Gastgewerbe Gedankensplitter



Montag, August 30, 2010

Fraenkische Bierakademie: Wochenendkompaktseminar "Gepruefte/r Bierkenner/in".

Am Wochenende 29. bis 31. Oktober 2010 veranstaltet die Fränkische Bierakademie in Bamberg ein erlebnis- und genussreiches Wochenendkompaktseminar "Geprüfte/r Bierkenner/in" für 15 bis 25 Teilnehmer.

Zielgruppe sind
  • Menschen mit einer besonders bieraffinen Einstellung zum Kulturgut Bier.
  • Bierfreunde/innen die eine ausgewiesene Bierkennerschaft anstreben.
  • Mitarbeiter aus Brauereien, Getränkefachhandel, Gastronomie und Hotellerie.
  • Alle genussorientierte und verantwortungsvolle Bierliebhaber, die mehr Lustgewinn und Fachkompetenz rund ums Bier anstreben möchten.
Die Seminarkosten betragen 295,- Euro pro Person. Inkludiert sind Fachunterlagen, alle Verkostungsbiere in der FBA, Führungen und Exkursion. Brotzeit, Bierkulinarium , Zwickelprobe, Biertreberbrötchen, Biercocktail, Brezen, "Blaue-Zipfel-Frühschoppen" und Bierkenner-Diplom.

Akademie-und Ausbildungsleiter ist Braumeister Hannes Schulters, Biersommelier, Buchautor, Marketingberater, bekannt aus dem ARD-Buffet und ZDF Fernsehgarten.

Die Fränkische Bierakademie (FBA)ist die renommierte Aus-und Fortbildungsinstitution des Fränkischen Brauereimuseums, Bamberg. Als "Gralshüter" und Multiplikator gelebter Bierkultur ist es ihr Anliegen, fundiertes Bierwissen um das facettenreiche Kulturguterlebnis genussreich sowie anschaulich zu vermitteln.

Alle Détails des Seminars finden Sie im Flyer (PDF).


Mittwoch, August 25, 2010

Neue Wege bei der Messung von Kundenzufriedenheit .

München, 4. August 2010 - Das Münchner Startup-Unternehmen Seficon bietet Unternehmen einen neuen Ansatz für die Messung von Kundenzufriedenheit. Die Grundlage des Systems ist das Befragungsgerät OMOD (Opinion Monitoring Device), das beispielsweise am Point of Sale im stationären Einzelhandel aufgestellt wird. Kunden geben per Knopfdruck eine Bewertung ab, zum Beispiel zur Zufriedenheit mit dem Service. Das Gerät verfügt über ein autarkes Kommunikationssystem und übermittelt die gesammelten Daten automatisch an Seficon. Das Beratungsunternehmen bietet dazu verschiedene Reports und Möglichkeiten der Auswertung.

Die Mittel und Wege für Unternehmen, verlässliche Trends zur eigenen Kundenzufriedenheit zu erhalten, sind vielfältig: Fragebogen, Telefoninterview oder Mystery-Shopping sind klassische und beliebte Methoden. Doch gerade in Zeiten knapper Kassen und geringen Marketing-Budgets sind diese Methoden meist zu teuer und aufwändig. Zudem können sie keine durchgängigen Trends darstellen, die als unternehmerische Entscheidungsgrundlage herangezogen werden können. Ein völlig neues System zur Messung von Kundenzufriedenheit, das weder teuer noch kompliziert sein soll, hat jetzt das Münchner Startup-Unternehmen Seficon entwickelt. Laut eigenen Angaben der jungen Beratungsfirma steht Unternehmen jeder Größe ab sofort ein flexibles Mittel zur Trendmessung zur Verfügung, das ohne große Vorbereitung am Point of Sale implementiert werden kann. Die Einsatzbereiche des Systems erstrecken sich von einfachen Ladengeschäften bis hin zu Einzelhandelsketten auf Schicht-, Filial- oder Konzernebene.
"Einsatzbereiche sind überall dort zu sehen, wo Leistungen für Menschen erbracht werden"
erklärt Firmengründer Sebastian Schulz das System.
"Die wichtigsten Zielmärkte für Seficon sind der Einzelhandel, Bürgerbüros, Hochschulen, Servicecenter, Banken, Informationsschalter, das Hotel- und Gaststättengewerbe, sowie Clubs oder Bars - kurzum alle Branchen, die auf eine hohe Kundenzufriedenheit Wert legen."
Aber nicht nur für die externe Kundenbefragung sieht der Seficon-Chef und gelernte Betriebswirt eine Verwendung für sein System.
"Auch im Rahmen einer Einführung eines internen Qualitätsmanagementsystems nach DIN ISO 9001:2008 kann die dazu notwendige Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung mit Hilfe des OMOD schnell und anonym durchgeführt werden"
so Schulz.

Trendkurve aus der Steckdose

Das Befragungsgerät OMOD hat die Stellfläche einer DIN-A5-Seite, so dass sich auf jedem Ladentisch ein Platz dafür findet. Auf dem Gerät befinden sich vier Knöpfe mit lachenden und weinenden Gesichtern ("Smileys"), über die der Kunde einfach per Knopfdruck seine Meinung zu maximal zwei Parametern, wie zum Beispiel "Wartezeit" und "Service", abgeben kann. Die einfache Handhabung garantiert laut Firmengründer Sebastian Schulz hohe Beteiligungsraten von circa 10 bis 15 Prozent und erlaubt eine zügige Meinungsabgabe.
"Die Befragung eines Kunden dauert im Durchschnitt nur 8 Sekunden. So wird es mit dem OMOD möglich, bei dauerhaft hoher Beteiligung die Zufriedenheit der Kunden abzufragen"
erläutert Schulz.
"Durch die kontinuierlich gewonnenen Daten kann die Kundenzufriedenheit im Zeitverlauf genau dargestellt und lückenlos fortgeschrieben werden. Auf diese Weise lassen sich Tendenzen gut erkennen. Das Besondere: Das System kann unkompliziert in jede Umgebung integriert werden. Es verfügt über ein autarkes System der Datenübermittlung zur Seficon-Zentrale und benötigt nur eine Steckdose."
Tagesaktuelle Reports - Seismograph für Kundenzufriedenheit

Mit dem Report gibt Seficon seinen Kunden ein Frühwarnsystem an die Hand, mit dem Trends bei einzelnen Filialen erkannt werden können, bevor es zum Beispiel zu Umsatzeinbußen kommt. Filialen und Arbeitsschichten können miteinander verglichen werden. So wird deutlich, wer die Top- und Low-Performer sind und wo weiterführende Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Detail-Befragung der Kunden, nötig sind. Außerdem zeigen die Anwender durch den Einsatz des Systems, dass sie die Meinung ihrer Kunden wertschätzen.
"Das erhöht nachweislich die Kundenloyalität und Weiterempfehlungsraten und kann so den Umsatz steigern"
so Schulz.
"Darüber hinaus wird das Personal zusätzlich motiviert, den Kunden bestmöglich zufrieden zu stellen."
Die mögliche Bandbreite der lieferbaren Leistungen erstreckt sich von den reinen Rohdaten (zum Beispiel im SPSS-, PASW- oder Excel-Format) über eine grafische Aufbereitung bis hin zur Experten-Interpretation und Empfehlung.
"Durch den Report von Seficon wissen wir nach einer Veranstaltung sofort, wie das Abendprogramm bei unseren Gästen angekommen ist. Das hilft uns, negative Trends schnell zu erkennen und gegenzusteuern, bevor wir Auswirkungen auf den Umsatz haben"
sagt der Landshuter Event-Veranstalter Jürgen Grünbauer, der das System zur Messung von Gästezufriedenheit einsetzt.

Über Seficon / OMOD

OMOD ist ein Angebot der Seficon Unternehmensberatung Sebastian Schulz, München. Die Ge-schäftsidee wurde 2008/2009 von der Hochschule München und dem Münchener "Strascheg Center for Entrepreneurship" gefördert. Unter www.seficon.de kann unter der Rubrik "Unsere Leistungen" ein Muster-Report geladen werden. Dieser zeigt exemplarisch ein Unternehmen mit drei Filialen, in wel-chen die Kundenzufriedenheit kontinuierlich über je ein OMOD gemessen wird.

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Samstag, August 21, 2010

Inseratpreise, die abheben.

Bei Google AdWords ergeben sich die Preise, die man für Anzeigen zahlen muß aus einem automatisierten Auktionsverfahren in der Form einer "Generalized second-price auction". Dabei kann passieren, was immer passiert, wenn sich zwei und mehr Bieter wechselseitig überbieten: Die Preise steigen und steigen, solange weiter mit gesteigert wird. Solange die Bieter nur solange mitbieten, wie sich das für sie lohnt, führt dies zu marktgerechten Preisen. Siehe dazu auch: "Introduction to the ad auction", in: Google Inside AdWords vom 12. März 2009.

Laut einer Meldung des Handelsblatts vom 21. August 2010 ("Neue Vorwürfe gegen Google") haben zwei Firmen, die für ihre Websites um Google AdWords geboten haben, danach Strafanzeige wegen Betrugs gestellt, weil Google "schrittweise die Werbepreise um das bis zu 26-Fache erhöht" habe, "ohne dass dies nachvollziehbar gewesen sei".

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Dienstag, August 17, 2010

Zwangsinkasso fuer Arbeitgeber abgesagt.

"Allerdings verwarfen die Gesundheitspolitiker zunächst die Idee, dass der Arbeitgeber den Säumniszuschlag einziehen soll, wenn Versicherte mehr als sechs Monate ihren Zusatzbeitrag nicht zahlen."
Quelle: "Keine Zusatzbeiträge mehr für Hartz-IV-Empfänger", in: Handelsblatt vom 17. August 2010.

Auf diese angeblich verworfene, schwachsinnige Idee können auch nur Sesselfurzer kommen. Da die Krankenkassen zu feige sind, Mahnzuschläge für nicht entrichtete Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zu mahnen und einzutreiben, sollten die Arbeitgeber verpflichtet werden, diese Zusätzbeiträge und Mahngebühren ihren Beschäftigten vom Nettolohn abzuziehen und an die Kassen zu überweisen.

Wir Arbeitgeber hätten damit nicht nur den Sesselfurzern in den Krankenkassen die Arbeit erledigen sollen, sondern wären auch erheblichen Risiken und offenen Fragen ausgesetzt:
  • Dürfen diese Beiträge auch abgeführt werden, wenn dadurch die Pfändungsgrenze unterstrichen wird?
  • Wer kommt für den Zeitaufwand auf, wenn sich die Lohnbuchhaltung bzw. die Personalabteilung oder auch der Unternehmer selbst mit seinen Beschäftigten rumstreiten müssen, die wegen diesem Einbehalt sauer sind oder auch nur nachfragen, warum "ihr Lohn gekürzt" wird?
  • Wer trägt den zeitlichen Aufwand, wenn betroffene Arbeitnehmer den Arbeitgeber auf die vollständie Auszahlung seines Nettolohns verklagen?
Mal ganz davon abgesehen, daß durch solche Schweinereien das Betriebsklima leidet!

Ich hätte mich diesem Ansinnen einfach verweigert und Aufforderungen der Kassen, ihr Inkasso zu übernehmen, in den Papierkorb entsorgt.


Gastgewerbeumsatz im Juni 2010 real um 0,7% gestiegen.

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im Juni 2010 nominal 3,6% und real 0,7% mehr um als im Juni 2009. Gegenüber dem Vormonat war der Umsatz im Gastgewerbe im Juni nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal 2,3% und real 2,1% höher:
  • Das Beherbergungsgewerbe erzielte im Juni 2010 einen nominalen Umsatzzuwachs von 8,2% gegenüber dem Vorjahresmonat (real + 2,1%).
  • In der Gastronomie wurden nominal 1,2% mehr und real 0,1% weniger als im Juni 2009 umgesetzt.
  • Innerhalb der Gastronomie verzeichneten die Caterer einen Umsatzanstieg von nominal 7,2% und real 6,4%.
Im ersten Halbjahr 2010 setzte das Gastgewerbe in Deutschland nominal 1,7% mehr, real aber 1,0% weniger um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

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Montag, August 16, 2010

"Herzlich willkommen in Österreich".

"Herzlich willkommen in Österreich" liest der verdutzte Gast die Einleitung der Speisekarte (PDF) des Restaurants "Ö3", denn er weiß doch, er sitzt gerade in einem Restaurant inmitten der Bamberger Altstadt.

Doch diese Einleitung paßt. Der Wirt Erwin Bacher ist ein Vollblut-Österreicher, der seinen Gästen seine steirische Heimat nahe bringt. In der Vinothekt gibt eine gute Auswahl österreichischer Weine, die er von Weinreisen in sein Heimatland mitbringt. Neben dem angeblich besten "Wiener Schnitzel" weit und breit (laut Pro7 / Galileo vom 4.2.2009), gibt es viele österreichische Speisen wie Steirisches Backhenderl, Tiroler Gröstl, Saiblingfilet und Zwiebelrostbraten.


Sonntag, August 15, 2010

Flyer an Fahrzeuge auf Strassen und Parkplaetzen verteilen.

Ein "OLG-Urteil zu Werbung mit Visitenkarten an Autos" hat mich an eine Ordnungswidrigkeit erinnert, die ich 1983 begangen habe. Ich habe dreist Flyer für das "Café Abseits" auf dem unweiten Parkplatz der Bamberger Polizeidirektion an die Fensterscheiben der dort geparkten Kfz der Polizisten gesteckt. Es kam, wie es kommen mußte, es gab eine Strafanzeige und der damalige Geschäftsführer des "Café Abseits" kam vor Gericht. Vorgeworfen wurde ihm ein fehlendes Impressum und eine unerlaubte Sondernutzung. Natürlich wurde er freigesprochen. Werbezettel, die erkennen lassen, von wem sie stammen, brauchen kein expizites Impressum. Und die unerlaubte Sondernutzung wurde mit der Aussage abgebügelt, daß diese Flyer in diversen Geschäften auslagen, von jedermann hätten verteilt werden können und der Geschäftsführer sie weder verteilt hat noch gewußt hat, wer sie verteilt hat. Ich habe während der Verhandlung im Sitzungssaal gesessen, um notfalls mich zur "Tat" zu bekennen, wenn es nicht auf einen Freispruch hinausgelaufen wäre. Aber der Staatsanwalt hatte sich offensichtlich von einem erbosten Polizisten aufhetzen lassen, daß Amtsgericht mit dieser Lappalie zu belästigen, aber erkennbar keine große Motivation und vor allem keine guten Argumente, das genervte Gericht zu überzeugen.

Das oben erwähnte Urteil ist für die Gastronomie immer dann von Bedeutung, wenn man Flyer usw. an Autos auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen verteilen möchte. Nunmehr ist klar gestellt, daß es sich um eine erlaubsnispflichtige Sondernutzung handelt. Ob der Eigentümer der Straße oder des Platzes, etwa die Kommune, dafür eine kostenfreie oder kostenpflchtige Sondernutzungsgenehmigung erteilt, ist ihr überlassen. Die Gebührenhöhe kann sie in einer kommunalen Sondernutzungssatzung regeln oder auch individuell festlegen.

Nebenbei: Wir haben mittlerweile viele Polizisten als Gäste.


Samstag, August 14, 2010

Waiter Rant.

Violetta Simon hat Steve Dublanica interviewt, den "zynischen Kellner", der seit April 2004 das englisch sprachige Blog Waiter Rant herausgibt und darin Geschichten über das nervenaufreibende Berufsleben eines Kellners in den USA schreibt: "Psychopathen und Halsabschneider", in: Süddeutsche Zeitung vom 11. August 2010.

Anlaß dieses Interviews ist, daß das 2009 erschienene englisch sprachige Buch zum Blog "Waiter Rant: Thanks for the Tip--Confessions of a Cynical Waiter" am 12. Juli 2010 auf Deutsch herauskommen wird: "Die Rechnung, bitte! Bekenntnisse eines Kellners".

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Hessische Gaststaetten bleiben im Minus.

Nach ersten Ergebnissen für das erste Halbjahr 2010 stiegen die Umsätze im hessischen Gastgewerbe, verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres 2009, nominal um fast drei Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, war dies nach Ausschaltung der Preisveränderungen real ein geringfügiges Minus. Damit hat sich die negative Entwicklung im hessischen Gastgewerbe deutlich abgeschwächt.
  • Im Beherbergungsgewerbe nahmen die Umsätze im Vergleichszeitraum nominal um 7,5 Prozent zu; real war dies ein Plus von zwei Prozent.
  • Im Gaststättengewerbe blieb der Umsatz dagegen nominal knapp unter dem Vorjahresergebnis, was real einem Minus von annähernd zwei Prozent entsprach.
  • Die Kantinen und Catering-Unternehmen waren nominal um gut ein Prozent und real nur geringfügig im Plus.
Durch eine Abnahme der Zahl der Vollbeschäftigten um annähernd zwei Prozent, bei gleichzeitig geringem Rückgang der Zahl der Teilzeitbeschäftigten, sank die Zahl der insgesamt Beschäftigten im Vergleichszeitraum um fast ein Prozent.

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Freitag, August 13, 2010

Sind Bonussysteme von Apotheken rechtlich zulaessig?

Das Bamberger Café Abseits kooperiert wie auch einige andere Bamberger Gaststätten mit den Bamberger Brücken-Apotheke. Genauer gesagt können Kunden dieser Apotheke jeweils drei sogenannte Regnitz-Taler, die sie bei Einkäufen erhalten, bei uns gegen einen Latte Macchiato einlösen: Regnitz-Taler Prämiensystem.

Sind Bonussysteme und ähnliche Systeme in Apotheken überhaupt zulässig? Am 17. August wird der Bundesgerichtshof Karlsruhe (BGH) seine Entscheidung verkünden, bei der es darum geht, ob Bonusssyteme von Apotheken wettbewerbs- und apothekenrechtlich zulässig sind.


Die heulende Bushaltestelle.

In der erregten Debatte deutscher Politiker um Google StreetView ("Schwarz-Gelb vergoogelt sich", in: Spiegel vom 12. August 2010) werden die Persönlichkeitsrechte von Bushaltestellen sträflich vernachlässigt. Ich habe dazu die Bushaltesteller Neuerbstraße der Busline 902 im Busnetz der Verkehrsbetriebe Bamberg befragt.

Bushaltestelle

Unter erstickten Tränen verfluchte sie die Arschlöcher in der Politik, die sich um die Persönlichkeitsrechte von Scheunen, Garagen und Hartz-IV-Baracken Gedanken machen, aber das Leiden von Bushaltestellen ignorieren, wenn sie - ohne daß ihre Bushaltestellennamen unkenntlich gemacht weden - von Google StreetView weltweit bloßgestellt werden.

Die Wirklichkeit ist aber noch viel skurriler als ich es mir ausdenken könnte. In Düsseldorf haben sich Bürger - um gegen Google StreetView zu protestieren - vor ihr Haus gestellt, von der Lokalzeitung fotografieren und mit ihren vollen Namen als Bildunterschrift in der Zeitung abdrucken lassen. Natürlich sind sie jetzt auch online: "Bürgerprotest gegen Google", in: Rheinische Post vom 12. August 2010. (gefunden in: "Der Witz des Tages", in: Schockwellenreiter vom 13. August 2010).

Man muß der Redaktion der "Rheinischen Post" aber zugute halten, daß sie nicht nur zu einer solch lächerlichen Aktion in der Lage ist, sondern es besser weiß: "Das falsche Feindbild", in: Rheinische Post vom 13. August 2010:
"Ausgerechnet Googles 3D-Kartografiedienst Street View erregt die Gemüter. Ein Dienst, der nichts weiter abbildet, als den öffentlichen Raum. Etwas, das jeder sehen, jeder fotografieren und veröffentlichen darf. "

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Mittwoch, August 11, 2010

Zahlreiche Verstoesse in Gaststaetten.

Insgesamt 32 Verstöße registrierten Kontrolleure verschiedener Behörden bei der Schwerpunktprüfung der Bodensee-Gastronomie am 6. August 2010.

In einer koordinierten Aktion von Zollbeamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, Beamten der Landespolizei sowie des Landrats- und Ausländeramts kam keines der elf geprüften Lokale ohne Beanstandungen davon.

Neben zwei Strafverfahren wegen Betrugs und insgesamt 26 Bußgeldverfahren wegen diverser Meldeverstöße gab es vier - zum Teil schwerwiegende - Beanstandungen durch die Beamten der Lebensmittelüberwachung. In einem Fall war es um die Küchenhygiene so schlecht bestellt, dass Fleisch und Fisch unverzüglich entsorgt werden mussten und der Betreiber zur Grundreinigung verpflichtet wurde. Die Essensausgabe wurde gestoppt.

83 Personen wurden insgesamt überprüft. 52 von ihnen waren nicht oder nicht rechtzeitig gemeldet, was für den jeweiligen Arbeitgeber in der Regel eine empfindliche Geldbuße bedeutet. In einem Fall besteht der Verdacht auf Scheinselbstständigkeit.
"Der Einsatz hat sich mehr als gelohnt und wird sicher Modell für die Zukunft sein"
kommentiert Zoll-Einsatzleiter Stefan Achberger das Ergebnis. Positiv sei auch die enge Zusammenarbeit verschiedener Behörden. Nur so könne eine sinnvolle ganzheitliche Prüfung gewährleistet werden. Achberger ergänzt:
"Die eigentliche Arbeit beginnt nun mit Aufnahme der Ermittlungen."
(Quelle: Pressemitteilung des Hauptzollamts Ulm).


Dienstag, August 10, 2010

Infrarot Heizstrahler jetzt auch mit Funschalter

Wichtig: Für alle faulen Hintern! Dieses Zubehör (Funkschalter) für kleines Geld ist dewegen für die Infrarot Heizstrahler entwickelt worden, weil Gastwirt Hermann von Bödefeld, ein entfernter Verwandter von Herrmann Löns, keine Lust mehr hatte sein Bierglas zu verlassen um die Terrassenheizung anzuschalten. Sie sehen hier ein klassisches Beispiel, das viele gute technischen Entwicklungen, durch des Menschen Bequemlichkeit erfunden wurden. Komfortable Bedienung eines praktischen Gerätes ...
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Mittwoch, August 04, 2010

Verfassungsbeschwerde gegen das strikte Rauchverbot in bayerischen Gaststaetten erfolglos.

In seiner Weisheit hat das höchste deutsche Gericht mit Beschluss vom 2. August ein Urteil BUNDESVERFASSUNGSGERICHT - 1 BvR 1746/10 - verkündet, mit dem kleinen Gastronomen in Bayern, die vor allem Raucher bedienen möchten, an den Kragen geht. Die Pressemitteilung dazu:
"Am 1. August 2010 ist das durch einen Volksentscheid beschlossene neue bayerische Gesetz zum Schutz der Gesundheit vom 23. Juli 2010 in Kraft getreten. Es sieht ein striktes Rauchverbot für alle Gaststätten vor. Die mit Wirkung zum 1. August 2009 geschaffenen Ausnahmeregelungen für Bier-, Wein- und Festzelte und für getränkegeprägte kleine Einraumgaststätten sind ebenso entfallen wie die zur gleichen Zeit geschaffene Möglichkeit, Rauchernebenräume einzurichten.

Die Beschwerdeführerin zu 1) ist Raucherin und besucht mehrmals wöchentlich Gaststätten. Die Beschwerdeführerin zu 2) betreibt eine Gaststätte und erzielt einen erheblichen Teil ihres Umsatzes durch geschlossene Gesellschaften, die in abgetrennten Räumen stattfinden. Die Beschwerdeführerin zu 3), eine GmbH, betreibt ein "Pilslokal" mit einer Fläche von weniger als 75 m2 und macht geltend, sie beschäftige nur Raucher und es würden "nur rauchende Gäste eingelassen".

Die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts hat die Verfassungsbeschwerde, mit der die Beschwerdeführerinnen im Wesentlichen geltend machen, durch die strikte Neufassung des Rauchverbots in ihrer allgemeinen Handlungsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) bzw. ihrer Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) verletzt zu sein, nicht zur Entscheidung angenommen. Die Verfassungsbeschwerde hat weder grundsätzliche Bedeutung noch ist ihre Annahme zur Durchsetzung der Grundrechte oder grundrechtgleichen Rechte der Beschwerdeführerinnen angezeigt. Die strikte Neufassung des Rauchverbots verletzt weder die Beschwerdeführerin zu 1) als Raucherin noch die Beschwerdeführerinnen zu 2) und 3) als Inhaberinnen von Gaststätten in ihren Grundrechten.

Das Bundesverfassungsgericht hat bereits mit Urteil vom 30. Juli 2008 entschieden, dass der Gesetzgeber von Verfassungs wegen nicht gehindert ist, dem Gesundheitsschutz gegenüber den damit beeinträchtigten Freiheitsrechten, insbesondere der Berufsfreiheit der Gastwirte und der Verhaltensfreiheit der Raucher, den Vorrang einzuräumen und ein striktes Rauchverbot in Gaststätten zu verhängen (vgl. BVerfGE 121, 317). Entscheidet sich der Gesetzgeber wegen des hohen Rangs der zu schützenden Rechtsgüter für ein striktes Rauchverbot in allen Gaststätten, so darf er dieses Konzept konsequent verfolgen und muss sich auch nicht auf Ausnahmeregelungen für reine Rauchergaststätten einlassen, zu denen Nichtraucher keinen Zutritt erhalten. Auch eine stärkere Belastung von Inhabern kleiner Einraumgaststätten - bis hin zur Gefährdung ihrer wirtschaftlichen Existenz - ist angesichts der für alle Gaststätten geltenden Regelung durch hinreichende sachliche Gründe gerechtfertigt und zwingt daher nicht zu einer Ausnahmeregelung.

Ein striktes Rauchverbot ist auch vor dem Hintergrund, dass es in Bayern nach Darstellung der Beschwerdeführerinnen aufgrund der bisherigen Regelungen inzwischen eine große Zahl rauchfreier Gaststätten gibt, nicht unverhältnismäßig. Es ist dem Gesetzgeber unbenommen, den Nichtrauchern eine umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Gaststätten - gerade auch in der getränkegeprägten Kleingastronomie - zu ermöglichen, ohne dass sie sich dabei dem Tabakrauch aussetzen müssen. Ferner ist von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden, dass der Landesgesetzgeber durch ein striktes Rauchverbot zugleich einen konsequenten Schutz sämtlicher Beschäftigter in der Gastronomie anstrebt."
(Quelle: Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts).

Kommentar: Das Bundesverfassungsgericht verfolgt konsequent seine Linie und geht über wirtschaftliche Leichen. Den Satz
"Auch eine stärkere Belastung von Inhabern kleiner Einraumgaststätten - bis hin zur Gefährdung ihrer wirtschaftlichen Existenz - ist angesichts der für alle Gaststätten geltenden Regelung durch hinreichende sachliche Gründe gerechtfertigt und zwingt daher nicht zu einer Ausnahmeregelung."
muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. Ist es Beamten wie den Verfassungsrichtern, die von den Steuern auch der kleinen Gastronomen leben, scheißegal, wenn diejenigen, die sie schröpfen, Pleite gehen? Vermutlich solange, wie andere kreuzlahm Steuern zahlen, an denen sich die Richter mästen.

Normalerweise werden Urteile im Namen des Volkes gesprochen. Die Richter hätten hinzufügen sollen "mit Ausnahme des Teils der Bevölkerung, dessen wirtschaftliche Existenz wir vernichten".

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Irrefuehrende Angebotsschreiben per Fax: Teures Abo eines "Steuerrundschreibens".

Gerade hat mich eine angebliche "Unternehmensberatung für Mittelstand, Freiberufler und Gewerbetreibende" mit Sitz in Berlin unaufgefordert angefaxt. Man bittet mich um eine rechtzeitige Bestätigung, daß die Anschrift korrekt sei und ich das Rundschreiben erhalten solle. Versteckt im Kleingedruckten am Fußende heißt es dann:
"Senden Sie mir bitte, daß 8-seitige Rundschreiben für die nächsten 24 Ausgaben ... für 39 Euro netto je Faxausgabe."
Das macht unterm Strich 1.134,84 Euro.

Ob die vermeintlichen Tipps gut sind, kann man bezweifeln. Ebenfalls im Kleingeruckten finde ich den Hinweis:
"Bitte beachten Sie , daß wir keine Steuerberatung durchführen, da wir keine Steuerberater beschäftigen"

Dienstag, August 03, 2010

Besser keine Verguenstigungen fuer Restaurantkritiker.

Während andere Bewertungsportale die Inhaber von Betrieben auffordern, ihre Kunden zu Bewertungen zu ermutigen, sieht das Yelp ganz anders: "To Solicit or Not to Solicit?".

Gästen Vergünstigungen zu gewähren, die Restaurantbewertungen schreiben, sie eine Form von Bestechung. Ohnehin bestehe die Gefahr, daß Vergünstigungen in den Besprechungen erwähnt würden und so die Bewertung eher einen negativen Eindruck machen würde. Außerdem habe Yelp Methoden des automatischen Filterns und der Kontrolle durch andere Nutzer entwickelt, die solche Bewertungen entdecken würden.

Stattdessen sollten sich die Inhaber von Betrieben darauf konzentrieren:
  • ihren Eintrag mit Inhalten wie z.B. Fotos zu füllen
  • Sonderangebote zu offerieren für alle Nutzer, unabhängig davon, ob sie Bewertungen verfassen
  • auf Bewertungen zu antworten
  • sich um einen besseren Service zu bemühen

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Rauchverbot in der Gastronomie: Laxe Kontrollen in Koeln und Duesseldorf.

Sie wolle die Sanktionen und Kontrollen zur Einhaltung des gesetzlichen Rauchverbots in Nordrhein-Westfalen verschärfen, sagt Barbara Steffens (Grüne), die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, gegenüber der Redaktion der "Rheinischen Post": "NRW will Rauchverbot schärfer kontrollieren" vom 3. August 2010. Vieleicht sollte der gelernten biologisch-technischen Assistentin jemand mal erklären, daß weder das Land Nordrhein-Westfalen noch das Gesundheitsministerium noch die staatlichen Gesundheitsämter für die Kontrolle zuständig sind. Das obliegt den Städten und Landkreisen. Doch die wollen nicht so recht:
"Köln und Düsseldorf kontrollieren kaum und gehen lax mit Verstößen gegen das Gesetz um"
jammert Steffens. Doch sie weiß sich zu trösten:
"Ganz dem grünen Image entsprechend stricke ich, seit ich es in der Schule gelernt habe. Am liebsten kleine Teile wie Socken, Mützen, Stulpen und Schals, denn ein kleines Strickzeug passt immer in die Handtasche und vermeidet Frust."
Die Bundesländer hatten die Möglichkeit, die Zuständigkeit für Kontrollen den staatlichen Gesundheitsämtern zuzuordnen. Doch die Gesundheitsämter haben dafür weder Personal noch Bock. Siehe dazu: "Staatliche Gesundheitsaemter auf Kontrolle eines gesetzlichen Rauchverbots in der Gastronomie nicht vorbereitet".

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Montag, August 02, 2010

Hoteliers sollten sich mehr um touristische Bewertungsportale kuemmern.

Neil L. Salerno, der Hotel Marketing Coach, vermutet, Hoteliers bzw. Hotels würden die Zeit, in der sie sich mit sozialem Online-Marketing beschäftigen, falsch verteilen, sich zu viel um allgemeine, nicht reise-relanten Netzwerken wie Twitter und Facebook kümmern und zu wenig um touristische Bewertungsportale wie TripAdvisor: "Hoteliers, Is Your Social Media Plan Paying Off?"

Neil L. Salerno ist nicht generell gegen das Internetmarketing von Hotels eingestellt. Für ihn kann es aber andere Marketingaktivitäen nur unterstützen, nicht aber ersetzen: "3 Changes We Will See In Hotel Marketing In 2011".

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