Gastgewerbe Gedankensplitter



Dienstag, März 29, 2011

WeldeFassbrause inspiriert von WeldeLiesel.

Die angeblich so wilden 20-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren auch die Geburtsstunde zahlreiche neuer Getränke. Damals wurde für die aufkommende Fahrrad-Kultur der Radler erfunden und besonders in Berlin setzte sich ein neues Getränk durch – die Fassbrause, erfunden schon 1908 von dem Berliner Ludwig Scholvien. Der tatkräftigen Brauereigattin, Liesel Hirsch, Tochter von Johann Welde und Ehefrau des damaligen WeldeChefs, Hans Hirsch hörte von diesem "neumodischen Getränke" und beschloss, dass auch sie für den WeldeBiergarten in Schwetzingen auch "so etwas ganz modernes" anbieten wollte. Sie beriet sich mit ihrem Gatten, holte die nötigen Zutaten aus ihrem Kräutergarten, besorgte sich damals seltene Zitrusfrüchte und setzte die erste WeldeFassbrause an. Das bitzelnde, kastanienfarbene Erfrischungsgetränk wurde über Nacht zum Hit. An diese Tradition knüpft Welde jetzt an und stellt die WeldeFassbrause vor – nach dem alten Rezept der Welde-Liesel.

Fassbrause ist eine Limonade, aber eben zusammengemischt aus Zutaten, die es in der Brauerei gab: unvergorener, süßer, malziger Bier-Sud, Brauwasser und schmackhafte Zutaten. Liesel toppte die Mischung mit dem damals seltenen Orangensaft und schmeckte das Erfrischungsgetränk mit Zitronen und anderen Gewürzkräutern aus ihrem Garten ab. Das ganze wurde in Holzfässer gefüllt und endlich hatten auch die Kinder, die sonntags oft mit der Familie oder auch schon mal nur in Begleitung der Väter mit in den Biergarten durften, auch etwas zu trinken, das wenigstens ein bisschen so schäumte wie Bier. WeldeLiesel hütete ihr Mischungsgeheimnis; nur ihre Tochter Bärbel durfte ihr über die Schulter schauen, wenn die gestandene Brauereichefin ihre Fassbrause ansetzte. Den aktuellen Trend zu besonderen Erfrischungsgetränken vor Augen fragte der heutige WeldeChef Dr. Hans Spielmann seine Mutter Bärbel, ob es in Geschichte der Brauerei schon mal ein alkoholfreies Erfrischungsgetränk gegeben hätte. Bärbel Spielmann berichtete ihrem Sohn alles, was sie über die Fassbrause ihrer Mutter Liesel noch wusste und Dr. Hans Spielmann gab die mündliche Überlieferung an seinen 3-Sterne-Braumeister Stephan Dück weiter.

Der besorge sich die Zutaten und begann zu probieren.
"Damit kommen wir dem alten Rezept wohl am nächsten"
erklärte Dück eines Tages und präsentierte dem WeldeChef eine kastanienbraune Erfrischungslimonade mit Orangengeschmack. Spielmann war begeistert und ging in Produktion. Die ersten Reaktionen aus dem Markt belegen, dass die WeldeLiesel damals wie heute den Geschmack der Kurpfälzer, die Neudeutsch heutzutage Metropolitaner heißen, getroffen hat. Zum Frühlingsanfang kam die WeldeFassbrause auf den Markt.

Die WeldeFassbrause ist ein alkoholfreier, erfrischender, fruchtig-herber, leicht mit Malz gesüßter Durstlöcher für moderne, aktive, ernährungs- und gesundheitsbewusste Menschen. Er enthält lebenswichtige Vitamine, Mineralien und Malzzucker und ist frei von künstlichen Aromen, Geschmacksverstärkern, oder Konservierungsstoffen.

Die prickelnde, belebende Wirkung und der Malz-Orange Geschmack entfalten sich am besten 3° bis 6° C Kühlung.

Text von Herbert W. Rabl (HR).


Montag, März 21, 2011

Gastgewerbeumsatz im Januar 2011 real um 4,2% gestiegen.

WIESBADEN – Die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland setzten im Januar 2011 nominal 4,9% und real 4,2% mehr um als im Januar 2010. Das ist der stärkste reale Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat seit Juni 2000 (+ 5,0%). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde nach Kalender- und Saisonbereinigung (Berliner Verfahren 4.1) nominal 3,1% und real 4,3% mehr als im Vormonat abgesetzt.

Das Beherbergungsgewerbe setzte im Januar 2011 nominal 7,0% und real 7,1% mehr um als im Januar 2010. In der Gastronomie lag der Umsatz nominal 4,0% und real 2,8% über dem Wert des Vorjahresmonats. Innerhalb der Gastronomie stieg der Umsatz der Caterer um nominal 3,8% und real 2,3%.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

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Donnerstag, März 17, 2011

INTERNORGA mit attraktivem Rahmenprogramm.

Ein schlüssiges Konzept und das Wissen um Marktpotenziale und aktuelle Trends sind wichtige Zutaten für wirtschaftlichen Erfolg im Außer-Haus-Markt. Ideen und Impulse für das richtige Rezept geben die begleitenden Kongresse zur INTERNORGA. Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt öffnet vom 18. bis 23. März auf dem Hamburger Messegelände. Fachliche Höhepunkte setzt das Rahmenprogramm mit internationalen führenden Kongressen, dem Forum Gastgewerbe und einem neuen Forum zur Schulverpflegung.

Bereits am Vortag der INTERNORGA am Donnerstag, 17. März, findet das 30. Internationale Foodservice Forum im Saal 1 des CCH-Congress Center Hamburg statt. Unter dem Motto "Zukunft zwischen Marktplatz & Weltmarkt, zwischen Emotion & Effizienz" stellen international renommierte Experten wie die Trendforscher Prof. Peter Wippermann (Trendbüro, Hamburg) und Chris Sandersen (The Future Laborytory, London) globale Zukunftstrends vor, zeigen Marktpotenziale auf und präsentieren Erfolgsfaktoren. Außerdem gibt es ein Best of aus 30 Jahren Internationales Foodservice-Forum. Zu Europas größtem Kongress für professionelle Gastronomie werden rund 1.500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet.

Der Deutsche Kongress für Gemeinschaftsverpflegung am Montag, 21. März, im Konferenzraum "Chicago" auf dem Hamburger Messegelände steht ganz im Zeichen der Themen Nachhaltigkeit, Gesundheit und Mehrwert mit Genuss. Entsprechend lautet das Thema des Tages "Nachhaltig & gesund – Wachstumswerte für Macher und Märkte". Keynote Speaker auf dem größten GV-Kongress in Europa ist Dr. Franz Alt. Der vielfach ausgezeichnete TV-Moderator und Journalist spricht über das Thema "Die Sonne schickt uns keine Rechnung – Neue Energie – Neue Arbeit – Neue Mobilität".

Premiere feiert in diesem Jahr das INTERNORGA-Forum Schulcatering am Dienstag, 22. März, im Saal 6 des CCH. Mit dem neuen Fach-Forum, das sich an Küchenleiter, Schulleiter und Schulträger sowie Verantwortliche aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Sport und Politik richtet, reagiert die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt auf die zunehmende Bedeutung der Schulverpflegung. Unter dem Titel "Qualität! Machbar und bezahlbar?" beleuchtet das erste INTERNORGA-Forum Schulcatering die Potenziale und Risiken dieses anspruchsvollen Segments der Gemeinschaftsverpflegung. Kooperationspartner ist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Fachlicher Treffpunkt auf der INTERORGA ist das Forum Gastgewerbe im Obergeschoss des Foyers Ost. Hier präsentieren sich die norddeutschen Dehoga-Landesverbände und stehen den Fachbesuchern mit Rat und Tat zur Seite. Experten verschiedener Institutionen geben Auskunft zu rechtlichen und finanziellen Themen und beantworten Fragen zur Aus- und Fortbildung in der Gastronomie und Hotellerie.

Außerdem stellen sich hier der Verband der Köche Deutschlands, der Kochclub Gastronom mit der gläsernen Küche, der Verband der Serviermeister und Restaurant- und Hotelfachkräfte und mehrere Hotelfachschulen vor. Auch die Wettbewerbe "Großer Preis der Köche" und "Service-Cup" finden im Restaurant im Forum Gastgewerbe statt. Im Foyer Süd erwartet die Fachbesucher die gläserne Konditoren-Backstube der norddeutschen Konditoren-Verbände und die Vitrinenschau, in der süße Konditorenkunst gezeigt wird.

Auf der INTERNORGA präsentieren mehr als 1.100 Aussteller aus dem In- und Ausland vom 18. bis 23. März Trends, Innovationen und Komplettlösungen für die Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien. Eintritt: 28 Euro (Zweitageskarte 38 Euro), Fachschüler: 14 Euro. Der Einlass erfolgt nur nach Legitimation als Fachbesucher.

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Donnerstag, März 10, 2011

ÖDP-Chef Frankenberger bekommt Hausverbot beim politischen Aschermittwoch.

10.03.2011. Die Veranstaltung war vom ÖDP-Kreisverband Erding ordnungsgemäß angemeldet gewesen. Der Wirt argumentierte, dass Frankenberger für das Volksbegehren für besseren Nichtraucherschutz in Bayern verantwortlich gewesen sei und deshalb nicht erwünscht sei.

Dazu Sebastian Frankenberger:
"Es ist schade, dass Herr Rötzer so reagiert hat, denn das Rauchverbot war eine demokratische Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger in Bayern. Ich finde, Herr Rötzer offenbart hier ein seltsames Demokratie-Verständnis."
Für Frankenberger sei es unverständlich, warum der Wirt erst jetzt so spontan seinen Einspruch gegen die Veranstaltung angemeldet hatte. Schließlich sei seit Wochen plakatiert und auf Frankenbergers Aschermittwochsrede aufmerksam gemacht worden.
"Auch den Gästen gegenüber war der Rausschmiss unfair. Schließlich kamen alle Zur Post, um meine Rede zu hören,"
so Frankenberger.

Glücklicherweise konnte die Veranstaltung kurzerhand in ein nahe gelegenes Hotel verlegt werden. Nach der Absage vom Post-Wirt änderte Frankenberger spontan seine geplante Rede: Statt den politischen Gegner anzugreifen, hielt der ÖDP-Politiker eine Grundsatzrede zum Thema Demokratie und sagte abschließend:
"Die harsche Reaktion des Wirtes hat mich emotional schon getroffen"
(Quelle: Pressemitteilung der ÖDP).

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Freitag, März 04, 2011

Gaststaette darf alkoholische Getraenke nicht zu reduzierten Preisen verkaufen.

Einem Gastwirt kann der Verkauf alkoholischer Getränke zu reduzierten Preisen untersagt werden, wenn er mit diesem Angebot gezielt ein jugendliches Publikum anspricht. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.

Der Antragsteller, ein Gastwirt, plante für den 4. Februar 2011 eine "10 für 10" Veranstaltung, bei der er 10 Getränke für 10 € anbieten wollte. Darüber hinaus beabsichtigt er, während der "1 Euro-Party" am 25. Februar 2011 in seiner Schank- und Speisegaststätte alkoholische Getränke für 1 € anzubieten. Die zuständige Gaststättenbehörde gab dem Antragsteller auf, bei beiden Veranstaltungen keine alkoholischen Getränke zu reduzierten Preisen abzugeben. Den Antrag, die aufschiebende Wirkung des hiergegen eingelegten Widerspruchs wiederherzustellen, lehnte bereits das Verwaltungsgericht ab. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte diese Entscheidung.

Die "1 Euro-Party" begründe für die insbesondere jugendlichen Besucher der Veranstaltung eine hinreichend konkrete Gesundheitsgefahr. Denn das Preiskonzept "viel Alkohol für wenig Geld" könne die vom Antragsteller speziell angesprochene Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen dazu veranlassen, Alkohol im Übermaß zu konsumieren. Dies gelte erst recht für die "10 für 10"-Veranstaltung. Der Gesundheitsgefährdung könne nicht entgegengehalten werden, es sei bei Jugendlichen nicht unüblich, alkoholische Getränke außerhalb des Lokals oder vor dessen Besuch zu konsumieren, um die Kosten für Getränke niedrig zu halten (sog. "Vorglühen"). Die damit verbundenen gesundheitlichen Gefahren würden nicht durch die Verlagerung dieses "Vorglühen" in die Räume des Antragstellers verringert. Vielmehr verbleibe es gerade bei der vom Gesetzgeber bekämpften Gefahr für die Gesundheit der Betroffenen. Ihr sei die Gaststättenbehörde mit der erteilten Auflage zu Recht entgegengetreten.

Beschluss vom 17. Februar 2011, Aktenzeichen: 6 B 10231/11.OVG

(Quelle: Pressemittelung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz).

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