Sonntag, Mai 25, 2003

In meinem Beitrag "Erlösquellen in der Gastronomie: Erlösquellen und preispolitische Instrumente" predige ich, Kontakte in der Gastronomie wie Werbeflächen, Empfehlungen, Kontaktmöglichkeiten als Erlösquellen zu nutzen, denn angesichts der Tatsache, daß gastronomische Betriebe vielfältige Kontakte zu Gästen eröffnen, die aufgrund ihrer Alterstruktur und Konsumverhaltens im Kern des Interesses zahlreicher Unternehmen stehen, werden die Möglichkeiten, sich Leistungen und Nebenleistungen durch Dritte bezahlen zu lassen, meist unzureichend genutzt. Zur Platzierung von Fremdwerbung eigenen sich auch Getränkeuntersätze, Pizzakartons, Dönertaschen, Sushi-Eßstäbchen, Zuckerbeutel, Tischsets und vieles mehr. Siehe dazu die Schweizer Firma Fairline mit ihren sogenannen "below the line"-Sonderwerbeformen. "Below the line" meint damit alle Werbeformen "unterhalb" von Zeitungsanzeigen (mit ihren Werbetext-Zeilen / lines).

Man darf dabei aber nicht überziehen: Steve Hayden prognostiziert in seinem Beitrag zum Wired-Heft "Koolworld" vom Juni 2003: "Tastes Great, Less Filling. AD SPACE: Will Advertisers Learn the Hard Lesson of Over-Development?" einen Zusammenbruch des "300-year-old advertising ecosystem". Die Lösung sei: "Do better ads - the kind people talk about around the water cooler, or point out in magazines. Occasionally, ads can be so good that they become part of culture, works of art or protest or comedy that resonate far beyond their initial intent."