Donnerstag, November 20, 2003

Bester Sommelier für deutsche Weine heißt Mathias Rippstein.

Der Sieg im Juniorenwettbewerb war schon für manchen vinophilen Nachwuchs die erste Sprosse auf der Karriereleiter, wie beispielsweise für Markus Del Monego oder Thomas Nickels um nur zwei zu nennen. Joel Payne machte als Sieger des Deutschen Weinkellnerwettbewerbs erstmals 1988 von sich reden.

Der Gewinner des diesjährigen Deutschen Weinkellnerwettbewerbs heißt Mathias Rippstein, Sommelier und Betriebsleiter im Weingut Weinstube Rippstein in Sand am Main. Der 32-jährige errang den ersten Platz bei diesem bundesweiten Leistungswettbewerb nach 1998 bereits zum zweiten mal und bewies wieder fachmännischen Umgang mit Wein und gekonnte Gästeberatung. Den Ehrenpreis der Sommelier-Union für die beste Leistung im Finale (Weinpräsentation und Weinservice) erhielt Christian Frens, 3. des Weinkellnerwettbewerbs und Sommelier bei "Fischers Weingenuss & Tafelfreuden.

Den ersten Platz beim 20. Juniorenwettbewerb ”Deutscher Wein” errang Daniel Hasert. Der 23-jährige Sieger ist Commis Sommelier im Schlosshotel Lerbach. Den Ehrenpreis des Verbands der Serviermeister, Restaurant- und Hotelfachkräfte erhielt der 23jährige Michael Solbach, Chef de rang im Romantik-Hotel Goldener Karpfen in Fulda, für besonders souveränen Auftritt im Finale.

Insgesamt 20 Weinkellner beziehungsweise Sommeliers sowie 23 Auszubildende und junge Mitarbeiter aus der Gastronomie im Alter von 18 bis 57 Jahren hatten sich den Wettbewerben gestellt, die das Deutsche Weininstitut (DWI), Mainz, am 16. und 17. November 2003 im Dorint-Hotel in Wiesbaden durchführte.

"Der Weinkellnerwettbewerb ermöglicht es, erfahrenen Restaurantfachkräften und Sommeliers ihre Kenntnisse zu überprüfen und ihre Fähigkeiten im Vergleich mit ihren Kollegen zu messen. Der Juniorenwettbewerb schafft beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere in der Gastronomie", erklärte DWI-Geschäftsführer Armin Göring. Und entsprechend anspruchsvoll waren die Aufgaben, die zu bewältigen waren.

Von den Teilnehmern, die aus allen Bundesländern nach Wiesbaden kamen, wurden zum Teil sehr spezielle Kenntnisse über die typischen Rebsortenmerkmale deutscher Weine, die Strukturdaten zum Weinbau und Weinmarkt, die Weinbereitung und das Weinrecht erwartet. Darüber hinaus mussten die Teilnehmer in vergleichenden Degustationen deutsche Weine und andere europäische Weine erkennen und u.a. nach Anbaugebieten, Jahrgängen und Rebsorten bestimmen. Die Finalisten hatten schließlich im Rollenspiel Gäste kompetent zu beraten oder verdeckt degustierte Weine folgerichtig und verkaufsfördernd zu präsentieren.

Die Sieger erhielten als Preise Stipendien, Raritäten aus der Schatzkammer des Deutschen Weininstituts, Seminargutscheine und weitere wertvolle Sachpreise.

Das Deutsche Weininstitut führt den Juniorenwettbewerb in enger Zusammenarbeit mit dem Verband der Serviermeister, Restaurant- und Hotelfachkräfte (VSR) und den Weinkellnerwettbewerb mit der Sommelier-Union Deutschland durch. Während die Sommelierunion und der VSR vor allem die Jury stellte, gehören Vorbereitung, Durchführung und Finanzierung der Wettbewerbe zu den Aufgaben des Deutschen Weininstituts.

Zweiter im Weinkellnerwettbewerb wurde der 40-jährige Sommelier und Weinhändler Eduardo Capurro aus Brühl. Christian Frens, Sommelier im Köner Restaurant "Fischers Weingenuss & Tafelfreuden" belegte den dritten Platz.

Im Juniorenwettbewerb belegte die 23-jährige Christine Dördelmann, Restaurantfachfrau im Hotel Schloss Hugenpoet, Essen, den zweiten und Michael Solbach den dritten Platz. (Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Weininstituts).