Montag, Dezember 23, 2002

Ein Antrag der FDP, in dem für die laufende Legislaturperiode eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ausgeschlossen wird, wurde von SPD und Grünen im Haushaltsausschuß des Deutschen Bundestages abgelehnt, meldet die Wirtschaftswoche. Das Gastgewerbe wäre - wie auch der Versandhandel - von einer kurzfristig angesetzten Erhöhung der Mehrwertsteuer - um vermutlich 2 bis 4 Prozentpunkte - besonders negativ betroffen, da die Preise in diesen Branchen in Form von Speise- und Getränkekarten bzw. Katalogen nicht ohne große nicht unerhebliche Kosten geändert werden können. Rechtlich möglicherweise nicht ganz koscher, politisch aber wirkungsvoll, könnte es im Fall des Falles sein, die alten Speisen- und Getränkekarten weiterhin zu verwenden und auf die darin gedruckten Preise einen Zuschlag in Höhe der mehr verlangten Mehrwertsteuer zu verlangen. Dadurch würde bei jedem Kassiervorgang an den an der Preiserhöhung Schuldigen erinnert.