Gastgewerbe Gedankensplitter



Donnerstag, Mai 26, 2011

Arbeitsgericht Düsseldorf: Verfahren um die Kündigung zweier Ausschankmitarbeiter eines Düsseldorfer Brauhauses.

Vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf wurden zwei Verfahren um die Kündigung von Mitarbeitern im Ausschank eines Düsseldorfer Brauhauses geführt. In dem Verfahren 11 Ca 7326/10 ging es um die Wirksamkeit der bereits seitens des Arbeitgebers ausgesprochenen Kündigung. In dem Verfahren 9 BV 183/10 begehrte der Arbeitgeber die Ersetzung der Zustimmung des Betriebsrates zur Kündigung eines seiner Mitglieder. In beiden Verfahren warf der Arbeitgeber den Arbeitnehmern vor, die ausgeschenkten Biere nicht korrekt abgerechnet zu haben. Zum Beweis seiner Behauptung berief er sich auf Videoaufzeichnungen, die er heimlich in dem Ausschankraum gemacht hatte.

In beiden Fällen hat das Gericht den angebotenen Videobeweis nicht verwertet und der Kündigungsschutzklage stattgegeben bzw. den Antrag des Arbeitgebers auf Zustimmungsersetzung zurückgewiesen. Nicht jeder pauschale Verdacht auf Unterschlagung von Getränken durch in einem Brauhaus beschäftigte Arbeitnehmer rechtfertigt eine heimliche Videoüberwachung durch den Arbeitgeber, entschieden die befassten Kammern des Arbeitsgerichts. Erst dann, wenn der Arbeitgeber aufgrund tatsächlicher, nachprüfbarer Anhaltspunkte seinen Verdacht auf bestimmte Personen sowie eine bestimmte Tat konkretisieren kann, kommt nach umfassender Interessenabwägung eine heimliche Überwachung des Arbeitsplatzes in Betracht. Diese Voraussetzungen haben die Kammern des Arbeitsgerichts in beiden Fällen nicht festgestellt. Die gewonnenen Daten unterlagen damit einem Beweisverwertungsverbot und konnten als Beweismittel nicht herangezogen werden.

(Quelle: Pressemitteilung des Arbeitsgerichts Düsseldorf).

Mittwoch, Mai 25, 2011

Aktueller DEHOGA-Branchenbericht: Konjunkturrückblick Winter 2010/11 – Ausblick Sommer 2011.

(Berlin, 25. Mai 2011) Nach massiven krisenbedingten Umsatzeinbrüchen geht es im Gastgewerbe wieder bergauf. Insbesondere die Hotellerie befindet sich wie bereits im Jahr 2010 weiter auf Wachstumskurs. Das ist das Ergebnis der Konjunkturumfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), die am Mittwoch auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes vorgestellt wurde. Auch für die Gastronomie zeichnet sich langsam eine Trendwende ab.
"Verantwortlich für die verbesserten Entwicklungen und Erwartungen in Hotellerie und Gastronomie sind das Wirtschaftswachstum, sinkende Arbeitslosenzahlen und damit einhergehend die Ankurbelung der Binnennachfrage"
erklärte DEHOGA-Präsident Ernst Fischer in Berlin.
"Sowohl das Firmengeschäft als auch der private Konsum legten in den vergangenen Monaten zu, wobei die Preissensibilität weiter hoch ist. Die Branche hat den Weg aus der Krise gefunden."
Wachstum in der Hotellerie stärker als in der Gastronomie

Mitverantwortlich für die gute Stimmung in der Hotellerie ist die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen zum 1. Januar 2010. Die Hotels investieren in Millionenhöhe, stellen tausende Mitarbeiter ein und können damit ihren Gästen ein noch besseres Preis Leistungs-Verhältnis bieten. Nach der aktuellen DEHOGA-Konjunkturumfrage stieg der Anteil der Umsatzgewinner in der Beherbergungsbranche von 18,8 Prozent im Winter halbjahr 2009/10 auf 36,0 Prozent im Winter 2010/11. 32,0 Prozent der Hotels mussten Umsatzeinbußen hinnehmen. Im Vorjahr waren es noch mehr als die Hälfte der Betriebe (56,4 Prozent).

Die Gastronomie konnte vom Wirtschaftsaufschwung bisher noch nicht so stark profitieren wie die Hotellerie. Zudem litten viele Betriebe wie schon im Winter 2009 unter den schneereichen Dezemberwochen. Von Oktober 2010 bis März 2011 setzten 39,0 Prozent der Gastronomen weniger um als im Vorjahreszeitraum. Im Winter 2009/10 lag der Anteil der Umsatzverlierer noch bei 54,8 Prozent. 28,0 Prozent meldeten in der kalten Jahreszeit Umsatzzuwächse (Vorjahr 21,2 Prozent).

Die Ertragssituation vieler Betriebe bleibt angespannt. Laut dem Branchenbericht, der auf den Angaben von 4.500 Hoteliers und Gastronomen beruht, erwirtschafteten 41,0 Prozent der befragten Hotels im Winter 2010/11 geringere Erträge als im Winter 2009/10. Damals lag der Wert mit 58,7 Prozent noch höher. Immerhin 26,0 Prozent gelang es, in der kalten Jahreszeit ihr Betriebsergebnis zu verbessern (Vorjahr 14,9 Prozent). In der Gastronomie beklagt fast jeder zweite Unternehmer (49,0 Prozent) einen Ertrags rückgang (Vorjahr 61,9 Prozent). Der Anteil der Ertragsgewinner stieg von 13,8 auf 18,0 Prozent.

Energiekosten sind größtes Problem

Als Hauptproblemfeld wird von den Unternehmern der Bereich Energie- und Betriebskosten genannt. Mehr als jeder zweite Gastronom (56,0 Pro-zent) sowie zwei von drei Hoteliers (65,0 Prozent) sehen in den steigenden Kosten für Strom, Heizung und Warmwasser die größte Belastung für ihr Unternehmen, so der DEHOGA Branchenbericht.
"Die Sorgen der Unternehmer sind mehr als berechtigt"
sagte DEHOGA-Präsident Ernst Fischer.
"Die steigende Teuerungsrate trifft unsere Branche vor allem in Form höherer Energiepreise. Diese Kosten schmälern zunehmend die Unternehmenserträge und sind eine ernsthafte Gefahr für die gerade wieder anziehende Wachstumsdynamik."
Fischer verwies in diesem Zusammenhang auf die vielfältigen Aktivitäten des Verbandes. Dazu gehört die Energiekampagne Gastgewerbe, die den Unternehmern hilft, Energiekosten zu senken und damit Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Zuversicht fürs laufende Jahr

Für die kommenden Monate geben sich Gastronomen und Hoteliers zuver-sichtlich. Laut DEHOGA-Branchenbericht glauben 36,0 Prozent der Hoteliers, ihren Vorjahresumsatz in der Sommersaison ausbauen zu können (Vorjahr 31,2 Prozent). 17,0 Prozent rechnen mit einer Umsatzverschlechterung (Vorjahr 28,9 Prozent). Auch die Gastronomen zeigen sich optimistischer als vor einem Jahr: 38,0 Prozent der Gastronomen erwarten von April bis September 2011 Umsatzzuwächse (Vorjahr 30,8 Prozent). Jeder fünfte Betrieb (20,0 Prozent) sagt Verluste voraus, dies sind 11,3 Prozent weniger als im Vorjahr (31,3 Prozent).

Guter Start in die Freiluftsaison

Der gute Start in die Freiluftsaison gibt Anlass zur Hoffnung, dass sich die positiven Erwartungen der Unternehmer bewahrheiten. Wie eine aktuelle Blitzumfrage des DEHOGA ergab, sorgten das warme Frühlingswetter und der späte Ostertermin für bessere Geschäfte in der Open-Air-Gastronomie. Während 22,6 Prozent der Unternehmer von Umsatzverlusten berichten, verbuchten 43,5 Prozent der Eiscafés, Terrassenrestaurants und Biergär-ten in den ersten schönen Wochen des Jahres höhere Umsätze unter freiem Himmel als im verregneten Vorjahreszeitraum. Dabei konnten sich 81,4 Prozent der Umsatzgewinner über ein sattes zweistelliges Umsatzplus freuen. Bei 18,5 Prozent der Unternehmer lag der Umsatzzuwachs sogar bei 30 Prozent und mehr.

Amtliche Statistik stimmt ebenfalls positiv

Die Ergebnisse der DEHOGA-Konjunktumfrage werden durch die amtliche Statistik bestätigt: Danach setzte das Gastgewerbe im ersten Quartal 2011 3,1 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum. Real schlug ein Plus von 2,1 Prozent zu Buche. In der Hotellerie erhöhte sich der nominale Umsatz um fünf Prozent (real 4,5 Prozent). Im Gaststättengewerbe stiegen die Umsätze um nominal 2,7 Prozent (real 1,4 Prozent). Dies ist für die Restaurants, Cafés und Bistros der beste Wert für ein erstes Quartal seit über zehn Jahren.

"Wir hoffen, dass es weiterhin aufwärts geht"
sagte Fischer abschließend.
"Hotellerie und Gastronomie sind gut aufgestellt. Urlaub in Deutschland ist in bei ausländischen wie inländischen Gästen. Im Trend liegen Städtereisen. Darüber hinaus ist der Wellness- und Gesundheitstourismus weiterhin ein sehr großes Thema. Auch für das Business- und Veranstaltungsgeschäft sind wir optimistisch"
so Fischer.
In der Gastronomie sind regionale Küche, frische Zubereitung und Zutaten aus der Heimat gefragt. Bei der Innenausstattung der Betriebe gilt: Cool war gestern, cosy ist heute. In einer immer komplexer werdenden Welt suchen unsere Gäste Geborgenheit, Wohlfühlatmosphäre und echte Gemeinschaft. Gasthöfe und Wirtshäuser sind Orte der Kommunikation. Auch und gerade in Zeiten von Facebook & Co. ist face to face wichtiger denn je."
Der DEHOGA-Branchenbericht "Gastgewerbe Winter 2010/11 – Ausblick Sommer 2011" steht unter www.dehoga.de kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Über den DEHOGA-Branchenbericht

Mit dem Branchenbericht Gastgewerbe Winter 2010/11 – Ausblick Sommer 2011 stellt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) bereits zum 24. Mal seine repräsentative Konjunkturbeobachtung des gastgewerblichen Marktes vor. Grundlage für den Branchenbericht sind Befragungen von 4.500 Hoteliers und Gastronomen in ganz Deutschland, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Management und Tourismus der Fachhochschule Westküste in Heide durchgeführt werden. Die Beurteilung der Konjunkturentwicklung bezieht sich auf die Geschäftslage im Zeitraum Oktober 2010 bis März 2011 sowie die Geschäftserwartungen für die Monate April bis September 2011. Die Daten wurden entweder schriftlich oder per Online Fragebogen im Zeitraum vom 31. März bis 4. Mai 2011 erhoben.

Über den DEHOGA Bundesverband

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) ist der Branchenverband der Hoteliers und Gastronomen in Deutschland. Hinter dem DEHOGA steht mit dem Gastgewerbe ein starkes Stück mittelständischer Wirtschaft: Über eine Million Beschäftigte und fast 90.000 Auszubildende in 232.000 Betrieben erwirtschaften einen Jahresnettoumsatz von 57,4 Milliarden Euro.

Das Statement des DEHOGA-Präsidenten Ernst Fischer (PDF).

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Mobile Kaffeebars in Deutschland.

Die Website Mobile-Kaffeebars.com von Peter Schorn listet bereits über 60 mobile Kaffeebars in ganz Deutschland und jede Woche kommen derzeit ca. fünf neue Bars dazu.

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Samstag, Mai 21, 2011

Gastgewerbeumsatz im März 2011 real um 1,1% gestiegen.

WIESBADEN - Die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland setzten im März 2011 nominal 2,2% und real 1,1% mehr um als im März 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war im Vergleich zum Vormonat Februar 2011 der Umsatz im Gastgewerbe im März 2011 nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal um 0,7% und real um 0,6% höher.

Das Beherbergungsgewerbe erzielte im März 2011 einen Umsatzzuwachs von nominal 3,9% und real 3,4% gegenüber März 2010. Die Gastronomie setzte nominal 1,4% und real 0,1% mehr um als im Vorjahresmonat. Innerhalb der Gastronomie sank der Umsatz der Caterer nominal um 1,7% und real um 3,0%.

Von Januar bis März 2011 setzte das Gastgewerbe insgesamt in Deutschland nominal 3,2% und real 2,1% mehr um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

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