Samstag, Mai 31, 2003

Seit dem 1. Mai 2003 gilt in allen New Yorker Restaurants und Bars ein striktes Rauchverbot. Der Standard berichtet am 29. Mai 2003 über Umsatzrückgänge von einem Drittel: "Im Dunstkreis der Antirauchergesetze".

Bereits am 16. Juni 2002 hatte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gemeldet, die New York State Restaurant Association leiste keinen Widerstand, da Studien gezeigt hätten, daß rauchfreie Restaurants keine Umsatzeinbußen erlitten hätten. Dies wird auch durch Erfahrungen in Kanada bestätigt (siehe "Facts about Smoking-bansin Restaurants" (PDF), in: Action on Smoking & Health, Kanada). Ausserdem profitieren Gastronomen von geringeren Kosten der Luftreinigung und längeren Zyklen der Renovierung der Wände und Decken. Ein Rauchverbot für Mitarbeiter kann sich dahingehend auswirken, daß die Arbeitspausen zum Rauchen wegfallen oder aber ausgedehnt werden, weil sich die Mitarbeiter in Zonen zurückziehen, in denen geraucht werden darf (siehe dazu unsere Seite "Nichtraucherfreundliche Gaststättenen und Hotels").

Laut einer Meldung der taz vom 1. Februar 2003 hat die irische Regierung ein Rauchverbot in Gaststätten und allen Betrieben ab dem 1. Januar 2004 angekündigt: "Galgenfrist für irische Raucher". In Deutschland sind bisher fraktionsübergreifende Initiativen von Abgeordneten des Deuschen Bundestages für ein Rauchverbot gescheitert (siehe: "Bundestag lehnt gesetzliches Rauchverbot ab", in: German News vom 5.2.1998). In Frankreich gibt es zwar seit 1993 ein Rauchverbot, aber kein Schwein hält sich dran (siehe dazu "Frankreich: Trotz Rauchverbot nur wenig frische Luft", in: Rhein-Zeitung vom 3. Februar 1998).