betrieben auf das Aufbacken von Fertigteiglingen nicht verzichten, verschwimmen für viele Kunden die möglichen Qualitätsunterschiede zwischen handwerklich hergestellten Brötchen und Brot und aufgebackenen Fertigteiglingen. So schreibt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks selbst:
"Der größere Umsatz je Betrieb begünstigt die Einführung neuer Technologien: Mehlsiloanlagen, Teigstraßen, EDV-gesteuerte Vertriebssysteme, Öfen und Kühlanlagen sind in Handwerksbetrieben keine Seltenheit mehr. Sie ermöglichen eine effiziente, flexible Produktion und gleichzeitig die Herstellung einer größeren Produktvielfalt. So können z. B. die selbst hergestellten Teiglinge über Nacht gekühlt gelagert und am nächsten Tag in der Backstube oder im Verkaufsraum gebacken werden."
Was bleibt ist der erhebliche Preisunterschied.

Seit einigen Monaten ärgert Aldi-Süd das Bäckerhandwerk noch mehr. In vielen Aldi-Filialen finden die Kunden Automaten, die auf Knopfdruck aufgebackene Fertigteiglinge auswerfen und ggfs. weitere aufbacken. Ich habe deren Qualität getestet. Wenn sie gerade frisch aufgebacken sind (am besten also, wenn sich eine Reihe wartender Käufer gebildet hat), schmecken sie warm nicht schlecht, besser als manche stundenlang herumliegenden Brötchen von Discountbäckern oder Bäckern. Nach einiger Zeit krümmeln sie genauso wie andere aufgebackene Fertigteiglinge.

Erkennbar, zumindest in der Aldi-Filiale in der Nähe meines Wohnorts wird das Angebot rege angenommen. Das verärgert offensichtlich das Bäckerhandwerk. Statt sich auf die Qualität handwerklicher Produkte zu besinnen, zieht man vor Gericht: Juristisch geht es darum, ob die Kunden den Unterschied zwischen Aufbacken und Backen verstehen und irregeführt werden, wenn Aldi damit wirbt, den ganzen Tag Brot und Brötchen frisch zu backen.

Ein Nebenkriegssschauplatz ist, daß die von Aldi-Süd ausgepriesenen Produktbezeichnungen anders verwendet als in den Leitsätzen für Brot- und Kleingebäck der Deutschen Lebensmittelbuchkommission definiert. Das Roggenmischbrot enthalte zu wenig Roggen, das Dinkelvollkornbrot zu wenig Dinkel. Ein Urteil insoweit könnte interessant werden, denn die "Leitsätze" sind kein Gesetz, sondern ziemlich obskure Regeln, die wenig transparent weiter entwickelt werden. Sie dienen weniger dem Verbraucherschutz als den Brancheninteressen der jeweiligen Handwerke. Siehe dazu:

Labels:


NRW-Gastgewerbe im Mai mit Umsatzrueckgaengen.

Düsseldorf (IT.NRW). Das nordrhein-westfälische Gastgewerbe setzte im Mai 2010 nominal 4,4 Prozent weniger um als im Mai 2009. Wie Information und Technik Nordrhein Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sanken die Umsätze real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 6,6 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe war um 4,8 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Für den Zeitraum Januar bis Mai 2010 ermittelten die Statistiker für das Gastgewerbe Umsatzrückgänge von 4,0 Prozent (nominal) bzw. 6,3 Prozent (real) gegenüber den ersten fünf Monaten des Vorjahres. (IT.NRW).

Labels: ,


Samstag, Juli 17, 2010

Hitzeopfer.

Ilse Aigner, Quotenfrau und Bundesverbraucherschutziministerin, lobt, Facebook sei zu einem "Einwohnermeldeamt für die ganze Welt" geworden: "Kriminalbeamte fordern Ausweispflicht fürs Internet", in: Handelsblatt vom 17. Juli 2010.

Klaus Jansen, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, verlangt einen "Reset-Knopf für das Internet", mit dem das Kanzleramt Deutschland im Ernstfall sofort vom Netz nehmen könne: "Kriminalbeamte fordern Ausweispflicht für das Internet und verdeckte Ermittlungen in sozialen Netzwerken", in: Neue Osnabrücker Zeitung vom 16. Juli 2010.


Donnerstag, Juli 15, 2010

Bei der GEZ abmelden.

Die GEZ ist auch lustig. Anmelden kann man sich online. Abmelden nur per FAX oder Schneckenpost. Die GEZ schreibt dazu:
"Im Zweifel müssen Sie nachweisen können, dass die Abmeldung der GEZ zugegangen ist."
Das heißt wohl praktisch, daß man dazu ein Einschreiben mit Rückschein verwenden sollte.

Außerdem behauptet die GEZ, man müsse die Abmeldung begründen:
"Eine wirksame Abmeldung müssen Sie mit Tatsachen begründen, aus denen sich eindeutig ergibt, dass Sie kein Rundfunkgerät mehr zum Empfang bereithalten. Eine bloße Kündigung oder Erklärung, es würden keine Rundfunkgeräte mehr zum Empfang bereitgehalten, reicht nicht aus."
Ob es ausreicht, festzuhalten, daß man das Fernsehgerät nach der Niederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft im Halbfinale der Fußbwallweltmeisterschaft aus dem Fenster geworfen hat?

Labels:


Mittwoch, Juli 14, 2010

Facebook- Anfaengerfehler: Privates Profil fuer Unternehmen.

Ein Anfängerfehler bei der Vermarktung gastgewerblicher Betriebe per Facebook ist es, nicht zwischen der persönlichen Website (etwa des Betreibers) und der Seite des Unternehmens zu unterscheiden. So hat das Gästehaus "Zum alten Häusla" in Bamberg sich einen privaten Facebook-Account "Zum Alten Häusla angelegt, statt zuerst einen privaten Account (Carolin Wagner als Betreiberin) und dann eine Unternehmensseite (Fanpage) für das Gästehaus.

Warum dies ein Fehler ist, erläutert Facebookmarketing.e in dem Artikel "Anfängerfehler vermeiden: Kein privates Profil für Unternehmen".

Richtig macht es Nick Schünemann, der mit seinem privaten Facebook-Account mehrere Unternehmensseiten auf Facebook eingerichtet hat (für jedes seiner drei Gästehäuser einen eigenen Account) und verwaltet:

Labels:


Beschaeftigte im Gastrobereich nicht angemeldet.

Zoll ermittelt Schaden für die Sozialversicherung in Höhe von 18.000 Euro

Die Geschäftsführer von zwei Freiburger Gastronomiebetrieben haben vom Amtsgericht Freiburg einen inzwischen rechtskräftigen Strafbefehl über 9.000 und 4.500 Euro erhalten. Die beiden haben über einen Zeitraum von zwei Jahren in 49 Fällen Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von rund 18.000 Euro für einen Teil ihrer Beschäftigten nicht abgeführt.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Lörrach kam den Geschäftsführern durch eine verdachtlose Prüfung auf die Schliche. Dabei stellten die Zollbeamten fest, dass größtenteils Beschäftigte mit Minijobs nicht ordnungsgemäß angemeldet wurden.

Die Geldstrafen gegen die Geschäftsführer belaufen sich über 90 Tagessätze zu je 100 und 50 Euro. Neben der Geldstrafe müssen noch die ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge nachgezahlt werden.

Zusatzinformation

Seit dem 1. Januar 2009 sind unter anderem Beschäftigte im Gaststättengewerbe ab dem ersten Arbeitstag durch den Arbeitgeber der Datenstelle der Träger der Rentenversicherung (DSRV) zu melden. Verstöße gegen diese Sofortmeldepflicht können mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Werden Sozialversicherungsbeiträge durch den Arbeitgeber vorsätzlich nicht abgeführt, handelt es sich um ein strafbares Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt. In diesen Fällen reicht das Strafmaß von einer Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren.

(Quelle: Pressemitteilung des Hauptzollamts Lörrach).

Labels:


Dienstag, Juli 13, 2010

Rachs Restaurantschule.

Christian Rach spielt in einer Adaption der britischen Doku-Serie "jamie's kitchen", die ab 2002 in sieben Episoden gezeigt worden ist, die Rolle von Jamie Oliver: "Küche der Hoffnung", in: Süddeutsche Zeitung vom 8. Juli 2010.

"Rachs Restaurantschule" startet am 30. August 2010 auf RTL. Ein Video zur Vorankündigung.

Ich wünsche mir, daß diese Doku-Serie Jugendliche auf die Idee bringt, eine Ausbildung im Gastgewerbe zu beginnen.

Labels:


In memoriam: "Zum Gerdla", Stadtsteinach.

Sie war eine typische Kneipe. Fußballbegeisterte Gäste, deutsche Gerichte wie Pfefferhaxen, gekochte Haxen, Schnitzel, Hähnchen. Im Auschank regionale Biere wie das "Schübel Pils" oder das "Schmäußbräu Dunkel". "Zum Gerdla" von Petra und Gerd Simon in Stadtsteinach in der Nähe von Kronach ist die erste Kneipe, die vom bayerischen Rauchverbot getötet worden ist: "Das 'Simons Gerdla' ist nur noch Geschichte", in: InFranken.de vom 12. Juli 1010. Weitere werden folgen.

Einige Bilder vom "Gerdla". Eigentlich gehören solche Bilder und Einrichtungsgegenstände vom "Gerdla" in das Deutsche Historische Museum.

Labels: ,


Wirtschaftlicher Anbau von Holunder in Deutschland.

Ostheim v.d. Rhön (ku) - 07. Juli 2010. Deutschlands Pioniere im wirtschaftlichen Bio-Holunderanbau hegen die Ernte für 2010, denn seit Mitte Mai blüht der schwarze Holunder in fast ganz Europa. Mittlerweile 20 Erzeuger in Nordbayern und Hessen haben den ökonomischen Nutzen dieser Traditionspflanze erkannt. Der Bio-Bauer Martin Ritter und seine Kollegen bewirtschaften etwa 90 Hektar, von denen 20 Hektar aktuell im Vollertrag stehen. Das freut die Bionade GmbH, denn sie ist der Hauptabnehmer der Holunderbeeren. Mit der Kooperation "Bio-Landbau Rhön" haben Bionade und die regionalen Bauern eine klassische Win-Win-Situation geschaffen und führen sie mit großen Erfolgsaussichten fort.

Bei uns findet man den Holunder häufig in Gärten und an Bachufern. Doch auch der wirtschaftliche Anbau hat in den letzten Jahren in Deutschland zugenommen. 2005 begann Martin Ritter als erster Bio-Erzeuger in der Rhön mit dessen Anbau. Inzwischen bewirtschaftet er acht Hektar. Auch andere Landwirte haben den Mehrwert dieser Frucht erkannt: Heute kultivieren 20 Erzeuger vor allem in der Rhön wie auch im Main-Spessart und bei Schweinfurt diese Beere, denn das nordbayerische Unternehmen Bionade benötigt sie für ihre absatzstärkste Sorte "Bionade Holunder". Diese Frucht braucht etwa vier bis fünf Jahre, bis sie im Vollertrag steht. In 2010 sind etwa 20 Hektar im Vollerwerb, also wird in den nächsten Jahren die Erntemenge durch die Potenzial-Flächen wesentlich steigen.
"Wir rechnen mit etwa sechs Tonnen Dolden pro Hektar"
berichtet Bio-Bauer Martin Ritter, der erste Vertragsanbauer der Bionade GmbH. Gemeinsam mit Peter Kowalsky, Geschäftsführer der Ostheimer Brauerei, engagiert sich der 41-Jährige im Rahmen des Projekts "Bio-Landbau Rhön" für die Produktion der Beerenfrüchte. Als Pionier im Holunder-Anbau kann er seine Kollegen inzwischen mit vielen Tipps und Informationen aus seinem Erfahrungsschatz versorgen.

Sampo oder Haschberg – beide Sorten benötigen sorgsame Pflege
"Jeden Tag müssen die Sträucher vor allem auf Schädlinge geprüft werden. Seitdem wir Wiesenblumen und Kräuter zwischen den Holunder gepflanzt haben, gelingt uns dies sehr gut. Die Läuse sitzen lieber auf den Blumen als auf den Bäumen"
verrät Ritter. Er baut zwei unterschiedliche Sorten an. Dabei hat Bedeutung, dass sie sich zum Einen in der Beerengröße und zum Anderen im Erntezeitpunkt unterscheiden.
"Das bietet uns die Möglichkeit, die Erntesaison zu verlängern und damit auch unsere Arbeitskräfte und Maschinen ökonomischer sowie ökologischer einzusetzen"
so Ritter. Sampo ist die frühreife Sorte. Sie ist wassersparend im Anbau und wird Anfang August geerntet. Die robuste Haschberg ist spätreifend und wird dementsprechend einige Wochen nach der Sampo-Ernte eingefahren. Je nach Wetterlage werden die Dolden Ende August bzw. Anfang September von den Bäumen geschnitten. Im Anbau ist der Holunder relativ unempfindlich, er toleriert die meisten Boden-Arten. Besonders gut gedeiht er auf lehmigem Boden, aber auch auf sehr kalkreichem Boden zeigt er schnelles Wachstum. Ein sonniger Standort wird von diesem Geißblatt-Gewächs bevorzugt, denn auch die Früchte profitieren vom Licht. Unterdessen spalten sich die Geister über den Duft des Holunders: So manchem soll die Holunderblüte unangenehm in die Nase steigen. Das können die Ritters nicht bestätigen. Sie finden den Duft sehr gut.

BIONADE ist ein junges, innovatives Familienunternehmen mit Sitz in Ostheim, im bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön. Anlässlich der Erfindung von BIONADE ging das Unternehmen 1995 aus der dort ansässigen Privatbrauerei Peter hervor. BIONADE ist das weltweit einzigartige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das rein biologisch hergestellt wird – durch Fermentation natürlicher Rohstoffe nach dem Brauprinzip. Mit dieser Innovation schuf BIONADE einen eigenen Markt. Das Unternehmen verwendet gemäß des hauseigenen Reinheitsgebots ausschließlich natürliche Aromen, Extrakte und Säfte, die zu 100 Prozent aus ökologisch zertifiziertem Anbau stammen. Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung, eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur und eine aktive Rolle als Innovator sind weitere Kernwerte der Unternehmensphilosophie.

(Quelle: Pressemitteilung von Bionade).

Labels:


Das Rauchverbot und der Wettbewerb um Raucher.

Der Münchner ÖDP-Stadtrat Tobias Ruff hat in einer Pressemitteilung der ÖDP München ("ÖDP München: Rauchverbot gilt bereits für Jubiläums-Wiesn 2010" vom 11. Juli 2010) behauptet, künftig könne jeder Gastwirt eine zivilrechtliche Konkurrentenklage gegen einen Wirt erheben, der die Durchsetzung des gesetzliche Rauchverbots unterlasse und dadurch möglicherweise den Wettbewerb verzerre.

Daß ausgerechnet ein Befürworter des Rauchverbots unterstellt, es sei ein Wettbewerbsvorteil, wenn ein Gastronom in seinem Betrieb das Rauchen duldet, sollte allen Befürwortern eines Rauchverbots zu denken geben, die wahrheitswidrig behaupten, ein Rauchverbot sei kein Wettbewerbsnachteil für bestimmte Gastronomen, die bislang noch viele Raucher unter ihren Gästen haben.

Labels: ,


Keine Rauchverbotskontrolle bei der Kulmbacher Bierwoche.

Kathrin Hensel, Leiterin der Abteilung 3 (Öffentliche Sicherheit und Ordnung) des Landratsamts Kulmbach, unter anderem zuständig für die Kontrolle des Rauchverbots, sagt über die Frage, ob bei der Kulmbacher Bierwoche vom 31. Juli bis 8. August 2010 die Einhaltung des Rauchverbots kontrolliert werde:
"... man muss wohl Realist genug sein, dass an den Wochenenden oder an den Abenden, wenn im Bierzelt kaum ein Durchkommen ist, auch keine Kontrollen möglich sein werden."
(Quelle: "Raucherclubs gibt's nun nicht mehr", in: Fränkischer Tag vom 5. Juli 2010.

Siehe dazu auch: "Wir alle sind Oktoberfest".

Labels: ,


Sonntag, Juli 11, 2010

Touristische Zielgruppe Schwule und Lesben.

In der heutigen "Welt am Sonntag" ist ein Überblicksartikel über die Zielgruppe Homosexuelle als touristische Zielgruppe erschienen: "Die Entdeckung des 'Pink Dollar'".

Siehe dazu auch früherer Beiträge:

Labels: ,


Samstag, Juli 10, 2010

Maerkte im Visier: Alkoholische Getraenke.

München, 22. Juni 2010. Preisdruck durch den Handel, drohende Steuererhöhung sowie Werbe- und Verkaufsverbote: Die schwierigen Rahmenbedingungen setzen die Alkoholindustrie seit Jahren unter enormen Druck. Dennoch steht das Jahr 2010 für die Alkoholbranche im Zeichen der Erholung. In den ersten vier Monaten dieses Jahres erhöhten die Hersteller alkoholischer Getränke ihre Werbeinvestitionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf über 140 Millionen Euro. Während die Hersteller von Bier, Spirituosen und Sekt vor allem auf TV-Werbung setzen, investieren Weinmarken ihren größten Budgetanteil in Print. Diese Ergebnisse ermittelte der ProSiebenSat.1-Vermarkter SevenOne Media im Rahmen seiner neuen Publikation Märkte im Visier: Alkoholische Getränke auf Basis von Nielsen Media Research-Daten.

Werbeinvestments Sektkellereien lassen die Korken knallen

Einzig die Sektkellereien warben im Krisenjahr 2009 erfolgreich antizyklisch und steigerten ihre Brutto-Werbeinvestitionen um 28 Prozent auf 49 Millionen Euro. Branchen-Primus in Sachen Werbeinvestitionen war Rotkäppchen-Mumm mit 18,5 Millionen Euro, gefolgt von Henkell+Co Sektkellerei und Freixenet (16,3 bzw. 8,7 Millionen Euro). Mit einem Anteil von ca. 80 Prozent war TV das Hauptwerbemedium der Sekthersteller. Für die Weinbranche blieben die Brutto-Werbeinvestitionen in den letzten zwei Jahren mit 13 Millionen Euro stabil. Mit jeweils knapp 40 Prozent Marktanteil waren die Publikumszeitschriften dabei das bevorzugte Werbemedium der Branche, wenngleich es eine Verschiebung zu Gunsten von TV gab, dessen Marktanteil mittlerweile bei 21 Prozent liegt.

Die Brutto-Werbeinvestitionen der Bierbranche stiegen in den ersten vier Monaten 2010 zweistellig (+11,2%) auf 106 Millionen Euro. Der mit Abstand größte Investor der Branche war im vergangenen Jahr die Brauerei Krombacher mit 49 Millionen Euro. Bitburger und Binding folgen auf dem zweiten und dritten Platz (38,5 bzw. 35,4 Millionen Euro).

Im Plus sind auch die Werbeausgaben der Spirituosenherstellern: Ihre Brutto-Werbeinvestitionen sind zwischen Januar und April 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent gestiegen der Großteil davon in TV. Der größte Werbungtreibende unter den Spirituosengetränken war 2009 Campari mit 13 Millionen Euro Werbeausgaben. Die Marke musste die Führung aber in den ersten vier Monaten 2010 wieder an Mast-Jägermeister abgeben.

Deutschland bleibt Biernation

Obwohl der Konsum alkoholischer Getränke seit Jahren stetig zu Gunsten alkoholfreier Durstlöscher abnimmt, bleibt Bier das liebste alkoholische Getränk der Deutschen: Pro Kopf trinken die Bundesbürger 110 Liter jährlich. Kein anderes Getränk spiegelt die regionalen Vorlieben derart wider wie Bier. Während Pils in den meisten Regionen Deutschlands mit Abstand bevorzugt wird, trinkt das bayerische Volk genau so gerne Weißbier wie Helles. Im Osten Deutschlands ist die Export-Variante beliebt, im Westen die alkoholfreien Varianten. Die Nummer Eins unter den Biermarken ist laut Verbraucheranalyse 2009 Warsteiner mit einem Verwenderanteil von 12,9 Prozent. Krombacher folgt mit 12,7 Prozent, Becks an dritter Stelle mit 11,3 Prozent. Bei den Biermixgetränken liegt Veltins V+ mit 6,7 Prozent Verwenderanteil in der Gunst der Konsumenten vorne. Die internationale Marke Becks belegt mit ihrer Variante Green Lemon (5,3 Prozent) den zweiten Rang.

Konsolidierung hält an Innovationskraft gefordert

Schwierige Rahmenbedingungen wie der Rückgang des Alkoholkonsums oder das diskutierte Werbe- und Verkaufsverbot setzen die Alkoholindustrie seit Jahren enorm unter Druck. Die Branche reagiert mit einer anhaltenden Konsolidierung. Unternehmensriesen wie die Anheuser-Busch INBev oder die Oetker-Tochter Radeberger, die ein breites Markenportfolio anbieten, beherrschen den Markt. Um immer neue Nischenmärkte erschließen zu können, passt sich die Alkoholbranche kontinuierlich an neue Konsumtrends wie Wellness, Convenience, Bio oder Nachhaltigkeit an. Biermixgetränke liegen laut Verbraucheranalyse 2009 weiterhin vor allem bei der jüngeren Zielgruppe im Trend. Nach einem guten Ergebnis im Jahr 2009 mit fast fünfprozentiger Wachstumsrate, konnte das Segment im ersten Quartal 2010 immerhin ein Plus von 1,8 Prozent erreichen. Darüber hinaus sind alkoholfreie Biere, die die weibliche, gesundheits- und kalorienbewusste Zielgruppe ansprechen, nach wie vor im Kommen. Auf niedrigem Niveau zeigen sich auch Biobiere als interessanter Wachstumsmarkt.

Neben diesen Daten bietet die Publikation Märkte im Visier: Alkoholische Getränke weitere Informationen zur aktuellen Marktsituation, der Zielgruppenstruktur und dem Werbeverhalten dieses Wirtschaftsbereiches. Märkte im Visier: Alkoholische Getränke steht ab sofort kostenfrei unter www.sevenonemedia.de/research zum Download bereit. Darüber hinaus sind in dieser Reihe unter anderem Analysen zu den Märkten Discounter, Weiße Linie und Dekorative Kosmetik erschienen.

(Quelle: Pressemitteilung von SevenOne Media)


Donnerstag, Juli 08, 2010

Schneider Weisse 2.0.

Die Private Weißbierbrauerei Georg Schneider in Kelheim setzt jetzt auch auf Social Media:

Labels: , , ,


Mittwoch, Juli 07, 2010

Wir alle sind Oktoberfest.

Die Grünen und die SPD sind im bayerischen Landtag Lautsprecher für das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie. Anders in München. Hier hat die rot-grün dominierte Stadtverwaltung das Rauchverbot für das Oktoberfest in diesem Jahr einfach mal so ausser Kraft gesetzt. Jetzt fragen sich die Festzeltbetreiber auf anderen bayerischen Festen naheliegend, warum man das Rauchverbot woanders nicht auch außer Kraft setzen sollte: "'Die Wiesn ist kein Reha-Zentrum'", in: Die Welt vom 7. Juli 2010.

Festzeltbetreiber sollten nicht auf eine Entscheidung der kommunalen Sesselfurzer warten, sondern sich einfach mal die Frage stellen, wann ist ein Zelt ein Zelt. Mehr darüber: "Ministerialbeamtenlyrik: 'Wenn ich mich im Freien befinde, und lediglich einen Regenschutz ueber mir habe, ist das kein umschlossener Raum.'".

Labels: ,


Gesundheitsreform.

Ab 2011 sollen Arbeitgeber jeden Monat
  • feststellen, welche durchschnittliche Zusatzbeitrag von der Bundesversicherungsamt festgestellt worden ist
  • ausrechnen, ob dieser Zusatzbeitrag die Grenze von 2% des Bruttolohns derjenigen Mitarbeiter übersteigt, die gesetzlich krankenversichert sind
  • den Differenzbetrag ausrechnen, um den der Zusatzbeitrag 2% des Bruttolohns übersteigt
  • diesen Differenzbetrag vom Arbeitnehmerbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung abziehen
  • falls der Differenzbetrag den Arbeitnehmerbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung übersteigt, den Rest übersteigenden Betrag auszahlen
  • die korrigierten Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung melden und abführen
Dabei beschreibt dieses Prozendere noch den einfachen Fall, daß ein Arbeitnehmer nur ein Beschäftigungsverhältnis hat. Bei zwei und mehr Beschäftigungsverhältnissen müssen die verschiedenen Arbeitgeber ihre Berechnung noch aufeinander abstimmen, weil die Grenze von 2% der Bruttolohnsumme sich auf alle Löhne des Arbeitnehmers zusammengerechnet gilt. Eine Abstimmung wird auch erforderlich, wenn ein Arbeitnehmer eine Rente bezieht.

Was schreibt die gottverdammte Bundesregierung dazu:
" Übersteigt der durchschnittliche Zusatzbeitrag zwei Prozent des individuellen sozialversicherungspflichtigen Einkommens, greift der Sozialausgleich. Das Ganze funktioniert unbürokratisch durch den Arbeitgeber oder Rentenversicherungsträger."
(Quelle: "Lasten fair verteilt", in: Bundesregierung.de vom 6. Juli 2010).

Wie kommt Ihr Sesselfurzer bloß immer wieder auf solche verrückte Ideen?

Labels:


Rauchverbot fuehrt zu hoeheren Preisen in Festzelten.

Mit einer extrem niedrigen Wahlbeteiligung von nur 37 % endete der Volksentscheid zum Rauchverbot in der Wahl am 4. Juli. Im Ergebnis stimmten 61 % der Wahlgänger für den Verbotsentscheid zu. Damit haben nur etwa 22 % der bayerischen Wähler die heutige bestehende Rauchverbotsregelung gekippt und die Ausnahmen gestrichen.

Letztendlich ist es nicht gelungen, der über Monate gehenden irreführenden Diskussion sachliche Informationen über den rechtlichen Istzustand entgegenzusetzen.
"Da wurde der Eindruck erweckt, man müsse handeln, weil es keine Gesetzgebung zum Raucherschutz gebe"
stellt Dr. Werner Gloßner fest. Insbesondere die Staatsregierung hat mit ihrem Schweigen zu dieser Unsicherheit in der Bevölkerung beigetragen, eine Unsicherheit, die letztendlich die Bevölkerung abhielt den Volksentscheid abzulehnen.

Mit den Folgen werden jetzt vor allem die getränkeorientierten Kneipenwirte und Landgastronomen leben müssen, hier sind Umsatzverluste vorprogrammiert. Wie die rechtssichere Umsetzung in Festzelten aussehen soll ist unklar. Sicher ist, dass der Mehraufwand durch ein Mehr an Sicherheitspersonal im Festzelt der Bürger über höhere Bier- und Essenspreise bezahlen muss.

(Quelle: Pressemittteilung des Verbandes Privater Brauereien Bayern e.V.)

Labels: ,


Bei Anruf Polizei.

Wenn die Polizei von den Kontrolleuren der Kreisverwaltungen gerufen werde, komme sie natürlich, behauptet das bayerische Innenministerium in bezug auf das ab dem 1. August 2010 geltende radikale Rauchverbot in der bayerischen Gastronomie: "Bei Anruf Polizei", in: Focus vom 7. Juli 2010.

In einem früheren Beitrag habe ich Gastronomen empfohlen, bei jedem Verstoß die Polizei anzurufen, damit der gesetzlichen Pflicht genüge getan ist: "Ruf doch mal an!". Man wird sehen, ob sie dauerhaft jedesmal kommen.

Labels: ,


Fast-Food-Trends.

"Wie uns McDonald's und Co. Appetit machen wollen", in: Handelsblatt vom 7. Juli 2010. Erwähnenswerte, nicht unbedingt neue Trends:
  • Höherpreise Angebote bei den Speisen auch oberhalb der 5 US-Dollar-Grenze.
  • Höherer Getränkeanteil, auch durch die Ausweitung des Angebots on Kaffee.
  • Angebote für den ganzen Tag, z.B. durch Frühstücke.
  • Internationale Expansion insbesondere in den BRIC-Staaten.

Labels:


Montag, Juli 05, 2010

ELENA wird ausgesetzt.

Das Bundeswirtschaftsministerium will ELENA ausssetzen: "Brüderle stoppt Speicherung von Mitarbeiterdaten", in: Handelsblatt vom 5. Juli 2010.

Sieben Monate nach dem Start von ELENA habe ich mich schon gewundert, weil niemand nachfragt, wenn man diesen Unsinn nicht mitmacht.

Wenn Brüderle kein Weichei wäre, würde er zusätzlich verlangen, daß den Unternehmen, die gesetzeskonform bei ELENA mitgemacht haben, ihre enormen Kosten für die Software-Updates, die Einarbeitung der Mitarbeiter, die für die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung zuständig sind, und die laufenden Kosten der Datenerfassung ersetzt werden.

Siehe dazu auch: "ELENA: Die Kacke ist am Dampfen".

Labels:


Donnerstag, Juli 01, 2010

Amazon erweitert Sortiment um Lebensmittel und Getraenke.

Ab heute bietet Amazon.de auch Lebensmittel & Getränke.

Zur Zeit werden 36.316 Positionen angeboten.

Für besondere Zielgruppen finden sich eigene Rubriken. So gibt es 868 glutenfreie Positionen, 1.644 für Vegetarier und 1.165 vegane und 936 in der Rubrik "Zöliakieverträglich".

Für Wiederverkäufer wei Gastronomen sind die Preise in der Regel zu hoch. Aber wer z.B. um zu verkosten, nur kleine Mengen benötigt, findet hier ein breites Sortiment, um sich auf dem Markt umzuschauen und neue Produkte auszuprobieren.