Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Aktueller DEHOGA-Branchenbericht: Konjunkturrückbl... » | Mobile Kaffeebars in Deutschland. » | Gastgewerbeumsatz im März 2011 real um 1,1% gestie... » | Gastgewerbeumsatz im Februar 2011 real um 1,3% ges... » | WeldeFassbrause inspiriert von WeldeLiesel. » | Gastgewerbeumsatz im Januar 2011 real um 4,2% gest... » | INTERNORGA mit attraktivem Rahmenprogramm. » | ÖDP-Chef Frankenberger bekommt Hausverbot beim pol... » | Gaststaette darf alkoholische Getraenke nicht zu r... » | Google Maps diskriminiert die Buchung auf den Webs... »


Donnerstag, Mai 26, 2011

Arbeitsgericht Düsseldorf: Verfahren um die Kündigung zweier Ausschankmitarbeiter eines Düsseldorfer Brauhauses.

Vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf wurden zwei Verfahren um die Kündigung von Mitarbeitern im Ausschank eines Düsseldorfer Brauhauses geführt. In dem Verfahren 11 Ca 7326/10 ging es um die Wirksamkeit der bereits seitens des Arbeitgebers ausgesprochenen Kündigung. In dem Verfahren 9 BV 183/10 begehrte der Arbeitgeber die Ersetzung der Zustimmung des Betriebsrates zur Kündigung eines seiner Mitglieder. In beiden Verfahren warf der Arbeitgeber den Arbeitnehmern vor, die ausgeschenkten Biere nicht korrekt abgerechnet zu haben. Zum Beweis seiner Behauptung berief er sich auf Videoaufzeichnungen, die er heimlich in dem Ausschankraum gemacht hatte.

In beiden Fällen hat das Gericht den angebotenen Videobeweis nicht verwertet und der Kündigungsschutzklage stattgegeben bzw. den Antrag des Arbeitgebers auf Zustimmungsersetzung zurückgewiesen. Nicht jeder pauschale Verdacht auf Unterschlagung von Getränken durch in einem Brauhaus beschäftigte Arbeitnehmer rechtfertigt eine heimliche Videoüberwachung durch den Arbeitgeber, entschieden die befassten Kammern des Arbeitsgerichts. Erst dann, wenn der Arbeitgeber aufgrund tatsächlicher, nachprüfbarer Anhaltspunkte seinen Verdacht auf bestimmte Personen sowie eine bestimmte Tat konkretisieren kann, kommt nach umfassender Interessenabwägung eine heimliche Überwachung des Arbeitsplatzes in Betracht. Diese Voraussetzungen haben die Kammern des Arbeitsgerichts in beiden Fällen nicht festgestellt. Die gewonnenen Daten unterlagen damit einem Beweisverwertungsverbot und konnten als Beweismittel nicht herangezogen werden.

(Quelle: Pressemitteilung des Arbeitsgerichts Düsseldorf).

Kommentare:
Könnte man nicht das Arbeitsgericht wegen Unterstützung einer kriminellen Handlung belangen?

whitesausage
 
Kommentar veröffentlichen