Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Ist das Hamburger Rauchverbot verfassungswidrig? » | Umsatzsteuer bei der Abgabe von Speisen an Imbisss... » | Gastgewerbeumsatz im Juni 2011 real um 2,2 % gesti... » | Deutliche Umsatzsteigerung im bayerischen Gastgewe... » | Brau Beviale 2011: Querdenken durchaus erlaubt. » | ELENA - der Schwachsinn hat ein (vorläufiges) Ende... » | Gastgewerbeumsatz im Mai 2011 real um 1,7% gestieg... » | Gastgewerbeumsatz im April 2011 real um 1,1% gesti... » | Bundesweite Schwerpunktprüfung in Gastronomiebetri... » | So is(s)t Deutschland 2011: Ein Spiegel der Gesell... »


Freitag, September 16, 2011

Hygiene-Ampel muss gestoppt werden.

(Berlin, 16. September 2011) Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) kritisiert das Festhalten der Verbraucherschutzminister an ihrem Vorhaben, eine Hygiene-Ampel einzuführen.
"Es ist und bleibt völlig unverhältnismäßig, dass Gastronomen aufgrund einer Momentaufnahme über Monate an den Pranger gestellt werden sollen, auch wenn längst alle Mängel beseitigt sind"
kritisiert DEHOGA-Präsident Ernst Fischer das Ergebnis der Verbraucherschutzkonferenz, die am heutigen Freitag in Bremerhaven zu Ende gegangen ist.

Bemerkenswert sei immerhin, dass die Bedenken der Wirtschaftsminister, die sich im Juni gegen die Farbkennzeichnung in der geplanten Form ausgesprochen hatten, Ernst genommen würden. Die Verbraucherschutzminis-ter kündigten nach ihrer Konferenz an, zwecks Klärung der Differenzen eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen zu wollen. Der DEHOGA wird sich in die Diskussion einbringen und darauf drängen, dass die Vielzahl offener Fragen erst einmal beantwortet wird, bevor ein offensichtlich verfassungswidriges Vorhaben auf den Weg gebracht wird.

Inakzeptabel ist aus Sicht des DEHOGA auch, dass weiterhin eine stufenweise, nach Branchen sortierte Einführung der Farbkennzeichnung vorgesehen ist und dabei mit den Restaurants angefangen werden soll. Fischer:
"Hier wird der Gleichbehandlungsgrundsatz mit Füßen getreten. Der Stufenplan zeigt, wie populistisch in dieser Sache agiert wird. Dabei ist völlig unstrittig, dass die Ursachen der Lebensmittelskandale der jüngsten Zeit – wie Dioxin, 'Gammelfleisch' und EHEC – nicht in der Gastronomie begründet waren, sondern dass die Gastronomen wie die Endverbraucher stets die Leidtragenden waren."
(Quelle: Pressemitteilung des DEHOGA Bundesverbandes).

Labels: ,


Kommentare:
Für den Verbraucher ist das vorgehen des Dehoga populistisch. Wer nicht rein ist, der darf sich nicht beschweren, die anderen profitieren. Der Dehoga lehnt hier wieder einmal nur kategorisch ab, ohne konstruktiv mitzuwirken.
 
Konstruktiv wären statt der Hygieneampel nur viel häufigere Kontrollen. Wenn jeder Betrieb alle 3 Monate kontrolliert und auch sanktioniert würde (statt wie vielerorts alle paar Jahre) gäbe es kaum noch unhaltbare oder schlechte hygienische Zustände.

Allerdings müsste das Kontrollpersonal mehr als verzehnfacht werden. Wer soll das zahlen und wie soll man darauf einwirken?

Nach einem Jahr könnte man dann auch eine Ampel einführen, die bei häufigen Kontrollen allerdings sinnlos wäre, da sie ja nach 3 Monaten schon wieder veraltet wäre.

Man müsste und könnte also mit austauschbaren und weniger plakativen Listen hantieren - denn große bunte Ampeln sind auf Dauer teuer im Druck ...

Ein Restaurantbetreiber
 
Kommentar veröffentlichen