Donnerstag, Oktober 16, 2003

Verteilungswirkungen von Buergerversicherung und Kopfpauschale, Teil II.

Vor kurzem habe ich mich noch über die vielfach falschen Darstellungen der Verteilungswirkungen von Kopfpauschale und Bürgerversicherung mokiert. Heute wurde in der Zeit ein Artikel von Elisabeth Niejahr veröffentlicht, der kompetent über diese Wirkungen informiert: "Abgerechnet wird pro Kopf".

Heiner Geißler hat diesen Artikel offensichtlich nicht gelesen, sonst hätte er in einem Interview in derselben Ausgabe nicht den Unsinn verzapft: "Der kommende Bundestagswahlkampf wird geführt werden zwischen einer Bürgerversicherung der SPD und Grünen und dem Prämienmodell der CDU mit einer exorbitant hohen Belastung der kleinen und mittleren Einkommen, verbunden mit einem bürokratischen Refinanzierungsmonstrum." (Quelle: "Die CDU wird den Wahlkampf verlieren", in: Die Zeit vom 16. Oktober 2003). Vielleicht sollte man Politrentnern eine pauschale Zahlung gewähren, die es ihnen erlaubt, sich einen wissenschaftlichen Mitarbeiter zu bezahlen, damit sie kein dummes Zeug daherreden.