Dienstag, Mai 27, 2003

Geschichte des Weines jetzt online verfügbar

Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, wie es beispielsweise die Grafen von Katzenelnbogen mit ihrem Weinverzehr im 14. Jahrhundert hielten oder wie die Lage „Zeller Schwarze Katz“ zu ihrem Namen kam, sind sie der Beantwortung Ihrer Fragen ein ganzes Stück näher gekommen. Die Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. hat sich jetzt die Mittel der modernen Kommunikation zu nutze gemacht und eröffnet unter www.geschichte-des-weines.de allen Interessierten die umfassende Möglichkeit, jede Form von Literatur aufzufinden, die sich mit dem Thema Wein in seiner historischen Vielfalt befasst. Als besondere Fundgrube erweist sich die Homepage auch bei der Suche nach „Historischen Persönlichkeiten der Weinkultur“.

Die Website beinhaltet ein Verzeichnis sämtlicher 142 Schriften, die von den Mitgliedern der Gesellschaft erstellt wurden und eine Weinbibliographie, die im Laufe von 33 Jahren durch Bibliotheksamtsrätin Renate Schoene erarbeitet wurde. Die Bibliographie dokumentiert, in welchen Bibliotheken Artikel und Bücher bestellt werden können. Von über 22.000 sich mit Weingeschichte befassenden Themen sind bereits mehr als 1000 Veröffentlichungen aus den Erscheinungsjahren 2000 bis 2003 erfasst, die sukzessive bis zurück ins Jahr 1976 ergänzt werden. Die Bibliographie soll letztlich alle in deutscher Sprache erschienen Arbeiten zur Weingeschichte umfassen bis hin zu Übersetzungen der römischen Schriftsteller Columella (53 n. Chr.) oder Ausonius (353 n. Chr.).

In der Regel sind die Titel mit Besitznachweisen versehen und können über den Fernleihverkehr der deutschen und internationalen Bibliotheken bestellt werden. Die Weindatenbank wird von der Zentralstelle für Agrardokumentation und –information (ZADI, Bonn) für die Internet-Version aufbereitet und seit 2003 vom Deutschen Wein-Institut gefördert.

Die Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. wurde 1959 gegründet. Ihre 950 Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gesetzt, durch Forschung das allgemeine historische Bewusstsein zu vertiefen und all jene zu vereinen, die sich dem Wein verbunden fühlen und sich in besonderem Maße für seine Geschichte interessieren. (Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Wein-Instituts).