Sonntag, November 16, 2003

Buschenschenken.

Im frühen Mittelalter steckten Wirte grüne Buschen, Tannenzweige, Kränze, Blattwerk usw. als Zeichen der Gastlichkeit an die Türen und Fenster und als Symbol des Schankrechts. Von daher rühren auch die meist in der Barockzeit angefertigten Wirtshausschilder, welche den alten Brauch mit dem Grünzeug widerspiegeln. Sie finden sich heute noch in den Straußwirtschaften in Süddeutschland, in denen Winzer nur eigenen Wein ausschenken dürfen und keinesfalls Straußenfleisch. In Deutschland nennt man solche Gaststätten Strauß-, Kranz- oder Besenwirtschaft, je nach Region. Siehe dazu auch ein früheres Posting. In Östereich heißen sie Buschenschänken.

Jüngst erschienen ist der Gastroführer "Kostbares Mostparadies. Buschenschenken in Kaernten" von Heidelore Strallhofer-Hoedl.