Samstag, Mai 24, 2003

Die Bezeichnung Biedermeier stammt ursprünglich von einer Parodie auf das Spießbürgertum von Ludwig Eichrodt mit der Figur des schwäbischen Schullehrers Gottlieb Biedermaier. In der Literaturgeschichte bezeichnet man als Biedermeier die Zeitspanne von 1815 bis 1848, also von der Gründung des Deutschen Reiches bzw. des Wiener Kongresses bis zur Revolution von 1848, die geprägt ist von Restauration, Zensur und einem schwermütigem Rückzug aus der Politik ins Private, einer Hinwendung zur Natur und Religion. Statt um die Emanzipation vom feudalen Joch kümmerte man sich lieber um gefüllte Speisekammern. Siehe dazu auch "Hausgeschneidert, Hausgebacken, Selbstgemacht" aus: "Biedermeier" vom CollegeRadio des Bayerischen Rundfunks. Im Biedermeier erschien eine Flut von Kochbüchern wie etwa das "Allgemeine deutsche Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder gründliche Anweisung" (siehe auch German cookery sources: a chronological list).

Im September 2003 erscheint von Dagmar Lutz das Kochbuch "Das Spitzweg-Kochbuch. Köstlichkeiten aus dem Biedermeier".