Dienstag, Dezember 17, 2002

Der grüne Thailand-Experte Rezzo Schlauch kündigt in einem Gastbeitrag bei Mittelstanddirekt.de an, die Bundesregierung wolle für Aufbruchstimmung im Mittelstand sorgen. Einige der von ihm angeführten Maßnahmen zum Bürokratieabbau sind aber kleinen und mittleren Unternehmen eher hinderlich:
  • Die zentrale Speicherung von Arbeitsbescheinigungen (JobCard) zwingt Unternehmen dazu, Datenerfassungsarbeiten, die bislang der staatlichen Bürokratie obliegen, zu übernehmen, ohne daß sie einen Nutzen daraus ziehen.
  • Die Freistellung der Existenzgründer von Beiträgen zu den Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern ist nett dahingesprochen. Bonusflieger Schlauch verschweigt, daß nicht die Bundesregierung die Kosten trägt sondern die anderen Kammermitglieder mit höheren Beiträgen belastet werden.
  • Seine Ankündigung, die Vermittler in den "Job Centern" würden künftig noch stärker den Kontakt mit dem Mittelstand suchen, läßt bei jedem Unternehmer, der sich schon einmal mit inkompetenten Sachbearbeitern der Bundesanstalt für Arbeit herumärgern mußte, schaudern.